Samstag, 9. Juli 2022

Blienert fordert Diskussion über THC-Obergrenze

Foto: Su/Archiv

Der Drogenbeauftragte Burkhard Blienert fordert eine Diskussion über THC-Obergrenze. Er möchte zur Diskussion anregen, ob es nicht doch nötig ist über eine Mögliche Obergrenze für den THC-Gehalt festzulegen. Sein Argument “Der THC-Gehalt hat sich in den letzten Jahren durchschnittlich verdreifacht. Ein Joint aus den 70ern ist mit dem heutigen nicht mehr vergleichbar“ mag wahr klingen beruht aber nicht auf einer faktischen Grundlage. Der THC-Gehalt hat sich nicht signifikant verändert. 

In den 70er Jahren wurden nämlich weniger Blüten sondern mehr Haschisch geraucht. Haschisch hat einen deutlich höheren THC-Gehalt als die Blüten und dementsprechend, hat sich die konsumierte THC-Gesamtmenge nicht erhöht. 

Den dass letztere ist Ausschlaggebend. Welche Gesamtmenge an THC konsumiert wird. Menschen werden immer noch durch die gleiche Menge bekifft und sind heute nicht mehr bekifft als vor 50 Jahren. 

Blienert fügt hinzu, man müsse “ernsthaft diskutieren.” Ja, da hat er selbstverständlich recht. Allerdings beendet ein Blick auf die Fakten die Grundlage für diese Diskussion. Eine THC-Obergrenze ist eindeutig sinnlos.

Eine THC-Obergrenze wird ebenfalls von der CaNoKo abgelehnt. 

Ein Beitrag von Simon Hanf

13 Antworten auf „Blienert fordert Diskussion über THC-Obergrenze

  1. buri_see_käo

    Und wem es gefällt, sich durch den Konsum einer Tüte in die Waagerechte zu befördern, der bröselt bei verfügbarem Low-Level-Gras eben mehr hinein; mit der Folge, dass dann aber auch mehr Begleit-Substanz aufgenommen wird – das wäre dann gesundheitlich unbedenklich(er)?
    Was erforderlich ist, ist eine Deklaration der relevanten Inhaltsstoffe bei in Verkaufsstellen erhältlichem Cannabis – das gibt es ja nichtmal bei der unlimitiert zugänglichen psychotropisch wirksamen Ware namens Kaffee.
    Die beabsichtigte? Legalisierung… man windet sich und windet sich – noch was zu diskutieren… – wie lange denn noch?, ständig wird ein neues Fass aufgemacht. Und ja, ich habe schon in den 70-ern nach Möglichkeit gehaltvolles Cannabis zu kaufen angestrebt, mich nach dem Konsum unbedingt ’ne halbe Stunde bei frischer Luft hinlegen zu müssen, war oft nicht mein Ansinnen, wie denn auch? bei Konzertbesuchen o.ä. in der Öffentlichkeit. Es gibt sehr wohl den bewussten Umgang mit Rauschmitteln, auch wenn ständig (Panikmache) das Bild von siechen Kiffern verbreitet wird. Und was über kotzende Säufer auf z.B. dem Münchner Oktoberfest?
    mfG  fE

  2. LoboBobo

    So ein Quark,wir brauchen keine Obergrenze,wieviel soll man denn dampfen oder rauchen müssen um seinen Level zu erreichen,lächerlich.Mit Schnaps darf man sich ins Koma saufen,aber wir sollen schön viel Geld für schwaches weed ausgeben?Dann mach ich es halt selber und scheiß mal wieder auf den Staat.

  3. Rainer

    Hat mich ziemlich geärgert,als ich heute Morgen davon las.Drei bis viermal stärker,als in den siebzigern.Die Diskussion hatten wir in den vergangenen Legislaturperioden des öfteren.Falls sich jemand älteres an die lange her Jugendsünde errinern sollte,weiß er jetzt ist das nicht mehr dieses unbedenkliche angenehme Zeug,sondern hartes schädliches Rauschgift.Blienert solte besser darüber nachdenken,wie sich die Legalisierung an der CDU/CSU vorbeimogeln kann.Aber man kann auch getrockneten Brokkoli rauchen.

  4. Dr. Hans-Christian Voss, M. A.

    Eine Obergrenze würde sogleich auf mehren Ebenen Störungen und Steuereinbußen nach sich ziehen.
    Durch einen hohen THC-Wert braucht ein Patient oder Konsument entsprechend weniger.
    Eine Obergrenze würde hunderte von Sorten ausschließen, auch steuerlich. Schwaches Cannabis würde auch den Schwarzmarkt erstarken lassen. Von dem „Schwächeren“ bräuchten Konsument lediglich mehr nehmen, um deren erwünschte Wirkung zu erzielen. Man raucht oder vaporisiert dann mehr, was wiederum gesundheitsschädlich wäre. FAZIT: Eine Obergrenze würde sich überraschenderweise schädlich auswirken. Sie würde vermutlich auch weggeklagt werden. Denn andere Branchen haben das ja auch nicht. Und es gibt Gleichheitsgrundsätze . Man braucht beim Cannabis ebenso wenig eine Obergrenze wie eine PS-Obergrenze beim Automobil. MeCaDt / Medizinal Cannabis Forschung Deutschland / Dr. Voss

  5. Haschberg

    Eine THC-Obergrenze für eine so wichtige und medizinisch hilfreiche Heilpflanze einzuführen, macht einfach keinen Sinn.
    In künftigen Fachgeschäften wird auf dem Beipackzettel ohnehin auf die exakte Stärke der jeweiligen Sorte hingewiesen, sodass jeder für sich entscheiden und ausprobieren kann, welche Pflanze er erwirbt.
    Wenn jemand eine Sorte als zu stark empfindet, wird er beim nächsten Mal wohl eine etwas schwächere wählen.
    Sollte dennoch eine Obergrenze bestimmt werden, befürchte ich, dass die Schwarzmärkte weiterhin florieren werden.
    Wollen wir das wirklich?

  6. Substi

    Ich bin dafür Schnaps und Starkbier zu verbieten…weil das ja gefährlich…!

  7. Ramon Dark

    Österreichischer Strohrum hat 80 % Alk und kann international gehandelt werden. Keine Person, die das weiss trinkt sowas massenweise pur und sogar wenn dann selber schuld. Ohne rechtliche Gleichstellung aller Cannabissorten mit denen des wesentlich gefährlicheren und härteren Alkohols gibts weiterhin Diskriminierung, Einschränkung der individuellen Entscheidungsfreiheit und Illegalisierung mit ungerechtfertigten strafrechtlichen Konsequenzen.. Die dann noch verbotenen Sorten sind Schlupflöcher für den Schwarzmarkt und nach wie vor weiss niemand, was dabei sonst noch mitkonsumiert wird. Eine solche Regelung ist absolut gesundheitsschädlich. Wer die Inhaltsstoffe kennt und will, kann stärkeres einfach schwächer dosieren. Ist alles nur Mindfuck, Ignoranz, Genussfeindlichkeit und Verzögerungstaktik der Ampel! Steht Alkohol denn etwa im BtmG? Der wirkt schliesslich betäubend im Gegensatz zu Cannabis!

  8. Chuwawa

    Obergrenze nur bezüglich synthetischem Cannabis, das sollte verboten werden, meiner Meinung nach.

  9. Substi

    Ich sag ja: Wenn die sich Uns vorstellen, sitzen wir mit der Haschgiftspritze im Auge im Eingang von C&A rum und sind eine Gefahr für Recht und Ordnung! Siegheiligtum

  10. Ralf

    Und wieder mal das THC-Gehalt Dummgeschwätze von einem der nicht die geringste Ahnung von der Materie hat, ein absoluter Blödmann der selbst noch nie einen geraucht hat, in Folge dessen gar keine Ahnung haben kann, und sich vor Angst davor in die Hose scheißt.

Schreibe einen Kommentar

Schnelles Login: