Montag, 4. März 2019

Cannabis tut alten Menschen gut

Neue Studie aus den USA belegt medizinischen Nutzen von Cannabis bei über 75-Jährigen

 

Sadhu van Hemp

 

Dem Tod ein Schnippchen zu schlagen, ist der große Wunsch der Menschheit. Zwar erfüllt sich dieser Wunsch nicht, aber er macht erfinderisch, wenn es darum geht, zumindest den Alterungsprozess zu verzögern. Vornehmlich gilt es daher, sich Krankheiten vom Leibe zu halten, die den Organismus auszehren und jeglichen Lebensmut in Schmerz ersticken. Dank der modernen Medizin gelingt es inzwischen immer mehr alten Menschen, ihre chronischen Krankheiten in Schach zu halten und das Leben um viele Jahre zu verlängern. Doch der Segen eines langen Lebens kann auch ein Fluch sein. Denn nicht immer verhilft das ärztliche Handwerk zu einem Lebensabend ohne Leid. So filigran Ärzte und Pharmakologen auch arbeiten, letztlich ist es ein Stochern im Nebel, wenn der Patient diagnostiziert, therapiert und entsprechend medikamentiert wird. Das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele, wie es die traditionelle chinesische Heilkunde vor Jahrtausenden erfasste, bleibt für die moderne Medizinwissenschaft nach wie vor ein großes ungelöstes Rätsel.

 

Doch die Zeiten ändern sich. Pharmakologen und Mediziner entdecken zusehends die Pflanzenheilkunde – trotz aller Widerstände der Schulmedizin, die auf Arzneimittel aus dem Chemielabor setzt. Vor allem die heilende und lindernde Wirkung von Cannabis rückt in den Fokus der Wissenschaft. Nahezu täglich gibt es neue Publikationen über die älteste bekannte Heilpflanze. Nun haben Forscher des Neurologischen Instituts in Buffalo, New York, in einer Studie herausgefunden, dass Cannabis für ältere Menschen eine Allzweck-Medizin ist. Was den Alten und Gebrechlichen in der nah- und fernöstlichen Welt seit Urzeiten als Balsam dient, ist plötzlich auch für die von der Gesundheitsindustrie im Würgegriff gehaltenen Senioren der westlichen Welt eine Alternative.

 

Untersucht wurden 204 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 81 Jahren, die sich für das Cannabis-Programm des Staates New York registriert hatten. Das Krankheitsbild der Studienteilnehmer umfasste zu Dreiviertel chronische Schmerzen, bei den anderen Patienten waren Krebs, Neuropathie, Multiple Sklerose, Epilepsie und Parkinson diagnostiziert worden.

Am Ende des viermonatigen Beobachtungszeitraumes gaben sieben von zehn Patienten an, eine Linderung der Krankheitssymptome wahrgenommen zu haben. Die Hälfte der Probanden sagte, dass die chronischen Schmerzen abnahmen, 18 Prozent sprachen von einer Verbesserung des Schlafes. Nervenschmerzen nahmen bei 15 Prozent der Teilnehmer ab und 10 Prozent verspürten weniger Angst.

„Die Wirksamkeitsraten waren ziemlich hoch“, sagte der leitende Forscher Dr. Laszlo Mechtler, medizinischer Direktor des Institutes in Amherst. „Die meisten Patienten fühlten, dass sich ihre Lebensqualität verbessert hatte. Medizinisches Cannabis ist meiner Meinung nach eine ausgezeichnete Wahl für Patienten mit chronischen Krankheiten, einschließlich chronischer Schmerzen.“

 

Allerdings gab es auch unerwünschte Effekte. So traten kurz nach dem Start der Cannabis-Studie bei 34 Prozent der Patienten Nebenwirkungen auf: 13 Prozent klagten über Schläfrigkeit und jeweils sieben Prozent über Gleichgewichtsstörungen und Verdauungsprobleme.

Nach Anpassungen der Dosis berichteten nur noch 21 Prozent der Probanden über Nebenwirkungen. Drei Prozent der Teilnehmer kamen nicht klar und beendeten die Einnahme von THC-Präparaten. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ein THC-CBD-Verhältnis von 1:1 am effektivsten ist.

 

Die Studie zeigt überdies, dass Cannabis-Patienten weniger zu Opioid-Schmerzmitteln greifen und die Abhängigkeit geringer ist. „Hinsichtlich der Opioid-Epidemie, die in den USA täglich 115 Menschen sterben lässt, ist alles, was den Opiatgebrauch verringern kann, eine Win-Win-Situation“, sagte Mechtler. „Niemand überdosiert medizinisches Marihuana. (…) Unsere Großeltern betreiben keinen Missbrauch. Sie wollen eine verbesserte Lebensqualität. Sie wollen die Opioide loswerden, die eine lange Liste von Nebenwirkungen haben.“

 

Die US-Forscher hoffen, dass die Bundesregierung möglichst bald landesweit grünes Licht für die Legalisierung von Medizinalhanf gibt, um größer angelegte Beobachtungsstudien durchzuführen, die die Resultate untermauern.

 

7 Antworten auf „Cannabis tut alten Menschen gut

  1. Rainer Sikora

    Wenn konsumierende Opas genügend Abstand zu Kindergärten und Schulen einhalten,um die Enkel nicht zu verderben,die dann opasüchtig werden könnten weil es illegal ist und Opas verboten gehören…Geistert mir so durch den manchmal verrückten Schädel.Mortlergeschädigt.

  2. Harald

    Cannabis ist nicht nur gut für alte Menschen. Es verbessert die Lebensqualität von vielen Betroffenen. Aber das erst mal in die Hohlschädel der Politik zu bringen ist nahezu unmöglich. Die Auftraggeber dieser gekauften Prohibitonisten aus Politik und Justiz zahlen einfach zu gut. Mit dem Geld verschwinden Ideale, falls sie überhaupt jemals vorhanden waren. Zudem ist ja bekannt das die Herrschaften aus dem Bundestag lieber koksen und saufen. Sie verdienen ja genug mit ihrer gebückten und willfährigen Haltung. Und wenn interessiert bei dieser Mischpoke schon Charakter. Der wird einfach von den Bezahlern aus den Konzernen weggekauft, falls er überhaupt jemals vorhanden war. Aber daran habe ich große Zweifel!!!!!!

  3. R. Maestro

    Moral und Ethik waren noch nie hoch angesiedelt hier.
    Im Gegensatz zum schnöden Mammon.

  4. Egal

    Das sind schöne Nachrichten!
    Auch jüngere Menschen über 18 Jahre profitieren davon!

    Cannabis Konsum in maßen sorgt für ein starkes immunsystem, Krebs Vorsorge, gegen Herzinfarkt u. V. M.

    Das gute daran ist das man sich auch an Cbd Sorten sich bedienen könnte.
    Wer Cbd Sorten nimmt mit geringen THC Werten, hilft seinen Körper gesund zu bleiben ohne High zu werden!

    Wehrt euch und fordert zum wohle der Gesundheit die Freigabe von Cannabis ein!

    Damit künftig keine unnötigen Steuergelder verbrannt werden!
    Damit das Leben von brave Bürger nicht im knast endet.
    Damit unsere Kinder vor verunreinigtes material geschützt werden!

  5. R. Maestro

    Danke Frau Mortler und Merkel, dass Patienten zu Verbrechern erklärt werden!!!!

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