Dienstag, 22. Februar 2022

Cannabinoide als Psychedelika

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Forscher schlagen Cannabinoide als Psychedelika vor.

„Cannabinoide können, in hohen Dosierungen, Bewusstseinszustände vergleichbar mit LSD und Psilocin (der aktive Wirkstoff in Zauberpilzen) und anderen Psychedelika auslösen.“ Die assistierte psychedelische Psychotherapie (PAP) gewinnt in den USA immer mehr an Popularität. Einigen Kliniken in den USA bieten diese Therapie bereits offiziell an.

Menschen mit schweren Depressionen oder Suchterkrankungen können sich durch eine einzelne psychedelische Erfahrung sich aus diesen schweren Krankheiten befreien. Besonderes Augenmerk der Forscher ist die Todesangst von Krebspatienten. Menschen die eine unheilbare Krankheit haben können durch diese Erfahrungen den unvermeidlichen Tod akzeptieren. 

Angehörigen fällt der Abschied leichter, wenn der geliebte Mensch mit einem Lächeln sterben kann. Dies wurde mehrfach nach psychedelischen Erfahrungen berichtet.

Mit Cannabis ist dies anscheinend auch möglich. Dies liegt vermutlich an einer Dimerisation („Verschmelzung“) des CB1-Rezeptor (Cannabinoid-Rezeptor) mit dem 5HT2A-Rezeptor (Sertonin-Rezeptor an dem Psychedelika hauptsächlich wirken).

Set (aktuelle Befindlichkeit) und Setting (Umgebung) müssen bei einer solchen Erfahrung beachtet werden. Nimm keine Psychedelika wenn es dir nicht gut geht, sonst kannst du einen „Bad Trip“ haben. Diese Erfahrungen wurden im Beisein eines erfahren Therapeuten gemacht und es wurden hohe Dosen Cannabis genutzt. Aufgrund der Unberechenbarkeit solcher Erfahrungen ist Vorsicht geboten.

Es bleibt zu hoffen, dass das Potenzial der psychedelischen Psychotherapie auch in Deutschland bald erkannt wird. Es wird vielen Menschen helfen.

Ein Beitrag von Simon Hanf

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Ggfff
Ggfff
3 Monate zuvor

Die psychedelischen Wirkung ist deutlich ausgeprägter wenn das Cannabis gegessen wird, da die Leber ein Teil von den Wirkstoffen umwandelt in psychedelische Wirkstoffe.

Rainer
Rainer
3 Monate zuvor

Der Arzt zu dem ich gehe sagt wie vermutlich viele andere Ärzte auch,daß die sich nicht mit Cannabis auskennen,und es ist offenkundig,daß die sich auch nicht damit auskennen wollen.Das ist ein Problem.

Haschberg
Haschberg
3 Monate zuvor

Eine sehr interessante Erkenntnis, die mal wieder zeigt, wieviel Potential im göttlichen Hanf steckt.
Nur schade, dass die meisten unserer deutschen Volksidioten dies nie kapieren werden (wollen).
Drogen sind das Beste, was die Natur dem Menschen zur Verfügung stellt.
Und die Regierungen sind so blöd und anmaßend, sie reihenweise zu verbieten, nur weil einige nicht vernünftig damit umgehen können.
Die Bürger sollten daher nicht locker lassen, ihr Recht auf freien Drogenkonsum einzufordern.

Ramon Dark
Ramon Dark
3 Monate zuvor

Das ist ein Thema, um das manchmal nicht nur Prohibitionisten einen grossen Bogen machen. Dabei haben sogar berühmte europäische Philosophen wie z.B. Charles Baudelaire und Walter Benjamin Haschisch gegessen, sich ihr Bewusstsein damit erweitert und über ihre positiven Erfahrungen berichtet. Bei LSD als psychedelisches Therapeutikum muss ich sofort an Stanislav Grof und Timothy Leary denken. Aber es gibt natürlich noch sehr viel mehr Literatur darüber, aber für so etwas müssten sich die Prohibitionisten wohl erst einmal ein ganz dickes Brett vorm Kopf abreissen.