Sonntag, 21. Juli 2019

Cannabis steigert Leistungsfähigkeit von Beamten

Eine Satire von Sadhu van Hemp


Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Universität Neuss widerlegen den Mythos, dass der Genuss von Marihuana und Hasch lasch macht. Das ganze Gegenteil ist der Fall – insbesondere was die Einsatz- und Leistungsbereitschaft von Beamten und Angestellten im Öffentlichen Dienst betrifft. Zudem sinkt der Krankenstand in den Behörden signifikant, wenn Staatsdiener ihren Dienst am Bürger stoned versehen. Die Zahlen und Fakten sprechen für sich, dürfen aber nicht veröffentlicht werden.

Das Hanf Journal führte mit dem leitenden Professor der Studie ein Interview.

Herr Professor Haschke, die Ergebnisse Ihrer Cannabis-Studie sind derart sensationell, dass die Bundesregierung ein Veröffentlichungsverbot erlassen hat – und das für 120 Jahre. Man wolle die Bürger im Lande nicht verunsichern, heißt es aus dem Bundeskanzleramt. Trotz des Maulkorbs, der Ihnen und Ihrem Forscherteam umgehängt wurde, wagen Sie dieses Interview. Fürchten Sie gar keine strafrechtlichen Konsequenzen, wenn Sie aus dem Nähkästchen plaudern.

Mit diesem Interview bringe ich mich fraglos in Teufelsküche. Doch die Bevölkerung hat ein Recht zu erfahren, dass Cannabis in jeder Hinsicht ein probates Mittelchen gegen Trägheit und Faulheit ist, wie wir sie von den Bediensteten im Öffentlichen Dienst kennen. Schließlich finanzieren die Bürgerinnen und Bürger die Faulenzerei der Schlafmützen in den Amtsstuben. Auch wenn es der Regierung missfällt, ich komme meiner Pflicht als pflichtbewusster Staatsbürger nach, indem ich aufzeige, wie leicht es wäre, den aufgeblasenen Beamtenapparat abzuspecken und effizienter zu machen. Ich handle also im Interesse aller und sehe folglich keine strafrelevante Verfehlung, wenn ich die unter Verschluss gehaltenen Ergebnisse der Langzeitstudie der breiten Bevölkerung zur Kenntnis gebe. Sollte ich also nach diesem Interview als Vaterlandsverräter zur Fahndung ausgeschrieben werden, dann möge es so sein. Ich sehe mich als Ehrenmann, und als solcher stelle ich mich gerne einem politischen Schauprozess.

Das zeugt von Mut, Herr Professor. Ihnen ist aber schon bewusst, dass Sie sich mit dem Staat im Staate anlegen? Wer sich den zum Feind macht, spielt mit seiner Existenz, mitunter sogar mit seinem Leben. Die Ergebnisse der Cannabis-Studie erschüttern die Grundfesten des deutschen Beamtenwesens – und das läuft der Staatsräson zuwider. Sie werden es also mit Leuten zutun bekommen, die kein Pardon kennen, unliebsame Personen abzuschalten. Haben Sie denn einen Notfallplan, falls es auf deutschem Boden zu heiß wird? Das Hanf Journal kann Ihnen gerne eine Notunterkunft auf den Kanarischen Inseln zur Verfügung stellen, wenn Sie als lebensrettende Sofortmaßnahme ein Flucht in Erwägung ziehen.

Danke für das Hilfsangebot. Ich weiß, ihr meint es gut. Aber für mich kommt eine Flucht nicht in Frage. Ich gehe davon aus, dass nach der Veröffentlichung dieses Interviews ein Ruck durch Deutschland gehen wird. Die Menschen werden eine Reform des Öffentlichen Dienstes einfordern. Natürlich werden sich Lehrer, Polizisten, Geheimdienstler und Soldaten querstellen, aber zuletzt wird der Steuerzahler, der die Faulpelze alimentiert, die Richtung vorgeben. Der Widerstand der Nichtstuer in den Amtsstuben wird brechen, zumal ich fest an die freiheitlich-demokratische Grundordnung glaube, der Exekutive und Judikative unterstellt sind. Mich wegen der Cannabis-Studie als Staatsfeind hinzustellen und abzuservieren, ist undenkbar im Land der Dichter und Denker. Die Wissenschaft ist frei und die Vernunft wird siegen.

Nun gut, Herr Professor Haschke, Ihr Wort in Gottes Ohr. Nun aber zur Cannabis-Studie, die von der Bundesregierung geheim gehalten wird. Im Auftrag des Bundesrechnungshofes haben Sie und Ihre Studenten über zwei Jahre lang einen breit anlegten Menschenversuch im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat durchgeführt. Im Fokus der Studie standen rund. 1500 Mitarbeiter in den Diensitzen Berlin und Bonn. Als Form des Experiments haben Sie eine Blindstudie gewählt. Die Versuchspersonen wussten also nicht, dass sie an einem Experiment teilnehmen. Damit konnte garantiert werden, dass die Probanden ihre Verhaltensweisen beibehalten und die Ergebnisse nicht verfälscht werden. Die Zielstellung war, herauszufinden, wie Beamte und Bedienstete unter dem Einfluss von THC und CBD ihren Arbeitsablauf gestalten. Das Ergebnis liegt nun vor – und verblüfft.

Nun ja, wir hatten schon einen Verdacht, dass Cannabis insbesondere bei Müßiggängern und Arbeitsscheuen ungeahnte Kräfte freisetzt. Anders als bei hyperaktiven Menschen wirkt Cannabis bei Leuten, die während der Arbeit schlafen, eher stimulierend statt beruhigend. Ursächlich dafür ist, dass Beamte bei Dienstbeginn ihren Organismus auf Standby-Betrieb schalten und den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus außer Kraft setzen. Das bedarf fraglos einer enormen Energieleistung – und die aufzubringen stresst nicht weniger. Denn wer am helllichten Tag vor sich her dämmert, ohne sich körperlich und geistig zu bewegen, der muss schon kräftig auf die Zähne beißen, um den selbst auferlegten Ruhezustand bis zum Feierabend durchzuhalten. Die Frage war also, wie man Beamte aufweckt, ohne dass sie es merken. In der ersten Phase der Studie verabreichten wir den Probanden in den Kantinen zunächst ausschließlich CBD-haltige Nahrungsmittel. Bereits nach wenigen Wochen sank der Krankenstand von 15 Prozent auf nur noch sieben Prozent. Die Faulkranken gesundeten dank der CBD-Zugabe wie durch Wunderhand und erschienen brav zum Dienst. Auch wurden weniger Anträge auf Frühpensionierung gestellt. Dagegen nahm die Bereitschaft zu, Überstunden und ehrenamtliche Arbeit zu leisten. Zugleich sank die Zahl der Bürgerbeschwerden und Widersprüche. Es war nicht mehr von der Hand zu weisen: Cannabidiol verschafft den Beamten und Staatsbediensteten ein körperliches Wohlbefinden, dass sie zur Arbeit anregt. Nach dem Beobachtungszeitraum von zwölf Monaten entschlossen wir uns, dem Amtschimmel richtig Beine zu machen und die zweite Phase des Versuchs einzuleiten.

Und diese Phase führte dahin, dass das Bundesinnenministerium wie keine andere Behörde funktioniert und als Think Tank völlig neue Maßstäbe setzt.

Ja, es war kaum zu glauben, was geschah, als wir in den Kantinen der Dienstsitze die Getränke und Speisen zusätzlich mit psychoaktivem Tetrahydrocannabinol versetzten. Plötzlich zeigten sich die sonst stets schlecht gelaunten Bediensteten von der netten und humorvollen Seite. Auf den Fluren der Behörden und im Publikumsverkehr begegnete man nur noch freundlichen Gesichtern. Doch das Erstaunlichste war, dass in den Amtsstuben ein völlig neuer Geist Einzug hielt. Statt stur und gehorsam dem Gesetz zu dienen, entwickelten die Beamten so etwas wie Phantasie, der in Widerspruch und Aufmüpfigkeit mündete. Immer mehr Bedienstete hinterfragten ihre Tätigkeit am Bürger und weigerten sich, Dienstbefehle auszuführen, die sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Die Anzahl der beim Betriebsrat eingereichten Mitarbeiterbeschwerden schnellten in die Höhe. Der Grad der Unzufriedenheit stieg, führte aber nicht wie erwartet zu mehr Krankmeldungen. Im Gegenteil, der Krankenstand sank erneut – auf nur noch drei Prozent. In beiden Dienstsitzen mussten die Kantinen vergrößert werden, um alle Mitarbeiter satt zu kriegen.

Nach Ende der Studie und Auswertung der Daten haben Sie und Ihr Team dem Bundesrechnungshof Bericht erstattet. Sie empfehlen, jeden zweiten Bediensteten aus dem Dienst zu entlassen, da die enorme Effizienzsteigerung weniger Personal benötigt. Das Einsparvolumen beziffern Sie nur für das Bundesinnenministerium auf jährlich sieben Milliarden Euro.

Ja, würden alle Staatsdiener von Flensburg bis Passau in den Kantinen der Behörden mit CBD/THC-haltigen Speisen und Getränken versorgt werden, hätten wir jenen schlanken Staat, der es sich leisten kann, seinen Bürgern von der Wiege bis zur Bahre ein bedingungsloses Grundeinkommen zu gewähren.

Auf der anderen Seite stellen Sie in der Studie fest, dass Staatsbedienstete unter Cannabis-Einfluss ihren Dienstauftrag etwas zu genau nehmen und mitunter mit einer Kreativität zu Werke gehen, die auch gefährlich werden könnte – gefährlich für den sozialen Frieden!

Ja, dieser Effekt war zu beobachten. Staatsdiener, die arbeiten und denken, können auch erheblichen Schaden anrichten. Stellt euch vor, es gibt nur noch fleißige Polizisten mit Grips und Ganja im Kopf. Die sind dann zwar sofort zur Stelle, aber letztlich schreiten sie nicht ein. Der Verstand sagt ihnen, dass es nicht Recht ist, die Kleinen zu hängen und die Großen laufen zu lassen. Gesellschaftlich gesehen wäre das ein Fiasko. Denn fleißige und intelligente Polizisten würden plötzlich die völlig falschen Verbrecher jagen und ins Gefängnis bringen, z.B. korrupte Politiker, Miethaie, Sklaventreiber, Aktionäre von schmutzigen Wertpapieren, Zahnärzte und alle anderen Golfspieler, die sich am Elend der Dummen bereichern. Ich glaube, dass das der wahre Grund ist, warum die Cannabis-Studie im Giftschrank des Bundeskanzleramtes gelandet ist. Die Nachteile sind wohl einfach zu groß, wenn ein Beamtenstaat für die Bürger da ist und richtig gut funktioniert.

So wird’s sein, Herr Professor. Zumal Deutschland in der Vergangenheit mit richtig gut funktionierenden Beamten keine guten Erfahrungen gemacht hat. Sie wissen ja: Wer schläft, sündigt nicht. Für Sie alles Gute und bleiben Sie stets auf dem Quivive.

6 Antworten auf „Cannabis steigert Leistungsfähigkeit von Beamten

  1. R. Maestro

    Trotzdem wird dieses Land von intelligenzlosen Zipfelklatschern regiert/vergewaltigt.
    Und viele Fressen, hirnverarmte, machen hier Politik, welche lachhaft ist.
    Was sich aktuell in der Regierung tummelt und welche Gesichter der Bundeswehr präsentiert werden, andere Länder lachen doch nur noch!
    Auch wenn sich unsere Regierungsebene zu den oberen zehntausend zählt, sind sie davon die letzten Nullen!!!

    Ca. 30 Jahre alt, aber immer noch treffend:

  2. R. Maestro

    Und jetzt zensiert ihr Hajo es wieder! Angeblich unabhängig und ein Sprachrohr!!!

  3. Egal

    Hab mir nur die ersten Sätze durchgelesen.
    Beim Satz das die Regierung 120 Jahre ein veröffentlichtkeit Verbot erteilt hat, ist für mich eine grob Fahlässige Tötung sowie verarscht der Saat uns und will uns weiß machen das Cannabis gefährlich ist!
    Jedes Cannabis Konsument der Cannabis über Jahre kontunoierlich einnimmt weiß ganz genau das der Staat lügt.
    Auf die Studie scheiß ich drauf! Jeder Cannabis Konsument weiß sowieso das Cannabis consum nur Vorteile mit sich bringt, wie Leistungssteigerung, gesünder durch das Leben geht. Krebs Vorsorge, Allergien Hämmer etc. Die Liste ist sehr lang.

    Ich verlange von der Staatsanwaltschaft das die Verantwortlichen sofort jetzt und noch heute dem haftrichter vorgeführt werden!
    Es kann nicht sein das der Staat wissentlich seine Bürger ohne triftigen Grund diskriminiert und strafrechtlich verfolgen lässt und der wahre strafzäter ist der Staat der wissentlich die Situation aus Profit-Gier nicht ändert!

    Ich verlange Schadenersatz und Haftstrafe und werfe der Politik Fahrlässigkeit vor!
    Sowie eine rückwirkende angemessene Entschädigung für Cannabis inhaftierte sowie für alle consumenten die der Justiz zum Opfer gefallen sind!.

    Alles andere ist nicht abzetable!

  4. R. Maestro

    Es wäre doch sinnvoll die Ikone des Rauschgiftes, Klöckner, zur Drogenbeauftragten zu küren.
    Selbst besitzlos, wird ihr aber die Entscheidung zugetraut Ferkeln die Eier abzuschneiden.
    Nebenbei, ich bin ein Kerl. Diese haben imho,
    im Kreissaal und in Paragraph 218, nichts zu sagen.
    Dies sehe ich ähnlich für unsere Bundeswehr, welche zur Lächerlichkeit verdammt ist/wurde.
    Es ist hierzulande eine Personalrochade, keinerlei kompetente Personen welche ihrer angeblichen Kompetez entsprechen.
    Letztendlich heisst es: Hau die Amtszeit durch, schieb`die Kohle ein, der Wille der Wähler, Bürger, Allgemeinhet ist zweitrangig!!!

  5. Kann lesen.

    „SATIRE“ (wem das nicht schon bei Prof. Hasch-ke(ks) aufgefallen ist.

    Liebe(r) Kann lesen,
    sicher ist sicher. Nachher findet sich noch jemand, der die Satire für bare Münze nimmt und Professor Haschke anzeigt.
    Gruß
    SvH

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