Dienstag, 20. Dezember 2022

Cannabisplantage mit 1000 Pflanzen in Solingen

Foto: Su/Archiv

Es wurde eine Cannabisplantage mit 1000 Pflanzen in Solingen entdeckt. Dies teilte die Rheinische Post mit.

Die Polizei hatte einen Großeinsatz an der Heukämpchenstraße im Solinger Stadtteil Wald. Die Beamten erhielten einen Hinweis und begannen daraufhin mit ihren Ermittlungen. Im Rahmen dieser Ermittlungen ist es den Beamten gelungen, eine Cannabisplantage auszuheben. Ebenfalls wurde im Rahmen dieser großangelegten Aktion auch mindestens ein mutmaßlicher Täter gestellt . Die Plantage befand sich im Zentrum des Stadtteils in einer Lagerhalle an der Straße.

Der Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert, der als Sprecher bei der durchgeführten Aktion gilt, bestätigte die vorläufige Festnahme. Die Festnahme konnte durch eine Anfrage bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal seitens der Rheinischen Post bestätigt werden. Des Weiteren sei laut Berichten von Augenzeugen aus einer angrenzenden Wohnung noch eine weitere Person abgeführt worden.

Laut ersten Schätzungen könnte die Cannabisplantage aus bis zu 1000 einzelnen Pflanzen bestanden haben. Am späteren Montagnachmittag rückten vor Ort weitere Spezialkräfte der Polizei an. Aufgabe der Spezialkräfte war es, den Strom in besagter Lagerhalle abzustellen und die Cannabispflanzen in den Räumlichkeiten zu entsorgen.

Es gibt über 200 000 Strafverfahren pro Jahr im Rahmen von Cannabis. Diese Strafverfahren sind besonders zynisch, wenn man bedenkt, dass die Ampel die Legalisierung von Cannabis versprochen hat. Erst vor wenigen Monaten wurde die größte Cannabisplantage Europas entdeckt.

Ein Beitrag von Simon Hanf

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11 Kommentare
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haschberg
1 Monat zuvor

Diese verrückte, perfekt eingeschliffene Prohibitionsmaschinerie gegen den Gebrauch einer so wunderbaren Heilpflanze, wird wohl noch Jahre andauern und noch Millilonen von Hanfkonsumenten auf unnötige Weise kriminalisieren. Dafür wird in unserem Staat schon gesorgt. Schließlich gibt es auch kaum nennenswerte Gegenwehr. Solange es in Berlin keine Hanfdemo mit wenigstens mal 50000 Prohibitionsgeschädigten gibt und sich ein fortschrittlich handelnder Gesundheitsminister von diesem einseitig denkenden Cannabishasser Lanz völlig haltlos in die Enge treiben lassen muss, weil er kaum Unterstützer an seiner Seite hat, wird dieser Krieg unvermindert weiterwuchern. Bei der nächsten Bundestagswahl muss man ohnehin damit rechnen, dass die alten Prohibitionsjäger wieder an die Macht kommen, mit einer Drogenbeauftragten, die dann abermals ihre verlogenen Horrorgeschichten präsentiert und sich freut, dass sie mit ihrer… Weiterlesen »

MicMuc
1 Monat zuvor

Lieber Haschberg, ich verstehe Dich und teile Deine Gedanken. Ich wohne in Bayern und habe allerschlimmsten (!) Erfahrungen mit einer Justiz gemacht, die man (unsere Medien) gerne in Ungarn oder Polen verortet. Der Umgang dieses Staates mit “uns” erfüllt alle Kriterien faschistischer (“bürgerlicher”) Denkstrukturen. Und die Finte des Staates heißt, die Opfer “unsichtbar” zu machen, weshalb die Aneinanderreihung von Justizskandalen faktisch nicht existent ist. Da dies in der “DNA” der “bürgerlichen” Welt liegt – und ich kenne die Geistes- und Kulturgeschichte, dies einordnen zu können, als auch die real existierende “freiheitlich demokratische Grundordnung” – , um sich keine Illusionen mehr zu machen oder sinnlos seine Geisteskräfte zu verquasen, wo doch “auf der Gegenseite” Un-Geist herrscht. Daran sind schon ganz andere… Weiterlesen »

Heisenberg
1 Monat zuvor

Werter Herr Haschberg.
Du mußt Dich nicht weggetreten fühlen,nur weil alles so ist,wie es immer war und voraussichtlich bleibt,oder auch noch schlimmer wird.Deine Kommentare waren erbauend und auch informativ.Außerdem sterben hier so langsam die Schreiber aus.Ich wäre auch gerne optimistischer,aber ich traue den Politikern nicht.

Ramon Dark
1 Monat zuvor

@haschberg: Fände es wirklich furchtbar schade, wenn Du keine Kommentare mehr schreiben würdest. Vieles von Deinen Texten (und auch den Texten von anderen)hat mir so aus der Seele gesprochen, dass sich manchmal ein eigener Kommentar von mir erübrigt hat. War vielleicht auch gelegentlich ein Fehler von mir. Schliesslich helfen bestätigende Worte auch des Öfteren beim Weitermachen im Kampf gegen die übermächtig erscheinenden Prohibitionswindmühlen, die aber nach und nach zumindest auf internationaler Ebene ganz, ganz langsam doch wenigstens etwas zerbröckeln. Lässt sich natürlich nur hoffen, dass sich das im Verlaufe der ständig wachsenden globalen Zerstörungen und Verwerfungen nicht als zu langsam erweist. Schliesslich sind wir inzwischen mindestens im ersten Drittel der Apokalypse angelangt. Aber bei allem realistischen Pessimismus stirbt die Hoffnung… Weiterlesen »

haschberg
1 Monat zuvor

Danke für die nettten Zusprüche. Ich werd`s mir nochmal überlegen, aber ihr solltet euch auch mehr artikulieren, denn der Feind liest mit und bestraft mangelnde Gegenwehr mit weiterer harter Prohibition.
Wenn die Kiffer genauso aggressiv wären wie Alkoholisten, bei deren geballter Übermacht sich kein Staat eine weitere Prohibition trauen würde, wäre die Legalisierung bestimmt schon längst durch.
Die eher wehrlosen, lasch wirkenden Hanfkonsumenten lassen sich auf ähnliche Weise überrennen, wie damals die Juden.
Die aktuellen Jäger scheinen nicht viel weniger ignorant und blindwütig zu sein, wie die aus jener Zeit, sonst würden sie ihr ruchloses, menschenfeindliches Handeln nicht ewig fortsetzen wollen.

MicMuc
1 Monat zuvor

Lieber Haschberg, aus persönlichen Erfahrungen werde ich mich in dieser Gesellschaft und für diese nicht mehr engagieren. Meine Wohnung würde gestürmt, ich saß 7,5 Monate in U-Haft, dort waren die Verhältnisse unbeschreiblich (war nach 5 Monaten kurz vor dem Suizid) und rechtswidrig (auch das Verhalten vom Staatsanwalt bis zum kleinen Beamten). Ich mußte lügen, um überhaupt aus der Haft zu gelangen: a) daß ich Handel betrieben hätte, b) aus Gründen der Sucht. Beides schlägt sich dann “positiv” auf die Suchr- und Kriminalitätstatistik nieder und stützt nur weiter das freiheitlich demokratische Lügen-Gebäude. Alle: Anwalt, Gefängnisdirektor, Gutachter etc. zeigten sich erstaunt bis entsetzt über meinen Fall. Aber die bayrische Polizei und Justiz (ob es da noch so etwas wie “Gewissen” gibt?) brauchten… Weiterlesen »

Fred
1 Monat zuvor

Aufgeben ist keine Option. Warum auch ? Wenn ich einfach mal die pauschale Gesellschaftskritik außen vorlasse und mich nur mit der Cannabislegalisierung auseinandersetzte, haben wir das wohl beste Jahr seit Menschengedenken erlebt. Denn Fakt ist, es wird einen Gesetzesentwurf zur Legalisierung geben. Glaubt man Herrn Lauterbach bis März 23. Dieser wird natürlich auch durch den Bundestag beschlossen. Und entgegen vieler Pessimisten bin ebenso für den Bundesrat einigermaßen optimistisch. Es ist schlicht gute alte demokratische Sitte, ein Gesetzesvorhaben einer Regierung nicht zu blockieren, sondern nach Kompromissen zu suchen. So werden nahezu alle Gesetze verabschiedet und offen gestanden wüsste ich jetzt nicht, warum das bei der Cannabislegalisierung nicht der Fall sein sollte. Also, national stehen die Chancen in meinen Augen deutlich besser… Weiterlesen »

QiSan
1 Monat zuvor

Never say never again …
Denkt immer daran: Wir sind die Guten.
Und ja, wir sind mehr als Fleisch und Blut …

QiSan
1 Monat zuvor

Ärzte abklappern … Rezept besorgen …
Bei mir war es Arzt No. 26 den ich angefragt habe.
Nur Privat-BTM-Rezept – aber eben legale Medizin.

haschberg
1 Monat zuvor

Gute Musik QiSan.
Geht richtig gut rein, wenn man so schön stoned ist, wie ich gerade.
Da ist Musik immer noch das Beste.

QiSan
1 Monat zuvor

Na also geht doch … Kopf hoch, auch wenn der Hals ungewaschen ist!
Freut mich, dir was Gutes getan zu haben. Guter alter Stoff 😉

Namaste