Donnerstag, 17. September 2020

Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen gegründet

Die Big-Player des deutschen Medizinalhanfsektors bilden eine Lobbyorganisation für Cannabis in der Medizin


Gestern um 9:00 Uhr morgens waren verschiedene Vertreter der Presse in der Alten Münze in Berlin eingeladen, um bei der Gründung des Bundesverbandes pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen dabei zu sein. Neun Firmen, die sich auf die Versorgung von Cannabispatienten spezialisiert haben, luden dazu ein, während einer kurzen Präsentation der Ziele und der Ausrichtung der Lobbyorganisation den Informationen zu lauschen und im Anschluss Fragen zu stellen. Insgesamt versammeln sich jetzt unter dem Banner des BPC e.V. circa 10 Prozent der hierzulande agierenden Unternehmen, welche mit der natürlichen Medizin ihre Geschäfte betreiben. Doch eindeutig ausgesprochen wurde, dass weitere Firmen aus der Branche gerne gesehen sind, stimmen diese den Satzungen des Bundesverbandes zu und orientieren sich an den gemeinsamen Zielen. Es wurde der Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen gegründet, damit auf Ärzte, Krankenkassen und die Politik zusammen besser eingewirkt werden kann und Cannabis als Medizin in Zukunft in einem helleren Licht bei uns erstrahlt.

Der BPC e.V. sieht sich als die Stimme der pharmazeutischen Cannabinoidunternehmen in Deutschland, die zum großen Teil damit beschäftigt sind, die Versorgung von Cannabispatienten aufrecht zu erhalten. Da sich eine erste Medizinalhanfernte in unseren Gefilden aufgrund verschiedener Gegebenheiten bis ins nächste Jahr verschieben wird, ist man in erster Linie auf den Import aus anderen Ländern angewiesen. Zu den Gründungsmitgliedern des Verbandes zählen Cannaflos, Cannamedical Pharma, Demecan, GECA Pharma, HM Herba Medica, Nimbus Health, Paesel + Lorei, die Sanity Group sowie THCinol/CBDinol CanPharma. Alle Unternehmen besitzen die gleichen Ziele und wollen nun gemeinsam auf Politik und Ärzteschaft einwirken, damit Cannabis in der Medizin häufiger eingesetzt werden kann und das Stigma als Rauschmittel verliert. Dazu will man sich besonders auf neuartige Technologien konzentrieren und auch den Bereich Forschung verstärkt in die Diskussion über das grüne Kraut implementieren. Denn nur mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen kann man schließlich den Beweis erbringen, wie nützlich Cannabinoide – von denen weiterhin stets neue Varianten entdeckt werden – gegen verschiedene Krankheitssymptome sind. Um sich mit anderen Personen und Stellen des Themenbereiches fachgerecht auseinandersetzen zu können, steht der BPC e.V. beispielsweise im direkten Austausch mit dem Verband der Cannabis versorgenden Apotheken sowie auch im ständigen Dialog mit politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich relevanten Institutionen. So will man erreichen, dass ein einheitlicher Rechtsrahmen geschaffen werden kann, mehr wissenschaftliche Forschung betrieben wird und der Genehmigungsvorbehalt bezüglich der oft schwer zu erhaltenden Kostenerstattung abgeschafft wird. Auch wenn der Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen sich nicht an das allgemeine Thema der Legalisierung wagt, so wirken die Vorhaben wichtig und bereiten hoffentlich eine bessere Zukunft für alle auf Cannabis angewiesenen Patienten vor.

Viel Erfolg dabei!

10 Antworten auf „Bundesverband pharmazeutischer Cannabinoidunternehmen gegründet

  1. M. A. Haschberg

    Endlich mal eine gute Nachricht in diesem ganzen irrsinnigen bundesdeutschen Cannabisdesaster.
    Hoffentlich ist diese neue gegründete Organisation stark genung, um sich bei der Übermacht unserer realitätsfremden und cannabisfeindlichen Regierung ausreichend Gehör zu verschaffen!

  2. gein

    da geht’s nur ums Geld scheffeln, bin ich mir ziemlich sicher. Ne Lobby für die Pflanze wird ist das sicher nicht.

  3. olaf

    So zeigt sich mal wieder die gierige Industrie-Fratze… Mit Natur, Pflanzen, Legalisierung, Abschaffung von Stigmatisierung, Umweltschutz oder Konsumenten-Schutz hat dieses Begehren nichs gemein. Diese Player machen die Situation nur noch schlimmer – geht wohl in eine Richtug, die sich nicht mal dumme Politiker ausdenken können. Letztendlich werden synthetisierte Stoffe den Medizin-Markt überschwemmen – gesund machen die sicher nicht – bringen aber unmengen Kohle.

    Was ist nur los? Ist der Mensch echt schon bald am Ende? Knalltˋs bald? Oh weh, oh weh.

  4. Rainer

    Schön,das man in Erwägung zieht,die Pflanze zu erforschen.Vielleicht findet man heraus,daß das eine lebende Pflanze ist,und kein totes Kokainpulver.Soweit können unsere Experten villeicht noch denken.

  5. Krake

    Also lieber Rainer, wenn es wirklich soweeit schon is im Ländle, und die herausfinden müssen, daß es eine lebende Pflanze ist, bin ich raus, sag mir bitte kurz Bescheid und Schwupp gibt es einen weniger…

  6. gein

    @Krake sie holen mit viel Ironie aus -wofür ?:

    Als Pflanzen werden Lebewesen bezeichnet, die sich nicht fortbewegen können und Photosynthese betreiben.

    Wenn sie da ne andere Meinung haben dann .. ist das nur ihre Meinung .. man =D

  7. Hermes

    Lasst euch nicht blenden von Gold und Geld,
    in der (Hanf )Pappel steckt das Heil der Welt .
    So macht man aus Wasser ,ein bisschen Hanfpappel rein ,den Wein!

  8. Hermes

    Ach ja…, Malva Salva Omnimorbia !

    Sie wird genauso ,absichtlich vergessen, um ihren Wert, zu verkaufen,
    Sie ist Bestandteil der besten Hiightechcremes,
    Es ist das heilige blaue Wunderwasser.
    Immunregulierend ,verwandt mit dem Hanf !!!
    Malva Sylvestris
    Und die wächst in jedem Garten .

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