Sonntag, 5. September 2021

300 Gramm zwischen Leben und Tod

Ein 29-jähriger wurde in Malaysia zum Tode verurteilt – wegen 300 Gramm Cannabis.

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Als das Urteil verkündet wurde, sei der Mann Tränen ausgebrochen – so ein Beobachter. Als nachgewiesen empfand der Richter die Anschuldigung, dass der 29-jährige 300 Gramm Cannabis ins Land geschmugglelt hat. Nun erwartet den Mann, wie hunderte andere in Malaysia, die Todesstrafe.

Die Gesetze sind hier bekanntermaßen besonders streng. Weder medizinisches Cannabis, noch CBD oder der Freizeitkonsum von Hanf ist erlaubt. Dabei müssen die Angeklagten üblicherweise mit Peitschenhieben oder massiven Freiheits- und Geldstrafen rechnen. Dabei war das alles mal anders. Erst 1985 setzte der damalige Premierminister des Landes, Mahathir bin Mohamad, einen „War on Drugs“ (nach amerikanischem Vorbild) durch. Davor gab es zwar Gesetze, welche den Konsum regulierten, aber dieser war dennoch relativ öffentlich. Als strenger muslimischer Staat verbietet Malaysia nun eine „Verunreinigung“ des Körpers. Vor drei Jahren hatte sich die Regierung allerding darauf geeinigt, die Todesstrafe durch lebenslange Haft zu ersetzen. Dies wurde jedoch ein Jahr später revidiert – die Richter können jedoch neuerdings Gnade walten lassen.

Dennoch gibt es auch hier Lichtblicke. Seit einigen Jahren wird viel über eine Legalisierung von medizinischem Marijuana diskutiert. Dies wäre auch mit dem strengen muslimischen Glauben vereinbar – der medizinische Nutzen ist hier zentral. Auch sind ein großer Teil der Bevölkerung für eine Legalisierung von medizinischem Cannabis. Rund 40 Prozent unterstützen eine Legalisierung, und 57 Prozent sagten den Blüten eine medizinische Wirkung nach. Die derzeitige Flut von Cannabisprodukten und der wachsende Widerstand gegen die zu harten Strafen übt jedoch Druck auf die Regierung aus. Daher sind einige Aktivisten und Forscher optimistisch, dass sich hier bald viel ändern wird. Der Gesundheitsminister, Dzulkefly Ahmad, lies bereits verlauten dass medizinisches Cannabis bis zum Ende seiner Legislaturperiode legalisiert wird.

3 Antworten auf „300 Gramm zwischen Leben und Tod

  1. Rainer

    Auch in Deutschland müßte medizinisches Cannabis noch legaler und anerkannter gemacht werden.Vielleicht kriegen wir wenigstens medizinisches für Rezeptinhaber akzeptiert.Das wird im Moment auch nur zähneknirschend verschrieben,und ausgegeben.Erwischen lassen sollte man sich auch damit nicht.Scherereien sind nicht ausgeschlossen.

  2. Substi

    Dieser Weg ist auch nur für Patienten ein guter Weg! Ein wenig egoistisch finde ich das schon! Die werden die Genusscannseure auch noch gegen die Patienten ausspielen, jede Wette… !! Jeder volljährige soll, von mir aus auch limitiert, die Möglichkeit haben zum Konsum ohne Reue; wie beim Alkohol auch… Das würde ich fair finden und nicht dieses Rumgeeier und „Strafe von hinten…“ Denn auch bei 6g Owi machst Du das ganze genau 1x und beim zweiten mal biste schon wieder Mafia und Dein Führerschein mit allem was dran hängt und Dein soziales Umfeld wird in Mitleidenschaft gezogen! Genau wie jetzt! Sie kann sich nicht hinstellen und von Dialog und Lösung reden, wenn sich defacto nichts geändert hat! Du bist ein Verbrecher! Was hören die denn so für schlimme Dinge über Cannabis, daß sie so dickköpfig sind? In den USA werden Joints und Proben auf der Straße verschenkt und man sieht ganz genau, daß der Bürger weiß was er will! Genug bedanken sich, aber sagen cool:“Ich rauche nicht, sorry!“ Und gehen lächelnd ihrer Wege (Marketing)! Mach das mal hier, da haste schwubs gleich ’ne Wanne stehen und Du wirst mitten auf der Straße auf links gekrämpelt! Dieses Land tut sich schwer innovativ zu sein! D war mal Spitze und jetzt ist das Netzt in Rumänien besser als Unseres! Beispiel: Ich vermeide Papierpost und habe auch im Jobcenter einen Account, nun wurde ich eingeladen, papierschriftlich….ein neuer Bearbeiter….ich schrieb ihm ich habe eine private und eine JC-Adresse und ich möchte keine Papierpost bekommen ( was ja 3 Jahre prima geklappt hat)! Da kommt er um die Ecke mit „Das Onlineangebot ist nur ein Zusatz zum Brief und ……ach sie haben ja auch keine sms für den Termin bekommen….na ja, der Brief kommt auf jeden Fall…!“ Und das stimmt nich, der Mitarbeiter ist nur zu Inovativlos…..ich schweife ab! Mein Standpunkt ist aber klar geworden, in D stehen die Uhren noch auf 90er und das ist exakt die Attitüde der grad herrschenden Politkaste! Was sie nicht brauchen, wollen, verstehen wird auch nicht gemacht! Cannabis ist und bleibt pfui, „geht’s doch auf die Wies’n“….danach zum Höhepunkt der Veranstaltung; die Kotzwiese wo geklaut, vergewaltigt, wildgepinkelt, geliebt und gebumst, geschissen, gepisst und gematscht wird; auf 50m²! Wer das noch nie gesehen hat, sollte sich das geben und dann nochmal über die Freigabe nachdenken…ich habe (erstmal) fertig!

  3. Otto Normal

    „Als das Urteil verkündet wurde, sei der Mann Tränen ausgebrochen – so ein Beobachter.“

    Nunja mit 29 Jahren vom Staat brutal ermordet zu werden ist schon ein Grund seine Gefühle offen zu zeigen. In solchen unterentwickelten Staaten würde ich nicht mal Urlaub machen.

    Genauso wie jede Prohibition ein Verbrechen ist, ist jede Todesstrafe staatlich verübter Mord.

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