Mittwoch, 2. Februar 2022

Cannabis-Legalisierung: Niedersachsens Landwirte stehen dem Anbau kritisch gegenüber


Landwirte in Niedersachen betrachten den Cannabis-Anbau kritisch

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Mit der geplanten Cannabis-Legalisierung der Ampel-Parteien soll der Verkauf auch in lizenzierten Geschäften erfolgen. Um somit die Qualität kontrollieren zu können und den Verkauf von verunreinigten Substanzen zu verhindern. Um die Qualität zu wahren, müsste das Cannabis auch in Deutschland angebaut werden. Niedersachsen Landwirte jedoch sehen dies kritisch. In Niedersachsen seien die Anbaubedingungen „durchaus günstig“, betonte der Landvolk-Vizepräsident Ulrich Löhr. Auch erwähnte er, dass nur Boden- und Witterungsverhältnisse allein nicht ausreichend seien für den Cannabis-Anbau. Hierbei ginge es auch um das Vermarkten und Verarbeiten der Pflanze. Und hierfür braucht man ganz klare Regel. Vor allem auch um die Pflanzen vor Wetter und Dieben zu schützen, müsste man Investitionen wagen und zum Beispiel Hallen und Gewächshäuser anbauen.

In Deutschland werden laut den Angaben des Landvolks bereits circa 3.000 Hektar Land mit Nutzhanf angebaut.


Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir sieht die Cannabis-Legalisierung und somit den Anbau als lukratives Geschäft für die Landwirte. Ulrich Löhr jedoch äußerte sich wie folgt: „Cem Özdemir soll sich erst einmal um die wahren Nöte und Sorgen der Ackerbauern kümmern.“ Die Landwirte leiden jetzt schon unter steigenden Preis, insbesondere beim Dünger.

6 Antworten auf „Cannabis-Legalisierung: Niedersachsens Landwirte stehen dem Anbau kritisch gegenüber

  1. Substi

    Jaha, wer glaubt denn, so’ne Legalisierung kann vom Staat einfach beschlossen werden und alle machen mit! Deutsche Bauern sind da ein besonders regides Völkchen! Watt der Bur net will, macht der Bur auch net! Das man eine Indoorplantage anbauen und Plegen soll; ja, wo soll der fette Deutz denn da manövrieren? In meiner Jugend hatte ich einen guten Freund und die hatten eine Gärtnerei auf dem Land; der Berufsstand wäre prädistinierter Cannabis zum sögen anzubauen! Die kümmern sich ein wenig anders um die Frucht als der Bauer, dem diese Legalisierung sowieso am Arsch vorbei geht! Ich lach micht tot; deutsche Bauern und Weed anbauen…ha ha ha ha….!

  2. Haschberg

    Auch die Landwirte sollten dieser omnipotenten Heilpflanze positiv gegenüberstehen, die auf so vielseitige Weise einsetzbar ist und nicht einmal zu Todesfällen führt!
    Ein Vergleich:
    Todesfälle innerhalb einer Zeit von 2 Jahren
    – durch Tabakmissbrauch: ca 250000
    – durch Alkoholmissbrauch: ca 150000
    – durch schwere Coronaverläufe: knapp 120000
    – durch illegale Drogen: ca 1300
    – durch Cannabis: null !
    Ausgerechnet der altbewährte Hanf mit 0 Toten wird vom Gesetzgeber schwachsinnigerweise zur illegalen Droge erklärt und sein Umgang strafrechtlich verfolgt.
    Irrer geht`s wirklich nimmer !

  3. Haschberg

    Sorry kleiner Fehler: bei den illegalen Drogen waren es natürlich nicht 1300, sondern 2600.
    Aber auch dies ist eine relativ geringe Zahl gegenüber den legalen Substanzen.

  4. Otto Normal

    Erstmal müßen die Milch- Fleisch und Getreidepreise dank Billigimporte aus der 3. Welt weiter runter fallen bis in den Tiefkeller. Wenn die Milch am Ende nur noch 5 ct./Liter bringt sind die Bauern froh wenigstens Cannabis anbauen zu dürfen.

  5. Ramon Dark

    Nun, beim Hanfanbau wird weniger Dünger benötigt, da die Pflanze verhältnismässig anspruchslos ist und als Mineralstoffspeicher bei der Verwertung genügend schnell kompostierbare Abfälle zur Düngung liefert. Schliesslich kommt der biologische Landbau sogar schon ohne Hanf mit Kompostierung, eingearbeiteter Gründüngung, häufigem Fruchtwechsel usw. auf passable Erträge. Der ist natürlich wiederum arbeitsintensiver aber braucht wenigstens keine kostspieligen Kunstdünger. Auch beim Landvolk sollte sich das langsam herumgesprochen haben. Die wahren Sorgen und Nöte der Ackerbauern liegen sowieso bei der die Grossbetriebe nach Hektargrösse subventionierenden EU-Politik, weswegen immer mehr kleinere Bauernhöfe dichtmachen müssen. Es fehlt eine EU-weite Subventionierung nach ökologisachen und sozialen Standards. Gefördert wird stattdessen die landschaftsverseuchende Agrarindustrie. Auch hier wieder die klassische, kapitalistische Umverteilung von unten nach oben! Ausserdem muss der Hanf zur Qualitätswahrung nicht nur in Deutschland angebaut werden. Schliesslich gibt es auch hierzulande Produkte aus dem kontrolliert biologischen Anbau anderer Länder sowie die Konzepte des fairen Handels.

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