
Bern, Juli 2025 – Der Druck steigt
Mehr als 200.000 Schweizer:innen konsumieren regelmäßig Cannabis – fast alle illegal. Währenddessen klingeln beim organisierten Schwarzmarkt die Kassen: rund 1 Milliarde Franken Umsatz jährlich, vorbei an Jugend- und Konsumentenschutz, vorbei an staatlichen Einnahmen, vorbei an jeder Kontrolle. Und: besonders Jugendliche geraten zunehmend in Gefahr.
Nun kommt Bewegung ins System: Die Gesundheitskommission des Nationalrates hat den Gesetzesentwurf zur Cannabisregulierung in die Vernehmlassung verabschiedet. Es ist ein großer Schritt – aber nur der Anfang.
IG Hanf Schweiz warnt: Ohne Mut bleibt alles beim Alten
Die Interessenvertretung der Branche, die IG Hanf Schweiz, begrüßt den Entwurf, warnt aber vor einem zahnlosen Papier. Denn: „Ein schöner Gesetzestext hilft wenig, wenn am Ende Mut und Realitätssinn fehlen“, so Präsident Elias Galantay.
Was es jetzt braucht, sind drei zentrale Weichenstellungen:
1. Legaler Zugang statt Dealer: Fachgeschäfte statt Schwarzmarkt
Wer den illegalen Markt austrocknen will, braucht attraktive, legale Alternativen:
- Fachgeschäfte mit Beratung
- Strenge Alterskontrollen
- Transparente Sortenvielfalt
Ein unflexibler Staats-Webshop ist keine Lösung.
2. Konsumentenschutz: Qualität statt Gift
Immer häufiger tauchen auf dem Schwarzmarkt synthetisch gestreckte Produkte auf – hochtoxisch und brandgefährlich. Nur eine regulierte Abgabe mit Laborkontrolle schützt effektiv – besonders Jugendliche und vulnerable Gruppen.
3. Bis zu 450 Millionen Franken jährlich für den Staat
Ein legaler Cannabismarkt ist auch wirtschaftlich attraktiv. Doch das Potenzial verpufft ohne klare Strategie.
- Einnahmen müssen in Prävention, Bildung und Gesundheitswesen fließen
- Billigimporte müssen reguliert und der heimische Markt geschützt werden
Ein Aufruf an die Politik: Jetzt handeln!
„Die Schweiz hat die Chance, Verantwortung zu übernehmen“, so Galantay. „Wir können Vorreiter für eine moderne, sichere und gerechte Cannabispolitik werden. Oder wir lassen weiter Kriminelle profitieren.“
Die Vernehmlassung läuft ab Ende August. Die IG Hanf wird sich einbringen – mit konstruktiven Vorschlägen und dem klaren Ziel: Weg vom Schwarzmarkt – hin zu einer klugen Regulierung.














https://www.landesstelle-hamburg.de/warnung-vor-foundation/
https://www.presse-scientology-hamburg.de/kurzinfos/scientology/was-ist-die-foundation-for-a-drug-free-world/
Bei pseudoreligiösen Fanatikern hat es auch keinen Sinn, ihnen zum „WiederRunterKommen“ den Besuch bei ’ner Nussenrutte zu empfehlen… keine macht’s mit Doofen
mfG fE
Es hat noch keine Prohibitionsaufarbeitung gegeben.Solange kann weitergelogen werden,und die Rücknahme des Can.G.angestrebt werden.Die staatliche Bevormundung funktioniert ja auch bei Schul-Helm-und Anschnallpflicht.Die Masse frißt alles.
Ein echt wichtiger Beitrag – denn Legalisierung heißt eben nicht automatisch, dass alle Probleme verschwinden. Der Schwarzmarkt bleibt bestehen, solange Aufklärung und Prävention nicht Hand in Hand mit der neuen Gesetzeslage gehen. Gerade junge Menschen sind gefährdet, nicht nur durch verunreinigte Ware, sondern auch durch eine zu frühe und unreflektierte Nutzung.
Was viele unterschätzen: Cannabiskonsum im Jugendalter kann das Risiko für psychische Erkrankungen wie Psychosen deutlich erhöhen. Wer heute über Eigenanbau, Clubs und Konsum redet, sollte auch über Verantwortung sprechen – insbesondere gegenüber Jugendlichen und Eltern.
Ein lesenswerter Beitrag dazu hier:
https://samenzwerg.com/weckruf-fuer-eltern-legales-cannabis-und-die-psychose-gefahr-bei-jugendlichen/
Hört endlich mit dem Jugendschutz auf, des ist so ein blödes Argument, wenn man in Bayern aufgewachsen ist und auch nach wie vor ist Alkoholkonsum ganz normal und ein Zeichen des Erwachsen Werdens. Denke aber es ist in ganz Deutschland so und auch Zigaretten ab 18 Jahren wer kontrolliert das, da funktioniert euer Jugendschutzgesetz doch schon gar nicht wieso sollen wir das jetzt ausbaden. ihr seid alle solche Heuchler
Wer dafür ist und ehrlich bitte hier unterstützen danke
https://chng.it/666kZGBnck
Überlegt doch was Mal sonst alles psychosen bei euren Kindern auslöst, was ihr ihnen aber erlaubt oder ihr ihnen vormacht liebe Eltern!!!
@Sascha Ich sehe in der Argumentation mit der Psychosegefahr bei Jugendlichen eine Umkehrung der Kausalität. Bei der Dokumentation solchiger Psychosegefahren werden gerne irgendwelche 12-Jährigen angeführt, die sich buchstäblich den Verstand (reversibel) wegkiffen und selbstverständlich psychisch auffällig sind. Anstatt nun Cannabis oder ‚den Dealern‘ die Schuld für diese Umstände zu geben und mit wohlfeilen Verboten um sich zu werfen, könnte man sich fragen, warum solche Kinder/Jugendliche sich in die Psychose kiffen? War die ‚Störung‘ möglicherweise nicht schon vorher vorhanden und hat dazu geführt, daß Kinder/Jugendliche dieses Verhalten an den Tag legen? Man sollte sich lieber um Kinder/Jugendliche kümmern, sich mit den jungen Leuten beschäftigen, die jungen Leute beschäftigen und nicht irgendwelche vorgeschobenen Gefahren bekämpfen. Das ist sehr aufwendig und teuer. Die… Weiterlesen »
Ist Ungehorsam gegenüber Behörden und staatlichen Instanzen eine Psychose?