Freitag, 25. März 2022

Schock: Gras im Marmeladenglas

Bundespolizei finden Cannabis in „ungewöhnlicher Verpackung“

Cannabis
Bild: Freeimages / Christian Kitazume

Es sind Nächte wie dieser, an denen sich das ganze Grauen eines Bundespolizistenalltags zeigen kann: In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war Polizisten in Gelsenkirchen ein Mann in die Fittiche gekommen, der sich erstmal unangenehmen Fragen stellen musste. Ob er denn gefährliche oder verbotene Gegenstände dabei hätte, wurde dieser gefragt – schließlich wurde dieser am Bahnhof angesprochen. Als Antwort verwies der Kriminelle Bochumer in spe nur auf seinen Rucksack. In diesem wurde, wie die Polizei nach wohl anfänglichem Schock mitteilte, ein Marmeladenglas. Aber nicht irgendein Marmeladenglas mit lecker Himbeermarmelade (wie der Aufdruck vermuten ließ), sondern voller Cannabis.

Das scheint, besonders für die Redaktion der WAZ, ein Ding der Unmöglichkeit: Der Fund wird hier als „ungewöhnlich“ betitelt, die Menge von 70 Gramm als „nicht wenig“. Wer lagert bitte sein Cannabis in Gläsern – wiederverschließbaren noch dazu! Pfui! Nicht dass das Gras noch frisch bleibt! Gegen den Mann erfolgt ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und womöglich wegen Marmeladenglasmissbrauchs. Hoffentlich wird der 36-Jährige hier auch auf die ordnungsgemäße Lagerung von Cannabis hingewiesen: In mikroskopischen Stückchen im Teppich des Mitbewohners oder in ungewaschenen Sportsocken. Ob der Konsument sein Cannabis als Brotaufstrich benutzte, ist derweil leider nicht bekannt – bleibt zu hoffen dass sich Polizei und Presse von dem Schock erholt haben.

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