Donnerstag, 16. April 2020

Schadet Cannabisrauch während der Covid-19-Krise?

Experten warnen vor erhöhter Gefahr!


Das Rauchen verbrannter Substanzen ist nicht unbedingt eine ideale Konsumform. Zigaretten mit Tabak enthalten über 70 Schadstoffe, die erwiesenermaßen krebserregend sind. Natürlich ist auch das Inhalieren des Rauchs aus Cannabis-Joints nicht gesund, gerade da man hierzulande das Hanfprodukt zu gerne mit Tabak streckt. Jetzt warnen Experten aus der Lungenarzt-Fraktion nochmals explizit vor dem Genusskonsum von Marihuana auf gewöhnlichem Wege, da man während der Corona-Krise seine Atemorgane ganz besonders schützen sollte. Doch die Frage, inwieweit Kiffen die Gefahr einer schwerwiegenden Erkrankung mit Covid-19 erhöht, ist bislang nicht beantwortet. Schadet Cannabisrauch während der Covid-19-Krise?

Im September 2018 fasste der bekannte US-Lungenforscher Donald Tashkin seine in vierzig Jahren gesammelten Ergebnisse bezüglich des Konsums von Marihuana in einem wissenschaftlichen Artikel zusammen. Dabei wurde festgehalten, dass das Rauchen von Cannabis zwar die Bronchialschleimhäute schädigen und man eine chronische Bronchitis entwickeln kann, jedoch andere Schäden in keinem Vergleich zu denen von Tabakrauch verursachten stehen. Gerade die Entwicklung von Lungenkrebs ließ sich bislang nicht auf den Genuss von Cannabisrauch zurückführen, was bei Zigaretten dagegen leicht fällt. Aufgrund der aktuellen Lage warnen jetzt aber Ärzte wie Albert Rizzo öffentlich vor den Folgen des Genusskonsums in Tütenform, da das Kiffen von Cannabis die Risiken für schwerwiegendere Komplikationen durch Covid-19 erhöhen soll. Der typische Genusskonsum in Form von Joints führe schließlich leicht zu einer Form von Entzündung, die einer Bronchitis ähnelt. Würde nun zu dieser Entzündung eine Infektion hinzukommen, seien die Chancen für Komplikationen hoch. Auch das Husten eines regelmäßigen Kiffers ließe es schwieriger werden, eine Covid-19-Erkrankung zu diagnostizieren, da es den Symptomen der Krankheit ähnlich wäre. Es sei daher jetzt an der Zeit, den Konsum einzustellen, was auch für Raucher von Tabakwaren gelte. Raucher hätten ein 14-mal höheres Risiko an Corona zu erkranken. Über einen Kamm geschert wird dazu auch das wesentlich ungefährlichere Vaporisieren von Cannabiskraut, das ebenfalls in der Warnung des Mediziners erwähnt wird. „Da es die Lunge angreift, könnte das Coronavirus, das Covid-19 verursacht, eine besonders ernste Bedrohung für diejenigen sein, die Tabak oder Marihuana rauchen oder verdampfen“, wird Rizzo auf Tag24.de zitiert.

Andere Mediziner aus den USA reagieren auf direkte Fragen ein wenig anders. Dr. Sunil Aggarwal weist zwar auch darauf hin, dass es derzeit wohl schlauer sei, Cannabis auf anderem Wege als der Inhalation zu sich zu nehmen, doch kennt er die Ergebnisse des oben erwähnten Dr. Donald Tashkin, die in gewisser Weise eine verbesserte Lungendynamik bei Cannabisrauchern festhielten. Es sei daher eher wichtig zu beobachten, ob der Konsum von Cannabis die Bronchialreizung verstärke und die „Lungentoilette“ beeinflusse. „Der Begriff wird „Lungentoilette“ genannt. Wie effektiv ist Ihr Bronchialsystem bei der Beseitigung und Befreiung von Schleim, Viren, Bakterien und Ablagerungen? Bei Menschen mit chronischer Rauchexposition ist die Funktion möglicherweise etwas weniger stabil. Aber es gibt keine Beziehung zu Cannabisrauchen und der Entwicklung von COPD oder Lungenkrebs. Das wurde definitiv in großen Studien gefunden“, so Aggarwal. Es gäbe ansonsten noch keine belastbaren Daten, die mit Cannabisrauchern und Covid-19 in Zusammenhang stehen.

Ebenfalls interessant dürften dazu die Ergebnisse von Untersuchungen chinesischer Daten klingen, die aktives Rauchen nicht mit der Schwere der Covid-19-Erkrankung in Zusammenhang setzen ließen. „Obwohl ein Trend zu einem höheren Risiko spürbar war, konnte kein signifikanter Zusammenhang zwischen aktivem Rauchen und Schweregrad von COVID-19 gefunden werden, wenn Daten einzelner Studien zusammengefasst wurden“, heißt es auf den Seiten des European Journal of Internal Medicine.

Natürliche Kräuter fachgerecht zu vapen, oder zu verspeisen, ist aber sicherlich trotzdem gerade gesünder und beruhigt dabei zeitgleich die Nerven im doppelten Sinne.

8 Antworten auf „Schadet Cannabisrauch während der Covid-19-Krise?

  1. Rainer Sikora

    Bei der Warnung vor dem Rauchen,sollte man den Konsum von Cannabis außen vorlassen.Der hat mit Tabakgenuß eigentlich nichts gemein.Der Schaden kommt ausschließlich vom Tabak.Der Pure Marihuanarauch ist viel harmloser.Gab ja mal eine Studie,die sogar noch gute Eigenschaften für die Lunge beschrieb.Das mit der Lungentoilette,habe ich auch schon mal bemerkt bei mir.

  2. Rainer Sikora

    Aber natürlich geht es mal wieder nur darum,unsere Pflanze zu verunglimpfen.Marijuana schlimmer als Corona.Und natürlich undeutsch.

  3. M. A. Haschberg

    Als überzeugter Befürworter der oralen Einnahme, konnte ich bislang nur positive Ergebnisse für verschiedene Bereiche meiner Gesundheit erzielen.
    Das sollte eigentlich auch beim Corona – Virus, zumindest als zusätzlicher Schutz zum Abstand halten, der Fall sein.
    Noch ist das Gegenteil meiner Annahme jedenfalls nicht bewiesen.
    Ebenso sollte das Vaporisieren von Cannabis keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen zur Folge haben.
    Nach dem strikten Motto, „es kann nicht sein, was nicht sein darf,“ werden wir jedoch wohl auch in Zukunft von den staatlich gelenkten Medien keine objektiven, geschweige denn positive Aussagen hierzu erwarten können.

  4. Otto Normal

    Bei dem Wort „Experte“ fällt mir immer sofort Folgendes ein:
    Experten bauten die Titanic.
    Ein Laie baute die Arche Noah.

    Übrigens:
    Von den viel zu hohen Stickstoffdioxyd-Werten in den Städten spricht niemand. Dieses Gas reizt die Lungenschleimhäute extrem und ist hochgiftig. Aber da ist es anscheinend mit COVID19 kein Problem weil die Autoindustrie ja alles mit dem Softwareupdate im Griff hat, oder doch nicht?

    Wo bleibt die Studie über die Auswirkungen der Dieselabgase auf COVID19 Herr Albert Rizzo?

    Wann kommt das Softwareupdate welches den COVID-Erreger harmlos macht?

  5. DIE HANFINITIATIVE

    Ich war früher vom Herpes-Virus sehr geplagt. Mehrmals im Jahr hatte ich damit Probleme. Seit ich Hanfextrakte und Hanfblüten benutze (entweder im Vaporizer, als Tropfen oder als „Hanfbutter“) ist das kein Thema mehr. Ich kann mich nicht erinnern in den letzten Jahren „Lippenbläschen“ gehabt zu haben. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Hanfwirkstoffe sowohl antibakteriell, als auch antiviral wirken. Es kommt wohl auf die Komposition der Wirkstoffe an. Außerdem wirken die Exo-cannabinoide der Hanfpflanze auf unser Immunsystem ein. Einzelne Wirkstoffe erzielen auch eine Dämpfung des Immunsystems. Man muss eben wissen wie die Wirkstoffkombinationen wirken und welche Wirkung gerade erwünscht ist. Ich hoffe auf noch viel mehr Forschungsergebnisse. Viel zu lange hat man uns absichtlich „dumm“ gelassen.

    Der Herr Gesundheitsminister und das Gesundheitswesen sollten sich auch einmal mit der Thematik „Endokrine Disruptoren“ befassen. Die Langzeitwirkungen dieser „Schadstoffe“ sind epigenetisch verheerend und traumatisieren den Fötus schon im Mutterleib. Endokrine Disruptoren verändern epigenetisch das heranreifende Wesen. [„https://diehanfinitiative.de/index.php/medizin/30-nobelpreis-please“]

    Wenn der Herr Gesundheitsminister wirklich etwas für die „Volksgesundheit“ tun will, dann sollte er sich darum kümmern und nicht haupsächlich seine „Überwachungsagenda“ durchziehen (das tut er scheinbar überall, egal welches „Pöstchen“ er auch gerade innehat). Da müsste er aber Rückgrad beweisen 😉 und sich mit der mächtigen, mächtigen -Industrie anlegen. Da hilft dann auch kein „Schwarzer Afghane“ mehr! Auf kleine Hanfnutzerinnen mit der ULTIMA RATIO ist da viel einfacher einzuprügeln – für diesen „Helden“!

    Liebe Grüße 🙂 🙂 🙂 und gute Wünsche und Tage voller Zuneigung und stets ein Lächeln von uns 🙂

  6. greenness

    @Otto Normal

    NO2 disproportioniert bei der Reaktion mit Wasser zu Salpeter- und Salpetriger Säure. Es gibt genug Wasser in (menschlichen) Lungen. Was nur allein Salpetersäure in der Lunge anrichtet, kann sich jeder vorstellen.

    Du hast völlig richtig erkannt, daß es die Gleichen sind, die bei „Corona“ gerade ordnungspolitisch auf den Putz hauen, sich gegen Dieselfahrverbote aussprechen und gleichzeitig Cannabis weiter verfolgen wollen.

    Diese Zusammenhänge verstehen aber dummerweise nur max. 10% der Bevölkerung.

  7. R. Maestro

    Filmtipp:

    Gleich um 22:07 Uhr, „Trainspotting“ auf kabel eins.

    Exzessiv und heftig, aber gut.

Schreibe einen Kommentar

Schnelles Login:



Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.