Montag, 8. April 2019

Musikfestivals kein gutes Pflaster für Cannabis-Konsumenten

Polizei schikaniert Besucher des Technofestivals „Time-Warp“ in Mannheim

Bild: freeimages / bugdog

 

Wo die Musik spielt, ist die Polizei nicht weit, um für Missklänge zu sorgen. Besonders eifrig zeigten sich mal wieder die Störenfriede der baden-württembergischen Polizei, die am Wochenende das Techno- und Housefestival „Time-Warp“ in Mannheim heimsuchten und Jagd auf Cannabis- und Drogenkonsumenten machten. Und so gab es zum 25-jährigen Jubiläum für einige der rund 20.000 Besucher tüchtig auf die Ohren – in Form einer Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

 

Als am späten Samstagnachmittag die 19-stündige Technoparty in den Hallen und Zelten des Maimarktgeländes begann, war der generalstabsmäßig geplante Großeinsatz der Strafverfolgungsbehörden bereits in vollem Gange. Auf den Zufahrtswegen und Parkplätzen vor dem Veranstaltungsort waren Kontrollpunkte eingerichtet, an denen schon vor Partybeginn 155 Personenwagen und acht Reisebusse kontrolliert wurden. Bis Sonntagnachmittag fühlte die Polizei insgesamt 1.361 Besuchern in 335 Fahrzeugen auf den Zahn. Für 83 Fahrzeugführer endete der Kontakt mit der Gendarmerie blutig – also mit einer Blutentnahme, da der Verdacht bestand, dass sie unter Cannabis- bzw. Drogeneinfluss hinterm Lenkrad saßen.

 

Der Großeinsatz gegen die „Time Warp“-Besucher hat sich für die Polizei gelohnt. Zur Freude der Mannheimer Staatsanwaltschaft wurden insgesamt 221 Strafverfahren aufgrund von Betäubungsmitteldelikten eingeleitet. Die Greiftrupps der Polizei konnten am Ende der Veranstaltung die Beschlagnahmung von Genussmitteln und Drogen unterschiedlichster Art verbuchen: Den Konsumenten weggenommen wurden knapp 90 Gramm Marihuana, 50 Gramm Haschisch, rund 70 Gramm Amphetamine, über 100 Gramm Ecstasy, sowie einige Konsumeinheiten anderer illegaler psychoaktiver Substanzen.

 

Wieder einmal zeigt sich, dass der Besuch eines Musikfestivals für Cannabis- und Drogenkonsumenten mit hohem Risiko verbunden ist. Dank der unterbeschäftigten deutschen Polizei, die allzu gerne dort auf der Lauer liegt, wo kleine Fische von selbst ins Netz gehen, stehen die Chancen für Freizeitkiffer gut bis sehr gut, um sich eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Cannabis-Verbot einzuhandeln.

 

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9 Kommentare
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Harald
Harald
2 Jahre zuvor

Wenn man nur klein kann und vor groß wegduckt. Kommt nicht gut an bei der Bevölkerung, die langsam begreift, dass es sich bei den Ordnungshütern um die gewaltbereite Vollstreckungseinheit der korrupten Prohibitionisten, handelt. Die auch nur klein „weghauen“ dürfen, denn das große Geld wird noch gebraucht, um die Fassade aufrecht erhalten zu können.

Rainer Sikora
Rainer Sikora
2 Jahre zuvor

Solche Polizeiaktionen werden von der Bevölkerung weder bemerkt noch hinterfragt.Die meisten finden das gut und richtig und würden gern selbst draufhauen.Kaum jemand durchschaut die eigentliche Absicht und den Grund den diese Gemeinheit verfolgt und worauf das abzielt.Andersdenkende zu bekämpfen.Und denen das Leben zu vermiesen.Im Sinne unserer Regierungen.

Cassis89
Cassis89
2 Jahre zuvor

Wow. Ganz super was die machen. Hochgerechnet 400 Gramm weniger im Umlauf. Das ist doch effizientes Arbeiten. Schön die Statistiken pushen und Privatpersonen das Führungszeugnis ruinieren. Für sowas zahlt man doch gerne Steuern.

R. Maestro
R. Maestro
2 Jahre zuvor

Jaaaaaa.

Für richtiges Rauschgift ist immer noch der Bundestag, die erste/beste Adresse.

Ihr Lügenmäuler, Lügenfressen, Judasse!

Scheinheiliges Vordenker-PACK!!!

Geld aus dem Nichts
Geld aus dem Nichts
2 Jahre zuvor

Wiederstandsrecht . Anti-Anti-Riot-Kontroll . Operative Psychologie . NSU Fuck you !

Meine Meinung
Meine Meinung
2 Jahre zuvor

Also gegen Kontrollen von Autofahrern habe ich ja nichts. Wer Drogen (egal on illegal oder alkohol) nimmt sollte nicht auto fahren.

Allerdings Leuten ne Strafanzeigen wegen Besitz von Kleinmengen aufzudrücken ist halt echt unnötig. Da sollen sie lieber in Großraum Diskotheken unterwegs sein und sich um aggressive Trinker kümmern wie um friedliche Konsumenten auf der timewarp

Otto Normal
Otto Normal
2 Jahre zuvor

Öffentliche Techno-Party’s aller Art sind so etwas wie die Fischreusen mit denen man in der Nordsee Krabben fängt. Es sind FALLEN. Der Köder ist die Musik und die Community. Fallenstellerei ist eine Methode zu Fischen und Jagen die der Menschheit schon sehr lange bekannt ist. Besonders reizvoll an der Situation ist, daß die Bullen die Falle nicht mal selber bezahlen und aufstellen müßen, so wie die Radarfallen. Solche Party’s sind wie Leuchttürme in der Nacht, oder wie ein Wasserloch in Afrika wo jedes Tier zum trinken hinkommt, die Raubkatzen müßen sich nur auf die Lauer legen, sehr bequem. Jeder der sich im Widerstand gegen die faschistische Drogenpolitik unserer Unchristlichen Bundesregierung befindet sollte das wissen und solche Veranstaltungen strickt meiden. Entweder… Weiterlesen »

Geld aus dem Nichts
Geld aus dem Nichts
2 Jahre zuvor

Die Sanitären Einrichtungen auf Festivals gehören doch in den Focus der Polizei , um endlich gegen Krimminelle Infektions und Verletzungsherde vorzugehen . Oder , aber man tauscht Dixitoileten gegen Hocktoileten und Freiluft-Urinale aus ,dann kann sich die Polizei wieder mit , Geldwäsche , Korruption , Stasimörder und Steuerhinterziehung beschäftigen .

Girale Geldschöpfung
Girale Geldschöpfung
2 Jahre zuvor

Wer unbehelligt Drogen nehmen will ,der melde sich an ,im Schützenverein . Dicht und Besoffen und dann noch mit echten Waffen RumBallern , Bier , Schnaps , Likör und Kontakte ,das und noch viel mehr , gibts nur dort ,sowie eine Alkolhaluzinose , frei Haus .