Samstag, 1. Juni 2019

Interesse an Cannabis in Kanada gedeckt

Wer in Kanada bislang nicht gekifft hat, wird es wohl auch nicht mehr ausprobieren

Bild: eSheep / freeimages


Inwieweit sich das Konsumverhalten der kanadischen Bevölkerung bezüglich Marihuanagebrauch seit der Freigabe des natürlichen Rauschmittels verändert hat, stand schon mehrfach im Interesse von Wissenschaft und Politik. Auch wenn während der Ermittlung verlässlicher Werte erst kürzlich ein großer Anstieg bei Erstkonsumenten festgestellt worden sein soll, so sprachen Studien aus dem letzten Jahr noch von keinem großen Interesse, das in der Bevölkerung einzig aufgrund der Legalisierung geweckt wurde. Ebenso gaben die Auswertungen polizeilicher Arbeit im Straßenverkehr keine Auskunft über eine Steigerung der Konsumentenzahlen, die ansonsten anhand von erhöht vorkommenden Rauschfahrten festgestellt worden wäre. Jetzt hat eine in öffentlichen Angelegenheiten agierende Strategie-Firma neue Umfrageergebnisse veröffentlicht, die ebenfalls davon berichten, dass das Interesse an Cannabis in Kanada gedeckt ist, und kaum jemand auf die Idee kommen wird, anzufangen zu kiffen, hat er oder sie nicht bereits schon einmal in der Vergangenheit das legal erhältliche Rauschmittel zu sich genommen. Wer in Kanada bislang nicht gekifft hat, wird es wohl auch nicht mehr ausprobieren, ist der Tenor der Umfrageergebnisse.

Die global operierende Agentur Hill+Knowlton Strategies hat in Kanada am Donnerstag die Ergebnisse einer 1500 Personen einschließenden Umfrage veröffentlicht, die Fragen über das kanadische Konsumverhalten und Wünsche betreffend des möglichen Konsums zum Thema hatte. Dabei wurde festgestellt, dass ein großer Teil der Kanadier keine Fantasien verfolgt, in Bälde Marihuana zu gebrauchen. Vom 07. bis 15. Mai wurde zuvor genannte Anzahl erwachsener Bürger Kanadas über ihr eigenes Verhalten und ihre persönliche Beziehung zu Produkten von Cannabisprodukten befragt. Dabei stellte sich entgegen der Nachricht, dass sich die Erstkonsumentenzahlen im Land innerhalb eines Jahres verdoppelt haben sollen, heraus, dass nur ein sehr geringer Anteil in der Bevölkerung die Lust verspürt, Marihuana zu konsumieren. Einzig 10 Prozent der sehr selten oder bislang noch nie Cannabis zu sich nehmenden Personen gaben an, dass man in der Zukunft Marihuana einmal gebrauchen wollen würde. Der Vizepräsident der Agentur für öffentliche Angelegenheiten bei Hill+Knowlton, ein gewisser Omar Yar Khan, verknüpft daher dieses Ergebnis mit den Aussagen über die rapide steigenden Erstkonsumentenzahlen: Wäre der Anstieg nach der Legalisierung von Cannabis tatsächlich einer Verdopplung gleichgekommen, dann hätten nun bereits alle einst einmal an Marihuana interessierten Personen ihre Erfahrungen mittlerweile bereits gemacht.

Diese Menschen könnten nun aber auch daran ein Interesse haben, dass sie möglicherweise häufiger auf das Naturrauschmittel zurückgreifen, sodass der Verkauf von Ware weiterhin messbar nach oben gehen könne. Von 40 Prozent der häufiger Cannabisprodukte nutzenden Menschen, die bereits im letzten Jahr etwas mehr konsumierten, glaubte auch die Hälfte, dass man in diesem Jahr nochmals stärker auf den verfügbaren Marktplätzen einkaufen könne. 40 Prozent der befragten Kanadier hatten bislang dagegen noch überhaupt keinen direkten Kontakt zu Marihuana. 31 Prozent hatten Kontakt in der Vergangenheit, jedoch nicht innerhalb der letzten drei Monate. Nur 16 Prozent sahen sich als reguläre Konsumenten an, die sich mindestens wöchentlich einmal mit dem legal erhältlichen Naturprodukt ihren Alltag versüßten. Dennoch gäbe laut Umfrage auch in Kanada der Schwarzmarkt weiterhin den Ton an. 78 Prozent des eingekauften Marihuanas stamme laut Hill+Knowlton immer noch aus illegalen Quellen, da besonders die dortige Preisgestaltung der Erwartungshaltung der kiffenden Kanadier entspräche. Auf dem legalen Markt zahlten Kunden schließlich auch einen durchschnittlich bis zu 57 Prozent höheren Kurs im Vergleich.

8 Antworten auf „Interesse an Cannabis in Kanada gedeckt

  1. awd

    „Auf dem legalen Markt zahlten Kunden schließlich auch einen durchschnittlich bis zu 57 Prozent höheren Kurs im Vergleich. “

    Wie ist das möglich? In den USA hat das mexikanische Gras auf legalen Märkten preislich und qualitativ keine Chance. Wieso klappt das in Kanada nicht?

  2. Der Vertreter

    Ich glaube die aller wenigsten, nicht mal 1% der Kiffer, würden da noch zu einem „Dealer“ laufen, um den 10 Euro für 0,8 Gramm schlecht angebautes Zeug zu bekommen. Ich glaube der Endkonsument freut sich sehr, dass da Läden stehen, die ihm feinste Qualität zu fairen Preisen anbieten und das noch legal. Also, bitte legalisiert es endlich -.- Hole mir gleich wieder meine 1,6 Gramm Billigkraut für 20 Euro…. Echt armseelig, aber was besseres finde ich sehr selten. Ich vermisse die Coffeeshops in Holland.

  3. R. Maestro

    Würde das Amt zum/zur Drogenbeauftragten, in ein unbezahltes Ehrenamt übergehen,
    hätten wir wirklich Interessierte Personen auf diesem Posten.
    Aber so wie es sich aktuell verhält, ausser Spesen, nix gewesen.
    Hier MUSS/darf/soll man seinen eigenen Henker/in bezahlen!
    Eine Nullnummer kann man sein, Hauptsache man textet der Wirtschaft nach ihrem gierigen Maul.

  4. Harald Zurek

    Wenn es möglich wäre sich totzukiffen, ich würde es machen. Es ist unerträglich ihr Alhoholfratzen. Sauft euch tot und haltet dir Fresse über Dinge, von denen ihr keine Ahnung habt

  5. Harald

    Vergeßt nicht den Homegrow. Das beste Gras ist immer noch das, welches man mit viel Liebe selbst großgezogen hat. 🙂 Und schickt die Schwarzen in die Wüste. Die letzten Wahlen waren noch nicht genug. Die haben immer noch nichts begriffen!!!! Dreckiges Gesindel!!!!!!!!!!!!

  6. Krake

    @Harald, 100 % ige Meinungsteilung!!
    Schickt die Schwarzen in die Wüste…

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