Freitag, 19. April 2019

Und wieder mal 4/20

Ein besonderer Tag für Cannabis.

Cannabis
Bild: Archiv / Schmiddie


Auch wenn der April an seinem Beginn zum Scherzen einlädt, bietet der meteorologisch interessante Monat einen anderen Tag als wichtiges Datum für die Freunde und Befürworter von Marihuana und dessen vollständiger Legalisierung, der überhaupt nicht als Witz zu verstehen ist. Am 20.04. ist der global zelebrierte Four-Twenty-Day, an welchem sich Menschen mit Hang zum Hanf gerne versammeln und der Allgemeinheit zeigen, wie fröhlich und friedlich mit Cannabis gelebt werden kann. Der offizielle Feiertag der Kiffer lässt in Gefilden, wo die Prohibition bereits überwunden ist, unzählige Personen zusammenkommen und diese gemeinsam mit Tüten, Bongs und anderen Rauchutensilien in der Hand gehörig abfeiern. In den USA oder Kanada bedeutet der 20. April ein großes Fest, an dem sich professionelle Händler zu ganz besonderen Angeboten hinreißen lassen und ähnlich wie an Weihnachten für besonders große Umsätze sorgen, die auch den jeweiligen Staatskassen zugutekommen. Hierzulande hat sich hingegen nur ein geringer Teil in der Bevölkerung die Option besorgen können, öffentlich – mit einem Rezept in der Tasche – dem Konsum der natürlichen Medizin frönen zu dürfen. Dennoch wird an den unterschiedlichsten Orten Deutschland auch wieder zum passenden Datum gezeigt, dass Cannabis nicht zu den schlechtesten Dingen des Planeten zählt, sondern sogar Menschen mit Krankheitssymptomen besser auf die Beine helfen kann. Aus diesem Grund versammeln sich erneut viele Personen zum Weltcannabistag, der auch der Politik einen Denkanstoß verpassen soll, etwas gegen die Ungereimtheiten der Drogengesetze zu unternehmen und die missglückte Prohibition von Cannabis endlich durch ein gelungenes Konzept zu ersetzen, welches Volljährigen den Zugang zu reinem Marihuana ermöglicht. Und wieder mal 4/20!

Noch vor den Festivitäten des Global Marijuana March am ersten Wochenende des kommenden Mais haben alle gesetzlich verfolgten Cannabisnutzer die Chance ihren Forderungen nach einem legalen Zugang zum natürlichen Rauschmittel Ausdruck zu verleihen, wenn sie sich im Netz informieren, wo in ihrer Nähe eine offizielle Four-Twenty-Veranstaltung stattfinden wird. Während es seitens des Cannabis Social Clubs Hannover e.V schon im März einen direkten Hinweis auf die kommende Veranstaltung in der Fußgängerzone namens Kröpke gab – wo man sich ab 15:30 versammeln wird – so sind die bislang erhältlichen Informationen zum Weltkiffertag in Deutschland weniger offensichtlich verbreitet. Daher empfiehlt es sich für die Befürworter der Legalisierung etwas im Internet umzuschauen und nach Events am 20.04.2019 umzuschauen, welche in der eigenen Umgebung ähnliche Forderungen vertreten, wie die Veranstaltung in Hannover es tut. Dort wird darauf explizit eingegangen, dass sowohl die Kriminalisierung von Cannabisnutzern, sowie die unmenschliche Verweigerung von Cannabis für Patienten ein schnelles Umdenken in der Politik erfordert, welches den Vorstellungen verschiedener Lobbys Widerstand leisten kann. Von der Pharma-, der Alkohol- und Tabakindustrie sowie den Krankenkassenlobbyisten darf sich eine politische Riege nicht länger vorsagen lassen, welche Gangart bezüglich Cannabiskonsum und Marihuanaproduktion die richtige sei, sondern fundierte Argumente müssen endlich zu einem benötigten Umschwung in dieser Frage führen. Da die gescheiterte Prohibition in anderen Ländern durch funktionierende Gesetze erfolgreich ausgetauscht werden konnte, müssen diese Fallbeispiele auch endlich hier wahrgenommen werden und anschließend eigentlich zwingend für eine Veränderung im Umgang mit Hanf Sorge tragen. Daher ist erneut jeder Prohibitionsgegner in Deutschland dazu aufgerufen, sich ein wenig selbst zu bewegen und an den möglichen Events zum Weltkiffertag Gesicht zu zeigen. Die Zeiten, sich aufgrund des Konsums in ein stilles Kämmerlein zurückziehen zu müssen, da man scharfe Blicke und Strafen fürchtet, sollten im Jahr 2019 endlich überwunden worden sein, auch wenn die aktuelle Gesetzeslage leider natürlich noch zum Fürchten einlädt. Doch nur durch ein gemeinschaftliches Auftreten und einheitliche Forderungen können die Mauern der Verbotspolitik letztendlich eingerissen werden und den längst erforderlichen Paradigmenwechsel einläuten, weshalb in Deutschland der 20.04 als große Möglichkeit verstanden werden muss. Für legales Cannabis und genügend Medizin für Kranke.

Legalize!

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