Dienstag, 17. Dezember 2019

Luxemburg will Cannabis erst in zwei Jahren freigeben

Regierungskoalition aus Liberalen, Sozialisten und Grünen verschleppen versprochene Cannabis-Legalisierung

 

 

Das Saarland und Rheinland-Pfalz können aufatmen, denn die Luxemburger Regierung will einfach nicht zu Potte kommen. Die große Angst der deutschen Nachbarn, dass an der 135 Kilometer langen Grenze zum Großherzogtum bald drogenkriegsähnliche Zustände wie an der Demarkationslinie zu den Niederlanden herrschen, ist erst einmal verflogen.

 

Auf eine Anfrage des Saarländischen Rundfunks gab die Luxemburger Regierung bekannt, dass die Umsetzung der im Wahlkampf 2018 versprochenen Cannabis-Legalisierung noch mindestens zwei Jahre dauern wird. Der Gesetzesentwurf sei noch nicht fertig, doch eine Arbeitsgruppe des Gesundheits- und Justizministerium beschäftige sich damit. Anfang 2020 soll das Konzept der Regierung zur weiteren Evaluierung vorgelegt werden.

 

Grundtenor der Cannabis-Freigabe sei es, besonderen Wert auf Prävention und Aufklärung zu legen und eine staatliche Qualitätskontrolle zu garantieren. Die Regierung betont, dass ein strikter Zeitplan nachrangig sei, da alle Aspekte der Cannabis-Freigabe reiflich überlegt werden müssen. Erst wenn alle offenen Fragen zufriedenstellend beantwortet sind, will die sich Regierungskoalition aus Liberalen, Sozialisten und Grünen darauf einlassen, den Gesetzesentwurf auszuformulieren und dem Parlament zur Abstimmung vorzulegen.

 

Inwieweit es der Regierung gelingen wird, vor Ablauf der Legislaturperiode die groß angekündigte Cannabis-Freigabe umzusetzen, steht also in den Sternen – zur Freude der deutschen Prohibitions-Politiker.

 

10 Antworten auf „Luxemburg will Cannabis erst in zwei Jahren freigeben

  1. Fred

    Da haben wir mal wieder “ die Fragen die noch geklärt werden müssen „. Ähnlich wie die in D von Frau Ludwig – “ es ist nicht so einfach ….( ) etwas zu verändern “ – in den Raum gestellten Problemen, die sie aber grundsätzlich nicht benennt. Raus damit. Wir haben den Punkt erreicht, indem offen diskutiert wird.

    Wenn man dann mal spekuliert und mit Blick auf die Statistiken medizinische Gründe gegen eine Legalisierung schlicht ausschließen kann, und es in der Fachwelt inzwischen Konsens ist, das Jugendschutz nur in einem legalisierten Umfeld möglich ist, dann drängt sich mir ein fast noch schlimmerer Verdacht auf.

    Man hat die Hosen voll. Und diese volle Hose kann man zumindest in Deutschland mit zwei Begriffen begründen. MARKT und AFD.

    Wenn dem illegalen Angebot auf dem Schwarzmarkt ein Legales hinzugefügt wird, wird das Überangebot auf dem Markt zu erheblichem Druck auf die Cannabispreise führen. Die Preise werden sinken und selbstverständlich wird dann mehr gekauft und mit Sicherheit auch mehr konsumiert.

    Und darauf werden die rechten Hetzer der AFD nur warten. Die Partei die legalisiert, wird als Die PARTEI hingestellt, die Deutschland in den Drogensumpf stürzt.
    Zumindest für Deutschland halte ich diese, sagen wir mal politischen Bedenken, für durchaus wahrscheinlich. Aber da muss man durch. Kann man übrigens begrenzen, indem man in einem legalisierten Markt den Vertrieb der Produkte nicht den Apotheken zuschanzt, sondern grundsätzlich jedem die Möglichkeit gibt, sich im heimischen Gewerbeamt einen Schein zu besorgen und unter Einhaltung der staatlichen Regeln sein erzeugtes Gras zu verkaufen.

    Man legalisiert also quasi auch den Schwarzmarkt und erreicht damit sehr schnell eine deutliche Eindämmung des Gesamtmarktes. Aber dazu braucht es einen offenen Geist und kein kleingeistiges Getue mit voller Hose !

  2. R. Maestro

    Also Freiwillige vor, zum Mauerbau an der luxemburger Grenze.
    Ostdeutsche Handwerker bevorzugt.
    Treffsichere Schützen werden noch gesucht. Geheime Tunnel dürfen nur nach vorheriger Genehmigung und Bekanntmachung gegraben werden, dies im Sinne der Arbeitssicherheit um Unfälle durch Grabungen und dem evtl. zeitgleichen Legen von Minen vorzubeugen.
    Mit hausgemachten Problemen kennt man sich ja bestens aus hier. (siehe Drogenpolitik).

    Unsere geistigen, korrupten Bremsklötze hier. Ätzend.

  3. Gerrit Haase

    Wünsche den Luxemburgern viel Erfolg und Glück, sie werden das schaffen, auch wenn die Zeit drängt.

  4. Jo

    Es ist ganz einfach!
    Eine Pflanze die auf diesem Planeten wächst gehört jedem und darf nicht verboten sein!
    Bedingungslose Legalisierung ist der einzig richtige Weg!
    Und Luxemburg hat doch auch nur Angst vor der Staatsanwaltschaft Trier, genauso wie die Ärzte in RLP und die Saarländer.
    Schlimmste Staatsanwaltschaft in ganz Deutschland.

  5. H´79

    Gestern hab ich mal wieder die legale Droge Alkohol konsumiert, mir mäßigen Whisky-Rausch gegönnt und so etwa 50g Alkohol bei etwa 75kg Körpergewicht gegönnt und hatte im Gegensatz zu nüchternen oder anderweitig berauschten Nächten und deren Folgetagen eine unschöne Nacht und einen bisher mental minderklassigen Tag bei beeinträchtigtem Wohlbefinden verlebt, bin körperlich und psychisch merklich geschwächt. Wenn man schnellstmöglich sämtliche empirisch längerfristig erforschten Drogen je nach Gefahrenpotenzial reguliert Erwachsenen freigibt bis auf ganz wenige höchstgefährliche Ausnahme-Substanzen, die verschreibungs- oder anderweitig genehmigungspflichtig bleiben – Alkohol sollte dazugehören bei Getränken oberhalb 3,0 VolumenProzenten WirkstoffAnteil, dann ist zu vermuten, dass die Zahl der an Genussmittelkonsum(-Folgen) Verendenden sinkt. Selbst wenn sie sich nicht signifikant verändert, wäre unsere begrenzte Zeit auf Erden würdevoller und selbstbestimmter. Für alles künftige Leid, welches heuchlerische Verzögerungs-Taktiker und andere Prohibitions-Dämagogen durch ihr spezifisches Verhalten unschuldigen Zeitgenossen zumuten, dürften sie glaub ich aus alttestamentarischer Sicht maßvoll gefoltert werden bis sie sich 90-180° bzgl betreffender Einstellungen gewandelt haben (etwa durch Zwangsernährung mit erhöhten Dosen Alkohols inform von billigem Bier aus Plastikflaschen). Wir aber wollen uns weiterhin darin üben, geduldig abermals und abermals zu vergeben, bis diese Übeltäter von ihrem Gewissen ersucht und geläutert sein werden (während erstmal weiterhin Woche für Woche tausend Mertyrer aus unseren Reihen drakonisch bestraft und gedemütigt werden für Handeln, dass keinerlei Sanktionierung verdient, ja während wir dulden dass sie unsere hiesigen Leben mehr oder weniger ver-/zerstören). Wenn jedoch unseresgleichen sich je ermächtigt, die Geschicke unserer Volksgesundheit zu leiten, so möge niemand durch unsereins strafrechtlich verfolgt werden, nur aufgrund sich einverleibter Stoffe oder deren transparenter und ehrlicher Weitergabe an willige Mündige, geschweige denn wegen jedweder Substanzen Besitzes.

  6. Otto Normal

    2 Jahre reichen nicht!

    Aber:
    Seid doch nicht immer so gehässig, wir müßen das mehr sportlich sehen sonst könnte jemand auf die Idee kommen das Kiffer nicht nur einfach die üblichen Verlierer sondern auch noch schlechte Verlierer sind.

    Wir sollten den Sieg der dunklen Seite der Macht neidlos anerkennen und den entsprechenden Lobbys herzlich dazu gratulieren. Die haben wirklich gute Arbeit geleistet. Bravo!

    Nicht zu vergessen sind auch die korrupten Volksverräter die das Eine überhaupt erst möglich machen und das Andere unmöglich. Das sind allesamt brave fleißige Leute die sich tagein und tagaus den Arsch aufreißen um den Turbokapitalismus noch mehr anzuheizen und Wachstum für die Kapitalisten zu erzeugen, koste es was es wolle und wenn es das gesamte Klima ist. Erst dann nämlich sind die Politclowns die Pfründe wirklich wert, die ihnen nachträglich am Katzentisch der Oberschicht in die korrupten Taschen gestopft werden.

    Xavier B. hat sehr schnell gelernt:
    z.B. daß die Legalisierung von Cannabis schlecht fürs Geschäft ist und daß alles was schlecht fürs Geschäft auch schlecht für Xavier B’s. Karriere ist.
    Oder daß man sich mit Hinhaltetaktik eine ganze Weile lang an der Oberfläche halten kann. In Nazideutschland geht das schon seit Kriegsende und wird auch weitere 75 Jahre gehen.

    Man hat Xavier B. das in aller Ruhe ausführlich und unmißverständlich klar gemacht und siehe da:
    Geht doch! Es ist eben ein schlauer Mann der daß System geistig schnell durchdrungen hat und der eigentlich ja auch nur das Beste will, für sich und seinen Clan.

    Es muß nüchternen Leute doch von Anfang an zu phantastisch erschienen haben als das es wahr werden würde: ein 2.tes Niederlande mit einer noch ehrlicheren Drogenpolitik als in den NL und das mitten in Merkels’s EU… man man man… zu schön um wahr zu werden… das sind doch Träume wie man sie nur im Drogenrausch haben kann.

    Aber jetzt muß es doch jedem noch so verpeilten Kiffer klar werden, daß es sich wohl nur um eine Fata Morgana gehandelt hat.

    Seien wir doch mal ehrlich:
    Das Schwarzgeld muß weiterhin ordentlich gewaschen, Steuern weitgehend vermieden und Kapital und Renditen maximiert werden, das ist doch das erfolgreiche Geschäftsmodell und man trägt da ja auch eine hohe Verantwortung den Kapitalisten gegenüber.

    Die Haschbrüder stehen da nur im Weg.

  7. Krake

    Paßt doch wie Arsch auf Auge, dem großen Bruder schön letzebe…isch schön langsam von ganz weit hinne in de fette Arsch gekroch…
    Genausolche Beamten Penner Ärsche wie in der BRD In Letzeburch(Luxemburg)kriegen nix aber rein gar nix, auf die Kette geschweige denn eine Cannabisregulierung bzw. Legalisierung!! Solche Vergaser…tztztz…

  8. Waldimir Rothe-Klöthen

    In allen südeuropäischen Ländern wird gekifft wenn man Lust auf Kiffen hat und gut is. Kenne zwar nur Spanien genauer aber weiss z. B. von Griechen, daß dort Kiffen verbreitet und toleriert ist. Portugal hat eine sehr lockere Drogenpolitik eingeschlagen mit immenser Verbesserung der Situation, die vor der Liberalisierung herrschte. In Spanien hat glaub ich so ziemlich jeder schon
    mal gekifft, ist ja Nachbar von Marokko und hat eine lange gemeinsame Geschichte. Wenn da Haschischschmuggelfunde in der Zeitung stehen sind das immer gleich Tonnen, jede Woche, wahrscheinlich sogar jeden Tag kommen Mengen an. Da sieht man, daß in Spanien viel gekifft wird.
    In Italien und dem Balkan wirds auch nicht anders sein. Bulgarien und Rumänien keine Ahnung.
    Kann sein, daß bei diesen „Kifferländern“ auch welche dabei sind, die restriktive Cannabisgesetze haben, aber ich bin mir sicher, es interessiert dort keine Sau. Der Hauptunterschied zwischen Süd- und Mitteleuropa ist, daß die Südeuropäer Cannabis als etwas ganz normales ansehen und es gehört einfach dazu und ist Bestandteil der Natur.
    Und bei uns in Deutschland wird es total dämonisiert: hab grad gelesen, daß die CBD-Zigaretten gar nicht törnen, aber es wird trotzdem vom Autofahren abgeraten. Schon übel schlimm kiffen und fahren! Total übertrieben!!! Alkohol ist schuld an den meisten Unfällen unter Einfluss bewusstseinsverändernder Substanzen. Cannabis sicher nicht. Alle Kiffer, die ich je kennengelernt habe, waren sichere Autofahrer und auch meist ruhige Fahrer.
    Durch diese fast durchweg negative Betrachtungsweise (der Politik) von Cannabis bei uns werden
    Kiffer stigmatisiert und es führt dazu, daß sie deswegen respektlos von den Leuten angesehen werden. Das führt auch dazu, daß bei uns Kiffer dadurch Probleme kriegen können, weil sie etwas tun, daß verboten und also nicht gut sein soll. Wenn Kiffen gesellschaftlich akzeptiert ist hat der Kiffer nix „schlechtes“ zu verstecken und kann unverkrampft konsumieren, bei uns kriegt man eine negative Assoziation zum Kiffen eingeimpft.
    Ich könnt heulen, daß die bei uns so bescheuert sind, zumal man doch heute weiss, daß die offene liberale Drogenpolitik bessere Ergebnisse erzielt als restriktive. Und wenn ich so sehe, was grad abgeht muss ich sagen, daß es sogar wieder restriktiver geworden ist, als vor 10-20 Jahren und ich hatte schon gedacht, wir wären auf einem guten Weg. Gab mal Bundesländer mit 30 g Eigenbedarf und ausser in Scheiss-Bayern (nur was Eure Drogenpolitik angeht) konnte man überall mindestens 2 Grämmer mitführen. Zum Kotzen was die hier abziehen.

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