Sonntag, 5. Dezember 2021

Apotheken: Cannabisverkauf umstritten

Die baldige Legalisierung polarisiert die Apothekerschaft

Apotheke-Cannabis-ausverkauft-2017
Photographik Ruth Groth

Noch ist nicht klar, wie der Verkauf von Cannabisprodukten in Deutschland mit der baldigen Legalisierung geregelt wird – oftmals werden Apotheken als mögliche Verkaufsstellen erwähnt. Doch wie stehen eigentlich die Apotheker zum möglichen Doppelleben als Coffeeshop?

In einer recht kleinen Studie von 128 Apothekeninhabern wurde nun deutlich: Die Mehrheit der Apotheker lehnt die Legalisierung ab. Nur gut ein Viertel befürwortet legales Cannabis. Dennoch würden etwa ein Drittel (36%) Cannabisprodukte zu Genusszwecken verkaufen – gut 40 Prozent hingegen lehnt dies ab. Etwa genauso viel glauben nicht an die Gesundheits- und Kriminalitätsprävention durch die Legalisierung. Man ist sich im generellen eher einig, dass Volljährige Cannabis an Jugendliche weitergeben (83%) – betrachtet man die ‚Tradition‘ der kürzlich volljährig gewordenen, die ihren jüngeren Freunden Alkohol verkaufen, ist dies natürlich keine überraschende Annahme.

Trotzdem findet etwas mehr als die Hälfte der Befragten den Verkauf über Apotheken – im Falle einer Legalisierung – gut. Im generellen sind sich die Befragten auch einig, dass man Cannabis ausschließlich über Apotheken verkaufen (64%) und vom Versandhandel absehen sollte (82%). Nur so könne gewährleistet werden, dass Cannabisprodukte sicher und kontrolliert an die Konsumenten gelangt. Die Apotheke als eine Beratungsstelle sahen 61 Prozent als sinnvoll.

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Substi(@substi)
1 Monat zuvor

Ich sehe unsagbaren Bullshit!
Die Infrastruktur ist mit den Headshops schon vorhanden und WAS ZUM FICK wissen diese geldgeilen möchtegern Mediziner über das Thema? Verkaufen die dann auch Zubehör? Wie dumm ist diese Idee? Auf sowas kommen nur ahnungslose Alkoholiker! Warum kann man bloß kein Alkohol und Benzin mehr in der Apotheke kaufen? Hatte das Gründe? Kneipen wie die in denen regelmäßig mein Vater versackte hatten da wohl mehr Sinn gemacht! Was ist hier anders? Apotheken….tz….!

Rainer
Rainer
1 Monat zuvor

Der Plan mit der Apotheke war schon einmal da,scheinbar kurz vor der Umsetzung.Damals hat niemand gefragt was die Apotheker davon halten.Als ich vor zwei Jahren in der Apotheke Hanftee kaufen wollte,waren die teilweise alles andere als begeistert.Obwohl Gorleben als Endlager ausscheidet, kommt man immer wieder darauf zurück.Weil man nichts anderes findet.Die Apotheke ist aber nicht alternativlos.Das ist aber auch nur eine von vielen Fragen und Problemen die erst noch weg müßten.Gut,wenn man es sich schon heute schmecken lassen kann.(Unerlaubterweise)

Ramon Dark
Ramon Dark
1 Monat zuvor

Wenn der gefährlichere Alkohol legal ist, obwohl volljährige Personen ihn manchmal an Jüngere weitergeben spricht aus dem genannten Grund auch nichts dagegen, dass das ungefährlichere Cannabis legalisiert werden kann. Im Gegenteil: Auf dem illegalen Schwarzmarkt interessiert sich kaum ein Händler für das Alter des konsumierenden Publikums. Da gibts NULL Jugendschutz im Gegensatz zu den Kontrollmöglichkeiten nach einer Legalisierung. Apotheken sind für die Gesundheitsversorgung und in deren Rahmen derzeit höchstens für Abgabe von Medizinalhanfprodukten geeignet. Der Verkauf von Cannabis als Genussmittel samt der damit zusammengehörigen Utensilien lässt sich genauso sicher und zuverlässig über lizenzierte Fachgeschäfte abwickeln. Kontrollmöglichkeiten gibts dabei genug. Manche Apotheker riechen einfach das grosse Geld, aber zum Verkauf von Cannabisgenussmitteln + Zubehör gehört eine kräftige Portion Fachwissen, das über… Weiterlesen »

Marc
Marc
1 Monat zuvor

Das Apotheken den Verkauf von Medizinischem Marihuana Verkaufen, sollte Beibehalten werden. Jemand der vom Arzt ein Rezept bekommt, muss ja Zwangsläufig sein Gras beim Apotheker holen. Aber das Hinz und Kunz in der Apotheke steht und in der Speisekarte nach Gras stöbern, finde ich totaler Quatsch. Das können die nicht leisten. Coffee Shops sind auch in meinen Augen der falsche Ansatz. Solche Konsum Läden, machen nur Unnötig schlechte publicity. Was die Nachbarn wohl sagen, wenn dort ständig Zugerauchte Leute rauskommen ? Das wieder der Vorwurf kommt, das Ältere den Jugendlichen das Gras im Geschäft besorgen, war ja Klar. Aber was passiert jetzt gerade ? Der Dealer fragt nicht nach dem Alter und gibt das Gras auch an Jugendliche. Ich Glaube… Weiterlesen »

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor von Marc
Greenkeeper
Greenkeeper
1 Monat zuvor

Cannabis sollte auch nicht in Apotheken verkauft werden, sondern in Fachgeschäften, wo das Verkaufspersonal mit Kompetenz und Begeisterung für die Produkte die Kundschaft empfängt.
Ich selbst hätte absolut keinen Bock, mir so ein Standard-Gras von irgendeinem genervten Apotheker verkaufen zu lassen, der prinzipiell Vorurteile gegenüber Hanfliebhabern pflegt.
Warum auch? Bier bekomme ich schließlich auch nicht in der Apotheke!
Abgesehen davon würde ich mich krank fühlen, wenn ich zum Cannabiskauf in die Apo ginge. Bin ich aber nicht. Wer ne Flasche Wein kauft, ist ja auch nicht automatisch Alkoholiker!

pomplamoose
pomplamoose
1 Monat zuvor

steh da auf Seite der Apotheker, das passt auch überhaupt nicht in ihr Sortiment, zu mal verbrannte Pflanzenteile immer krebserregend sind. Dann kann man auch n Kippenautomat neben den Eingang stellen, selbe Branche.

Substi(@substi)
1 Monat zuvor

Ich lese viele haben die Probleme die das mit sich führt echt nicht gerallt! Apotheken sind denkbar ungünstig für die Abgabe und was spricht gegen Headshops und CSC’s? Ein Coffeshop ist auch nichts anderes als ’ne Kneipe nur für Cannabisprodukte! Man sitzt in einer gemütlichen Ecke, raucht einen Jolly mit Freunden und anderen Cannaseuren, trinkt einen frisch gepresten O-Saft und hat Spaß und Entspannung! Danach steht er auf um gechillt nach Hause zu gehen; um sich mit seiner Frau/Mann einen Film auf Netflix anzusehen! Ich habe mit meinem Alkoholiker-Vater da gaaanz andere Erinnerungen! Ist er erstmal zu Hause mit dem Auto angekommen wurde rumgebrüllt und psychische Gewalt ausgeübt, ganz davon zu schweigen, daß meine Mutter allabendlich auf Abruf auf der… Weiterlesen »

Zuletzt bearbeitet 1 Monat zuvor von Substi
Harry Anslinger
Harry Anslinger
1 Monat zuvor

Apotheken, wollt ihr das wirklich? Zugegeben, aus Sicht der FDP und der Apothekenlobby ist der Gedanke erst mal logisch. Und selbst wenn es hier nur um einen erkennbaren Versuch handelt einen, als ein Zeichen des Wandels , Legalzugang auf dem Land oder in Kleinstädten zu schaffen und nicht um eine Dauerlösung für Großstädte. Denn stell dir mal vor, du hast eine Apotheke in der Kasseler Nordstadt und alle Kiffer kommen einkaufen. Bei 20.000 Einwohnern und einem Verbrauch von ca. 250 kg im Jahr wären das 150 Kunden täglich. Dafür bräuchte man allein min. 2, wenn nicht 3 neue Mitarbeiter und einen zweiten Verkaufsraum (keine Personen unter 18 J.), ansonsten gäbt es auch Schlangen vor der Tür, andere Kunden können sich… Weiterlesen »

Harry Anslinger
Harry Anslinger
1 Monat zuvor

Sorry, 200.000 Einwohner hat Kassel, nicht 20.000, verdammter Schreibteufel…

Harry Anslinger
Harry Anslinger
1 Monat zuvor

In der Zeit lauft gerade eine Drogenumfrage, schaut euch das doch mal an.

Tom
Tom
1 Monat zuvor

Also wenn sich schon Apotheker*außen sich schon weigern Drogen zu verkaufen, dann sind wir endgültig im Bizarroland gelandet.

Nur zur Erinnerung. „Drogen oder Arzneidrogen sind haltbar gemachte Teile von Pflanzen, Pilzen, Tieren oder Mikroorganismen und werden meist zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet.“ (Wikipedia). Nur falls es inzwischen von den Apothekern vergessen wurde.

Substi(@substi)
1 Monat zuvor


Drug Store!
Kein weiterer Kommentar nötig! Dachte immer Opiate wären Drogen oder Benzodiazepine oder Opioide oder oder oder….
Wie dumm ist das denn? Wollen keine Drogen verkaufen …ha ha ha ha

Tom
Tom
1 Monat zuvor

High Substi.

Nönö. Das hast du völlig falsch verstanden, denn DAS was du aufgezählt hast sind Medikamente. Etwas völlig anderes als Drogen. Von Drogen wird man süchtig und zum pädophilen Massenmörder (oder so ähnlich). Medikamente machen dann alles wieder heil. Ganz ohne Nebenwirkungen – vor allem ohne Abhängigkeiten.

PS: Ich hoffe der Sarkassmus ist herauslesbar. 😉 Bizarroland eben. Wärs nicht so traurig, könnte man ja fast herzhaft lachen.