Dienstag, 16. Juli 2019

Cannabis-Influencerin gebustet

Berliner Polizei stoppt Internethandel mit Cannabis

Foto freeimages / Bella

 

 

 

Die Idee einer Berlinerin, sich als „Cannabis-Influencerin“ auf Instagram zu präsentieren und via Livestream Cannabis statt Kosmetik zum Kauf anzubieten, war keine gute, dafür aber mal richtig bescheuert. Denn nicht nur potenzielle Kunden zeigten reges Interesse für die Offerte der 29-Jährigen, sondern auch die Polizei – genauer gesagt die für Berlin-Neukölln zuständige 13. Einsatzhundertschaft. Und die blieb einigermaßen gelassen und stürmte nicht gleich mit Rammbock und gezückter Knarre die Wohnung, wie es in Bayern üblich ist, wenn über den Daumen gepeilt Gefahr in Verzug besteht. Nachdem ein Richter den Antrag auf eine Wohnungsdurchsuchung geprüft und genehmigt hatte, klopften die Beamten gesittet an der Wohnungstür und erbaten eine „Zutrittserlaubnis für das Film-Set“.

 

In der Wohnung der Cannabis-Influencerin erschnüffelten die Schnüffler insgesamt 300 Gramm Marihuana, die teilweise bereits verkaufsfertig abgepackt waren. Überdies wurden ein Schlagring und Bargeld in unbekannter Höhe konfisziert. Zur Auswertung des Datenmülls, den die junge Frau produziert hat, wurden auch ein Klapprechner, ein Tablet und ein Mobilfunktelefon vorläufig beschlagnahmt.

 

Zurückblieb eine weinende Cannabis-Influencerin, die sich irgendwann einmal wegen des Verstoßes gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz vor dem Kadi zu verantworten hat. Das Glück im Unglück ist, dass kein königlich-bayerisches Amtsgericht mit rachsüchtigen Staatsanwälten und Richtern die Missetat bestrafen und dem Mädel einen längeren Gefängnisaufenthalt aufbrummen wird. Vielmehr könnte das Influencer-Dummchen mit einem blauen Auge in Form eines Strafbefehls davonkommen – trotz des Vorwurfs des bewaffneten Drogenhandels. Schließlich mag es die völlig überlastete und an Cannabis-Delikten eher desinteressierte Berliner Justiz ein bisschen kuscheliger, wenn’s ums Abwatschen ungezogener Hänflinge geht.

 

 

14 Antworten auf „Cannabis-Influencerin gebustet

  1. Der Realist ohne Kraut

    Wenn man davon absieht, dass derartige Vertriebswege ziemlich blauäugig, gar dämlich sind, bleibt’s wieder beim Thema Prohibition am Ende. Es ist doch nur so, da diese unsere Verbotspolitik viele in den Sumpf treiben.

    Ob’s jetzt eine Cannabis-Händlerin, ein dummer Junge auf der Straße oder die Omi mit Eigenanbau gegen ihre Beschwerden ist, es bleibt der ekelhaft bittere Geschmack einer Politik ohne jede Gnade. Da macht’s auch nicht besser, dass bspw. Berlin eher lasch in Bezug auf Besitz (und Handel) ist.

    Das größte Problem ist, dass es immer noch für viele kein Ende ohne Schrecken gibt, und die Regierenden auch weiterhin ihren verqueren, teils gekauften Stiefel weiter tragen.

    Gebt das Hanf frei! Es ist schon mehr als nur überfällig!!

  2. Harald

    Wow, welche Leistung, die Ordnung im Staat ist wieder hergestellt. Es kann so menschen-verachtend weitergehen wie immer. Das die geballte Ordnungsmacht nichts besseres zu tun hat in Berlin, lässt tief blicken, wie verrottet dieses System ist. Auch der Umstand das das Ganze gegen unsere verfassungsgemäßen Rechte verstößt scheint bei der Wichstruppe offenbar niemand zu stören. Es wäre besser sie würden sich um die Kokser im Reichstag kümmern, denn nüchtern kann diesen Dreck niemand produzieren.

  3. Icke

    Oh weia Harald. Ich kann mir nicht vorstellen das du in Berlin lebst und Cannabis konsumierst. Nirgendwo im Land ist es cooler was das angeht und das ist nur wegen dem wie behauptest, verrotteten System. Es sei den du meinst das Regierungsviertel und den Bundestag.

  4. R. Maestro

    Am Tag nach einer Hausdurchsuchung hatte ich die Cops geholt, da mir jemand mit einem Kfz mein Garagentor unsauber gefalten hat.
    Sancho und Pancho, naja, ein dicker und ein dünner grüner sind dann auch erschienen.
    Gleich kam die Frage: Sie wissen schon, was gestern hier los war?
    Ich: Ja, das weiss ich.
    Darauf: Ja und heute wollen sie eine Anzeige erstatten? (anfauchenderweise)
    Damit sie nicht gleich in die Luft gehen, wie das HB-Männchen, habe ich entgegnet: Nicht einmal. Aber die Regulierung des Schaden wird Schwierigkeiten bereiten, daher verlange ich, dass dieser Fall aufgenommen wird. Das ganze fand natürlich im Freistaat Bayern statt.
    Was bedeutet der Begriff Freistaat hier eigentlich?

    Auszug aus Wikipedia: …. sie bezeichnet einen Staat, in dem die Staatsgewalt vom Volk ausgeht und insbesondere – im Gegensatz zur Monarchie – das Staatsoberhaupt direkt oder indirekt vom Volk gewählt wird.

    🙂 Ha! Ein Schenkelklopfer, ein doller Otto, den muss ich mir merken. 🙂
    Na, als Konsument ist man frei von Rechten?!
    Und Kopfschüsse werden als rechtmäßig deklariert.
    R.I.P. Andre B.
    Man sieht, besonders in Bayern sind die Gesetze formbar wie Kaugummi.
    Man macht sich das Gesetz zu Nutze und dreht und biegt es nach Bedarf.
    Eine inoffizielle Reisewarnung an alle Konsumenten natürlich auch Patienten:
    Mancher geht arm nach Haus` (Tobias Gill), mancher kommt nur tot heraus (Andre B.).

    In einem Land, in dem man gut und gerne lebt, lebt`s sich schon manchmal eigenartig.

  5. Richter

    Hoffentlich darf die German Polizei,bald, die Wiederaufnahme der Nürnberger Prozesse begleiten . Eine gründliche Entnazifizierung hat es hier nie gegeben und damit sollte jetzt Schluss sein. Die heutigen stolzen Nazi-Erben sollten überall und jederzeit ,für geschehene Verbrechen bezahlen .

  6. Georg Elser

    Hello Cannabis-Influencerin !

    Come visit me , in Denver Colorado , we do some big BHO Dabs , legal .
    Germany is criminal and totaly destroyed .
    Protect yourself and
    leave Germany !

  7. Rainer Sikora

    Ich fand es irgendwie schade, daß ich in Zeitungsanzeigen nie Bezugsquellen oder andere Angebote in Sachen Samen oder Pflanzen finden konnte.Die Zensur ist irgendwie Instrument der Diktatur.

  8. AN M57

    @Rainer Sikora
    Wach auf ! Diktatur ist , wenn :
    Jeden Tag tausende schwere Körperverletzungen , von Alkoholjunkies , begangen werden . Jeden 2 Tag eine Frau vom besoffenen Ehemann getötet wird . Wenn versoffene Richter sich anmassen recht zu sprechen . Wenn eine vom Trinkerwahnsinn befallene Regierung Alkoholwerbung, fördert und öffentlichen Konsum duldet . Wenn Zwangssarbeit legal ist (Hartz4) . Wie besoffen muss man sein ? Weiviel Alkohlsyndrom mus man haben ? Je größer der Betrug ,desto schwerer ist es,ihn zu erkennen ? Die Berliner Dealerbande, quer durch alle Parteien , vergiftet ein ganzes Land ,mit Alkohol, um es anschliesend auszurauben .

  9. Rainer Sikora

    @AN M57
    Leider sind mir diese und andere Mißstände auch bekannt und ich wünsche mir schönere Aussichten mit denen ich mich befassen könnte. Wer zuviel weiß,schlägt sich mit viel Sorgen herum,und wir sehen und merken eine Menge.Man mußte sich zwar schon immer mit der Obrigkeit herumschlagen,nur steuern wir auf ein nie dagewesenes Ausmaß an Unterdrückung und Menschenquälerei zu.Alkohol habe ich immer gemieden.

  10. buri_see_käo

    …unsere verfassungsgemäßen Rechte…
    die sind wohl im GG niedergeschrieben, na und.
    Stell Dir vor, manche machen ihre Gelder locker,
    um sich darauf berufend vermeintliche Rechte einzuklagen.
    Nicht wenige Richter werden denen erstmal erklären,
    was so ein richtiger Pustekuchen ist.
    Kaum belastbar das Geschreibsel des GG, vielleicht
    spendet eine Assoziation mit Eunuchenwichse Trost.
    Seit es (aktuell) nicht mehr zwangsweise geschieht,
    müssen andere schon vorsätzlich in die Armee eintreten,
    um für die Freiheit Deutschlands, nicht ihrer eigenen!,
    zu kämpfen. Deutschland nimmt sich so einige Freiheiten
    heraus; besonders die, die individuellen Freiheiten der
    Bevölkerung ständig mehr zu stutzen. Und sich dafür beim
    Soldatenfasching als Tisch verkleiden zu können, leicht
    verrückte Wertemaßstäbe zuweilen, aber irreversibel.
    mfG fE

  11. Lotus

    naja ich schätze clever wars nicht,
    aber als Protestaktion kann mans ja auch gelten lassen,
    vielleicht war sie ja sogar mutig…
    es gibt aufjedenfall weitaus schlimmeres in unserer Welt…
    z.B. ein Minderjähriger Dealer der stattdessen anderen Buchsbaumblätter als Gras verkaufen will XD

    #FREEDOM FOR PROHIBITION VICTIMS

  12. Feddy

    schön das ihr den Bericht vom Presse-Portal umschreib- aber habt ihr den Livestream gesehen? Hat sie wirklich irgendwas angeboten? Sie schreibt ja selber auf Instagram das es nicht der Fall war!

  13. Sadhu van Hemp Autor

    Ahoi Feddy!

    Sofern die gebustete Cannabis-Influencerin ihre Darstellung des Sachverhalts mitteilen möchte, könnte sie sich bei der Hajo-Redaktion melden. Wir haben stets ein offenes Ohr, wenn es der Wahrheitsfindung dient.

    Gruß
    SvH

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