Samstag, 7. Dezember 2019

Weitere Engpässe bei Medizinalhanf in Deutschland

In Kanada und den USA gibt es jedoch ein Überangebot

Bild: Susanne Winter/Archiv


Seit der Freigabe von Cannabis als Medizin in Deutschland ist es regelmäßig zu Engpässen in der Versorgung erkrankter Personen mit ärztlichem Rezept gekommen. Da sich der Anbau hierzulande lange verzögerte und erst Ende nächsten Jahres mit einer ersten Ernte gerechnet werden kann, ist man weiterhin auf Importe aus dem Ausland angewiesen. Da sich jetzt herausstellte, dass eine Überprüfung der angeschafften Waren einen Aspekt übersah, wird es erneut sehr schwer, den steigenden Bedarf in Zukunft abzudecken. Wie das Ärzteblatt und Apotheke Adhoc berichten, liegt der Grund hierfür in den Auflagen bezüglich des Strahlenschutzes. Es werden somit weitere Engpässe bei Medizinalhanf in Deutschland erwartet.

Um Cannabis dauerhaft vor Bakterien und Schimmelbefall zu schützen, greifen Hersteller in der Regel auf ionisierende Strahlung zurück, denen die geernteten Knospen der Pflanzen ausgesetzt werden. Auch vorhandene Keime werden so abgetötet. Es ist Apotheken jedoch gemäß dem Arzneimittelgesetz verboten, derartig behandelte Produkte in den Verkehr zu bringen, wenn dafür keine Genehmigung nach Verordnung über radioaktive oder mit ionisierenden Strahlen behandelte Arzneimittel vorliegt. Nach Informationslage der Apotheken hatten bislang ungefähr zwei Dutzend Importeure Lizenzen von der Aufsichtsbehörde erhalten, die es jedoch zu überprüfen übersah, ob jene Anbieter derartige Strahlenlizenzen besitzen. Im November wären nun die Bezirksregierungen Köln und Düsseldorf tätig geworden und hätten einem Großhändler den Verkauf seiner bestrahlten Produkte untersagt. Da nur wenige Händler eine Genehmigung des Bundesamtes für Strahlenschutz besitzen, darf fortan nur ein kleiner Teil die Waren in Verkehr bringen. Wie Apotheke Adhoc berichtet, heißt dies auch im Umkehrschluss, dass viele Großhändler ihr Cannabis de facto illegal auf dem Markt brachten. Nun drohen strafrechtliche Konsequenzen, verkaufen die Importeure ohne Strahlenschutzgenehmigung weiterhin das medizinisch einsetzbare Cannabis, um erkrankten Personen die Versorgung mit ihrem Medikament abzusichern. Erschwerend zu den Tatsachen kommt hinzu, dass die Länderbehörden für die Aufsicht des Imports von Cannabis verantwortlich sind und hierbei äußerst unterschiedliche Regelungen besitzen. Die Frage, ob es sich um Fertigarznei oder ein Rezepturausgangsstoff handle, wäre der springende Punkt, der laut BfArM im nächsten Jahr bundesweit geklärt werden müsste. Erste Reaktionen eines Händlers bestanden bereits darin, Cannabis flos Bedica, Bediol, Bedrobinol, Bedrocan und Bedrolite zentral zu sperren. Theoretisch fehlen somit nun monatlich über 200 Kilogramm Medizinalhanf in Deutschlands Apotheken – während in Übersee die Anbieter ihr offensichtlich übermäßig produziertes Gras nicht mehr losbekommen.

Verrückte Welt!

15 Antworten auf „Weitere Engpässe bei Medizinalhanf in Deutschland

  1. Harald

    Wer sich in letzter Zeit Artikel über Deutschland anschaut, liest fast nur noch Artikel über Versagen und Korruption und das auf allen Ebenen.
    Solche Sachen passieren wenn machtgeile und dumme Großmäuler auf Posten setzt, wo sie Leistung zeigen müssen – Fehlanzeige.
    Fakt ist, wir werden von korrupten und geistig Minderbemittelten regiert und überwacht. Was soll man da anderes erwarten?
    Vielleicht handelt es sich aber auch um gewolltes und von der Pharmaindustrie, in Form von Parteispenden, bezahltes Versagen. Bezahltes Versagen oder Wegschauen hat in Merkel Deutschland mittlerweile Kultur. (Siehe Scheuer unser Mautoberdepp, das war auch bezahltes Versagen)
    Auch Monsanto, Nestle und Klöckner lassen grüßen. Solche Lobbyhuren sitzen mittlerweile aber leider an fast allen Schaltstellen. Das ist der Filz von 16 Jahren Merkel. Warum sollte sie nicht, dass was sie bei Erich gelernt hat in Deutschland nicht auch anwenden? Gelernt ist halt gelernt und ist mittlerweile zum Charakter geworden, als Ersatz für den fehlenden, tatsächlichen Charakter.

  2. gregege

    Eigenanbau für Patienten gehört sofort geduldet mMn. Wer das jetzt bestraft gehört bestraft.

  3. Harald

    Ich möchte nicht wissen, was in dem ultraschnell gezogenen Medizinalhanf alles drinsteckt, was nicht drin sein sollte oder sogar nicht drin sein dürfte. Wenn hier nich betrogenn wird, wie in allen anderen Bereichen, würde mich das sehr wundern. Aber warum sollen Patienten nicht genau das Gras, das für sie passt selbst anbauen dürfen? Ganz einfach, weil es hilft und das soll und darf nicht sein. Da sind doch Oxys, Chemo in hohen Dosen und alle anderen Schmerz-und Schlafmittel viel besser, denn damit kann der Patient krank gehalten werden und richtig abkassiert werden, also all das wofür unsere Regierung von der Pharma direkt und indirekt bezahlt wird. Und gemeinsam tanzen sie den Tango zu den lieblichen Kängen der Korrutption!!!!!!!!!!!!

  4. Rainer Sikora

    Daß man erst jetzt auf diese Idee kommt hängt glaube ich damit zusammen,daß alles was mit unbehandelten Cannabis zu tun hat,aus Deutschland verbannt werden soll.Man kann nicht alles vom Schwarzmarkt aufspüren und vernichten wollen,ohne sich um das halb erlaubte zu kümmern.Meine Schwester muß sich jeden Monat ein neues Rezept erkämpfen,und dann noch reisen um annehmbares Produkt zu erhalten.Die Ärzte müssen dazu gebracht werden,da mitzumachen und das immer wieder erneut.Denen paßt es nicht,daß es eine Möglichkeit für eine aerztliche Verordnung gibt.

  5. Jdude

    @ Harald, da ist jede Menge drin.

    Bring es in ein niederländisches Labor. Dann hast du es schriftlich 😉
    Phosphor, Kalium. Da ist nie ein Gram sauber. Man riecht es ja auch in jeder Dose.
    Die überfüttern die Pflanzen noch und nöcher. Alle, nicht nur Bedrocan.

  6. Jo

    Warum soll nicht jeder seine Pflanzen anbauen dürfen?
    Es gibt keinen vernünftigen Grund es zu verbieten!
    Oder müssen wir erst nach Afrika auswandern, um dort eine eigene Medizinalhanf Firma zu gründen?

  7. Harald

    @ Jdude
    Da hast du wohl recht und genau das werde ich auch tun. Wenn was gefunden wird rauscht denen eine Klage rein, dass ihnen die Ohren wegfliegen. Danke, für den Hinweis.
    Es ist höchste Zeit, dass alles nicht mehr hinzunehmen, sondern auf Angriff umzuschalten.

  8. R. Maestro

    Den meisten fehlt der Einblick.
    WIR wissen, dass sich nichts vernünftig ändern wird.
    Wir werden alle weiter verkauft.
    Es gibt noch zu viele, welches das noch nicht kapiert haben.

  9. R. Maestro

    Zum Thema Sucht:
    Was hat ein Süchtiger für Ziele? Einen gegenwärtigen Gefühlszustand zu ändern. Man will adäquat leben!  Alle! Somit sind alle! Menschen süchtig.
    Anscheinend ist dies sogar zuviel!
    Dieses zu erreichen fressen sich einige kaputt, andere vögeln sich halbtot, poppen Kinder (Lügde), usw.
    Viele finden ihr Heil indem sie ihre Bedeutungssucht befriedigen. (z. B. unsere Drogenpolitiker).
    In Punkto Geltungssucht und Machtgier, sarkastischen Dank allgemein unserer Politik!
    Speziell unsere Drogenpolitik(er).
    Vorangenannte sind sozialschädlich, nicht die Hanfkonsumenten.

    Die Weihnachtszeit naht. Im Weihnachtsbraten (in der Sauce), ist meist Alkohol enthalten. Im Gebäck meist Muskat. Ein tödliches Halluzinogen! Der Glühwein, ein Rauschgift. Lasst die Kirche im Dorf, unchristliche CDU und CSU!
    Konsumenten praktizieren nichts anderes als unsere Vordenker.
    Fast!
    Weil Konsumenten weitaus weniger sozialschädlich agieren!

    Aber nicht nur hier haben wir gescheite Fressen, sondern weltweit, welche alle und alles verkaufen, zumindest im Pharmabereich.
    Wer die Verstrickungen zwischen Anslinger und Hearst kennt, kennt den Rest.
    Das alllgemeine Volk badet sich halt lieber weiter in Unwissenheit, vorgegebener Dummheit.
    Ja ja, man meinte schon einmal, es würde ziehen, man hätte nichts gewusst! 1933-1945!

    Scheinheiliges Pack, was man vor der Nase hat!!!

  10. Geld aus dem Nichts

    „Das Kapital beutet also die Freiheit des Individuums aus, um sich fortzupflanzen. Somit wird das freie Individuum zum Geschlechtsteil des Kapitals degradiert. “
    Also ,wer kein Geschlechtsteil mehr sein will ,sollte unbedingt etwas tun ,jetzt ,z.b. Sammelklagen schreiben und Grundrechte Einklagen, z.b. das Grundrecht auf Privatsphäre in der Eigenen Wohnung . Die Scheindemokratie muss entlarvt werden . „Ohne Privatsphäre gibt es keine Demokratie“ . Brüssel die UNO und der Rest der Welt interessieren sich,sehr, für deutsche ,Systemrelevante, Justizskandale .

  11. Lysin

    Jeder Konsument , den die Polizei einsackt, sollte Anzeige erstatten.
    Egal ob der Brösel verboten ist oder nicht.
    Er hat ihn bezahlt , und somit ist es Diebstahl.
    Das man ihn anmacht ist Nötigung und Diskriminierung.
    Das man ihn festnimmt ist Freiheitsberaubung.
    Also jede Menge Gründe und Straftaten.
    Jede Anzeige muss aufgenommen werden und an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet
    werden. Es wird auf jeden Fall ein Strafverfahren eingeleitet (wenn auch eingestellt),
    aber es kommt auch in die Dienstakte. Wie viele Einträge dürfen da wohl maximal drin sein?
    Auf jeden Fall ist die Karriere beendet und die Gerichte hätten noch mehr zu tun.
    Wäre also eine Frage der Zeit ,bis sie diesen Hohlsinn beenden.
    Zeigt sie alle an.
    Übrigens müssen die Bürger , die vier Jahre Amtszeit der Regierung auch nicht aussitzen.
    Es gibt nämlich auch die Möglichkeit die Regierung abzuwählen.
    Einfach Mal informieren. Eine mögliche Mehrheit dafür gibt es ja wohl beim Volk.
    Immerhin ist der Volkswille, in punkto Cannabis, ja wohl eindeutig.
    Ich rufe alle zum zivilen ungehorsam auf. Wehrt euch!!!
    Baut an ,kauft, raucht, säht es überall aus.
    Mal sehen wieviele Plantagen sie pro Woche schaffen
    (besonders den Wildwuchs überall) bevor sie aufgeben.

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