Montag, 31. Mai 2021

Das unerträgliche Schweigen der Cannabis-Community

Starb der 19-jährige Qosay an „Altersschwäche“? Verfahren gegen Delmenhorster Polizisten eingestellt

Cannabis
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Ein Kommentar von Sadhu van Hemp

 

 

Warum musste Qosay Khalaf sterben? Für die Staatsanwaltschaft Oldenburg stellt sich diese Frage nicht mehr. Vor zwei Wochen wurde die Akte zugeklappt: Die Behörden konnten kein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten der Beamten erkennen, Die Todesursache ist laut rechtsmedizinischem Gutachten multiples Organversagen. Ein Fremdverschulden sei auszuschließen.  Der Oldenburger Polizeipräsident drückte in der Pressemitteilung den Hinterbliebenen seine Anteilnahme aus. Zugleich bestätige die Verfahrenseinstellung aber auch, „dass die Ursache für den Tod von Qosay nicht im Verhalten der eingesetzten Polizeibeamten liegt“.

Qosays Eltern und ihre Anwälte haben Beschwerde gegen die Verfahrenseinstellung eingelegt.

 

Das Verhalten des Polizisten, der Qosay wegen des Verdachts des illegalen Cannabis-Besitzes attackierte und nach kurzer Flucht überwältigte, war also verhältnismäßig und somit rechtskonform. Es war völlig okay, den kleinen Kiffer mit Pfefferspray fluchtunfähig zu machen, ihn zu fesseln und ihm anschließend minutenlang das Knie ins Rückgrat zu drücken. Es war kein Fehlverhalten, dem um Luft ringenden und um einen Schluck Wasser bettelnden Qosay die Erste Hilfe zu verweigern, ihn halb bewusstlos zum Einsatzfahrzeug zu schleifen und auf die Polizeiwache zu verbringen, wo er schließlich gänzlich kollabierte und ins Koma fiel. Dass der kleine Kiffer wenige Stunden später im Krankenhaus verstarb, ist den Polizeibeamten, die im Kampf gegen die Cannabis-Kriminalität ihr Leben riskieren, nicht anzulasten.

 

Nicht jeder Bürger teilt diese Sicht auf die Geschehnisse an jenem Abend des 5. März im niedersächsischen Delmenhorst. Menschenrechtsorganisationen wie die Landesflüchtlingsräte und Politaktivisten aus dem linken Politspektrum geben sich mit den Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft Oldenburg und der Darstellung der Delmenhorster Polizei nicht zufrieden. Vielmehr sei der „rätselhafte“ Tod von Qosay Khalaf nur ein weiterer Beleg dafür, dass deutsche Institutionen ein Problem mit struktureller rassistischer Gewalt haben. Das Kampagnenbündnis „Death in Custody“ zählt 183 nichtweiße Personen, die seit 1990 in Deutschland in Polizeigewahrsam gestorben oder von Sicherheitskräften getötet wurden. Politaktivisten dieser Couleur sind es auch, die sich am 5. Juni in Delmenhorst versammeln werden, um an Qosay zu erinnern und die Stimme gegen Polizeigewalt und Rassismus zu erheben.

 

Und die Cannabis-Community? Was macht die? Richtig, die deutschen Hänflinge schweigen Qosays Tod tot. Dass in Delmenhorst ein Bruder wegen der Cannabis-Prohibition sein Leben ließ, juckt kaum einen der rund vier Millionen Kiffer. Man nimmt es hin, dass da ein Namenloser wegen eines Joints von der Polizei traktiert wurde und am Ende der Prozedur im Leichenschauhaus landete. Kein Aufschrei der entrechteten Brüder und Schwestern ist zu hören, keine Empörungswelle erfasst die Cannabis-Szene. Dass Qosay nicht hätte sterben müssen, wenn der Besitz von Haschisch und Marihuana straffrei wäre, wird achselzuckend ignoriert.

 

Die Tragödie von Delmenhorst triggert niemanden, auch nicht jene Hanfaktivisten, die vorgeben, im Namen aller deutschen Kiffer zu sprechen. Man schweigt sich aus in der Szene, hängt Qosays Tod nicht an die große Glocke.

Selbst Georg Wurths Hanfverband spart mit Worten. Am 23. April, also sieben (!) Wochen nach dem Polizeieinsatz, griff Wurth in seinen DHV-News das Thema kurz auf – und das erst, nachdem Stimmen laut wurden, die sich wunderten, dass darüber nicht berichtet wurde. Als sei Qosays Tod nur eine Lappalie, sagte Wurth: „Ich erwähne es zumindest dann hier mal. (…) Ich habe nichts gesagt, weil die genauen Todesumstände völlig unklar sind. (…) Da fehlen noch Informationen. (…) Da mag ich nicht herumspekulieren, auch wenn es natürlich ein Aufregerthema ist.“  Er wolle nichts „skandalisieren“,  obwohl er selbst einräumt, dass Qosay ohne das Hanfverbot noch am Leben wäre.

 

Seltsam! Wurde doch im Hanf Journal bereits am 19. April und am 13. April im NDR in der Sendung Panorama3 über die Tragödie ausführlich und detailliert berichtet. Dennoch zeigt sich Wurth außerstande, das „Aufregerthema“ aufzugreifen und in seine Lobbyarbeit einfließen zu lassen. Bis heute wird geschwiegen. Kein Update, kein Aufruf zum Protest, keine lautstarke Anklage gegen die verantwortlichen Prohibitionspolitiker, keine Spendenaktion für die Hinterbliebenen. Nix – geradeso als hätte es den Haschbruder Qosay nie gegeben.

 

Das Schweigen der Hanf-Community zu Qosays Tod ist unerträglich – und beschämend. Wo ist die Solidarität, die alle Kiffer der Welt seit der Hippiezeit eint und verbindet? Sind wir keine Brüder und Schwestern mehr, die sich im Kampf gegen das Unrecht unterhaken und gemeinsam gegen die standhalten, die uns beugen und brechen wollen?

Ein Bruder von uns stirbt nach einer Cannabis-Kontrolle auf „rätselhafte“ Weise, und die deutsche Hanfgemeinde duckt sich weg, anstatt Haltung anzunehmen und den Prohibitionisten den Marsch zu blasen. Wie viele André Borchardts und Qosay Khalafs sollen denn noch ihr Leben wegen des Hanfverbots lassen, bis die Unsichtbaren endlich sichtbar werden und voller Entschlossenheit gegen den Prohibitionswahnsinn aufbegehren?

 

 

(Ach übrigens: Wer jetzt glaubt, er müsse unter diesem Kommentar „Hassbotschaften“ absondern, der sei darauf hingewiesen, dass die Polizei in Delmenhorst und Oldenburg aufmerksam mitliest. Straftatbestände der Beleidigung und der Bedrohung werden rigoros zur Anzeige gebracht.)

 

 

25 Antworten auf „Das unerträgliche Schweigen der Cannabis-Community

  1. Lotus

    Was mit Qosay passiert ist,hätte nicht passieren dürfen…es ist sehr traurig und tragisch zu gleich 🙁
    wir wissen alle das eine Legalisierung das hätte verhindern können,
    aber leider fehlt uns die Macht die Gesetze zu verändern oder sowas zu verhindern…
    wir wissen leider einfach nicht wie,
    solange die Politik nicht zur Vernunft kommt wird es solche traurigen Ereignisse leider weiterhin geben können…

    R.i.P. Qosay

  2. MicMuc

    „Dass in Delmenhorst ein Bruder wegen der Cannabis-Prohibition sein Leben ließ, juckt kaum einen der rund vier Millionen Kiffer. Man nimmt es hin … “ Nein, wir sind „nur“ müde, zermürbt, ernüchtert, entkräftet. Das Unrecht wächst seit Jahrzehnen. Wir werden verfolgt wegen Rausch(!)-gift(!)-Kriminalität(!), kommen über (in meinem Fall 7.5) Monate in U-Haft wegen des konstruierten Vorwurfs des „unerlaubten Handeltreibens“, verlieren darob Wohnung und Gelder, wir werden in Scheinprozessen verurteilt zu Haft oder Bewährung, verlieren Arbeit, Führerschein und werden weiterhin vom Staat und dessen Polizei drangsaliert. Und das Schlimme, die Sache ist für jedermann glasklar: Btm ist böae, der Umgang damit ist ein Verbrechen, Du bist ein böser Verbrecher, die anderen, die Staatsmacht, sind die Guten, sie schützen das Volk, ins dessen Namen wir zurecht abgeurteilt werden. In diesem Klima von Propaganda, Vorurteilen, stereotypischen Klischees, Staatsgläubigkeit und willfähriger Presse, hast Du keine Chance auf Gehör, geschweige denn auf einen vernünftigen Diskurs. Es muß erst zu medienwirksamen Straßenkämpfen kommen wie in der Christopher-Street oder nach dem Tod von Floyd, bis jenes Volk jene Willkür und jenes Unrecht als solches erkennt, welches der Staat in ihrem Namen tagtäglich, jahrein-jahraus begeht.

  3. Haschberg

    Habt ihr etwa mehr erwartet?
    Ich jedenfalls bei unserem derzeitigen Prohibitionssystem nicht.

  4. geigenzart

    Es gibt keine Solidarität. Es gibt keine Schwestern und Brüder. Es gibt vor allem Konsumenten. Cannabiskonsumenten, die sich sagen: ich bekomme mein Gras. Es läuft auch so. Strafverfolgung und Politik interessieren mich nicht. So erlebe ich das jedenfalls in Halle (Saale). Zum letzten GMM hier vor Ort tauchte ein Häufchen Elend auf dem Marktplatz auf, um öffentlich für Hanf Stellung zu beziehen. Auf Nachfrage erfuhr ich, dass der DHV-Ortverband aus 15 Mitgliedern besteht, der Cannabis-Social-Club aus 7. Beides existiert vorerst hauptsächlich, damit es sie gibt. Konkrete Pläne und Aktionen sind, wie ich erfuhr, nicht geplant. Die Bitterkeit an der ganzen Sache: wenn ich durch Halle gehe, riecht es an allen möglichen Ecken immer wieder nach Gras, weil irgendwelche Leute kiffen. Jugendliche, die durch die Straßen ziehen. Erwachsene, die an irgendeiner Ecke oder vor einer Dönerbude sitzen. Besuche ich Freunde, ist irgendwer mit einem Joint dabei. Beim GMM habe ich sie nicht gesehen. Ich frage mich: Ist es Desinteresse? Ist es Angst? Oder gar Bequemlichkeit? Ich fand es jedenfalls deprimierend wie wenig Menschen in Halle (Saale) ein Interesse daran hatten, nicht mehr als Verbrecher von der Polizei verfolgt zu werden. Qosay Khalafs Tod war einer von vielen Gründen, warum ich zum GMM hin musste. Ich sah es als meine persönliche Pflicht an. Doch der armselige Auftritt auf dem Marktplatz war wie eine Bestätigung all der Hanfgegner: Legalisierung von Hanf ist ein bedeutungsloses Randgruppenthema, Kiffer sind bloß zugedröhnte Lahmärsche, die nichts auf die Reihe kriegen. Ich mache das all den Hanfkonsumenten in Halle (Saale) zum Vorwurf: Ihr seid offenbar desinteressiert, unsolidarisch, apolitisch, ängstlich, verpeilt, egoistisch, kaltherzig. Ihr seid einfach nur Konsumenten.

  5. Dieter Berger

    Hallo ich bin ganz der Meinung von Geigenzart, alle beschweren sich es muss legalisiert werden aber alle sitzen bequem auf ihre Couch, wenn es darum geht Meinung zu beziehen. Ich war DMM in Nürnberg, der kleine Haufen von Menschen, die da waren, sagen der Politik, kaum das was geändert werden müsste. Nicht nur meckern, sondern aktiv etwas tun, damit solche Dinge wie der Tot von einen unschuldigen Menschen, der nur seinen Bedürfnis nach Entspannung nachgegangen ist, nicht wieder passiert.

  6. SK

    @geigenzart
    Ich schätzte die Arbeit von Angelika sehr und unterstütze den DHV mit meinem Mitgliedsbeitrag. Ich komme nicht in die Öffentlichkeit und bin auch ansonsten nicht zu erkennen, da ich Angst habe. Im Umland von Halle ist man immer auf seinen Führerschein angewiesen. Daran hängt mein Job, mein Haus und meine Kinder. Ich verstecke mich so gut es geht. Das ist die traurige Realität. Nach über 20 Jahren ohne Fortschritte auf diesem Gebiet bin ich desillusioniert. Da kommt nichts mehr.

  7. buri_see_käo

    Bequemlichkeit, Faulheit – nein. Die Gefahr der Vernichtung der wirtschaftlichen Existens; man hat es sich angewöhnt, auf Sicherheit bedacht zu handeln (ID-cash auf Demos). Und @geigenarzt, öffentlich kiffen, manche meinen, eine Zuspitzung der Lage im Griff zu ~haben oder sie wissen nicht um die humanitären Fortschritte der Verfolgungsindustrie. Irgendwann, zwischen 2004 & 2008 hatte ich während eines Polizeibesuches bei mir während des Interviews zu einer Vermisstenangelegenheit weitergekifft, damals!, heute?, in worst case tödlich.
    In erster Linie Konsumenten -> der deutsche Michel – historisch: im Areal des heutigen DE wurden Begehren der Bevölkerung immer erfolgreich niedergeknüppelt. Epigenetik.
    @Haschberg, Antw.: Nein!, das RoomTimeContinuumOverlappingSyndrom ist eine wenig destruktive Erkrankung, gut auch z.B. bei Wertpapierhandel.
    mfG  fE
    So sieht’s aus, SK

  8. MicMuc

    @geigenzart & @Dieter Berger, ich widerspreche ausdrücklich Eurer Einschätzung. Natürlich fehlt es in unserer Gesellschaft an Solidarität, und ja, es herrscht Politikverdrossenheit. Aber das sind eben Auswirkungen einer paternalistischen und überbordenden Staatsmacht, die „über“ uns „wacht“, und für uns entscheidet, was gut und böse, richtig und falsch ist, weshalb jede Diskussion apriori ausgeschlossen ist. Und wenn ein Volk auf Erden prädestiniert ist für das „Chinesische Midell“, dann das deusche. Peking hat den „Platz des Himmlischen Friedens“, Deuschland ist das Land des Himmlischen Friedens. Und die Masse fühlt sich wohl, tanzt nicht aus der Reihe und wird somit nicht vom Staat drangsaliert. Diese Masse identifiziert sich mit unseren Staat, den ich mit dem System Metternich vergleiche. Und da hat der Revuluzer, Freidenker und Aufklärer Beethoven Recht: „solange die Österreicher nur Bier und Würsterl haben, werden sie keine Revolution machen“. Beethoven hatte das Glück seiner Popularität, sonst wäre er für seine Aussagen wie „der Kerl [¬ Matternich] gehört an den Galgen“ eingekerkert worden (wie viele seiner Zeitgenossen). Also neben „Bier und Würsterl“ (früher „Brot und Spiele“), sprich das ZUCKERBROT, gibt es die PEITSCHE. Es reicht aber auch nur das Zeigen der Folterwerkzeuge. Das heißt, das System Metternich, Hitler, Stalin hatte bzw. hat – in unserem System „freiheitlich demokratische Grundordnung“ – für „Abweichler“ ein abgestuftes, mehr oder minder subtiles Portfolio aus Propaganda, Angst und Terror, um Menschen einzuschüchtern, mundtot bzw. „unmöglich“ zu machen, zu bestrafen oder wegzusperren. Neben der breiten Masse einer opportunistischen Bevölkerung (Heidegger: „Verfallenheit an das MAN“), einer korrupten und machiavellistischen politischen Kaste, einer willfährige Wissenschaft, einer embedded press, haben wir eine handvoll kritischer, aufgeklärter Geister, die das Herrschafts-System aus Lüge, Propaganda, Framing, Umdeutung und Spaltung (WIR, die Mehrheit, der demokratische Staat, die Bürgerliche Mitte, die Ordnungshüter etc., sprich DIE GUTEN; die ANDEREN, die Minderheit, die „außerhalb des demokratischen Spektrums“ Stehenden, welche „einen anderen Staat wollen, die Verbrecher, der Fall für Polizei und Verfassungsschutz etc., sprich DIE BÖSEN) durchschauen und hinterfragen. Kant forderte ein: „Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen“. Ich hatte diesen Mut, eher weniger denn mehr, bin also sehr „defensiv“ mit dem. Thema umgegangen. Aber aelbst das hat mich nicht geschützt, durch einen dummen Zufall in die Fänge der Bayrischen Staatsgewalt zu geraten. Und glaubt mir, gegen 7,5 Monate U-Haft in einem bayrischen Gefängnis, zweimalige Verurteilung durch ein bayrisches Gericht in einem durch Konstrukt aufgebauten Verfahren wegen „Drogenhandels“ (außerhalb von Polizei und Justiz haben alle nur mit dem Kipf geschüttelt, darunter angesehene Professoren und Mediziner) etc. (von den Kollateralschäden ganz zu schweigen) nimmt sich ein Fleischwolf wie ein Massagegerät aus. Ich habe argumentativ mir den Mund fusselig geredet. Du hast nach 50 Jahre Gehirnwäsche vor allem seitens der Medien nicht den Hauch der Chance eines „herrschaftsfreien Dialogs“ (Habermas). Gegen mein durch und durch erfolgloses Aufbegehren mahnte ein Bekannter (lief ebenfalls durch die Mühlen der bayrischen Justiz): „Du machst Dich unnötig kaputt, dann Du kannst diesen Krieg nicht gewinnen“. Ich bin vom Staat in jeder erdenklichen Weise platt gemacht worden. Ich kenne Ärzte, die Angst um ihre Aprobation haben, Gutachter die von der Staatanwaltscht erpreßt werden etc. Mich vom Staat als Drogenhändler abzuurteilen lassen, das muß ich letztlich akzeptieren. Weildie Dummheit, die Schwarmintelligenz ein Naturgewalt ist. Aber mir „aus der Community“ vorwerfen zu lassen, aus Mangel an Solidarität oder aus Bequemlichkeit nicht an die Öffentlichkeit zu gehen, das grenzt an Zynismus (auch wenn ich diesen hier niemandem unterstellen will). Ich respektiere jeden, der aus Angst oder Sorge um sein physisches wie psychisches Wohl sich in jeglicher Hinsicht bedeckt hält. Darüber hinaus warne ich die Menschen vor der Gefahr der „Säuberung“, wenn er sich wie auch immer engagiert, weil selbst staatskritische Geister hinsichtlich meines Falls mehr als erschrocken sind über Außmaße und Schwere staatlicher Willkür auf dem Boden einer „freiheilich demokratischen Grundordnung“ an die man doch solange glauben möchte, solange man nicht (wie Snowdon, Assange u. a.) brutalstmöglich gezwungen wird, zu erkennen, das alles Farce, Chimäre und Mummenschanz ist. Wenn überhaupt jemandem ein Vorwurf zu machen ist, dann der Medien- und Filmindustrie, welche in reißerischer, realitätsentstellender, ja menschenverachtender Manier „Drogen“konsumenten als süchtige „Junkies“ (Müll) und Kriminelle zu diffamieren, so wie man in den 30er Jahren Juden als „Ungeziefer“ oder „Rattenplage“ darstellte. Das war und ist widerlich und offenbart bis in alle Gesellschaftsbereiche ein totalitäres Denken, welches wir als „gesunden Menschenverstand“ feiern (so wie die Urteile im „Namen des Volkes“ als rechtstaatlich) …

  9. H'79

    BRD 2021: rd. zweihunderttausend Strafanzeigen pro Jahr und mittlerweile das zweite unnötige und unschuldige direkte Todesopfer der Prohibition …
    Und wir (die HanfCommunity) sind nach jahrzehntelanger Unterdrückung friedlich, weil
    A: … es uns sonst noch schlechter geht.
    B: … wir gute Menschen sind.
    C: … wir bequem/feige sind.
    D: … wir immer noch aufs Recht hoffen.

    A möchte ich fast ausschließen. Wir werden für unsere Duldsamkeit fürchte ich härter bestraft als wir für Gewalttätigkeit bestraft würden.
    Zu B: Sicher haben viele von uns wie ich ein sensibles Gewissen – aber ist es moralisch gut, sich nicht – auch gewaltsam – zu wehren wenn dadurch Unrecht immer wieder siegt?? – Bejahen möchte ich das nicht!
    Vom Vorwurf der Feigheit in C kann ich mich nicht gänzlich frei sprechen. Zwar spende ich viel Geld an den DHV (dieses Jahr bereits 420€), aber was tue ich schon außerhalb meiner Bubble … ?? – Kaum etwas!
    Antwort D? Hmm ja schon, grundsätzlich gerne … Aber wie lange noch? Bis kurz nach den Wahlen Kleinstmengen entkriminalisiert werden? Bis wir eine wirklich gute Legalisierung haben, wie im vorgeschlagenen Cannabiskontrollgesetz oder noch besser wie vom DHV gefordert einschließlich Entkriminalisierung aller Drogen wie auch Die Linke und der Schildower Kreis einschließlich erfahrener Polizisten (A. D.) es nicht erst dieses Jahr fordern? Und wann kommen wir da an?

    Sind wir Cannabiskonsumenten eine starke, solidarische Community oder eher gleichgültig? Oder gar gespalten, weil wir Prohibitionisten auch in unseren Reihen haben?? – Zumindest eine gewisse Selberschuld-Mentalität gegen „Erwischte“ besteht bei manchem Kiffer. Ethische Toleranz bis Akzeptanz gegenüber Repression sowie eine gewisse Affirmativität ihr gegenüber widern mich ziemlich derbe an; nach all den Jahren in denen ich mich mit Legalisierung beschäftige und nicht erst seit wir Todesopfer zu beklagen haben.
    Dass gerade nicht die richtige Zeit fürs Legalisierungsthema ist … Wer von uns hat nicht schon in verschiedenen Jahrzehnten erlebt, dass uns diese Botschaft vermittelt wird (sei es von Politikern, von Mitkonsumenten oder vielleicht sogar auf dem Polizeirevier)?

    Lasst uns intensiver solidarisch sein, lasst uns den Mund aufmachen, gerne auch für unsere Nächsten! Auch für unsere verstorbenen Nächsten, die schrecklicher Drogenpolitik zum Opfer fielen wie der Bruder von Richter Müller oder natürlich Qosay. Ich finde es gut, dass seine Eltern und Anwälte sich einsetzen, für Wahrheit und (wenigstens etwas mehr) Gerechtigkeit damit ein unschuldiges, viel zu früh und offenbar brutal beendetes Leben nicht einfach von den verantwortlichen Behörden ad acta gelegt wird. Es geht hier nicht lediglich um einen tragischen Einzelfall, es geht um uns und um die Frage wie wir künftig als Konsumenten und tolerante Mitmenschen miteinander umgehen wollen. Die fatale Hetze gegenüber CannabisUsern kann keine Antwort auf diese Frage sein!! Die hiesige Drogenpolitik – und ich glaube immer mehr Menschen im Lande sehen das – MUSS endlich verbessert werden!!
    In Gedenken an André und Qosay beschließe ich hiermit diesen Kommentar.

  10. geigenzart

    Ich bin froh, dass es Widerspruch auf meinen Kommentar gibt. Und das hier eine Diskussion in Gang gekommen ist. Ich habe vollstes Verständnis für die Gegenargumente. Ich bin Vater. Ich habe bereits ein Strafverfahren wegen Erwerb und Besitz einer geringen Menge von Cannabis durch. Mir wurde nach einer Reha wegen Depression und einer Angststörung eine Teilhabe-Maßnahme zur Wiedereingliederung ins Arbeitsleben verwehrt wegen einer positiven Urinkontrolle im betreffenden Berufsbildungswerk. Ich bin seit Jahren zu Hause ohne eine Erwerbsarbeit. Ich weiß, was es heißt, wenn einem die eigene Existenz vernichtet wird, weil man Cannabis Alkohol und Tabak vorzieht. Mir ist die Stigmatisierung von Ärzten, Beamten und Polizisten vertraut, die in einem nur den Drogenjunkie sehen, unabhängig davon wie solide und bodenständig der Lebenslauf ansonsten ist. Nichtsdestotrotz ist für mich eine bei der Stadt angemeldete und genehmigte Demonstration wie der GMM in Halle (Saale) ein demokratisches grundgesetzlich legitimiertes Mittel der Meinungsäußerung und Meinungsbildung, die weder strafrechtlich relevant noch verboten ist. Wären mehr Demonstranten erschienen wäre ein relativer Schutz in der Masse möglich gewesen, inklusive „Tarnung“ durch Maskenpflicht und Kleidung. So fühlte ich mich entsprechend schutzlos und ausgeliefert. Es erforderte von mir viel mehr Mut und Standhaftigkeit. Der hier angeführten Medienschelte muss ich widersprechen. Es gab und gibt inzwischen in der ARD, dem ZDF, auf ARTE, auf 3sat und wer weiß wo noch diverse kluge aufklärerische fortschrittliche Reportagen, Dokumentationen und Berichte über das Thema Cannabis und über die Drogenpolitik, die dem irrationalen Irrsinn in Deutschland einen Spiegel vorhalten. Ähnlich sieht es bei den Printmedien aus. Den Medien die Schuld zuzuschieben, das finde ich zu einfach und zu bequem. Das entlässt uns aus unserer Verantwortung als Demokraten und als Kiffer. Genauso unnütz ist der Verweis auf die Politik. Auch ich bin verzweifelt, müde und resigniert nach zirka 30 Jahren Hoffen auf Legalisierung. Doch soll ich deswegen den Kopf in den Sand stecken und aufgeben? Ich finde: nein. Nicht, weil ich ein Optimist wäre. Das bin ich nicht. Ich bin ein pessimistischer Realist. Doch ohne den letzten Funken Hoffnung und dem Gefühl, dass ich wenigstens bei einer Demonstration aktiver gestaltender Teil einer Demokratie bin, stirbt in mir das letzte bisschen Lebenswille ab. Die Wut auf die tatenlosen Kiffer in Halle speist sich aus meinem verzweifelten Kampf um meine Existenz. PS: Ich bin zahlendes Mitglied beim DHV und setze mich öffentlich mit den Themen Cannabis und Drogenpolitik auf meinem blog auf wordpress unter dem pseudonym galgenzork auseinander

  11. Otto Normal

    Plane qualis dominus, talis et Servus
    Wie der Herr, so auch der Sklave‘

    Solange ein politisch sehr rechts stehender, reaktionärer „Heimatminister“ (Seehofer, CSU) die Aufklärung über den „Nazianteil“ in der deutschen Polizei verhindert, wird sich nichts ändern, darf die Polizei weiterhin morden und die Staatsanwaltschaft betreibt Strafvereitelung im Amt. Da freut man sich verständlicherweise über jeden toten Polizisten.

    Nach meiner Meinung – die darf ich nach der Verfassung haben – war es Mord, strafvereitelt durch die Komplizenschaft der Staatsanwaltschaft.

    Deutschland (ein Staat der erneut beginnt seine Bevölkerung zu ermorden) erfüllt (schon lange) nicht mehr die Kriterien, die zur Aufnahme in der EU die Voraussetzung wären.

    „Black live matter“ da waren viele auf den Demos, aber wirklich dahinter steht niemand ganz einfach deshalb weil wir gar nicht genug Schwarze haben, daß es ein Problem geben könnte. Es war allerdings totschick – für Grüne geradezu eine Verpflichtung – dort mitzulaufen, Einfach lächerlich! Aber das Grundproblem (mordende Sicherheitskräfte) ist das gleiche wie in Amerika. Hier sind die Opfer Flüchtlinge und andere Ausländer/Einwanderer, nicht die Schwarzen. Es ist aber nicht so sehr hipp für syrische Kriegsflüchtlinge (die „Refugees Welcome“-Party ist leider eben von gestern) auf die Straße zu gehen als sich der viel modischeren „Black live matter“ Bewegung anzuschließen.

    Die müßte eigentlich heißen „Human live matter, no matter what colour“ heißen. Aber so demonstriert halt jeder nur für sich und so ein langes Thema wäre auch zu lang und zu kompliziert für die durch I-Phone, Facebook in Co. zurück entwickelten Gehirne der jüngeren Generationen.

    Das man von den Cannabiskonsumenten nichts hört ist sehr verständlich denn es ist wirtschaftlicher Selbstmord sich in Nazideutschland als Kiffer zu outen. Wer mag schon freiwillig in den Knast gehen oder sich (neuerdings) von der deutschen Polizei ermorden lassen?

    Ich bin nicht stolz ein Deutscher zu sein, ich schäme mich für meinen Nazistaat, die Korruption im Land, die ignorante Regierung, die verlogenen und feigen Parlamentarier, die Bullen und alle Deutschen die fett, vollgefressen und faul alles hinnehmen solange sie nicht persönlich betroffen sind und der Fußball weiterhin im Umerziehungsfernsehen live übertragen wird.

    Deutschland braucht ein großen „Kehraus“ indem das gesamte Nazi-Pack entfernt wird und zwar restlos, angefangen bei Politik, über Staatsanwaltschaft, Richter und ja auch die Bullen müssen dringend durchgesiebt werden. Seehofer weiß warum er das um jeden Preis – und sei der Preis die Rechtsstaatlichkeit – verhindern will. Er will auch nicht in den Knast wo er aber hingehören würde zusammen mit dem gesamten Rest seiner „Amigos“

    Mein herzliches Beileid an die Eltern. Sie sind mit Ihrem Sohn den Bomben in Syrien entkommen, aber für den Sohn gab es kein Entkommen als die deutsche Polizei in tötete, oder wollen die Polizisten etwa behaupten der wäre von ganz alleine gestorben. Er ist also – wie es auf Neudeutsch jetzt heißt – „an oder mit“ der deutschen Polizei gestorben und das ist nicht lustig gemeint.

    Ich habe keine Angst meine Meinung zu sagen oder zu schreiben, da könnt ihr Delmenhorster Bullen soviel mit Beleidigung drohen wie ihr wollt! Ihr selber seid die Beleidigung für jeden Rechtsstaat! Die zuständige Staatsanwaltschaft ebenfalls, könnt Euch gleich zu den Totschlägern als Helfershelfer dazustellen!

    Ich war bereits tot! Ich lebe ohnehin nur noch die „Verlängerung“ ab, also was wollt Ihr noch von mir?

  12. Qi San

    Das regierte Volk hat sehr wohl verstanden und handelt danach:
    immer schön im vorgesehenen Raster bleiben.
    Maske aufsetzen.
    Nicht auffallen.
    Sonst legt man sich mit den falschen Leuten an und versaut sich sein Leben nachhaltig.

    Es geht NICHT um Fakten zur Pflanze Hanf.
    Das Fussvolk soll das machen und denken was ihm befohlen wird –
    noch 118 Tage bis zur DEMO(kratischen) Bundestagswahl 2021.

    Bleibt sauber!

  13. Substi

    Es ist erschreckend wieviel Geduld manche hier zu haben scheinen! Seit 30 Jahren kämpfe ich jetzt für die (wenigstens) Akzeptanz von Cannaseuren und es ist nichts dabei rumgekommen außer ein wenig privater Akzeptanz…
    Eine Farce wenn man dann so Gestalten wie die Bundesdrogenminister und ihre Einstellungen zu Medikamenten, Alkohol, Cannabis und Spielsucht ansieht! Da schreit doch alles nach Lobbyismus und Ignoranz ala „…ICH brauch das nicht und wir haben schon legale Drogen und Genussmittel, da brauchen wir nicht noch eine legale Droge!“
    Pure Ignoranz und Dummheit! Was dem Staat allein an Einnahmen endgehen bei einer Legalisierung. Das scheint immer noch leichter zu wiegen als der Prohibitionspropagandamist der den Verantworlichen eingetrichtert wurde! Is wie bei der Digitalisierung oder den Coronamaßnahmen…
    Ich kann mich darüber nicht mehr aufregen und eben nur weiter unter dem Radar fliegen! Bloß nicht auffallen und noch alles verlieren (incl. das Leben; wenn’s dumm läuft)!
    Es ist halt eine Farce!

  14. Hempling

    Es ist wirklich eine Tragödie. Nicht nur für die betroffene Familie, sondern für jeden Legalisierungs Aktivisten. Was muss noch passieren? Auch ich habe Familie, auch ich habe angst, aber aufgeben ist für mich keine Option.
    Im Gegenteil, ich bin davon überzeugt, dass wir bald eine Legalisierung von Cannabis erleben werden. Deswegen werde ich und viele andere alles dafür tun, damit wir Cannabiskonsumenten endlich unseren Frieden bekommen und uns offen nützlich machen können. Die Zeit ist Reif.
    #LegalizeIt #RichterMüller

    Ps: Beim GMM in Frankfurt waren deutlich mehr Menschen und es wurde im Beisein der Polizei einiges an Marijuana geraucht.

  15. Qi San

    @Substi
    Es ist erschreckend wieviel Geduld manche hier zu haben scheinen …
    Ja es gibt viele die den ganzen Scheiß mitmachen, weil sie hart arbeiten und jeden Tag sich aufraffen und sich zur Maloche schleppen, damit so sich ab und zu was leisten können – z.B. für € 12,60 bei der Apotheke pro Grammm Hanf von bester Qualität bestellen. Vorrausgesetzt ein Doc rückt ein Privatrezept raus. Ich habe seit 40 Jahren schweres Rheuma, meine Wirbel sind kaputt, meine Bandscheiben dünn wie Papier, Arthrose in Knie-, Sprung- und Hüftgelenk und meine Phyche … na ja geschenkt. Hartz4 ist eben nicht jedermanns Sache …

    Ich kann das nicht als Farce/Posse sehen – beim besten Willen nicht.
    Auch wenn viele das nicht glauben – Hanf ist für mich Medizin und auch ich hatte das Ganze schon mitgemacht: Hausdurchsuchung, Nacht im Knast, 2 x MPU, zig Urinproben, Führerscheinentzug und so hinter mir. Trotz allem bin ich noch seit 30 Jahren mit der gleichen Frau verheiratet.

    Ich habe einfach keine Lust mehr mich mit diesem Staat anzulegen.
    Jetzt mach ich eben das Screening für einen guten Zweck: Hanf auf Rezept – ein wenig Lebensfreude und für Abends für ein paar Stunden fast keine Schmerzen mehr.

    Man darf die Leute die dafür verantwortlich sind nicht Banditen nennen – das hat schon Wilhelm Reich in den USA nicht gut getan. Sie haben die Macht und wir sind klein.

    Merke: Bei einem Stell-Dich-Ein mit Gott gibt es keinen Raum für Alibis.
    Namaste

  16. Rainer

    Wir haben uns abgefunden,mit unserer Wehr-und Machtlosigkeit.Wut ist ein Energieerzeuger aber ohne Ventil in Form einer zündelnden Idee nutzlos.Eingekesselt wie auf einem Schachbrett.Ich glaube es mangelt an einer Möglichkeit,im großen Stil,Zusammenhalt wie die Not sie hervorbringt,zu erzeugen.Uns geht es noch sehr gut.Kaum materieller Mangel.Wir können unsere Vorstellungen und Bedürfnisse noch soweit erfüllen,daß wir satt und zufrieden sind.Da baut sich kaum Kampfeswille auf.

  17. Johann

    Es gibt auch so etwas wie das Gewissen.

    Ich hoffe, dass das Gewissen den Verantwortlichen keine Ruhe lässt.

    Dieser Junge hatte auch eine Mutter und einen Vater und wahrscheinlich Geschwister.

    Ein Mensch wie wir.

  18. Oberfeldwebel Vollhorst

    Ich habe 3 Gefärderansprachen von BKA erhalten, eine Anzeige wegen Nötigung, Beleidigung und Bedrohung, weil ich einer von denen war die nicht geschwiegen haben und den Behörden meine Meinung ohne Blatt vor den Mund zu nehmen gesagt habe um mir mein Gewissen und die Ehre zu bewahren.

    Erst vor einer halben Stunde habe ich dem BKA geschrieben das sie ihre Kollegen doch bitte dahingehend ausbilden sollen, die vielen Flaschen die nach ihnen geworfen werden aufzufangen um sich in Zukunft noch finanzieren zu können. Die Politik hetzt Polizei und Bürger gegeneinander auf, das ist mindestens fahrlässiger Amtsmissbrauch und zwar vom feinsten. Wir sind verpflichtet auf solche Missstände aufmerksarm zu machen, weil es die Verfassung schädigt und wir diese immer verteidigen müssen. In unserem eigenen Intresse.

    Ich habe nichts mehr zu verlieren und musste live mit ansehen wie gute Schulfreunde von mir an den Folgen der Repression sterben mussten. Einer an einer Überdosierung von Heroin, ein anderer nachdem er einen einzigen Schlag von jemanden der total drauf war an die Schläfe bekommen hat und dann nach Monate langen Koma für Hirntot erklärt wurde.
    Die Aktion mit dem “Menschen mit dunklem Taint“ der in seiner Zelle abgefackelt wurde ohne das man dies aufklären konnte, der andere Cannabiskonsument der sich im roten Ochsen das Leben genommen hat obwohl er bald entlassen worden wäre und warscheinlich eine Krankheit hatte bei dem Cannabis notwendig war um seinen neurologischen Filter zu dämmen habe ich auch nicht vergessen.
    Die Unverschämtheit unserer Verfassungsgerichte die bis heute nicht über die Verfassungsklage bezüglich des Cannabisverbotes aussagt und diese immer weiter verschleppt ist eine Qual.
    Das spalterische Verhalten der Unionsmitglieder ist ein Hohn für unsere Demokratie. Wenn laut Web.de 3/4 der Deutschen zumindest eine Entkriminalisierung von Cannabis haben wollen (die leider nie richtig deffiniert wurde, mal Abstufung, mal Eigenanbau e.t.c) und man der Bevölkerung diesen Wunsch nicht erfüllen will, dann empfinde ich das als zu tiefst antidemokratisch.
    Das man so wehrlos ist und Menschen praktisch dafür geopfert werden nur damit man sich mit dem undifferenzierten Märchen der “bösen Drogen“ weiter im Recht fühlt wärend man seinen eigenen Drogenkonsum (Alkohol) mittels “wording“ (Genussmittel) einfach wegdeffiniert finde ich dummdreißt.

    Bald klopfen sie Beamten wieder, naund? Es ist mir gleich ich lasse mich nicht mehr abschrecken nach über 32 Jahren Angstmache. Ich bin immunisiert. Und bald hat die Szene Herdenimmunität.

  19. Haschberg

    Habe mir eure interessanten Kommentare durchgelesen und kann das allermeiste nur bestätigen.
    Auch ich habe während der letzten 45 Jahre schon sehr viele Drogenschicksale miterlebt.
    Nicht wenige sind aus Verzweiflung über die Aussichtslosigkeit dieses menschenfressenden Systems der Prohibition bereits verstorben, da sie einfach keine Kraft mehr hatten, dagegen anzukämpfen.
    Diese Menschen wurden vom Staat einfach fallengelassen und dadurch ihrer letzten Menschenwürde beraubt.
    So darf es nicht mehr weitergehen. Unsere angeblich „christlich“ orientierten Politiker (welch ein Hohn!) müssen für dieses Unrecht endlich zur Rechenschaft gezogen werden, genau wie diejenigen aus der Zeit vor 45.
    Die Prohibition ist in einer Gesellschaft des 21. Jahrhunderts in keinster Weise mehr angebracht und muss in all ihrer menschenverachtenden Absurdität aufgedeckt werden und die Opfer, sofern sie überhaupt noch leben, durch einen staatlich eingerichteten Fonds entschädigt werden.
    Dafür sollten sich alle Konsumenten „illegaler“ Substanzen stark machen. Der Zeit dafür ist reif.

  20. Ralf

    Tia, Delmenhorst ist ungefähr 350 km von meinem Wohnort entfernt, trotzdem würde ich mich ins Auto setzen und dort hin fahren, wenn ja wenn ich noch einen Lappen hätte und das auch könnte. Daß ich das nicht kann ist genau die Absicht dieser Prohibitionsgangster mit und ohne Uniform. Es ist der einzige Grund warum sie das machen, nämlich uns die Bewgungsfreiheit zu nehmen und damit die Möglichkeit sich politisch zu betätigen. Die Teilnahme an Parteiversammlungen und Tagungen alles das was ich mit Lappen noch konnte ist mir jetzt verwehrt. Sie kämpfen mit allen faschistischen Mitteln gegen uns, die sie zur Verfügung haben weil sie Nazis sind, und das ist ja auch kein Wunder weil wir von Anfang an in einem Nazistaat gelebt haben.

    Schon in meiner Kindheit hatte ich permanent das Gefühl von Neo in der Matrix, dass hier geheuchelt, gelogen und diskriminiert wird, und irgendetwas nicht stimmt mit dieser Gesellschaft. Die permanente, latente Androhung von Gewalt, das konnte jeder auch schon in der Schule erfahren, der offene Augen und Ohren hat, das Ausspielen schon der Jüngsten gegeneinander, für spätere Vorteile im Berufsleben in dieser Unmenschengesellschaft war mir schon immer aufgefallen, deswegen war ich auch mein Leben lang ein Rebell der diesem Pack hinterrücks an`s Nazibein gepinkelt hat wo es nur ging.

    Und das sollten wir alle permanent tun so gut wir das können. Offener gewalttätiger oder auch friedlicher Widerstand ist genau das was diese Mörderbande will, denn in der Gewalttätigkeit sind sie Meister, dann können sie ihre Bluthunde von der Kette lassen, die ihre, die Schergenpersönlichkeit prägende, Gewalttätigkeit voll ausleben. Aber als einzeln kämpfende Individuen sind wir stärker als die, weil da eine Menge einzelne Ideen entstehen gegen die dieses uniformierte Denken dieses Gesindels nicht ankommt. Natürlich gibt es im Krieg immer Opfer und das wird auch noch schlimmer werden bei dieser Pest von Staatsanwaltschaft die zum Morden durch Schergen ja regelrecht animiert. All das habe ich schon vor vielen Jahren gesagt und bin dafür von Leuten wie @Greeness oder @Fred in den Dreck gezogen worden. Gott sei dank halten die jetzt endlich ihr dämliches Schergenkonformes Drecksmaul. Und noch etwas, dem Wurth würde ich keinen Cent spenden der hat die Kiffergemeinde schon um eine Million abgezockt die sie ihm verschafft haben, spaltet sie permanent und macht mit den Schergen gemeinsame Sache. Er ist ein Verräter der die Opfer der Prohibitionskriminellen verhöhnt.

    Zum Richter Müller kann ich nur sagen, der mag eine ehrliche Haut sein, das willich ihm nicht absprechen, aber er lebt in einer wohl situierten Beamtenblase mit fetter Pension und der kann sich nicht im geringsten vorstellen KÖNNEN wie es Menschen wie uns die wir alle schon mal traumatisiert worden sind und deren Leben in die Mülltonne getreten wurde geht, ich kann ihn verstehen (wahrscheinlich aber auch nicht, denn ich weiß nicht wie es ist, so ein geiles Leben mit so viel Kohle und Freiheit leben zu können) leider mit seinem Glauben an den Rechtsstaat nicht ernst nehmen. Und so lange sich Rechtsanwälte an unserem Unglück goldene Nasen verdienen kann ich auch diese nur als Mittäter bezeichnen.

  21. Ralf

    Noch ein kleiner Nachtrag: Im Moment habe ich die kleine Genugtung dass viele von denen die uns hassen, durch das Corona-Merkelregime (Welch ein Zufall dass beides mit C anfängt und beides pseudomedizinisch begründet wird, oder? Nein das Erste ist Zufall das Zweite nicht) die selbe Medizin zu schlucken kriegt wie wir. Das geht über totalitäre Demonstrationsverbote teilweise bis zum Berufsverbot, Entzug des Bankkontos oder Kindesentzug durch die Verwaltungsnazis. Es hilft zwar der Sache nicht aber man bekommt ja doch das Gefühl dass auch die anderen jetzt ihre gerechte Strafe erhalten, und es muss eben alles noch viel schlimmer werden bevor es besser werden kann. Sie haben uns eine Grube gegraben und fallen jetzt selbst hinein.

  22. Hermann Bührich

    Bei und nach dem lesen der Kommentare frage ich ob und wenn , wo man zu dem Genuss der THC Produkte auch sachliche Beiträge über die zu erwartenden Wirkung lesen könnte. Zum Alkoholgenuss gibt es derartige Infos ja auch und es gibt auch Bestimmungen zur erlaubten oder auch nicht erlaubten Anwendung. Vielleicht richten die Kommentatoren Ihre Energie darauf den Problemen auf diesem Weg zu begegnen.
    Hermann Bührich

  23. Rüüpel

    An den Verfasser des Artikels zum letzten Absatz: erst die Polizei zu verteufeln und sich danach hinter ihr zu verstecken ist schon recht schlüpfrig. Beleidigung ist immer relativ,ich könnte mich im Prinzip ebenfalls durch den Artikel beleidigt fühlen,in dem der Autor mir als Leser quasi sorgenfrei unterstellt,ich wäre eine gefühllose,kaltherzige Körperöffnung weil ich nicht aus Solidarisierung heraus die nächsten Polizisten zur Rede stelle. Kann man halt sehen,wie man will. Man glaubt es kaum aber ich wette,das 95% der aktiven Grasraucher das gar nicht wussten,das dieses ehrlich bedauernswerte Opfer ein solches Schicksal erlitten hat. Fällt was auf? Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Erst denken,dann quatschen. So long.

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