Samstag, 19. November 2022

Niedersächsische Justizministerin (SPD) sieht Legalisierung kritisch

Bild: Archiv Su

Hannover – Die niedersächsische Justizministerin Kathrin Wahlmann (SPD) sieht die von der Ampel ge­plante Legalisierung von Cannabis kritisch. „Die Konzentration des Wirkstoffs THC in Marihuanaprodukten ist in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen“, sagte sie dem Bremer Weser-Kurier. Die Cannabispflanzen seien laut ihr „extrem hochgezüchtet worden“. „In meiner strafrichterlichen Praxis habe ich eine nen­nens­werte Anzahl von Personen gesehen, die wegen ihres THC-Konsums Psychosen entwickelt haben“, betonte Wahlmann, die vor ihrer Ernennung zur Justizministerin am Landgericht Osnabrück als Richterin gearbeitet hat. Dabei ist dies nur eine persönliche Anekdote und hat nichts mit einer faktischen Aussage zu tun.

Eine THC-Obergrenze hält sie (zum Glück) für keine Lösung: „Ich glaube nicht, dass man das praktisch hinkriegt.“ Denn trotz künftiger Straflosigkeit sei nicht auszuschließen, dass Cannabis über dunkle Kanäle nach Deutschland komme, sagte sie. „Niemand wäre in der Lage, dieses Marihuana flächendeckend zu überprüfen.“ Ihr ist dabei wichtig, dass bei der geplanten Legalisierung „nicht der Eindruck entsteht, dass Cannabis ungefährlich wäre“.Vor Allem müsse bei Jugendlichen an dieser Stelle präventiv gearbeitet werden. Sie betonte hierbei, dass sie sich nicht gegen eine demokratische Entscheidung sperren will, sondern auf die Gefahren hinweisen möchte.

Auch wenn die Legalisierung von Cannabis nicht ohne Risiken ist, ist dennoch die Legalisierung der absolut richtige Weg. Ungeachtet dessen, was einzelne Politiker denken, ist es wichtig, auf die Wissenschaft zu hören – das bedeutet Legalisierung! Auch die Landwirte in Niedersachsen sehen die Legalisierung kritisch.

Ein Beitrag von Simon Hanf

5 Antworten auf „Niedersächsische Justizministerin (SPD) sieht Legalisierung kritisch

  1. Greg

    All die Ewiggestrigen und verlogenen Ideologen einer drogenfreien Gesellschaftsutopie kommen jetzt aus ihren Löchern gekrochen und warnen vor der Legalisierung.
    Langsam nervt’s. Vielleicht sollte man ihnen mit einem faktenbasierten Text mit wissenschaftlichen Quellen antworten, direkt persönlich, oder Mailing-Aktion oder als offener Brief…

  2. haschberg

    Dass der Wirkungsgehalt des THC in den letzten Jahrzehnten generell gestiegen ist, stimmt so nicht. Es gab auch schon in den 70er und 80er Jahren sehr starke Sorten an Gras und Hasch.
    Außerdem braucht man sich nach einer Legalisierung darüber keine allzu großen Gedanken machen, denn bei zertifizierter Ware steht ohnehin der genaue THC-Gehalt samt Warnhinweisen auf der Umverpackung.
    In einem Staat, der so brandgefährliche, oft tödliche Alkoholika wie Schnaps und Strohrum (welch ein perverses Zeug!) in den Handel bringt, sollte man sich beim ungleich weniger gefährlichen Cannabis nicht in die Hose machen.
    Ist der THC-Gehalt zu hoch, nimmt man automatisch weniger und kommt in den allermeisten Fällen damit zurecht.
    Wäre es nicht an der Zeit, werte Frau Justizministerin, endlich mal normale Voraussetzungen für den Erwerb von Cannabisprodukten zu schaffen und die Konsumenten vom schweren Joch der illegalen Schwarzmärkte zu befreien?

  3. Heisenberg

    Wenn der Herr Weil sich dazu äußern würde,hätten wir eine ähnliche ablehnende Aussage.Braucht er jetzt nicht mehr machen.Die SPD ist eigentlich dabei zu legalisieren,zumindest versucht sie ein wenig in diese Richtung zu gehen.Der Brief mit den Eckpunten ist eventuell verschwunden.So lange wie das alles dauert,haben wir längst eine andere Regierung,und das Thema ist durch.

  4. David

    Da der THC Gehalt unter der illigalität gestiegen ist, kann er kaum als Begründung gegen eine legalisierung sein. Sondern ist wenn überhaupt ein Argument für eine legalisierung.

    Das eine „nennenswerte“ Anzahl von Menschen Psychosen entwickelt haben mag durchaus stimmen, ist jedoch auch kein Argument gegen eine legalisierung. Den durch eine legalisierung würde sich Gesundheit für betroffene und auch hilfe leichter finden. Keinen Menschen in einer Psychose hilft es wenn man noch als krimineller dargestellt wird und man von der Polizei gejagt wird.

    Aus Gesundheitlichen Gründen macht es ohnehin keinen Sinn eine Droge wie Cannabis zu verbieten. Es gibt zwar keinen riskolosen Konsum. Jedoch ist ein Konsum, wenn er den legal ist, weniger schädlich als wenn es weiter illigal bleibt.

    Leider wird bei den sogenannten Psychosen wahrscheinlich ja auch nicht gepürft ob derjeniege wirklich nur Cannabis konsumierte, ohne Streckmittel, syntehtischen Cannabinoiden oder sonstiges. Selbst der Konsument selber wird es nicht wissen, sofern er der den nicht selber anbaut.

    Es ist ohnehihn immer wieder mühselig zu hören das Cannabis aus gesundheitlichen gründen nicht legalsisiert werden sollte ährend die tädlichsten Drogen wir Alkohol & Tabak 10 meter an jedem Kiosk neben einer Schuld legal erworben werden kann.

    Ein Droge die jetzt schon als Medikament für unzählige Krankheiten eingesetzt wird. Und auch bei Alkohol sowie Tabak würde es keinen Sinn machen diese zu verbieten. Den ein Schwarzmarkt würde diese Drogen nur noch gefährlicher machen.

    Drogenkonsum, Drogensucht, Psychosen u.s.w sind keine Strafrechtlichen Probleme, sondern wenn überhaupt Gesundheitliche die sich nicht durch ein verbot regulieren lassen.

  5. Ramon Dark

    Ein weiterer Beweis, dass die meisten Prohibitionisten unbelehrbare geistig endlose Wiederkäuer sind. Wissenschaftlich bewiesene Tatsachen und Argumente sind nach dem 350. Aufstossen noch immer nicht verdaut. Dahinter stecken auch die Scheuklappen ihrer kollektiven Angstpsychosen und ihres machtgeilen Autoritätswahnes.

Schreibe einen Kommentar

Schnelles Login: