Sonntag, 3. März 2019

Kascha Februar 2019


Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…



Michael (ohne Alter und Wohnort) fragt:

Hallo Kascha,meinst du es wäre möglich, einen Saunaaufguss mit CBD-Öl zu machen? Also das CBD- Öl im Wasser lösen und dann vielleicht noch andere Duftstoffe dazu. Meinst du es hätte einen Nutzen? Oder müsste die Konzentration so hoch sei, damit es überhaupt einen entspannenden Effekt haben könnte? In der Sauna, wo man eh zum entspannen ist, wäre das doch ein optimales Aufgussmittel, oder nicht?“

Kascha antwortet:

„Hallo Michael,

grundsätzlich gehe ich davon aus, dass es zumindest theoretisch möglich ist, einen CBD-Saunaaufguss zu machen. Die Temperatur der heißen Steine reicht aus und es ist als eine der ältesten Cannabis-Konsumformen überliefert, dass in mehr oder weniger luftdichten Lederzelten Cannabispflanzen auf glühend heiße Steine gelegt und die Dämpfe inhaliert wurden. Das wäre ja im Grunde das gleiche Prinzip. Ob es in der Praxis wirklich Sinn macht, hängt von den Gegebenheiten ab. In einer kleinen Sauna gibt es viel weniger Kubikmeter Luft, so dass der Dampf weniger stark verdünnt würde. Grundsätzlich kann ich mir aber vorstellen, dass Du eine relativ große Menge CBD-Öl benötigen wirst und viel von dem CBD ungenutzt im Raum umherschwirrt oder an den Wänden kondensiert. Die Frage ist also, wie viel Du bereit wärst, in so einen entspannten Saunaaufguss zu investieren. Wenn Du es ausprobierst, solltest Du daran denken, dass sich Öl und Wasser nicht gut mischen. Du kannst aber entweder einen wasserlöslichen CBD-Extrakt verwenden oder den Aufguss vor dem Ausgießen noch einmal gründlich mit der Kelle umrühren. Unter folgenden Bedingungen stelle ich es mir sinnvoll vor: Wenn erstens die Sauna relativ klein ist, maximal für 2 Personen, und wenn zweitens ausreichend CBD in nicht zu viel Wasser verwendet wird. Zehn Milliliter 10%ige CBD-Lösung enthalten ca. 20 großzügig kalkulierte Einzeldosen von 50 mg. Ich vermute, dass es mindestens so viel für einen Saunagang sein müsste. Die individuell angenehme und gewünschte Dosis muss aber jeder für sich selbst ausprobieren.“


Sophie (24) aus Berlin möchte wissen:

„Hi Kascha,
ich habe über den Winter ca. zehn Samen aus meinem Gras aufgehoben und will in meiner neuen Wohnung ein wenig den Balkon „begrünen“. Ich wohne im vierten Stock und der Balkon ist sehr sonnig, was meinst Du, wann ich damit beginnen kann und wie viel ich etwa ernten werde? Und kann ich die Pflanzen bereits auf dem Fensterbrett vorziehen?“

Kascha antwortet:

„Hi Sophie,

natürlich darf ich Dich nicht zum Anbau illegaler Pflanzen anleiten. Ich kann Dir aber einige allgemeine Informationen zu den von Dir angesprochenen Themen geben. Zunächst einmal zur Aussaatzeit: Die meisten Grower beginnen mit der Aussaat im März oder April, wenn auch die Nächte in der Regel frostfrei sind und die Sonne etwas höher steht. Dabei ist es auch nicht unüblich, Pflanzen in kleinen Töpfchen auf dem Fensterbrett vorzuziehen, besonders in der Keimphase können damit Verluste vermieden werden und die Umgebungsbedingungen lassen sich besser kontrollieren. Allerdings macht es keinen Sinn, damit zu früh anzufangen: Anfang Februar ist noch sehr wenig direktes Sonnenlicht verfügbar und die Pflanzen wären daher Stress ausgesetzt, den man eher vermeiden sollte. Was für ein Ertrag bei zehn Samen zu erwarten ist, ist schwer zu beantworten. Zuerst hängt es ja davon ab, wie viele der Samen keimen und zu weiblichen Pflanzen heranwachsen. Vielleicht ist bei einem Samen die Hülle beschädigt und er ist ausgetrocknet oder er ist noch nicht völlig ausgereift. In einer für Dich günstig verlaufenden Prognose würden von zehn Samen sieben keimen und heranwachsen, mit drei männlichen und vier weiblichen Pflanzen. Der Ertrag dieser vier weiblichen Pflanzen ist dann wiederum von der Sorte und den Standortbedingungen abhängig. Also zum Beispiel davon, ob die Pflanzen vernünftig gedüngt und bewässert werden und ausreichend Sonne abbekommen. Denkbar sind auf dem Balkon vielleicht 20 bis 50 Gramm Ertrag (Trockengewicht) pro Pflanze, das wären dann insgesamt irgendwo zwischen 80 und 200 Gramm insgesamt. Bei schlechten Bedingungen ist aber auch deutlich weniger möglich.“


Mo (20) aus Hamburg fragt:

„Hi Kascha,

mir hat mal jemand erzählt, dass er sich mal als er 14 war vor der Polizei erschreckt hat und dann die 3 g Haschisch, die er gerade gekauft hatte, runtergeschluckt hat. Er war dann wohl zwei Tage lang richtig breit und konnte auch nicht zur Schule gehen. Danach ging es ihm dann wohl irgendwann wieder gut. Aber kann das überhaupt sein, weil eigentlich muss man es ja vorher erhitzen damit es wirkt habe ich gehört?“

Kascha antwortet:

„Hi Mo,

da habt Ihr im Grunde beide Recht. Man sollte Haschisch oder Gras vor dem oralen Konsum für eine optimale Wirkung erhitzen, man kann aber auch bei „Rohverzehr“ high werden. Die im Harz und den Blüten enthaltene Form des THC wird durch Wärme carboxyliert und so „wirksam“ gemacht. Mit mehr Wärme geht das recht schnell, zum Beispiel beim Rauchen oder Backen. Viele Konsumenten decarboxylieren das Gras sogar vor dem Backen zusätzlich im Ofen. Mit weniger Wärme geht es aber auch, nur langsamer und weniger effizient. Im Verdauungssystem hat der Haschischbrocken dafür aber mehrere Stunden Zeit, während er den Dünn- und Dickdarm passiert und dabei bei angenehm warmen ca. 37°C langsam in seine Bestandteile zersetzt und vom Körper aufgenommen wird. Und so geht über einen verhältnismäßig langen Zeitraum immer wieder eine gewisse Menge carboxyliertes THC ins Blut über und kann von dort aus seine Wirkung tun. Wenn er das Haschisch vorher mit einem Feuerzeug warm gemacht und zerbröselt hätte, dann wäre er sicher noch viel higher geworden. Aber wenn man mal davon ausgeht, dass 0,5 g aktiviertes THC bei oraler Einnahme schon ausreichen, um gut und über Stunden high zu werden, dann dürfte bei der sechsfachen Dosis schon immer noch einiges passiert sein.

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