Mittwoch, 15. Mai 2019

Cannabis-Anbau in Deutschland kurz vor dem Start

Sadhu van Hemp


Nun geht’s also endlich los – zumindest für zwei der Unternehmen, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) den Zuschlag für den Anbau von medizinischem Cannabis bekommen haben. Bei den Glücklichen handelt es sich um börsennotierte kanadische Unternehmen, die nun auch in Deutschland das Allerweltskraut im Gewande eines pharmazeutischen Produktes herstellen und verticken dürfen. Die Aktionäre der beiden Kapitalunternehmen Aurora und Aphria reiben sich die Hände, denn die Nachfrage nach Cannabisblüten in deutschen Landen wächst. Aktuellen Schätzungen zufolge beziehen zwischen 40.000 bis 60.000 Patienten Medizinalhanfblüten aus der Apotheke – Tendenz steigend.

Der Aphria-Konzern geht mit seinem deutschen Tochterunternehmen im schleswig-holsteinischen Neumünster an den Start, wo derzeit eine rund 8.000 Quadratmeter große Produktionsanlage errichtet wird. Abgesichert wird das Ganze wie Fort Knox. Aphria investiert allein mehrere Millionen in ein Cannabis-Hochsicherheitslager in Bad Bramstedt, wo das grüne Gold in einem Stahlbeton-Tresor vor dem Zugriff Unbefugter bis zur Auslieferung aufbewahrt wird.

Aurora Deutschland zieht es zum Chemiestandort Leuna nach Sachsen-Anhalt – dem Land der Frühaufsteher. Auf einem rund 10.000 Quadratmeter großen Areal des Biochemieparks beginnen im Mai die Bauarbeiten für die Cannabis-Produktionsstätte. Aurora beabsichtigt insgesamt einen zweistelligen Millionenbetrag am Standort Leuna zu investieren. Rund 50 Arbeitsplätze sind in Aussicht gestellt. Im Gegenzug zeigen sich die Behörden kooperativ und bienenfleißig, was die Baugenehmigungsverfahren betrifft.

Es läuft also wie geschmiert. Die beiden großen Cannabis-Unternehmen haben vom BfArM – wie von langer Hand geplant – grünes Licht bekommen, und die weniger finanzkräftigen Mitwerber haben – wie bestellt – das Nachsehen. In der Schwebe ist noch der Zuschlag für das junge Berliner Unternehmen Demecan. Das BfArM war es gerichtlich auferlegt worden, die Bewerbungsunterlagen einer Nachprüfung zu unterziehen. Doch es müsste schon mit rechten Dingen zugehen, wenn Demecan am Ende den Zuschlag nicht bekommt. Schließlich handelt es sich bei dem vermeintlich deutschen Bewerber um ein Joint-Venture-Unternehmen der kanadischen Wayland-Group, die ebenfalls zu den großen kanadischen Cannabis-Produzenten zählt und bis 2018 unter dem Namen Maricann firmierte.

Der Kuchen ist verteilt. Aurora und Aphria können also schon mal die Gelddruckmaschinen anwerfen. In die Röhre gucken hingegen die vielen kleinen Handwerksmeister, die sich in ihren geheimen Gewächshäusern mitunter schon seit Jahrzehnten liebevoll der hohen Kunst des Cannabisanbaus widmen und allzu gerne legal und steuerpflichtig ihrem Kleingewerbe nachgehen würden. Nicht nur dass die Veteranen der Growerszene weiterhin wie Aussätzige behandelt werden, auch die Vielfalt der Produktpalette geht verloren, wenn standardisierter Industriehanf seinen Siegeszug fortsetzt. Der vom BfArM eingeschlagene Weg, die Lizenz zum Geldverdienen nur den Großen der Großen zuzuschieben, führt klar in die falsche Richtung – vor allem in Hinblick darauf, dass in nicht allzu ferner Zukunft die nächste Ausschreibung zum staatlich kontrollierten Anbau von Cannabis ansteht – und zwar von Cannabis zu Genusszwecken. Im Grunde ist das Procedere des BfArM in Sachen Medizinalhanfanbau nur der Probelauf für das, was unweigerlich kommen wird.

Der Cannabis-Community sei deshalb dringend angeraten, sich im aufgezwungenen Monopoly-Spiel „Wem gehört der Hanf“ nicht weiter über den Tisch zu ziehen lassen. Der Hanf hat frei zu sein, Schluss, aus, basta!

6 Antworten auf „Cannabis-Anbau in Deutschland kurz vor dem Start

  1. Harald

    Die Kanadier in allen Ehren, aber deutsche Bewerber auszuschließen ist wieder mal ein Fall von staatlicher Willkür. Zusätzlich ist jede Pflanze frei und der Bürger hat genau so frei zu sein. Es muß endlich Schluss sein mit dieser Terrorherrschaft einer bestechlichen und schon lange gekauften Politik!!!!!!!! Der Staat hat nicht das Recht den Bürgern zu verwehren ihr eigenes Cannabis anzubauen. Das ist eindeutig verfassungswidrig und ich hoffe der Hanfverband wird dies mit der Klage, für die er Spenden eingesammelt hat, beenden. Außerdem ist es auch moralisch unter aller Sau eine Droge, welche jedes Jahr ca. 79.000 Tote fordert, nämlich Alkohol, legal zu halten und eine Droge, welche keinerlei Opfer fordert, nämlich Cannabis, illegal zu halten. Von der medizinisch hohen Wirksamkeit von Cannabis haben wir dabei noch gar nicht gesprochen. Betrachten wir zusätzlich noch „legale“ Schmerz-Schlafmittel sowie Psychopharmaka reden wir nochmals von Milliarden, welche der dadurch der angerichtete Schaden, in der Gesellschaft kostet. Zigaretten ebenfalls legal, wo die Politik sogar ein Werbeverbot verhindert, kosten ca. 120.000 Menschenleben pro Jahr. Wohlgemerkt die genannten Zahlen sind nur die Todesopfer in Deutschland. In der Gesamtschau dieser Fakten muss man feststellen, dass zwischen führenden deutschen Politikern und Berufsverbrechern leider kein Unterschied besteht. Leute abwählen und zwar so schnell als möglich. Und danach diese gesellschaftsfeindlichen Berufsverbrecher vor Gericht stellen!!!!!!!!!!!!

  2. R. Maestro

    Fort Knox wäre neidisch.
    Guillotinen für Quertreiber, die ohne bewaffneten Schutz mit einem Zwanni in der Tasche herumlaufen.
    Haftanstalten ringsherum für Mitarbeiter, welche vielleicht eine Mikrobe heraus schmuggeln wollen.
    Unser Staat reisst sich den Arsch auf, Cannabis weiter als das Übel darzustellen, welches die Menschheit noch dahin raffen wird.
    Am besten nebenan einen Friedhof, für die legalen Drogentoten, durch Alkohol.
    Vielleicht wird der gemeine Pöbel es noch verstehen, dass er mit Cannabiskonsum den Brauereien und Korruptionszahlungen schadet.

    Was man Cannabis-Händlern untertstellt, es findet in der Politik statt.
    So „schrecklich“ Cannabis auch ist. In Dehnberg schafft man es trotzdem zum Geschäftsführer bei Pesika.
    Trotzdem möchte ich gerne in Dehnberg wohnen. Eine vermutlich kontrollfreie Zone.
    Wer möchte die Brut unserer Mutter Theresa filzen.
    Vielleicht wird dort irgendwann ein Mortler jr. im Suff totgefahren, es wäre ein Denkanstoss.
    Ein Veto von Mutti oder der Wirtschaft, hat eigenständiges Denken verboten. Also was soll`s,
    die Hörigkeit verbietet es.

  3. Rainer Sikora

    Es ist aber gut,daß das Kraut im Lande wächst.Es hat hier gewissermaßen Asyl.

  4. Otto Normal

    „…Vielleicht wird dort irgendwann ein Mortler jr. im Suff totgefahren, es wäre ein Denkanstoss….“

    Um Gotteswillen NEIN!
    Wenn der Junge tot ist habe ich keine Geisel mehr. Solange er lebt kann ich jede Woche daran erinnern das Mortlers Ideologie sogar am eigenen Sohn scheiterte und er mit Cannabis erwischt wurde.

    Das bei der Vergabe von Lizenzen geschoben und geschummelt wurde wundert mich nicht. Schließlich dürfen wir niemals vergessen das unsere oberste Regierungschefin aus einer sozialistischen Diktatur stammt in der so etwas an der Tagesordnung war. Frau Merkel war bei der Wende bereits Teil des DDR-Systems, weshalb man sie auf den damaligen Montagsdemos auch vergeblich sucht. Ein sog. „Wendehals“. Sie wendet das bei Honecker gelernte Wissen eben nun auch hier an und führt nach und nach eine Art „Planwirtschaft“ ein. „Marktkonforme Demokratie“ hat sie das mal genannt und „endlich mal durchregieren“ (so wie Honecker es 40 Jahre lang konnte) ist auch von ihr.

    Der Fisch stinkt immer vom Kopfe her. Frau Merkel tut immer so als trage sie keine Verantwortung. Dabei ist sie die Kanzlerin. Aber auch in der DDR war das so. Die Schuldigen wurden nie bestraft, dafür ermordete man die eigenen Landsleute an der innerdeutschen Grenze. Auch dafür wurden die wirklichen Verantwortlichen nie zur Rechenschaft gezogen, außer ein paar kleine Mauerschützen und Egon Krenz.

    Immerhin können wir heutzutage unseren Nazistaat verlassen ohne befürchten zu müssen an der Grenze vom Kugelhagel des deutschen Zoll zersiebt zu werden.

    Frau Mortler ist nur eine willenlose, lernresistente (evtl. auch geistlose) Marionette die bereit ist für die Ideologie alles zu Opfern, sogar den eigenen Sohn. Eine Mitläuferin wie es sie auch im 3. Reich gab.

    @Harald
    Die Klage vor dem Karlsruher Eunuchenhaus wird scheitern!
    Dieses Gericht hat 24 Jahre lang schweigend zugesehen wie sein Cannbis-Urteil aus dem Jahr 1994 von allen Regierungen – durch alle Parteien hindurch von CDU/CSU bis Rot/Grün – vollständig ignoriert wurde, obwohl es massive Instrumente hat die Umsetzung zu erzwingen (Setzen von Fristen). Anscheinend waren die Richter im Dauerurlaub oder hatten einfach keine Zeit ihren Job zu machen. Dieses Gericht hat bei der Frage des Minderheitenschutzes immer wieder vollständig versagt.
    Auf eine Klage die sich auf die vom Grundgesetz geforderte Gleichbehandlung bezog fanden diese Eunuchen die unverständliche Antwort: „Kein Recht auf Rausch“

    Der Vorsitzende dieses Gerichtes tingelte jüngst durch diverse Fernsehshows wie ein Medienstar und erklärt mit salbungsvollen Ausreden wieso dieses Gericht sich Handlungsanweisungen vom EUGH zur Verfassungsmäßigkeit der illegalen Staatenfinanzierung durch die EZB holen muß anstatt seinen Job zu machen. Die Spenden an den Hanfverband sind deshalb schon von vornherein verloren, man hätte die Gelder ebensogut der 3. Welt spenden können.

    Das einzige Gericht welches in der Vergangenheit hin und wieder mal Eier gegen Nazideutschland bewiesen hat ist der Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg (Urteil zur Familienpolitik, deutsche Gesetzgebung zum Familienrecht wurde als teilweise menschenrechtswidrig eingestuft damals). Wirklich verlassen kann man sich darauf auch nicht.

    Leider hat man sich für eine Klage vor dem Deutschen Eunuchenhaus in Karlsruhe entschieden. Es gibt tatsächlich immer noch Menschen in unserem Land welche an einen funktionierenden Staat und eine unabhängige Justiz glauben. Ich finde das aber nicht schlimm, wieder andere Menschen glauben das die Erde eine Scheibe sei, so hat eben jeder seine eigene Religion.

    Diese Verbrecher-Regierung abwählen… ein schöner Gedanke… nur leider unrealistisch wenn man einer Minderheit angehört und die Mehrheit mit der bestehenden Politik einverstanden – weil nicht davon betroffen – ist. Dafür wurden ja eigens Sicherheitssysteme – also Verfassungsgerichte – geschaffen. Allerdings wenn sie regelmäßig versagen wie in unserem Staat gibt es für die Minderheit keine Rettung mehr vor der Diktatur der Mehrheit.

    Deshalb sehe ich auch einer Machtübernahme durch die Rechte gelassen entgegen. Auch wenn ich die nicht mag tröstet mich jedoch der Gedanke das die das bürgerliche Pack ohne wenn und aber aus dem Parlament fegen wird. Diese Verbrecher werden dann über kurz oder lang selber zu Verfolgten. Es gibt stets einen größeren Fisch. Für einen groben Klotz braucht es eben auch einen groben Keil und wo gehobelt wird da fallen Spähne. Ich freue mich schon auf die Inhaftierung von Jens Spahn wenn die Rechten den § 175 StGB wieder reaktivieren. Vielleicht gehe ich ihn dann mal besuchen und könnte in der Kantine mit Jens über den Sinn und die Bedeutung der Worte „Minderheit“, „Unterdrückung“, „Machtmißbrauch“ und „Solidarität“ auf Augenhöhe diskutieren.

    Sollten die Homos wieder verfolgt werden werde ich mit Sicherheit nicht für deren Grundrechte demonstrieren sondern mich darüber freuen das die dann ersteinmal wieder VOR den Kiffern dran sind.

    Der Feind meines Feindes ist zumindest zeitweise mein Freund.

  5. Harald

    @ Otto Normal
    Ich kann dich sehr gut verstehen und an deinen Texten merkt man auch, dass du, was Politik angeht, was drauf hast und dich intensiv damit auseinandergesetzt hast. Genau darin liegt aber auch das Problem, je mehr man sich damit beschäftigt und je mehr man sich bildet, desto größer wird die Wut, weil man merkt mit was für Gesindel man es zu tun hat und wie blöd das Volk eigentlich ist. Ein Unrechtsregime durch ein neues zu ersetzen ist aber auch keine wirkliche Lösung. Ich glaube wenn die Rechten erst mal, die unbestrittenen Probleme in den Griff bekommen würden, wäre der Kontroll-und Machtwahn nicht geringer, sondern eher noch größer. Es ist so eine Geschichte den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Es wird mehr als Kollateralschäden geben. Meine These ist eine Andere. Nachdem ich mich intensiv mit der Finanzpolitik, als Thema, beschäftigt habe bin ich der festen Überzeugung, dass von einer breiten Bevölkerungsschicht der Sturm losbrechen wird, wenn sie endlich checken, dass ihre Lebensleistung von gierigen Nichtskönnern, Politverbrechern und Lügnern durch den Schornstein gejagt wurde. Und genau vor diesem Ereignis hat die Politik eine Heidenangst. Das siehst du an ihren verzweifelten Versuche sofort einzugreifen, sobald die Börse nach unten geht und den verbrecherischen Versuchen der EZB zu retten was nicht zu retten ist. Es wurde viel zu viel Geld aus dem System gezogen und damit der Gesellschaft gestohlen. Die Politik wird sich immer mehr Gemeinheiten zum Machterhalt einfallen lassen und das wird ihr Untergang sein, denn das System wird kollabieren so oder so und dann bricht die Hölle los. Das hat aber einen großen Vorteil. Die Politiker, Banker und Konzernbosse, welche nicht durch die Fluchthilfeeinheiten in Sicherheit gebracht werden können und das werden viele sein, mit denen muss man sich im Gefängnis nicht mehr unterhalten, weil sie es bis dahin nicht mehr schaffen werden. Die werden sie aufhängen und totschlagen. Und wenn das passiert setze ich mich in meinen gemütlichen Sessel, zünde mir ein Pfeifchen an, grinse in mich hinein und genieße!!!!!!!!! Denn dann bekommen sie, was sie verdienen!!!!!!! Wer Wind sät usw., usw…………

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