Samstag, 18. April 2020

Cannabisplantage mit über 2000 Pflanzen von der Polizei entdeckt

Ehemaliger Landtechnikbetrieb in Wiesenburg bot genug Platz


Die aktuelle Situation erleichtert den aktiven Staatsdienern bei der Polizei die Jagd auf gewöhnliche Cannabiskonsumenten und weniger gewöhnliche Weed-Produzenten. Sucht man mittels Google nach Nachrichten aus dem Themengebiet Marihuana, häufen sich die Festnahmen und Beschlagnahmungen in diesem Bereich merklich. Sei es, dass Jogger ihr Kraut in der Unterhose herumtragen, oder Schmuggler Holzplatten mit Hasch versetzen – irgendwo geht gerade immer ein Marihuana-User in das Netz der derzeit besonders aufmerksamen Gesetzeshüter. Im brandenburgischen Wiesenburg konnte nun ein größerer Schlag gegen illegal agierende Produzenten von Cannabis getätigt werden, als man in einem ehemaligen Landtechnikbetrieb eine vielen Pflanzen Unterschlupf bietende Halle stürmte und dort den stattfindenden Machenschaften ein Ende bereitete. Es wurde dort eine Cannabisplantage mit über 2000 Pflanzen von der Polizei entdeckt.

Erst Ende März machte man mit der Kölner Polizei eine 300 Quadratmeter große Aufzuchtstation für Cannabis dicht, jetzt können sich die Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei sowie der Polizeiinspektionen Brandenburg und Potsdam auf die Schultern klopfen, da man nach intensiven Ermittlungen und darauffolgenden Durchsuchungsbeschlüssen einen kräftigen Schlag gegen den illegalen Drogenhandel ausführte. Im Zentrum der Ermittlungen stand ein Strafverfahren der Brandenburger Kriminalpolizei gegen einen 27-jährigen Mittelmärker russischer Herkunft, der die Beamten während der intensiven Untersuchungen auf die richtige Fährte lockte. Mit einem von der Staatsanwaltschaft beim Potsdamer Amtsgericht erwirkten Durchsuchungsbeschlusses wurde das Ex-KfL-Gelände besucht und die Anlage, die über 2000 Cannabispflanzen in fortgeschrittenem Wachstumsstadium Platz bot, entdeckt. Jetzt wird die Anlage, die einem professionellen Betrieb geähnelt haben soll, demontiert und alle Beweismittel werden beschlagnahmt. Wie lange man dort bereits Cannabis anbaute, ist eine Frage, die die Ermittler zu klären versuchen, sicher scheint dagegen aber schon, dass der 27-jährige Tatverdächtige nicht alleine gehandelt haben soll. Ein 30-jähriger Berliner und ein 32-jähriger Albaner sind schließlich ebenfalls von der Polizei vorläufig festgenommen worden, was auf Bandenkriminalität schließen lassen könnte. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Potsdam ermitteln daher nun auch weiter aufgrund des möglichen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Haftbefehle wurden seitens des Amtsgerichtes Potsdam gegen alle drei Personen erlassen.
Gelassen sieht der Bürgermeister der Gemeinde Wiesenburg die Tatsache, dass in seinem Regierungsfleckchen Cannabis angebaut werden konnte, ohne dass man es gleich merkte. Nach der Aussage Marco Beckendorfs (die Linke) würden brachliegende Flächen, wie die des Landtechnikbetriebes, gerade dazu einladen, sie kriminell zu nutzen. Lange Zeit wurden die Hallen als Altreifenlager genutzt, dreimal standen sie 2016 in Flammen, der ansässige Händler ging Pleite und zwei Autohändler aus Berlin, die anschließend dort ein Wohnbaugebiet entwickeln wollten, veräußerten den Grundbesitz offensichtlich wieder.

Eine gut funktionierende Cannabisaufzuchtanlage hätte in diesen Gefilden aus einem veränderten Blickwinkel also wirklich nicht geschadet – würde ein derartiger Betrieb nicht aus fadenscheinigen Gründen gegen die Gesetze Deutschlands verstoßen.

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M. A. Haschberg
M. A. Haschberg
1 Jahr zuvor

Wieder einmal haben die Schergen des Teufels ihr subversives Handeln unter Beweis gestellt und dem Volk durch Beschlagnahmung und spätere Vernichtung wertvolle pflanzliche Medizin vorenthalten.
Nicht einmal in Zeiten des Corona – Virus nehmen sie auf die Bedürfnisse ihrer Mitbürger Rücksicht und zeigen einmal mehr, dass sie auch weiterhin nicht gewillt sind, aus der hässlichen und menschenverachtenden Geschichte dieses Landes zu lernen.
Lieber sehen sie tatenlos zu, wie die überaus gefährliche Volksdroge Alkohol durch Missbrauch zu Zehntausenden von Todesopfern, sowie weit verbreiteter Aggression und sozialer Verelendung führt.

Rainer Sikora
Rainer Sikora
1 Jahr zuvor

Kürzlich sind wir alle in den höchsten Tönen für unseren zivilen Gehorsam wiederholt gelobt worden.Alle Einsichtig und brav die Coronaregeln befolgt.Und dann sowas freches.

R. Maestro
R. Maestro
1 Jahr zuvor

Der Sommer naht, ein Kilo Vogelhanf als Futter kostet nur etwa zehn Euronen
und die Natur würde sich freuen wäre man netter zu ihr, besonders zu Vögeln. 🙂 🙂 🙂

Hans Ludwig Schäfer
Hans Ludwig Schäfer
1 Jahr zuvor

Hans
Wenn jeder von uns nur 20 bis 50 hanfsamen in der freien Natur so am Straßenrand oder an einer Kreuzung säen würde hätte doch die rennleitung einiges zu tun. Die Vögel hätten auch was davon.
1 kg kostet ca 10 Euro…

Lars Rogg
Lars Rogg
1 Jahr zuvor

Leider wird sich unser Wunsch auf Harmonisierung nicht so schnell verwirklichen. Dadurch das unsere tolle Regierung zur Zeit auf Hardliner in Sachen Corona macht, hat sie beste Umfragewerte. D.h. unsere sauberen Mitbürger brauchen und wollen den knallharten Staat. Das wird den Realitätsverweigerern in unserer Regierung wieder Auftrieb geben. In Kombination mit einer Verschärfung der Blauen Aufgabengesetze gehen wir harten Zeiten entgegen. Lasst euch also beim Säen nicht erwischen…Damokles wartet nur auf euch…bleibt in Deckung ..!!

DIE HANFINITIATIVE
1 Jahr zuvor

WARUM wird der Hanf und seine Nutzer oder Nutzerin dermaßen verfolgt? Wer von EUCH ist mittlerweile argumentativ in der Lage für ein auf evidenter Basis gehaltenes Plädoyer vor dem Bundesverfassungsgericht? […] Warum ist Hanf verboten? … Diese einfache Frage stand am Anfang unserer investigativen Recherchen. Wir konnten die widersprüchlichen Begründungen und Argumente nicht verstehen und auch nicht nachvollziehen. Wir fingen deshalb an zu forschen. Wir stellten viele Fragen und erhielten wenig befriedigende Antworten. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass sich ein globales System entwickelt hatte, welches wir später das “System Prohibition” nannten. Es sprengte die Dimensionen unserer Vorstellungskraft. Wir stellten fest, dass das Hanfverbot in dieses System eingebettet ist. Mittlerweile kennen wir viele Hintergründe zu diesem System, das… Weiterlesen »

R. Maestro
R. Maestro
1 Jahr zuvor
buri_see_käo
buri_see_käo
1 Jahr zuvor

Hans Ludwig Schäfer, Lars Rogg, selbstverständlich wird man in “Deckung” bleiben müssen.
Man ist es ja gewohnt, mit Gefahrensituationen umgehen zu müssen. Vieleicht bewahrt diese Eigenschaft einen auch vor Corona. Wenn ich die Säufer höre, in der Warteschlange vor’m Getränkemarkt zum Bierkastentauschen: “stimmt alles garnicht, macht nur der Ami, unsere Wirtschaft kaputt machen…”. Hanf überall, ist schon interessant. Da könnte sich zeigen, ob Nazis, CDU-ler, AfD-ler von Polizei und Justiz immer noch mit “Samthandschuhen” angefasst werden, wenn Hanf in deren Gärten aufgefunden wird. Die Anwendung des StGB17, OHNE daraufhin in die Psychiatrie eingewiesen zu werden, bleibt ansonsten eher den per Geburt finanziell üppig ausgestatteten Missetätern vorbehalten, mal sehen.
mfG  fE

Lars Rogg
Lars Rogg
1 Jahr zuvor

@ R.Maestro
Das erinnert mich an Nena und ihre 99 Luftballons. Realsatire in Reinkultur..!!

R. Maestro
R. Maestro
1 Jahr zuvor

Cool, dass man 99 Luftballons nur durch 99 Tüten ersetzen muss.
Schon passt es !