Mittwoch, 13. November 2019

Eine Frage der Politik

Cannabislegalisierung wird gemacht!


In Deutschland werden täglich bis zu 500 Strafverfahren gegen friedliche Nutzer von Cannabis eingeleitet. Dieser Umstand ließ im vergangenen Monat die Hamburger Ortsgruppe des Hanfverbandes vor der Hamburger Justizbehörde eine Mahnwache mit Kundgebung abhalten, damit den dort beschäftigten Personen bewusst gemacht wird, wie fehlgeleitet die Jagd auf gewöhnliche Konsumenten ist. Dass man betreffend dieser Einschätzung der Situation nicht ganz daneben liegt, bestätigten in der Vergangenheit bereits Oberste Gerichtshöfe anderer Länder wie Südafrika und Mexiko, wo das Verbot der Cannabispflanze in endgültigen Urteilen als verfassungswidrig bezeichnet wurde. In Mexiko hat man jetzt die entsprechenden Schritte eingeleitet, damit dem richterlichen Urteil Folge geleistet werden kann, und alle Bewohner aus der unsittlichen Prohibition befreit werden.

Auch in Kanada, wo die Freigabe von Cannabis für die Genusszwecke erwachsener Bürger seit gut einem Jahr aufgrund politischen Wirkens besteht, musste man nicht bestürzt bemerken, dass Nachteile für die Bewohner entstanden sind. Im Gegenteil – die Reifeprüfung wurde überstanden und seit Oktober sind im Nachbarland der USA nun auch Edibles und Konzentrate gesetzlich erlaubt, die ab Dezember im Handel zwecks Erwerb erwartet werden. Dass eine Umsetzung der zuvor gemachten Versprechen seitens der gewählten Regierung vom Volk verstanden und erwünscht ist, zeigte sich auch im vergangenen Monat, da der mitverantwortliche Premierminister Justin Trudeau es erneut schaffte, während den Parlamentswahlen genügend Stimmen zu erhalten, um mit seinem linksliberalen Kurs für die nächsten Jahre an der Macht zu bleiben.

Es ist daher schon lange mehr als missverständlich, warum ausgerechnet in Deutschland, einem Ort, der sich gern als besonders fortschrittlich und aufgeschlossen präsentieren will, die Hatz auf Kiffer seitens der Regierenden weiterhin mit vollstem Verständnis vonstatten geht. Schaut man auf ein Aushängeschild des beliebt berüchtigten Freistaates Bayern, wo alljährlich während des Münchner Oktoberfestes das große Saufgelage stattfindet, wird trotz leicht gestiegenen Maßkrugschlägereien und etwas häufigerer Sexualstraftaten von einer äußerst zufriedenstellenden Wiesn gesprochen. Kein Wort wird über Begrenzung der Promillewerte für Gäste verloren, keine Überlegung findet statt, welche gefährlichen Auswirkungen die Verharmlosung der Droge Alkohol in der Festzeltzeit auf Heranwachsende haben könnte.

2852 medizinische Notfälle, die von der anwesenden Feuerwehr in den Griff zu bekommen waren, sprechen eine recht eindeutige Sprache, welche in der Öffentlichkeit ähnlich heiß diskutiert gehörten, wie der Vorstoß einzelner Kräfte, die eine Freigabe von Cannabis zu Genusszwecken fordern, daraufhin aber allzu gerne von konservativen Personen und Medien als unachtsame Jugendgefährder diffamiert werden. Es ist also nach Betrachtung der unterschiedlichen Gegebenheiten im Hier und Anderswo dringend an der Zeit sich auch aufseiten der Politik diese Tatsachen vor Augen zu halten und nicht länger aufgrund jahrelanger Phrasendrescherei an gewohnten Falschinformationen festzuhalten.

Möchten Persönlichkeiten aus den verschiedensten Parteikreisen unbeschadet aus der verschleppten Diskussion in eine reelle Zukunft stapfen, sollten sie anfangen die Urteile höchster Gerichte anderer Ländern etwas ernster zu nehmen, sowie die Zweigleisigkeit bezüglich Biergenuss hierzulande anzuprangern. Mit ein wenig Geschick könnten die Wendehälse, die fortan einen politischen Umschwung in der Drogenpolitik Deutschlands fordern, eigentlich nur davon profitieren, schlagen sie sich auf die Seite der aus gutem Grund seit Dekaden für eine Legalisierung kämpfenden Aktivsten.

Die Cannabislegalsierung findet schließlich statt – wenn bislang auch leider noch nicht in Deutschland.

10 Antworten auf „Eine Frage der Politik

  1. R. Maestro

    Die Welt dreht sich täglich weiter, nur Deutschland bleibt stehen. Mit aller Gewalt.

    Der einzige, der noch geschlossen hinter Merkel steht, ist der Flughafen Berlin.

  2. Harald

    500 unschuldige Menschen werden täglich, durch staatlichen Terror, ihrer verfassungsmäßigen Rechte beraubt. Dieses verfassungswidrige Verhalten ist kein Irrtum. Die GROKO verstößt, zum Nachteil ihrer Bürger, bewusst und gezielt gegen die Verfassung, mit voller Absicht.
    Terrorismus und Faschismus gibt es nicht nur bei den „Anderen“, sondern ist bei unserer Regierung ein erwünschtes Mittel, um Unterdrückung zu erzielen und eine ganze Volksgruppe zu entrechten und zu diskriminieren. Die Terroristen sitzen in Deutschland im Bundestag und versuchen das noch als christlichen Anstand zu verkaufen. In Wirklichkeit ist das von der Pharmaindustrie und der Alkoholindustrie gekaufte und durch Korruption und andere Zuwendungen bezahlte Politik. In Deutschland kann man gewünschte Politik kaufen, wenn man nur genug bezahlt.
    Unsere Regierung in Berlin und unsere Parteien und ihre Vertreter sind käuflich und prostituieren sich jeden Tag gegen Recht und Gesetz, gegen die eigene Bevölkerung!!!!!!!!!!
    Was für ein schäbiges und charakterloses Dreckspack unsere Politiker doch sind!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. Rainer Sikora

    Nichts ist unmöglich,geht nicht gibt“s nicht.Fehlt nur die zündelnde Idee.Wahrscheinlich muß Druck und Gewalt aufgebaut werden.Das Problem ist,daß es hier um Geld geht das in verschiedene Kanäle fließt.Deshalb läßt sich das Problem nicht so einfach lösen wie bei der Homosexualität.

  4. Karl

    Die Wiesn, ein hartes Drogenfest, und bestes Beispiel für diese Ungerechtigkeit in diesem Land!
    Da werden die zahlungskräftigen Besucher in sogenannten Bierleichenwagen aus den Zelten geholt, dort wird vergewaltigt, da werden Menschen schwerst verletzt und sogar getötet. Und wieso??? NUR WEIL SIE ALKOHOLISIERT SIND. Und um das zu ermöglichen wird hierfür extra harter Stoff gebraut sodass es alle schnell und kräftig weghaut oder sogar umbringt. Nicht zu vergessen was rund um dieses Fest alles wegen Alkohol passiert. Und damit die zahlungskräftigen Besucher auch wiederkommen sprechen die Verantwortlichen von einer sehr zufriedenstellenden Qualitäts-Wiesn für die ganze Familie. Die Zufriedenstellung betrifft wohl eher die finanziellen Gewinne der Verantwortlichen. Es geht, wie hier natürlich alle wissen, nicht um die Menschen und auch nicht um Ihre Gesundheit.
    Aber ich, als geborener Münchner, habe nichtmal was gegen dieses Fest solange es freiwillig bleibt. Es ist nur ekelhaft und pervers wenn auf der anderen Seite Hanffreunde diskriminiert und kriminalisiert werden, auch von Wiesnbesuchern, von Drogenrassisten. Rauch da mal einen im Bierzelt! Dann is was los! Viele aggressive Alkoholiker, 15 Bundespolizisten und eine Anzeige.

    Verantwortliche! Mit Hanf und seiner wohltuenden Wirkung wäre es eine ECHTE Qualitäts-Wiesn für die ganze Familie, und vielleicht sogar ohne Tote! Wäre da nicht Ihre bescheidene Ideologie.

    Ich glaube und hoffe es dauert nicht mehr lang! Die Erlösung naht!
    Dann bin ich mal gespannt wie sich die Meinung der rassistischen Heuchler so entwickelt wenn sie merken wieviel Geld damit gemacht werden kann.

    FRIEDE! 🙂

  5. Otto Normal

    @Rainer Sikora
    […] .Wahrscheinlich muß Druck und Gewalt aufgebaut werden […]

    Das sehe ich schon sehr lange so. Ohne Kampf kein Sieg. Mit Bitten und Betteln gewinnt man keinen Krieg. Das es ein echter Krieg, gegen Menschen, gegen Grundrechte ist steht außer Zweifel.

    Die Ossis sind JEDEN Montag auf die Straße gegangen, nicht nur 1x im Jahr.
    Demos sind für politische Entscheidung die eher weniger wichtig sind.
    Wenn es um die Grundrechte und gegen Staatsterror geht reichen Demos einfach nicht aus, da muß es viel heftiger knallen. Szenen wie beim Gipfel in Hamburg wären da wohl von Nöten und das JEDE Woche.

    Die Rechten sind da anders. Die haben den Typ in Kassel einfach abgeknallt… fertig… Ende der Geschichte. Leider war es der Falsche, Mortler wäre mir lieber gewesen oder die Ludwig. Auch wenn ich kein Anhänger der Rechten bin, aber eines kann man ihnen nicht absprechen: Die labern nicht sondern die HANDELN. Die packen den Stier bei den Hörnern. Ich glaube das gefällt vielen Leuten sonst wären die nicht in Nullkommanix hochgekommen.

    Man sollte massiver vorgehen:

    Blockade aller Straßenkreuzungen in Berlin rund um den Bundestag.

    Zeitgleich Blockade aller Kreuzungen in Karlsruhe rund um das BVG.

    Zeitgleich Blockade aller Straßenkreuzungen in dem Kaff in dem die neue Dummvotze Ludwig vom Esel im Galopp verloren wurde.

    Blockade aller Jagtfahrzeuge der Bullen an der niederländischen Grenze.

    Beobachtung aller grenznahen Coffeeshops um die Denunzianten mit den Handys ausfindig zu machen, die Visagen dieser Typen abfotografieren und ins Internet stellen, damit sich jeder diese Arschlöcher angucken kann.

    Kleinere Anschläge, z.B. Brandanschläge auf öffentliche Gebäude könnte man dann auch in Erwägung ziehen. Jede Woche ein Amtsgericht, Ordnungsamt oder sogar auch hin und wieder mal ein Rathaus (Abwechslung sollte schon sein) abgefackelt, dann haben die Lügenmedien auch was zu geifern, die schlimmsten Verlagshäuser wie Springer & Co. jedoch könnte man ebenfalls in Schutt und Asche verwandeln.

    Erst wenn es gelingt GLAUBHAFT die Botschaft rüber zu bringen „Entweder schlafen ALLE ruhig oder KEINER mehr“ könnte sich langsam ein Friedenswillen bilden.

    Ich glaube sogar daß es ohne viele Tote auf der Seite der Prohibitionisten leider nicht gehen wird.

    Leute wir sind im Krieg seit 70 Jahren!
    Wann wird endlich zurückgeschossen im „WAR ON DRUGS“?

  6. Joe

    Die Legalisierung kommt erst wenn CSU und CDU die Wähler täglich weg
    Sterben wenn die zwei Parteien voller Alkoholkonsum unter 10% fallen
    Dann wird’s was siehe Daniela Ludwig ständig unter Alkohol wenn Mann ihre Aussagen verfolgt (ich weis nix ich hör mir alles an und versteh zum Schluss nix also bleibt alles wie es ist

  7. Manni-kriminalisiert

    500 Strafverfahren täglich und eine überlastete Justiz, die Gewaltverbrecher wegen Personalmangels nicht verurteilen kann. Und das wegen einer der bedeutendsten Kultur- und Heilpflanzen.
    Offensichtlich haben wir es mit einer kollektiven geistigen Verwirrung unseres Staatsapparates zu tun, die faschistoide Züge offenbart.
    Deutschland ist auf diesem Gebiet erfahren, wenn es um Denkverbote für Staatsdiener geht, um deren Handeln in Sachen Grausamkeit (Effektivität) zu steigern. Jeder der seine Tassen noch im Schrank hat, wird sich diesem kollektiven Irrtum wiedersetzen.

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