Dienstag, 9. Juni 2020

Cannabis-Anbau ist in der Türkei „Narco-Terrorismus“

Paramilitärische Polizeieinheiten vernichten in der Osttürkei rund 333.000 Cannabis-Pflanzen

Cannabis

 

 

Von Sadhu van Hemp

 

 

Die Türkei ist kein gutes Pflaster für Menschen, die gerne in Freiheit leben und sich nach eigenen Maßgaben entfalten wollen. Seit 2010 existiert in der Türkei nur noch eine eingeschränkte Gewaltenteilung, und das parlamentarische System mit einem repräsentativen Präsidentenamt wurde 2018  in ein Präsidialsystem umgewandelt. Der Präsident bildet allein die Spitze der Exekutive und regiert, wie es ihm gerade gefällt.

Die Türkische Verfassung von 1982 garantiert zwar den Bürgern weitgehend die Grund- und individuellen Freiheitsrechte, doch mit der verfassungsgemäßen Umsetzung dieser Rechte ist es nicht weit her beim NATO-Partner: Meinungs-, Informations- und Religionsfreiheit wird von der Regierung nur nach Gutsherrenart geduldet und der Schutz der ethnischen Minderheiten ist nicht gewährleistet.

 

Dass es in der Türkei nicht mit rechten Dingen zugeht, zeigt der Umgang des Staates mit der kurdischen Bevölkerung, die sich der türkischen Assimilierungspolitik hartnäckig widersetzt, da dies den Verlust der eigenen Kultur und Identität bedeutet. Seit 1980 bestimmt der Kurdenkonflikt das Verhältnis der beiden Völker, und die türkischen Machthaber in Ankara unterdrücken mit aller Härte die Autonomiebestrebungen der geknechteten Kurden im wirtschaftlich unterentwickelten Südosten des Landes. Die repressive türkische Politik ist der Nährboden für gewaltsamen Widerstand, den die auch in Deutschland verbotene sozialistisch ausgerichtete kurdische Arbeiterpartei (PKK) leistet, ohne jedoch über kleinere Scharmützel mit dem übermächtigen türkischen Militär hinauszukommen.

 

Die Leidtragenden im Kurdenkonflikt sind die Menschen, die in den kurdischen Siedlungsgebieten innerhalb der Türkei perspektivlos vor sich hinleben und die stete Präsenz des türkischen Militärs ertragen müssen. Die Landwirtschaft ist die Haupteinnahmequelle der vorwiegend bäuerlichen Gesellschaft – und dazu zählt im „wilden Kurdistan“ auch die Kultivierung der Cannabis-Pflanze. Zwar hat der Hanfanbau bei Weitem nicht die Ausmaße wie in Nord-Marokko, aber der Erlös reicht, um nicht zu verhungern.

Das weiß auch die türkische Regierung, weshalb sie in aller Regelmäßigkeit paramilitärische Rollkommandos in die entlegenen Bergdörfer entsendet, um bei der Cannabis-Ernte zu helfen. Geschwächt werden soll damit die PKK, die nach offizieller Lesart die Bauern dazu anstiftet, Cannabis statt Pistazien zu ernten.

 

Letztes Wochenende war es mal wieder soweit: Die Behörden vermeldeten gestern einen erneuten erfolgreichen Schlag gegen den „Narco-Terrorismus“ der PKK. In den Distrikten Lice und Hazro bekamen etliche Dörfer ungebetenen Besuch von schwerbewaffneten Drogenkriegern, die ausnahmslos alle Hanffelder vernichteten und auf der Suche nach Waffen kein Stein auf dem anderen ließen. Vorzeitig abgeerntet wurden rund 333.000 Cannabis-Pflanzen, die umgehend verbrannt wurden. Nicht ganz so üppig war die beschlagnahmte Menge getrockneter Cannabis-Blüten: Gerade mal 110 Kilogramm Marihuana und ein Sieb konnten nach akribischer Suche gefunden werden. Etwas kläglich auch die Ausbeute an Waffen, die in den Hühnerställen und Heuschobern eingesammelt wurden: Darunter 269 Patronen, ein paar nicht lizenzierte Pistolen, 17 Langwaffenmagazine, vier Scharfschützengewehrholme, 200 Meter Netzkabel, zwei Ladegeräte, 200 Meter Stretch-Nylon und großen Mengen Lebensmittel. Alles in allem konnte der PKK-Befreiungsarmee ein Waffenarsenal abgenommen werden, über das sich ein schwäbischer Prepper mit Blick auf das eigene Survival-Kit nur schlapplacht.

 

Laut türkischer Presse werden die Drogenbekämpfungsmaßnahmen unvermindert fortgesetzt, um den Frieden und die Sicherheit in der Region zu gewährleisten. Im vergangenen Jahr beschlagnahmten die Kampftruppen von Polizei und Militär bei ihren Überfällen auf die kurdische Landbevölkerung über 40 Tonnen rauchfertiges Cannabis und 40 Millionen Hanfpflanzen.

 

 

19 Antworten auf „Cannabis-Anbau ist in der Türkei „Narco-Terrorismus“

  1. H'79

    Für die Deutschen ist man mit 40 Mio Hanfpflanzen glaub ich auch ein Narco-Terrorist oder so. Die willfährigen Söldner des mitteleuropäischen Absurdistans spazieren sogar wegen paar Hanfsamen rein nebst Entmündigung, Beschlagnahmung von Geld und Gegenständen sowie solch hemmungsloser Überwachung dass sogar seitens der Stasi Bewunderung aufkäme. Deutschland, Türkei, USA … Terror der Obrigkeit gegen die eigenen Leute … Zeit dass die Bevölkerung ihr Terrorregime entmachtet. Hier ist es nicht unbedingt leichter, gerade weil unsere Regierung so pseudo-demokratisch und scheinheilig auftritt – und ihr leider viele glauben. Sobald wir uns gewaltsam wehren, gelten wir (erst recht) als die Bösen (was für ein Hohn!), kriminalisiert sind wir sowieso.

  2. Krake

    ….ich glaub auch, daß hier so ne Psydo-Scheinheiligkeit herrscht, also ich denke da an Perso. wie Frau
    Merkel(obwohl die halte ich für a.g. intelligent), Seehofer, Stoiber, Söder u.s.w.
    Ach Mensch, diese Scheißungerechtigkeit, macht mir echt zu schaffen !! Das Schlimme ist, ich weiß es genau, wie geil das Leben nach einer totalen Legalisierung ist!!! Erzählt allen die Vorteile !
    Greets

  3. M. A. Haschberg

    Erdogans mittelalterliche Autokratenrepublik scheint täglich neue Blüten des Entsetzens hervorzubringen.
    Ausgerechnet in einem Land, welches auf eine uralte, traditionsreiche Haschischkultur zurück blicken kann und erst in jüngster Zeit die bewährte Heilpflanze Cannabis wieder als legale Medizin zugelassen hat, zückt man erneut die schwere Keule der Repression.
    Nichts auf dieser Welt könnte mich dazu bewegen, jemals einen Fuss auf den Boden eines so gefährlichen Landes zu setzen.

  4. Heisenberg

    Politik ist weltweit kriminell und das jeden Tag mehr. Psychopathische Kriminelle sind vielerorten sogar in Ministerämtern. Die Gesellschaft muß diese Parias loswerden, koste es was es wolle, da wir ansonsten als Menscheit keine Zukunft haben und unser Planet auch nicht!!!
    1789 in Frankreich war ein sehr gutes Jahr. Es wir Zeit für eine Neuauflage, dringend!!!!!!!!

  5. J F

    Wenn ich den Tonfall des Autors und die Gewaltaufrufe in den Kommentarspalten lese, mache ich mir wenig Hoffnung, dass die Cannabisbewegung irgendwann in naher Zukunft mal von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen und unterstützt wird. So wird das nichts mit der Legalisierung.
    Leute, bleibt sachlich, erspart uns allen das Wutbürgergeschrei und werdet politisch aktiv oder engagiert euch sonstwie in der Cannabisbranche. Seid die Stimme der Vernunft, anstatt deren Klischees zu bedienen.

  6. Rainer Sikora

    Die CDU ist die einzige Partei,die ihre Ziele erfolgreich umsetzt.Alle Bemühungen aller anderen Parteien bringen nichts,weshalb auch wir nicht weiterkommen.Der eine verhindert und behindert den anderen,nur die CDU zieht ihre Pläne durch auf verschiedenen Gebieten.Trotz Koalition regiert nur eine.DieEU-Kanzlerin.

  7. H'79

    @ J F
    Es ist egal was wir machen. Wir sind eh kriminalisiert und werden von Terroristen wie Terroristen behandelt. Die sauf-bevorzugenden, anti-demokratischen Politiker wollen es einfach nicht kapieren, nicht nur bei uns. Sie schieben immer etwas vor, das hat sich seit ich lebe nicht geändert und wird sich auch nicht ändern. Wenn ich statt zu kiffen jemand krankenhausreif geschlagen hätte wäre alles easy: Bewährungsstrafe ohne Konsum-Auflagen und Führerschein dürfte ich eh behalten. Gib du doch zweimal den Lappen ab und geh zum Idiotentest und lass dir von mir den einfältigen Tipp geben, du sollst sachlich sein. Schreibst hier das erste Mal im Leben und weißt garnicht was wir uns alles schon bieten ließen und probiert haben. Wenn du willst das ich andere Seiten aufziehe, provozier mich noch ein paarmal mehr mit deinen höhnischen Kommentaren. Als ob du je etwas mit dem was du für Vernunft und Sachlichkeit hältst für die Legalisierung tun wirst. Du verstehst ja nichtmal dass unsere Menschenrechte verletzt werden. Schau dir mal an was Wissenschaftler dazu sagen (Tagung Schildower Kreis; Cornelius Nestler, 1. Rede nach Einleitungsrede). Es ist sinnlos, mit Sachlichkeit noch weiterzumachen, wenn Verfassung und Strafrechtsprofessoren ignoriert werden. Aber wer es nicht kapieren will, dem brauche ich auch das nicht zu erklären.
    Klar, wir sind schuld, ich verstehe deine einfältigen Argumente. Braucht man nicht zu wiederholen!

  8. Heisenberg

    @ H’79
    Wir sind doch erfolgreich, wenn Auftragsschreiber wieder auf den Plan treten. Die Politik weiß genau was sie in vielen Bereichen anrichtet und hat eine Scheißangst. Wir sind bei Weitem nicht die Einzigen, die sich nicht mehr vorführen lassen. Da draußen gibt es sehr viele, die sich nicht mehr gängeln lassen wollen von diesen korrupten Regierungsverbrechern und ihre Auftraggebern. Sie halten die Menschen für Untertanen und gängeln sie auch so, wie Schlachtvieh und dass muß aufhören, egal wie. Und wenn es im Guten nicht geht, wir haben es die letzten 40 Jahre versucht, dann geht es eben anderst. Wir lassen uns von diesen, offensichtlich Kriminellen, nicht unsere Freiheit und unser Recht auf Selbsentfaltung nehmen. Sie verweigern uns unsere Menschenrechte und die holen wir uns zurück und wenn es sein muß eben auf die harte Tour, da sie offensichtlich eine andere Sprache nicht verstehen. Wir werden in Zukunft keine Opfer mehr sein und das ist gut so!!!!!!!!!!!!!!

  9. J F

    @H’79: Ich verstehe und teile deine Wut aber wenn du denkst, dass du mit aggressiven Diffamierungen irgendwas erreichst, du bist auf der falschen Fährte. Damit überzeugst du mich nicht. Und jemanden, der die Prohibition befürwortet, überzeugst du dann erst recht nicht.

  10. H'79

    @ J F
    Du kannst denen die unsereins plündern, entrechten und einsperren weder Heisenberg noch mich und auch die meisten anderen Konsumenten mit ihrer skrupellosen und scheinheilig als Schutz getarnten, lobbygesteuerten Brutalität nicht überzeugen. Für Argumente sind die ja taub. Wenn du für Argumente zugänglich bist, was ich ja gern glaube dann empfehle ich dir echt o. g. Tagung, die findest du im Internet leicht. Es ist kein Sachlichkeits-Problem im Weg sondern fehlendes Verständnis weil die HeuchlerBande von der Union es nicht verstehen WILL. Weiß der Geier wer denen alles Geld in den … geschoben hat. Wenn die ohne Feuer unterm … nicht legalisieren, brauch ich denen doch nicht mit sachlicher Argumentation kommen. Für anderer Leute Intetessen sind die durch solche Maßnahmen schnell zum springen motiviert worden. Ich bin gerne nett aber will mich von denen nicht ewig für dumm verkaufen lassen. Die wollen uns weiterhin das Leben zur Hölle, nicht ich bin der mit den Scheuklappen.
    Auf alle Fälle danke für dein Verständnis!

  11. DIE HANFINITIATIVE

    Türkei hat eigentlich den Hanfanbau gefördert, mit einem guten Programm. Die andere Seite der Medaille ist die „Prohibition“ und die (Geheim)Dienste-OK (Organisierte Kriminalität) Verfilzung, die nicht nur in der Türkei zu den allermächtigsten Interessengruppen gehör(en)t. So wie wohl auch in Teutschschland?!

    Die neuen „Gegenmaßnahmen“ der „Prohibitionisten“ sind nun die Herstellung der Verbindung von „Hanfgebrauch“ und gewaltsamen Agieren der Probanden. 😀 😀 😀 Damit will man die Bewegung zur Hanflegalisierung ausbremsen. JEDER AUFRUF zur Gewalt wird also nur die ULTIMA RATIO bestärken. Bedenkt dies bitte IMMER, auch wenn EURE WUT wegen dieser jahrzehntelangen (und mit rassistischem Hintergrund seit Jahrhunderten) Behandlung mehr als berechtigt ist! 🙁

    LG und denkt bitte solidarisch, (und wenn möglich auch taktisch und strategisch), was unserer Bewegung helfen kann. Es ist die letzte Phase im Abwehrkampf der“Prohibitionisten“. Sie schaffen es nur noch mit Diffamierung und Dämonisierung (altes Muster hat sich ja bewährt) im großen Stil („Verschwörungsgeschrei“) damit sie die Prohibition weiter aufrecht erhalten können und „PROFIT OHNE ENDE“ – auf den Knochen und dem Schmerz unserer Kinder und Enkel – machen können. Menschenrechte interessieren sie einen Scheiß. So sieht es aus. Und gefakte Studien bezahlen die aus der Portokasse.

    +++ WIR haben nur UNS und unsere Solidaridät entgegenzusetzen. TUN WIR ES!!! 😀 😀 😀 Beenden wir die Prohibition und den innewohnenden Rassismus! +++ Bitte helft uns, wenn IHR starke Menschen seid. Lasst das Unrecht nicht mehr zu. Bitte. 🙂 +++

    PS: HALTET BITTE ZUSAMMEN 😉
    […] Liebe Netzfrauen,

    das sind ausgezeichnete Recherchen. Wenn wir einen Preis zu vergeben hätten, dann würdet ihr ihn bekommen. So vergeben wir unsere Liebe, unseren tief empfundenen Respekt und unsere Zuneigung und unsere Wertschätzung und Hochachtung an EUCH.

    Wir danken Euch für den Mut und die Entschlossenheit, mit der ihr die Themen bearbeitet und Euch nicht einschüchtern lasst, von denen, die ihre perfiden Interessen mit Geld, Macht, Mobbing und sogar Gewalt, durchsetzen wollen. Sie würden Euch gerne mundtot machen, aber die Wahrheit wird sich durchsetzen, weil immer mehr Menschen zunehmend „aufwachen“ und die verschiedenen Aspekte der Wirklichkeit so sehen und wahr-nehmen können, wie sie eben nun mal sind. Denn wir haben ein Recht darauf zu wissen!

    Und diese Aspekte der Wirk-lich-keit sind oft nun wahr-lich nicht so, wie uns die großen und milliardenschweren, gut vernetzten „Werbeunternehmen“ nun einmal weismachen wollen, oder sie einfach verschweigen oder verschleiern. Zu den „Werbeagenturen“ zählen wir übrigens auch die sogenannten Regierungen und ihre Parteiensysteme. Sie sagen immer häufiger „das“ und „TUEN“ perfiderweise „dies“! Das ist anscheinend eine hohe psychologische Kunst geworden.

    Obwohl wir uns vor Generalisierungen hüten wollen, deuten alle unsere Recherchen immer wieder darauf hin, dass es, im globalen und selbst im nationalen Kontext, nur um „Interessen“ geht. Diese „Interessen“ sind oft (zumindest meistens) nicht die unseren, also die des Durchschnittsbürgers, schon garnicht die der Mehrheit der Menschheit (oder der sogenannten „99%“)! Es sind, auf verschiedenen Ebenen, die „Interessen der Systeme“, der (wenigen) Reichen und Mächtigen und ihrer Vasallen und Nutznießer.

    Ein globales Netzwerk ist entstanden, ein Kartell könnte man sagen. Selbst wenn es global unterschiedliche Netzwerke und Kartelle geben mag, die um die Vorherrschaft ringen, so tun sie dies häufig nur zu ihrem Vorteil und nicht im Interesse eines Allgemeinwohles und nicht auf der Basis von Menschenrechten. Die Einen sind da subtiler, die Anderen direkter, was diese Machtausübung und die Durchsetzung ihrer Agenda anbelangt.

    Wir haben diese „Systeme“ aus der Sicht einer Heilpflanze betrachtet – also „durch die Blume“ 🙂 gesprochen, aber wir kommen immer wieder zu den gleichen (oder ähnlichen) Ergebnissen, zu denen Ihr auch kommt. Deshalb lieben Dank für Eure Arbeit und seid Euch unserer Zuneigung und Liebe gewiss. Danke für Euren Traum, den wir teilen, von einer besseren Welt für uns und unsere Kinder und Enkel – und schön, dass es Euch gibt.

    Ganz liebe Grüße und Zuneigung und immer ein Lächeln 🙂 von http://www.diehanfinitiative.de 🙂 🙂 🙂 […]

  12. H'79

    @ J F
    Den Ethikrat hab ich auch angeschrieben, sachlich und freundlich hab ich sie zur Überprüfung gebeten vor Wochen per EMail mit Quellenangabe. WHO spielt auf Zeit. Die hohen Herrschaften sollten sich erstmal klarmachen dass sie uns nicht verarschen wollen und dann mit einem gesunden Respekt auf uns eingehen. Und du hast nichts Besseres zu tun als uns zu kritisieren, welch ein Hohn! Den Autor wegen seines Tonfalls ermahnen kannst du, aber für unsere Menschenrechte setzt du dich nicht ein? Keine Ahnung wie du Prioritäten setzt aber ich will mich nicht veräppeln und verhöhnen lassen. In Wirklichkeit ist längst alles wissenschaftlich Wichtige zum Thema längst und mehrfach gesagt. Wer uns jetzt noch zu Sachlichkeit ermahnt, hat offenbar nicht ansatzweise verstanden, was uns jährlich an Schaden zugefügt wird und wie lange wir schon geduldig argumentieren und wie oft wir schon wie Spinner und Verbrecher behandelt wurden …

  13. H'79

    @ Hanfinitiative
    Ja, wir sollten wirklich zusammenhalten. Nichts für ungut, J F, aber das alles strapaziert meine Geduld und meine Nerven. Vielleicht sind wir wirklich nicht mehr weit vom Ziel entfernt …

  14. J F

    @H’79: Ich kann das völlig nachvollziehen, ich fühle mich ebenfalls zu Unrecht diskriminiert. Aber dieser Kampf geht seit Ewigkeiten und es hat in den letzten Jahren so viele Fortschritte gegeben wie in den dreißig Jahren davor nicht. Außerdem setze ich große Hoffnungen in weitere aktuell laufende Initiativen (Andreas Müller’s Vorlage ans Bundesverfassungsgericht, die Neubewertung von Cannabis durch die Vereinten Nationen). Das sind Vorgänge, die ich mich vor wenigen Jahren nicht zu träumen gewagt hätte. Und bei dem Tempo sind wir auf einem guten Weg, dass sich das Blatt bald dreht. Deshalb wirst du mich gerade nicht für deine gewaltsame Revolution gewinnen können. Bleib lieber locker, bau dir einen und bohr mit mir weiter die dicken Bretter.
    Dort wo Cannabis bereits legal ist, wurde das durch seriöse Aufklärung, zivilen Ungehorsam und Hartnäckigkeit vor Gericht erkämpft. Nicht durch undifferenziertes Gebashe derjenigen, die es zu überzeugen gilt.

  15. H'79

    @J F
    Okay, an etwas Geduld und Strategie soll es auch jetzt nicht scheitern – erst recht nicht an Geschlossenheit! Es ist auch zu konstatieren dass wir wütend sind. Wer wäre es nicht??
    Herzliche Grüße an die älteren Generationen … ich hoffe dass ihr die Legalisierung noch miterlebt und euch darüber freuen könnt!

  16. uchi o

    @H’79
    auf dem gleixhen Stand waren wir 96 schon mal, da sollte acuh legalisiert werden, mit den grünen, haste davon was gehört? da war auch gerade eine Cannabis hochzeit, so wie heute. nichts hat sich geändert.
    die Lippenbekenntnisse des altparteienkartells bleiben Lippenbekenntnisse.
    die Erkenntnisse des wissenschaftlichen dienstes des Bundestages werden unter verschluss gehalten. postfaktisch, ideologisch, faschistisch!
    deine ruhe ist falsch, aber das wirst du noch einsehen. initiativen‘? hahahahahahahahaha… bei von der Politik eingesetzten richtern? initiativen gab es schon immer, wurden immer „mehrheitlich“ abgelehnt…

    Noch eine Frage. Bist du CDU-Wähler?

  17. Heisenberg

    Egal wie auch immer, diese skanadalösen Menschenrechtsverletzungen müssen aufhören. Wir haben 40 Jahre erlebt wie sie uns und mittlerweile schon unsere Kinder und Kindeskinder behandelt und Lebensläufe zerstört haben. Das können wir uns so nicht mehr bieten lassen und es wird Zeit aufzustehen und diesen faschistischen Kriminellen die rote Linie zu zeigen. Freiwillig, oder gar aus Vernunftsgründen, werden diese gekauften Kreaturen nie etwas ändern. Es wird Zeit ihnen auf den Kopf zu hauen.

  18. H'79

    @ ichi o
    Nein, ich verabscheue die Union, allein schon dass sie sich mit dem Wort „Christlich“ schmückt erachte ich als schwere Beleidigung echter Christen. Ich bin mehr als zornig über das was diese Partei Drogenkonsumenten und -händlern antut. Am tiefsten hasse ich die Union dafür, dass sie für sich moralische Autorität beansprucht, denn wenn das überhaupt Menschen zusteht, dann gewiss nicht UnionsAbgeordneten. Ich weiß nicht, ob es Gott gibt, aber ich sehe mich als WerteChrist, wobei ich nicht zu verzeihen vermag, was die Union mit ihrer absichtlichen Ignoranz unsereinem über Jahre und Generationen antut. Lies bitte nicht nur meinen neuesten Kommentar zu diesem Artikel sondern die vorangegangen Auseinandersetzung mit unseren Gleichgesinnten. Ich muss mich beherrschen, um vor Wut nichts zu tun oder vor allem zu schreiben, das mich (oder viel schlimmer gar uns) in falsches Licht rückt (also es soll bei niemandem der Eindruck entstehen, WIR seien die „Bösewichte“).
    Im übrigen stimme ich dir zu, es tut sich viel zu lange nichts. Es ist meines Erachtens auf dem Niveau von Menschheitsverbrechen, was uns insgesamt angetan wird. Von mir aus sollte es für die Strippenzieher dieser Makro-Übeltaten Nürnberger Prozesse 2.0 geben (es muss ja hierbei niemand gehängt werden aber langjährige Strafen erschienen mir wohl in manchen Fällen nicht überzogen). Wenn es nach mir ginge, wären Polizisten und Journalisten mit einem Bein im Knast und mit dem anderen Bein auf gepackten Koffer nach unehrenhaftem Karriereende, wenn sie in breiter Öffentlichkeit auch nur suggerieren, wir seien Verbrecher. Ich fürchte wie vielleicht auch Heisenberg und du, dass sich nichts Bedeutsames im Sinne von Freiheit und Menschentechten tut, dass wir in fünf Jahren immer noch kriminalisiert sind.
    Aber das ist nur eine Meinung. Viele andere mehr oder minder Gleichgesinnte haben weiterhin die Ruhe weg.
    Sollen die vermeintlichen StaatsDiener ruhig auf uns schießen, dann kann keiner mehr irrtümlicherweise uns beschuldigen, wenn wir zurückfeuern. Aber noch hoffe ich auf eine friedliche Lösung, aber aufschieben sollten unsere Bundestagsabgeordneten den himmelschreienden Konflikt um unsere ureigensten Menschenrechte möglichst nicht mehr. Wenn sie die Sommerpause für eine zügige Legalisierung unterbrechen, wird sie das schon nicht umbringen. Ob sie noch lange unversehrt davon kommen, wenn sie uns noch weitere Jahre hinhalten, weiß allenfalls der liebe Gott …
    Eines ist klar: Sie versündigen sich an uns mit jedem weiteren Tag, da das BtmG fortbesteht!

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