Mittwoch, 17. November 2021

Eine Cannabis-Legalisierung könnte 4,7 Milliarden Euro einbringen


Staat könnte jährlich 4,6 Milliarden Euro an Cannabis-Legalisierung verdienen


Die Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP befinden sich im Endstadium. Auch zum Thema Cannabis-Legalisierung gibt es weitere Argumente für eine Legalisierung in Deutschland. Das Argument jedoch ist nicht aus medizinischer Sicht, sondern aus wirtschaftlicher. Der Deutsche Hanfverband hat zum zweiten Mal nach 2018 ausrechnen lassen, wie viele Steuern Deutschland an Cannabis einnehmen könnte. Zudem würde auch an den Strafverfolgungen eingespart werden. Ausgerechnet wurde eine jährliche Summe von 4,7 Milliarden Euro. Zudem könnte ebenfalls auch der Schwarzmarkt einbrechen. Denn eine höhere Nachfrage führt auch zu mehr Arbeitsplätzen. Laut der Studie geht man davon aus, dass durch eine Cannabis-Legalisierung 27.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Bei den Grünen ist die Rede von einer „vernunftgeleiteten Drogenpolitik“. Kirsten Kappert-Gonther, die Grünen-Politikerin sagte: „Um Jugend- und Gesundheitsschutz zu ermöglichen, muss Cannabis dem Schwarzmarkt entzogen und in staatliche Kontrolle überführt werden.“

15 Antworten auf „Eine Cannabis-Legalisierung könnte 4,7 Milliarden Euro einbringen

  1. Daniela Blomeyer,

    Na wunderbar.
    Mit Legalisierung gibt es sogar mehr Arbeitsplätze und viele Steuern.
    Musste dafür so lange nachgedacht werden. Oo

  2. Harry Anslinger

    Schluss mit staatlichem Selbstbetrug

    Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!
    Das ist nicht von mir, sondern von W.Churchill.
    Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich bei der Cannabislegalisierungsdiskussion Mengenzahlen von 180- 400 to Jahresmarktmenge lese und dass es 1,5 Millionen Menschen in Deutschland gebe, die mindestens einmal im Monat Cannabis konsumieren würden. Weitere 3,6 Millionen Personen würden mindestens einmal im Jahr die Droge nutzen.
    Diese Zahlen haben doch nur den Sinn, die Repression als kleines Randproblem darzustellen und die beschlagnahmten Mengen als Erfolg verkaufen zu können.
    Mit diesen Mengen kann man eher beim Kokainmarkt rechnen.
    Warum werden also nicht die Zahlen aus Kanada als Grundlage genommen?
    Dazu wird dort folgendes festgestellt :
    …Wir mussten lernen, dass es einen Unterschied gibt zwischen der Legalisierung und dem Moment, an dem wir erste Geschäfte öffnen konnten“, sagt David Hammond von der University of Waterloo.Der Public-Health-Experte begleitet die Legalisierung von Anfang an mit einer großangelegten Studie.
    Inzwischen, so sagen Hammonds Befragungen, decken die staatlichen Cannabis-Shops etwa die Hälfte des Marktes ab. In Quebec etwa hat die SQDC im vergangenen Jahr 90 Tonnen in ihren inzwischen 78 Shops verkauft.
    Das heißt in Zahlen:
    8,5 Millionen Einwohner in Quebec , 90 to Verbrauch bei 50% Marktanteil ergibt logischerweise eine Marktmenge in Deutschland (85 Millionen Einw.) von 1800 to.
    Oder ist Adam Riese jetzt nicht mehr aktuell?
    Und bei den Konsumenten liegen wir ja wohl eher bei 4 Millionen Dauerkonsumenten .
    Und mit diesen Zahlen bei 10€/g und 250 g Jahresverbrauch kommen da noch ganz andere Summen auf den Tisch.
    Der Status Quo heute illegal bedeutet einen Jahresumsatz von ca.20 Milliarden € und einen Gewinn steuerfrei von ca.10 Mil.€ , da neben Produktionskosten mind.2-3 Mil € für Transportverluste, Schmiergelder, Geldwäsche, Anwälte und sonstigen Korruptionsformen (Parteispenden!?!) an Geschäftsausgaben anfallen.
    Da sind noch so viele Lügen in den Köpfen, Harry Anslinger und seine Jünger haben ganze Arbeit geleistet.!

  3. Smile Indica

    @ Harry Anslinger

    Brillant analysiert und absolut die Wahrheit, nur die Koksmenge würde ich ein wenig nach oben korrigieren, du darfst das sniefende Politgesindel und all die anderen Gutmenschen nicht vergessen und nicht zuletzt die Pfaffen, die wollen ja auch noch ein bisschen angetörnt sein beim Kindersex, macht mehr Spaß mit ein wenig Schnee in der Nase und dass die Kohle dafür nicht ausgeht, dafür sorgen wiederum die christlichen Sniefnasen im Bundestag, die uns vor dem „Bösen“ bewahren wollen.

  4. QiSan

    Wieso muss der Staat unbedingt mitverdienen – nur um Multimillionäre und Milliardäre zu subventionieren. Google, Amazon und Co. KG zahlen doch auch kaum Steuern (0 % – 8 %).
    Irgendwann muss auch mal Schluß sein mit der Beutelschneiderei.

    Gut genug ist nicht gut genug
    Beschwere dich nicht, dass du es schwer hast
    Mit allem, was du hast, ist dein Leben langweilig
    Kannst dich nicht entspannen, willst so viel mehr
    Blinde Bedürfnisse werden dich nicht befreien
    Kannst du nicht sehen, dass
    Die Zeit entgleitet?
    Aber ich muss sagen

    Die Schwerkraft kann dich runterbringen
    Aber Harmonie kann dich herumwirbeln
    Information Ariel sagt, kaufe, kaufe, kaufe Material
    Geben, nehmen, den ganzen Tag lang
    Siehst du nicht, dass es
    Hoffnungslos ist stark zu sein
    Wenn man es falsch lebt?

    Wie viel ist genug?
    Kaufen, kaufen, kaufen
    Kaufen, kaufen, kaufen

    Also schenkt mir eure Aufmerksamkeit
    Ich weiß, es ist schon spät
    Während wir träumten
    Ist uns etwas entglitten
    Wir ertrinken in Besitztümern
    Spielen Tricks mit unserem Verstand
    Verloren von einem anderen
    Baby, leg deine Hand in meine
    Die Zeit gleitet uns davon
    Aber es ist noch nicht zu spät

    (The Fixx – How Much Is Enough?, 1991)

    LOVE AND PEACE

  5. Rainer

    Das Geld allein betrachtet ist schon ein ordentlicher Haufen.Für die Regierung reicht sowas noch nicht als Anreiz.Die jonglieren mit weit höheren Summen herum.Außerdem hat die Prohibition auch ganz viel Geld eingebracht,Anwaltkosten, Prozesskosten,Untersuchungskosten und sowas.Die Schweinerei mit dem Führerscheineinzug würde sich nicht ändern.Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen,daß hier auch nur ein Nichtpatient ohne Rezept auch nur ein Gramm lagal erstehen kann.Es wird in jedem Fall verhindert werden.CDU ist nicht weg.Und alles was dran hängt auch nicht.Vielleicht mit Dauermerkel im Hintergrund.

  6. BiCo

    In jedem Modell das minimale marge hat ist der Schwarzmarkt profitabler. Und Kontrolle in Deutschland funktioniert nicht mal bei 2G Corona Ausweispflicht. Stand heute.

  7. Ramon Dark

    Cannabis lässt sich längerfristig nur bei einer Legalisierung aller Sorten und deren internationaler Handelswege samt gesetzlich geregelter Kontrollen (inklusive der jeweiligen Preis- und Abgaberegelungen) und dem privaten Eigenanbau zuhause vollständig dem Schwarzmarkt entziehen. Dazu sind wahrscheinlich auch multilaterale Verträge mit eventuellen Herkunftsländern günstig bzw. nötig. Nur so ist dabei effektiver Gesundheits- und Jugendschutz möglich. Der Schwarzmarkt findet sonst erneut Schlupflöcher. Unter längerfristiger Mitberücksichtigung dieses Sachverhalts bei der Legalisierung gäbs vermutlich noch mehr Arbeitsplätze, auch auf internationaler Ebene. Aber wichtig ist erst einmal, dass hier bei uns ein in diese Richtung wenigstens ausbaufähiger Anfang gemacht wird. Zu den Steuereinnahmen kämen dann even tuell auch noch Zolleinnehmen hinzu. Gerade in Krisenzeiten wie jetzt könnten diese Einnahmen ein starker Anreiz für die Legalisaierung sein. Eines wäre dabei nur schade: Wenn wieder ein Grossteil dieser Gelder ernejt hauptsächlich für militärische Aufrüstung und Subventionierung von Grosskonzernen und Grossbanken verschwendet wird (klassischer neoliberaler Kapitalismus und Imperialismus) anstelle für die akutesten Bereiche Umwelt, Gesundheitsversorgung und Soziales.

  8. QiSan

    Legt man die vom Hanfverband (Link) verwendeten Zahlen (FDP-Cannabis-Steuer + 19 Prozent Umsatzsteuer) zugrunde, ergibt sich eine Gesamt-Besteuerung von etwa 70 %. Zum Vergleich: Benzin wird mit ca. 66 % besteuert.

  9. Pilskopp

    @Qisan

    Hier noch ein anderer Vergleich: „… Daraus ergibt sich für einen Liter übliches Vollbier (z. B. Pils, Kölsch, Altbier) mit einem Stammwürzegehalt von ca. 12 Grad Plato etwa 9,4 Cent Biersteuer.“ (Wikipedia)

    Also, Leute, trinkt tüchtig Bier – kost‘ ja nüschte und knallt um einiges heftiger.

  10. Hans Dampf

    Auch wenn es wahrscheinlich doch noch etwas zu früh wäre die Sektkorken knallen zu lassen. Dennoch werde ich zur Feier des Tages mir schon mal vorab eine kleine Tüte schmecken lassen.
    Offenbar ist die Legalisierung von Cannabis endlich beschlossene Sache. Hurra, hurra.
    Sämtliche Gegner der Liberalisierung werden jetzt noch einmal aus ihren Löchern kommen und das Ende des Abendlandes erklären. Den Teufel an die Wand malen. Ganz besonders die CDU/CSU werden versuchen die braven Bürger und Bürgerinnen mit Lügen und Halbwahrheit zu verunsichern.
    Wollen wir hoffen, dass es ihnen nicht gelingen wird und dem Versprechen der Ampel auch Taten folgen werden.
    Wie gesagt, ich werde mir den Genuss nicht nehmen lassen(so oder so nicht) und stecke mir schon mal ne fast legale Sportzigarette an und verzichte auf den Sekt. Ist auch viel bekömmlicher.
    Wir sollen zwar den Tag nicht vor dem Abend loben aber im Moment sieht es ganz danach aus als hätte die Menschenverachtende Kriminalisierung und sinnlose Verfolgung von uns Konsumenten endlich ein Ende gefunden. Hurra, hurra.
    Das wir das noch erleben dürfen.

  11. Haschberg

    Diesen stattlichen Geldbetrag wird unsere neue Regierung sicherlich gut gebrauchen können.
    Respekt, dass die beabsichtigte Legalisierung nach den heutigen aktuellen Meldungen nun tatsächlich kommen wird. Man kann es dennoch kaum glauben.

  12. Rainer

    Ich habe das mit der Funk Mediengruppe bei Ntv auch gelesen.Irgendwie dachte auch ich kurz,daß sich jetzt was auftut.Mein Bauchgefühl läßt diesen Gedanken leider nicht zu.Die superstarke Oposition ist da noch im Weg.Wenn Scholz sich noch an die Schattenkanzlerin hält,merkelt es noch lange.

  13. buri_see_käo

    Fred, Rainer, erst, 19.11. nachmittags im Radio, später präziser: …wollen nach 4 Jahren die gesellschafltl. Auswirkungen überprüfen…, dann sollte es ja schnellgehen müssen, wegen BTW 2025. Schwarzbraun brüllt es schon, Hendrik Wüst, (neuer) NRW-Ministerpräsident mit hochachtungsvoller ! Vergangenheit: „…gefährlich und mindestens überflüssig…“
    1. Stichwort, Angst kriegt Lieschen Müller schon, aber ein Argument ist das nicht, hatte die Truppe bei z.B. Mindestlohn, oder was auch immer auch noch (eigentlich) nie.
    2. Stichwort, zu „überflüssig“???, das Kleinhalten politischer Gegner, Nonkonformisten aufgeben???
    Wüst mit Blick auf NL: „…illegaler Handel eingedämmt…, funktioniert nicht…“ Er war wohl mit deutschsprachiger ! Reiseleitung dort. Ich (damals Nichtraucher) hatte im Shop 3 Fertig-Tüten gekauft, eine geraucht -> Nikotin-Kollaps, halbe Stunde weiss wie ’ne Wand, am Thresen zurückgetauscht in (entspr. Menge ) Gras, konnte ich von Alu-Folie rauchen. Aus Kundensicht funktioniert der Handel für Konsumenten prima.
    Der schwarzbraune Mist, dessen Gelaber…, solange ich Politik wahrnehme: Müll, Müll, Müll
    Ist in den Medien Tagesthema…, mal sehen, wie das neue bk,bn Hetz-Netz-Werk loslegt.
    mfg  fE

Schreibe einen Kommentar

Schnelles Login: