Samstag, 15. Februar 2020

Kascha – Februar 2020

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…


Jo (25, aus Berlin) fragt:

„Hi Kascha,

ein Freund von mir baut sein eigenes Weed an und da sind immer ein paar Samen mit drin. Er raucht die einfach mit, was ich super eklig finde. Ich habe ihm auch schon gesagt, dass ich nicht glaube, dass das gesund ist. Er meint aber, das ist alles natürlich und geht schon klar. Was sagst Du dazu?“

Kascha antwortet:

„Hi Jo,

ganz ehrlich, ich glaube auch nicht, dass das gesund ist. Der Rauch, der durch das verbrennende Öl im Samen sehr heftig und stinkig ist, ist zwar nicht giftig – aber auch nicht wirklich unschädlich. Er enthält zahlreiche Stoffe, die potenziell krebserregend sein können und belastet die Lunge unnötig. Abgesehen davon belästigt der Gestank die Umstehenden, vor allem in Bars, Clubs, Wohnungen und so weiter. Ich kann nur davon abraten, die Samen mitzurauchen. Es hat auch überhaupt keinen positiven Effekt, außer, dass man sich sonst spart, die Samen vorher aus dem Weed zu pulen. Besonders fies sind dabei die kleinen, noch grünen „Minisamen“, die noch nicht voll entwickelt sind: Sie sind nicht so einfach zu entdecken und kommen selbst in Arznei-Gras wie Bedrocan vor. Da hilft nur genaues Hinschauen. Am besten entfernst Du die Samen übrigens schon vor dem Grindern, indem Du das Weed etwas zerpflückst. Denn wenn ein Samen im Grinder klein gemahlen wird und seinen öligen Inhalt in das ganze restliche Weed schmiert, während Du den Grinder drehst, dann ist das besonders nervig: Wenn ein Samen in Deinem Joint brennst, kannst Du ja einfach den glühenden Teil vom Joint abbrechen und neu anzünden, dann rauchst Du samenfrei weiter. Wenn die ganze Mische verölt ist, dann kannst Du nichts mehr tun.“



Isabel (22, aus München) möchte wissen:

„Hallo Kascha,

ich habe vor einer Weile ein bisschen Haschöl geschenkt bekommen, vielleicht ein halbes Gramm so klares, gelbliches, zähflüssiges Öl. Seitdem weiß ich nicht, was ich damit am besten mache. Ich habe mal im Internet gesucht und bin auf Dabbing gestoßen, das scheint mir dann aber doch ein bisschen aufwendig für so eine Menge, ich habe auch gar keine Bong. Wie kann man das sonst rauchen und kann man damit auch kochen?“

Kascha antwortet:

„Hallo Isabel,

ich möchte Dich zunächst darauf hinweisen, dass ich dich hier nicht zum Drogenkonsum anleiten und auffordern möchte. Vielmehr gebe ich dir ein paar theoretische Informationen über die verschiedenen Konsumtechniken. Dabbing ist tatsächlich etwas aufwendig, hat aber auch einen Vorteil: Dadurch, dass nur eine geringe Menge Haschöl mit einem heißen Nagel verdampft wird, inhaliert man für die gleiche Wirkung deutlich weniger Rauch als bei einem Joint. Das Öl, auch als Honey oder Wax bekannt, ist aber auch deutlich intensiver als selbst sehr starkes Hasch. Man sollte also bei der Dosierung auch erst mal vorsichtig sein. Manche Konsumenten geben das Öl auch einfach auf das Paper, mit dem sie einen Joint rollen, um diesen stärker zu machen. Auch hier sollte man bei der Dosierung aber, vor allem beim ersten Mal, nicht versuchen, den Helden zu spielen. Das Gleiche gilt auch beim Kochen mit BHO (Butane Hash Oil) und anderen Extrakten. Hierfür wird der Extrakt, so wie auch beim Kochen mit Gras oder Hasch, erst einmal decarboxyliert, also einfach gesagt durch Wärme, etwa im Wasserbad, aktiviert. Danach wird es mit Öl, Fett oder Butter vermischt unter die Zutaten gemengt. Dabei sind allerdings 0,1 oder 0,2 g Konzentrat schon eine heftige Dosis für eine Person – und der Rausch kann locker acht oder zehn Stunden anhalten. Hier sollte man also besonders vorsichtig anfangen, wenn man noch keine Erfahrung mit Konzentraten hat. Nicht, weil das sehr gefährlich ist – dafür müsstest du schon mehrere Gramm Konzentrat zu dir nehmen. Aber weil es Dir unter Umständen so vorkommen kann. In der Regel erlebt man mit niedrigen bis mittleren Dosierungen die angenehmsten Effekte.“



Danny (18, aus Frankfurt) hat eine Frage:

„Hi Kascha,

ich habe mal eine Frage. Ich habe gehört, dass man Bananenschalen rauchen kann und davon high wird. Stimmt das? Und wenn ja, wie macht man das? Trocknet man die im Ofen? Ich habe mal probiert, eine Bananenschale auf dem Fensterbrett zu trocknen. Aber die wurde nur zäh und dann hat sie angefangen zu schimmeln. Das sah nicht aus, als wenn man das rauchen kann?“

Kascha antwortet:

„Hi Danny,

erst einmal finde ich es witzig, dass dieses Gerücht immer noch kursiert. Also grundsätzlich kann man natürlich mit ausreichend Fantasie von allem high werden, dass man mit dieser Absicht isst oder raucht: Dank des so genannten Placebo-Effekts hat schon so manch einer die Nacht auf einer Kopfschmerztablette mit eingeritztem Bildchen durchgetanzt. Das mit den Bananenschalen hat aber im Grunde mal als ein in den 1960ern unter Hippies verbreiteter Scherz angefangen – der, durch massive Verbreitung in Zeitungsinterviews und auf Festivals, nicht zuletzt dazu geführt hat, dass Obsthändler von der Polizei überwacht wurden und Forscher nach den Drogen-Wirkstoffen in der Banane gesucht haben. Für Hippies und junge Leute war die Idee einfach zu cool, als dass man es nicht ausprobieren wollte. Und für den Staat drohte nun eine weitere weit verbreitete und beliebte Pflanze zur Killerdroge zu werden, wie der Hanf. Gefunden haben sie aber nichts, das einen Bananen-Joint sonderlich interessant machen würde. Ach ja, tatsächlich trocknet man, dem Gerücht zufolge, nicht die ganze Bananenschale. Sondern man „röstet“ das weiche Innere der Schale, das man vorher abkratzt, im Ofen. Ziemlich viel Aufwand, da bildet man sich hinterher sicher gerne ein, dass etwas passiert … vor allem als 60er-Jahre-Hippie in irgendeinem entlegenen Dorf, der nicht regelmäßig etwas zu kiffen, und kein Hanfjournal hat.“

4 Antworten auf „Kascha – Februar 2020

  1. herzog-lehmann

    Hola Kascha,
    die wollen mir einen Herzschrittmacher intsallieren. Damit gebe ich mich nicht einverstanden. Was kannst du mir empfehlen.
    Danke&sportliche Grüße UHL

  2. herzog

    Hola Kascha,
    die wollen mir einen Herzschrittmacher intsallieren. Damit gebe ich mich nicht einverstanden. Was kannst du mir empfehlen.
    Danke&sportliche Grüße UHL

  3. R. Maestro

    @herzog

    Die letale Dosis bei THC liegt bei ca. 15kg oral in ca. 15 Minuten konsumiert.

    Probier es mal, dann brauchst dir um den Schrittmacher vielleicht keine Gedanken mehr machen.

    Viel Glück!

  4. herzog

    perfekt,
    ich hatte doch soo eine Ahnung, dass du mir weiterhilfst.
    Bin bereits angemeldet zur Meerbestattung oder doch vielleicht die Asche mit dem Hubschrauber verteilen,da hat zumindest jeder etwas davon.
    Mach weiter sooooooooooooooooooo.
    Happpy New Year
    UHL

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