Samstag, 16. Februar 2019

Diplomatenanwesen nahe Berlin bot Platz für einen gewaltigen Cannabisgrow

Botschaftsrätin Venezuelas hat wohl exzessiv mit Gras rumgemacht.


Immer wieder werden hoch geachtete Personen, welche eigentlich nicht mit dem kriminellen Milieu in Verbindung stehen sollten, dabei erwischt, wie sie sich die Prohibition von Cannabis zunutze machen, um die eigene Karriere oder den eigenen Geldbeutel aufzubessern. Polizisten pflanzen Marihuana heimlich an, oder importieren gleich ganze Lastwagen voll mit der verbotenen Kräuterware, weil man ihnen es kaum unterstellen kann, gegen die von ihnen zu verteidigenden Gesetze zu wirken. Doch nicht nur der gemeine Schutzmann denkt sich manchmal, dass er die aktuelle politische Lage für seine Zwecke ausnutzen könnte, auch in höheren politischen Kreisen kann einen das Cannabisverbot dazu animieren, entgegen dem geltenden Recht zu agieren. Die Botschaftsrätin von Venezuela soll jetzt in einen derartigen Fall verwickelt sein, bei dem jedoch noch nicht ganz klar ist, inwieweit die Staatsmacht das Recht hatte, sich auf dem angemieteten Areal der ausländischen Regierungsbeauftragen umschauen zu dürfen. Ein Diplomatenanwesen nahe Berlin bot Platz für einen gewaltigen Cannabisgrow.

In einer kleinen Gemeinde am Schwielochsee hatte die „Gesandte-Botschaftsrätin“ Laura Cristina Medina Francia ab dem 1. August 2016 ein Anwesen samt Scheune angemietet, in welchem im Jahr 2018 im September eine ganze Menge Marihuana und Hanfpflanzen sichergestellt werden konnten. Zuvor war der Hausmeister des Geländes wegen des Besitzes von 100 Gramm Cannabis sowie einem Haufen Bargeld auffällig geworden, die Diplomatin, welche von 2011 bis 2017 hierzulande politisch aktiv war, aber anscheinend nicht mehr auffindbar gewesen.
Knapp zwei Kilogramm Marihuana, über 150 Gramm Haschisch und ganze 685 Cannabispflanzen plus Setzlinge wurden daraufhin von der Polizei auf dem angemieteten Gelände sichergestellt, welche sich jetzt jedoch der Frage gegenübersieht, ob mit der Durchsuchung nicht gegen die Wiener Übereinkunft verstoßen wurde, welche ausländischen Diplomaten eigentlich die politische Immunität garantieren soll. Der Strafverteidiger des deutschen Hausmeisters Oliver Q., der sich aktuell einer Anklage wegen Drogenhandels gegenübersieht, will daher auch prüfen, ob seitens der Beamten gegen das geltende Abkommen verstoßen wurde und die Durchsuchung des Geländes unrecht gewesen ist.

Familie und manchmal auch die Angestellten von Diplomaten dürfen schließlich nicht festgenommen und verhaftet werden und sind ebenso davor gefeit Aussagen als Zeugen abgeben zu müssen. Die möglicherweise verantwortliche Botschaftsrätin, welche zum Zeitpunkt der Durchsuchungen laut des Sprechers der Staatsanwaltschaft weder auffindbar war – noch deren diplomatischer Status geklärt werden konnte – wurde hingegen von investigativen Journalisten der Springerpresse aufgrund der stattfindenden Gerichtsverhandlungen in einer Wohnung in Berlin Charlottenburg aufgespürt, wo sie den rasenden Reportern ihre Wohnungstür vor der Nase zuschlug, nachdem sie ihre Verbindung zu dem Anwesen in Schwielochsee einfach verneinte.

Diplomat müsste man sein …

6 Antworten auf „Diplomatenanwesen nahe Berlin bot Platz für einen gewaltigen Cannabisgrow

  1. Harald

    Na und, was ist eigentlich passiert und wem hat die Frau geschadet? Da wird wieder eine Sau durchs Dorf getrieben. Die hunderttausende von Schnapsflaschen , welche in deutschen Supermärkten, in den Regalen stehen und vielleicht heute noch Leute umbringen sind uninteressant. Die Politik soll sich ihre scheinheiligen Sprüche irgendwo hinstecken. Ich hoffe das Gras und das Dope der Dame war gut!!! Umgebracht hat es auf jeden Fall niemanden. Diese politischen Arschlöcher sollen ihre Backen nicht so aufblasen! Schade, das ich die Dame nicht gekannt habe. Da wäre bestimmt so manche gute Tüte dabei rausgekommen und das ganz ohne Reue oder schlechtes Gewissen!! 🙂

  2. r oder

    Wenn die afghanische regierung,,karsai bruder ist einer der groessten opium und heroindealer in khandahr(riesiges anbaugebiet).aber sein bruder,hamid karzei der demokratische gewählte präsident bis 2014 war ein verbündeter der usa.was hat das mit weed in einem diplomaten gebäude zu tuen?es war eine venezuelanische diplomatin.seit 20 jahren versucht dieses land,das die grössten oelvorkommen hat.sich von den usa zu emanzipatieren.was trump sicher nicht begeistert.erst blockieren die usa jahrelang die lebensmittelverkäufe,jetzt schicken sie humanitäre hilfe.höchste militärs der usa haben gesagt das die militärische option durchaus möglich ist.die deutsche regierung erkennt einen interimspräsidenten an.ich glauflanzen unter 600wattbe wenn der grow von einem verbündeten diplomaten aufgezogen würde ,hatte man sich an internationales recht gehalten.der diplomat und von ihm angemietete wohnungen,büros,ja selbst scheunen,unter diplomatische immunität stellt. ihr gebt dem artikel die überschrift:platz für gewaltigen cannabis grow. gefunden wurden 2 kilo 625 steckies und über 150 gramm hash. im sog kannst du 40 pflanzen unter 600watt stellen.ich empfand ihn als pure übertreibung.aber sie usa sind ja am legalisieren.alles wird gut.emmi ,bezahl den autoren ein paar euro mehr oder such autoren ,denen bei so einer überschrift übel wird..ich mag das hanfjourmnal,aber der artikel ist für mich ein schlag unter die gürtellinie.ich hoffe ihr arbeitet weiter,aber nicht in dem styl. viele grüsse

  3. mze Autor

    @r oder: ich wäre auch sofort für eine bessere Bezahlung zu haben …
    Deine Kritik wird aber selbstverständlich wahrgenommen. Alles kann man jedem einzelnen Leser aber leider auch nicht recht machen. Würde man in deinem gewünschten „Styl“ schreiben, würde es dem Rest der Leserschaft vielleicht auch nicht wirklich all zu gut gefallen. An dem Wort „gewaltig“ sollte man sich dazu auch nicht unbedingt so dermaßen aufhängen, meine ich. Es handelte sich ja auch um 685 Pflanzen – bis zu 130 cm hoch – und zusätzlich um Stecklinge. Nicht ganz ohne, wenn vielleicht auch nicht ganz „gewalttätig“ groß. 😉

  4. Irgendwer

    Also ich würd’s besser finden, wenn bei solchen Themen z.B. die Quadratmeter, Leistung, Anzahl der Pflanzen etc. in der Überschrift erwähnt würden.
    Nicht alles auf einmal, aber eben das was wichtig ist.
    Details statt so’n -Pflaatsch- wie bei Bild-Schlagzeilen am Kiosk (ich lese keine Bild und schon garnicht online)
    Dreckschleudermedien, die einfach „Schweinefraß“ servieren gibt’s genug.
    Da kann man kurz überfliegen was die für Artikel bieten… und es ist fast nur Schweinefraß

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