Samstag, 23. März 2019

Afrika könnte ab 2023 über sieben Milliarden Dollar mit Cannabis verdienen

Eine Legalisierung von Dagga vorausgesetzt.


Nicht in den westlichen Zivilisationen sehen höchste Gerichte die Ungerechtigkeiten im Kampf gegen Cannabis und dessen Konsumenten, sondern in abgelegeneren Teilen der Erde, die hierzulande gerne noch als hinterwäldlerisch betrachtetet werden. Erst im September des vergangenen Jahres sorgte der Oberste Gerichtshof in Südafrika für Freudentaumel im Land, als Raymond Zondo, der stellvertretende Oberrichter des Verfassungsgerichtes Südafrikas, aussprach, was sich auch in Deutschland mehrere Millionen Menschen denken und wünschen: Das Cannabisverbot ist verfassungswidrig und schränkt die private Entwicklung jedes Individuums ein, sodass es abgeschafft gehört. Zuvor hatte im April 2018 schon Simbabwe den Zeitgeist gespürt und die Produktion von medizinischem Marihuana erlaubt, was den Finanzminister nur neun Monate später auf den Gedanken brachte, auch Exporte des begehrten Krautes aufgrund des finanziellen Potenzials anzustreben. Würden insgesamt neun Schlüsselmärkte in Afrika auf den jetzt gestarteten Zug aufspringen, wäre der schwarze Kontinent in Zukunft ein bisschen goldener, wie eine am Donnerstag herausgegebene Marktanalyse der Organisation Prohibition Partners nun voraussagt. Afrika könnte ab 2023 über sieben Milliarden Dollar mit Cannabis verdienen, die bei jährlicher Wiederholung dieser Einspielergebnisse dem gesamten Gebiet einen bitter benötigten Aufschwung ermöglichen würden.

Afrika beherbergt fünf Länder auf seinem Gebiet, die zu den Top-30-Ortschaften der Welt zählen, in welchen die höchste Cannabisnutzung verzeichnet wird. 76 Millionen Nutzer zählt man dort, welche sich in einem Alter zwischen 15 und 64 Jahren befinden. Trotz der meist noch gültigen Prohibition des Naturrauschmittels schätzt man die Gesamtproduktionsmenge in Afrika auf 38000 Tonnen jährlich, auch weil sich viele Bauern mit anderen Ernten – wie zum Beispiel mit der von Tabak – nicht länger den Lebensunterhalt absichern können. Würden daher gewisse Gebiete – unter anderem Lesotho, Nigeria, Simbabwe und Südafrika – eine vollständige Legalisierung von Cannabis umsetzen, könnte nach den Berechnungen der Cannabisanalysten ab 2023 ein jährlicher Umsatzwert von 7,1 Milliarden Dollar erreicht werden. Grund hierfür gäben die klimatischen Bedingungen, die günstig zu erwerbenden Anbauflächen sowie das geringe Lohneinkommen der potenziellen Arbeitnehmer.

Der „African Cannabis Report“ ist der bisweilen erste detaillierte Bericht über eine legale Cannabisbranche in Afrika. Er enthält ausgeklügelte Marktwertprognosen, Analysen der möglich erscheinenden Zeitreihenfolge, der Verbrauchsdaten sowie auch Gesundheitsanalysen für die neun Schlüsselmärkte des schwarzen Kontinents. Der Bericht hält dabei fest, dass die genannten Gebiete und auch noch andere Länder Afrikas durch die Entwicklung legaler Cannabismärkte erhebliche wirtschaftliche Vorteile erzielen könnten – 7,1 Milliarden Dollar jährlich ab 2023.

Alleine in Marokko profitierten heutzutage schließlich schon circa 800000 Menschen durch eine berufliche Beschäftigung in dem dort bislang nur geduldeten Sektor der Cannabisproduktion.

2 Antworten auf „Afrika könnte ab 2023 über sieben Milliarden Dollar mit Cannabis verdienen

  1. Harald

    Afrika tut gut daran zu legalisieren und sich vom Westen unabhängig zu machen, denn alles was bisher von den Europäern kam war nur Ausbeutung, Ungerechtigkeit und Hunger.

  2. Rainer Sikora

    Afrika ist eigentlich genau wie Bangladesch,ein Cannabisland und müßte schon seit langer Zeit das Hanf frei gebrauchen.Ist mir völlig unverständlich,daß erst jetzt eine bislang verschlossen gehaltene Tür vieleicht aufgehen könnte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.