Samstag, 23. Februar 2019

Zurück in den Wald

Der Garten von Herrn Fuchs hat neue Früchte.


Nachdem die letzten Artikel den Fokus eher auf fertig verarbeitete Produkte gerichtet hatten, ist es mal wieder an der Zeit einen Garten genauer zu betrachten. Also habe ich mich mal wieder in Richtung Musterhausen begeben, um alte Bekannte zu treffen. Herrn Fuchs habe ich schon mal einen Besuch abgestattet, von daher wollte der Fuchs mir und euch zeigen, was es so Neues gibt. Doch bevor wir uns voll und ganz dem Garten widmen können, starteten wir unser Treffen mit einer feinen Dab-Session, bei der wir diverse Geilheiten verköstigt haben und die vergangenen Monde Revue passieren ließen.

Der Garten von Herrn Fuchs

Im Anschluss führte der Herr mich zu seinem Garten und präsentierte mir seine herrlichen Früchte die bereit waren geerntet zu werden. An der Hardware hat sich nicht viel geändert, gegrowt wird in einem Zelt mit den Maßen 2,40 auf 1,20 und einer Höhe von zwei Metern. Das Zelt wird mit drei 400 Watt Lampen ausgeleuchtet, die alle in einem Cooltube Reflektor / System eingebunden sind. Wie genau die Geschichte mit dem Cooltube funktioniert, könnt ihr einfach in dem Text über meinen letzten Besuch nachlesen. Auf jeden Fall sind Cooltubes durchaus praktisch, da die Temperatur deutlich geringer sind, was sonst vor allem in kleinen Zelten oder im Sommer öfter zu Problemen führen kann.


Abgesaugt wird das Cooltube System von einem 500er-Lüfter, der die warme Luft direkt aus dem Anwesen befördert. Hierfür eignen sich alte Kaminschächte oder Fenster, die aber entsprechend präpariert werden müssen. So ist keine abgestandene Luft in dem Raum, in dem das Zelt steht und das danken einem die Pflanzen. Zusätzlich hat der schlaue Fuchs noch zwei Tower-Ventilatoren in seinem Zelt, die er horizontal (quer) aufgehangen hat, damit seine Pflanzen schön in Bewegung bleiben. Man kann den Ventilator auch einfach in ein Eck der Kammer stellen, aber ich finde, der Wind wird so dauerhaft gleichmäßig verteilt, was nicht der Fall ist, wenn er im Eck steht. Eigentlich hat sich hier nicht viel geändert, aber wie so oft kommt es auch hier auf die inneren Werte an.

Denn in dem Zelt verbargen sich ungefähr 66 Pflanzen in sieben Liter Töpfen, die dieses Mal aus Stecklingen entstanden sind. Zum einen war da die Glueberry O.G. von Dutch Passion, die wirklich sehr beliebt ist und schon diverse Preise gewonnen hat. So konnte sie auch 2018 bei dem Homegrow Cup in den Niederlanden, den dritten Platz in der Kategorie Outdoor ergattern. Erfreulicherweise wurde dieser Preis von Johnny Dabb geholt. Dann hatte Herr Fuchs noch verschiedene Phänos der Sorte Skywalkerkush in seinem Schrank, auf die ich besonders gespannt war, da ich A großer Kush Fan bin und B auch noch DNA Genetics Fan. DNA Genetics hat wirklich einige legendäre Sorten kreiert, die wirklich Hammer sind, ob die 24K, Lemon OG, oder LA Confidential, um nur ein paar zu nennen. Bei Skywalker Kush wurde eine Skywalker mit einer OG Kush verbunden und so entstand die Skywalker Kush. Eine Kush Variante, die gute Erträge und typischen Kush-Flavor liefert. Ich kann auch jetzt schon sagen, dass einer dieser Phänos übelst nice ist – wirklich fett.


Die Pflanzen von Herrn Fuchs waren auch schon beim letzten Besuch eine Augenweide, aber diesmal war das Bild noch schöner, weil diesmal auch mehr Pflanzen in dem Zelt standen. Ein tolles Farbenspiel, das durch die leichten bläulichen Akzente der Glueberry O.G. zustande kam. Dazu kam noch, das Funkeln der Blüten, die einen wünschen lassen, die Knospen direkt zu inhalieren.

Herr Fuchs und seine Gartenarbeiten

Natürlich hat mir der schlaue Fuchs auch verraten, wie er seine Pflanzen so pflegt. Eine Sache, die der Fuchs anders macht als viele Gärtner, ist, dass er täglich gießt und nicht jeden zweiten oder dritten Tag. Dabei gibt er jeder seiner Damen 350 ml Wasser mit einem pH-Wert von 6 und den Düngern von General Hydroponics, die offensichtlich gut funktionieren. Den Dünger gibt er immer nach dem vorgegebenen Düngeschema, zudem achtet er darauf, alle unteren Arme der Pflanzen zu entfernen. Dadurch bekommt man später in der Blütephase weniger kleine Blüten und die Pflanze kann ihre Energie mehr in die Produktion der Blüten in den oberen Regionen konzentrieren. Des Weiteren kann man auch an den Ästen die kleinen Triebe, die entlang der Äste wachsen, abschneiden, um so wirklich nur schöne Blüten zu bekommen. Allerdings sollten solche Arbeiten immer noch im Wachstum getätigt werden, da solche Eingriffe bei einer Pflanze Stress bedeuten und dieser die Entwicklung hemmen kann. Solche Tätigkeiten könnten, wenn man sie in der Blütephase durchführt, die Qualität des Endprodukts negativ beeinflussen und das will ja niemand. Es gibt auch manche Gärtner, die lassen die kleinen Äste und Blüten an den Pflanzen und verarbeiten diese dann zu Extrakten oder Hasch, was auch eine gute Möglichkeit ist die kleinen Blüten zu verarbeiten und sich so etwas Arbeit zu sparen. Jedoch ist es förderlich die Pflanzen zu entlauben, also die Äste und überflüssige Blätter abzuschneiden, denn so fördert man eine gute Belüftung zwischen den Pflanzen und kann so Schimmel und Pilzbefall vorbeugen. Wobei es da auf mehr Faktoren, wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit ankommt. Jedenfalls hatte Herr Fuchs keine wirklichen Probleme mit Schimmel oder dergleichen. In den letzten zwei Wochen gab es für die Damen nur noch Wasser mit Cannaflush ein Produkt, das die Salze besser aus dem Medium spülen soll.


Alles in allem eine wirklich grüne Nummer. Von daher war es mir wieder eine Freude, bei dem guten Herren vorbei zu schauen. Danke für den Einblick, den du mir und den Lesern gewährt hast.

Dieser Artikel dient lediglich zu Aufklärung- und Informationszwecken. Cannabis ist in manchen Ländern verboten!

Alles Gute!

Der Budler

Eine Antwort auf „Zurück in den Wald

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