Freitag, 31. Dezember 2021

Australien: Zahl der Cannabis-Befürworter wächst

Mehrere Umfragen dokumentieren abnehmende Berührungsängste

Kommt auch in Australien bald die Legalisierung? Bild: Catarina Sousa

Vier von zehn Australiern sind für eine Legalisierung von Cannabis – das ergab eine jüngste Umfrage. Die „National Drug Strategy Household Survey“, welche alle zwei bis drei Jahre ganz Australien über die Haltung im Bezug auf Cannabis befragt.

Dabei stellte sich heraus: Nicht nur sind momentan eine Rekordzahl an Einwohnern für eine Legalisierung, die Zahl hat sich seit der letzten Befragung sogar verdoppelt. Mit 41,1% nähert sich zu Zustimmung der 50%-Marke an – und das obwohl 2013 nur etwa 25,5% für die Legalisierung waren. Die aktuellen Zahlen sind hingegen auch nicht mehr wirklich frisch, da sie aus der Umfrage von 2019 stammen. Umso gespannter darf man daher auf die nächste, bald anstehende Umfrage sein.

Die Vermutung bei Wissenschaftlern liegt nahe, dass die Zustimmung mit dem Nutzen steigt. Die Zahl der Konsumenten stieg in den letzten 20 Jahren leicht aber stetig an. Das hängt auch mit zunehmender Information und Vergleichsmöglichkeiten im Bezug auf die Droge zusammen. „It’s also partly true that the people who first tried cannabis are now in positions of authority in and around government and major institutions, where they had very harsh laws against cannabis to a situation now where you can legally sell it in many of the American states,“ so Don Weatherburn, Professor am National Drug and Alcohol Research Centre in New South Wales, gegenüber dem Guardian.

Andere Drogen schnitten hierbei deutlich schlechter ab: Ecstacy war hier noch Spitzenreiter mit 9,5% Legalisierungs-Befürwortern, gefolgt von Kokain mit 8,1%. Stimmen für eine Heroin oder Methamphetamin-Legalisierung waren so gering an der Zahl, dass sie statistisch unwichtig waren. Dennoch wurde auch in Verbindung mit diesen Drogen deutlich: Viele Australier und Australierinnen hielten eine alternative Drogenpolitik für erstrebenswert. Auch wenn die Mehrheit diese ‚harten‘ Drogen Down Under nicht legalisieren will, so sehen viele die Entkriminalisierung als angebracht. Suchtbehandlung und Aufklärung werden eher Befürwortet als eine strafrechtliche Verfolgung. Weatherburn sieht eine generelle Veränderung im Bezug auf der Differenzierung zwischen denen, die Drogen verkaufen und denen die Drogen konsumieren.

Ähnlich wie in Deutschland gibt es in Australien schon länger Bestreben linkspolitischer Parteien Cannabis zu legalisieren.

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2 Kommentare
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Haschberg
Haschberg
17 Tage zuvor

Den Australiern geht es ähnlich wie uns Deutschen. Sie kommen in Sachen Legalisierung der besten Heilpflanze dieser Welt einfach nicht richtig voran. Zu viele der hirnvernagelten, ewig gestrigen Pseudochristen haben wohl auch dort nichts Besseres zu tun, als ständig den humanen Fortschritt in dieser ohnehin schon arg gebeutelten Welt abzubremsen. Das ist grenzenlos dumm und unzeitgemäß und führt nur zu weiteren unnötigen gesellschaftlichen Verwerfungen. Muss solch übles Banausentum sogar in Zeiten von Corona, in denen sich gerade das außerordentlich potente Cannabis als so hilfreich erweist, unbedingt sein? Ohne jegliche Moral überlässt man die Schicksale sehr vieler Menschen lieber dem verdammten Zellgift ALKOHOL, dem Nervengift Nikotin und aller Art von chemischen Tabletten, mit schier unendlich vielen Nebenwirkungen. Auf diese Weise macht… Weiterlesen »

Megumin
Megumin
17 Tage zuvor

Wieso interessieren sich Menschen so sehr was eine fremde Person, alleine bei sich zuhause macht? Wem wird hier geschadet? Eine Prohibition hat nicht funktioniert und sie noch aufrechtzuerhalten zeigt das Misstrauen in die Bevölkerung. Diese Bevormundung als sei man noch ein kleines Kind ist lächerlich. Sinkende Hemmschwellen hier, gesellschaftlicher Abstieg dort. Immer wieder die gleiche Panikmache.