Donnerstag, 27. Februar 2020

240000 Vollzeitarbeitsplätze dank legalem Cannabis

Die Marihuana-Branche ist die am schnellsten wachsende Industrie der USA


Immer wieder lässt sich darüber berichten, welche wirtschaftlichen Vorteile die Freigabe von Cannabis als Rauschmittel für Erwachsene mit sich bringt. Erst vor Kurzem wurde bekannt, dass im Anfang des Jahres Marihuana freigebenden Illinois knapp 40 Millionen Dollar innerhalb eines Monats erwirtschaftet werden konnten, was das Ausmaß des Geschäftszweiges eindrucksvoll demonstriert. Da auch in zehn weiteren Bundesstaaten (sowie Washington DC) Cannabis zur Rauschzwecken legalisiert ist, und in 33 Bundesstaaten Medizinalhanf gehandelt werden darf, stellt die Cannabisbranche eine nicht zu verachtenden Geldquelle für Amerika und einen wichtigen Arbeitgeber für die Amerikaner dar. Schon in der Vergangenheit schätzte man, dass bis zum Jahr 2025 circa eine Million Menschen in dem Sektor arbeiten könnten. Jetzt gibt es Zahlen einer Studie über den derzeitigen Status, die besagt, dass über 240000 Vollzeitarbeitsplätze dank legalem Cannabis in den USA bereits geschaffen werden konnten. Würde die Branche unter landesweit gültigen Gesetzen operieren dürfen, wäre sie die am schnellsten wachsende Industrie der USA.

Wie Norml.org berichtet ist die staatlich lizenzierte Cannabisindustrie in den vergangenen 12 Monaten um satte 15 Prozent angewachsen und kann sich nun dafür verantwortlich zeichnen, dass 243700 Menschen in den Vereinigten Staaten einen Vollzeitarbeitsplatz besitzen. Laut des Berichtes, der das Jahr 2020 analysierte, habe die regulierte Cannabisindustrie im vergangenen Jahr 33700 neue Arbeitsplätze schaffen können. Staaten, die eine größere Anzahl neuer Jobs generierten, welche im Zusammenhang mit Cannabis stehen, waren Massachusetts mit 10266 Jobs und Oklahoma mit 7300 neuen Arbeitsplätzen. Insgesamt habe sich die Gesamtzahl der Vollzeitstellen in der lizenzierten Cannabisindustrie seit 2017 ungefähr verdoppelt. Es wäre daher nach den Autoren der vom US-Portal Leafly erarbeiteten Untersuchung eine Schande, dass die US-Bundesregierung sich weiterhin weigere, die Existenz der legalen Arbeitsplätze in der Cannabisbranche anzuerkennen. Hier fände eine Form von Stigmatisierung statt, die eine Viertelmillionen Arbeitnehmer als illegal oder nicht existent betrachten ließe. Würde man diese Jobs wie reguläre Arbeit anerkennen, müsse man unweigerlich anerkennen, dass das Cannabusiness die am schnellsten wachsende Industrie des Landes darstelle.

In den vergangen drei Jahren habe ein Wachstum von 110 Prozent stattgefunden, das – wäre Cannabis in den gesamten 50 Bundesstaaten der USA legalisiert – schon heutzutage ein Volumen von über einer Million Arbeitsplätzen erreicht haben könnte. Auch New Frontier Data unterstützt diese Zahlen in einem kürzlich veröffentlichten Bericht, wobei man dort eine konkrete Summe von 1,4 Millionen nennt. Bis 2025 wären unter Idealzuständen Arbeitplätze für über 1,6 Millionen Menschen möglich gewesen.

Und jetzt soll noch einmal einer sagen, Cannabis mache träge …

15 Antworten auf „240000 Vollzeitarbeitsplätze dank legalem Cannabis

  1. H'79

    Tja liebe GroKo – was soll man bezogen auf die BRD zu obigem Artikel noch sagen …
    Ihr könnt verstehen, so ihr nur verstehen wollt.
    Aber ich geb die Hoffnung auf eure späte Einsicht immer noch nicht auf …

  2. Hanf Solo

    Das wäre doch ein unschlagbar, plakatives Titelblatt auf dem Hanfjournal für Februar gewesen…
    Gibt es denn eine Februar-Ausgabe – als pdf ist sie nicht verlinkt…
    Grüße

  3. Otto Normal

    Wenn das harmlose und schwache Cannabis alleine schon ein solches Cannabusiness auslösen kann, wie mag dann erst das Wirtschaftswunder aussehen wenn Kokain, lSD, Speed, Opium und Heroin legalisiert würden?

    Dann Vollbeschäftigung wie in den 60er?

  4. Hanf Solo

    #Otto Normal …wie Recht Du hast – wo momentan schon massig Waldbademeister fehlen – krampfhaft ausgebildet werden, oder aus dem Ausland teuer erkauft werden, müssen Otto-Normal-CDU/CSU-Wähler, im Zuge der Industrialisierung, unbedingt im Umgang mit Kokain-Rauchen, LDS-Trinken, Opium-Hören und Heroin-Pfeifen unterrichtet werden. Die Industrie wird schon noch mit dem Jobcenter über die Übernahme von Ausbildungskosten messerscharf verhandeln. Keine Sorge.

  5. Hans Dampf

    Tja, hier ticken die Uhren eben anders. Europa und insbesondere Deutschland warten lieber ab und verschließen derweil die Augen vor den Realitäten.
    Nach dem Motto: Gut Ding will Weile haben. Und Amerika ist weit weg.
    Dabei heißt es doch: Den mutigen gehört die Welt.
    Es ist einfach nur noch traurig und eine Schande für UNSER LAND.
    Unsere Regierung hat zurzeit ja auch ,,wirklich“wichtigeres zu tun als sich um die Wünsche, die med. Versorgung oder Arbeit für die Bevölkerung zu kümmern.
    Seien wir doch ehrlich, vorrangig für die union ist, nur wieder auf die Beine zu kommen um so weiter machen zu können wie bisher. Auch wenn es in Wahrheit Stillstand bedeutet.
    Es könnte so schön sein. Nur so, wird das nichts.
    Armes Deutschland.

  6. Otto Normal

    @Hanf solo
    Bitte mich nicht zusammen in einem Satz (und schon gar nicht mit Bindestrich in einem Wort) mit „CDU/CSU“ in Verbindung bringen. Ich habe große Angst daß ich mich mit der Seuche dann infizieren könnte. Danke!

    Der Fokus für die Legalisierung liegt m.M nach zu sehr auf Cannabis. Jegliche Prohibition ist Verfassungs- bzw. Menschrechtswidrig. Ich möchte nicht daß, während ich einen legalen Joint genieße, mein netter Nachbar wegen seines Kokskonsums verhaftet wird.
    Ich bin für eine vollständige Legalisierung sämtlicher Substanzen. Es muß einem Menschen des 21. Jhdt. nach vorheriger Aufklärung durch den Arzt oder Apotheker erlaubt sein, z.B. Salzsäure oder Benzin zu trinken. Besonders da das BVG nunmehr die Selbsttötung sogar unter Mithilfe anderer ausdrücklich erlaubt hat. Also nicht nur Kranke sondern auch Gesunde (möglicherweise hat man da bei den Zuletztgenannten an die H4 Empfänger gedacht).
    „Soylent Green“ läßt grüßen.
    2022 ist ja auch bald.

  7. H'79

    @Otto Normal
    Keine Sorge, ansteckend ist das nicht. Die CDU/CSU ist nicht durch Bazillen so, eher ist sie selber eine Art Parasit, aber kann verstehen dass dich das verstört:)
    Ja, ich finde auch, Substanzkonsum und -Weitergabe unter aufgeklärten Erwachsenen ist kein Delikt. Es ist Wahnsinn wie hartnäckig sich diese Denke (so bezeichne ich das mal) hält.

  8. Rainer Sikora

    Die US Bundesregierung will kein legales Cannabis.Nach wie vor.Deshalb ist der Aufschwung nur bedingt Erfreulich.

  9. Hanf Solo

    #Otto Normal Oh sorry – keine Absicht – dessen war ich mir im Schreibemoment nicht bewusst. Bin eben bei Äußerungen nicht so eiskalt berechnend wie unsere Politiker, die sich bestechen lassen, gerne Lügen verbreiten und Wendehälse sind, jedoch auf wissentschaftliche Erkenntnisse, belegbare, gute Argumente sowie ihre Wähler einen Dreck geben…

  10. Hanf Solo

    #Rainer Sikora
    Habe irgendwo gelesen, dass Bernie Sanders sofort nach seiner Wahl Hanf legalisieren will… Die Wähler haben also die Wahl – wir werden ja sehen, wie wichtig die Legalisierung den Wählern ist.

  11. Greenkeeper

    Bei solchen Zahlen müssten Politiker der CDU/CSU doch eigentlich leuchtende Augen bekommen, wo sie doch sonst so gerne ökonomisch argumentieren. Wenn es um Kohle- oder Autoindustrie geht, da sind ihnen Arbeitsplätze heilig. Beim Thema Cannabis wird das wirtschaftliche Potenzial unter den Teppich gekehrt. Die Union verschläft die Zukunft, weil sie altbacken und ideologisch borniert ist. Ihre Politik ist widersprüchlich und konzeptlos.

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