Donnerstag, 6. Dezember 2018

Die Weihnachtsspendenkampagne des Deutschen Hanfverbands 2019

 

Für eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht!

 

 

Der Deutsche Hanfverband hat sich in der Vergangenheit konsequent konstruktiven und sinnvollen Aufgaben gewidmet, die für greifbare Erfolge in der Legalisierungsdebatte über Cannabis sorgten. Die größte Interessenvertretung aller Hanfbefürworter im Land finanziert ihre wichtige Arbeit einzig durch Spenden und Mitgliedsbeiträge, sodass stets nur empfohlen werden kann, in die Lobbyorganisation der Marihuanakonsumenten mit der jährlichen Zahlung eines kleinen Beitrags einzutreten. Weil aber besonders zum kalten Ende des Jahres oft ein paar Taler zusätzlich für gute Zwecke den Besitzer wechseln wollen, veranstaltet der DHV jetzt zum wiederholten Male seine äußerst beliebte Weihnachtsspendenaktion, welche neben dem dort immer benötigten Geldsegen auch die Geschenkegelüste aller Teilnehmer abdeckt. Die Weihnachtsspendenkampagne des Deutschen Hanfverband 2019 möchte dabei nun genügend Mittel einsammeln, um anschließend eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht anzustreben, die – ähnlich wie in Südafrika oder Mexiko – die eindeutige Verfassungswidrigkeit des Hanfverbotes aufzeigen kann und die Verbotspolitik fachgerecht in die Mangel nimmt.

 

Unter dem Namen Justizkampagne 2019 lässt der DHV in diesem Jahr den Klingelbeutel wandern, der bei genügend Füllung anschließend dafür eingesetzt wird, um einmal mehr die Justiz ins Visier zu nehmen. Im ganzen Land sollen Richter dazu animiert werden, mit einer vom Hanfverband in Auftrag gegebenen Musterklage, das höchste deutsche Gericht ein bisschen stärker zu beschäftigen. Zu diesem Zweck wird der DHV eine stichfeste Vorlage bei einem Anwaltsbüro in Auftrag geben und diese anschließend in Richter- und Anwaltsfachzeitschriften als Werbekampagne schalten. Weil der deutsche Hanfverband davon überzeugt ist, dass es bereits viele Richter und Staatsanwälte gibt, welche das Cannabisverbot als ungerechtfertigt und unverhältnismäßig betrachten, rechnet man dort mit großem Zuspruch und gibt so einen guten Grund, die Legalisierungsdebatte weiter anzufeuern.

 

Da sich das Bundesverfassungsgericht seit 15 Jahren nicht mehr zum Cannabisverbot geäußert hat, ist es an der Zeit, dass sich diese hohe Rechtsinstanz erneut verbindlich in diesem Themenspektrum positioniert und damit den Druck auf die Politik erhöht. Am 01.12.2018 begann die Weihnachtsspendenkampagne des Deutschen Hanfverbands, die bis zum 15.01.2019 alle Konsumenten, Patienten und Befürworter von Marihuana auffordert, sich an dem wohlüberlegten Legalisierungsvorhaben finanziell zu beteiligen.

 

Damit das Ausgeben von sauer verdientem Geld – trotz des guten Zwecks – nicht so sehr im Hinterkopf für Hämmern sorgt, verbindet der DHV die sinnvolle Kampagne aber gleich mit einer kleinen Lotterie, die nachträgliche Geschenke für manchen Teilnehmer verspricht. Viele Unterstützer der Arbeit des DHV aus der professionellen Hanfbranche ließen dafür schicke Sachpreise springen, auf die jeder Teilnehmer der Justizkampagne 2019 – der mindestens zehn Euro oder mehr spendet – nach der Beendigung der Aktion hoffen kann. So gibt es mit etwas Glück beispielsweise von Storz & Bickel gleich fünf exquisite Vaporisatoren (darunter einen Volcano Digit im Wert von knapp 498 Euro), von der Kaya Foundation einen zeitsparenden Bowl Trimmer, oder von Metrop auch einige nützliche Starterpacks zu erhaschen. Die Cannatrade lässt hingegen fünf Mal zwei Freitickets springen, die den Besuch auf der großen Hanfmesse in der Schweiz erlauben, während der Nachtschatten Verlag natürlich einige spannende Sachbücher über Cannabis verschenkt, um nur einige der vielen schönen Dinge aufzuzählen, die praktischerweise beim Spenden weniger Euro an die großzügigen Geldgeber wandern könnten.

 

Besucht daher die Internetpräsenz des Deutschen Hanfverbands und lasst euch von dem Vorhaben überzeugen, dem Bundesverfassungsgericht eine neue Aufgabe zuteil kommen zu lassen. Mittels einer kleinen Spende ermöglicht ihr dem DHV weiterhin erfolgreich für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland einzutreten und schenkt euch selbst zeitgleich ein kleines bisschen mehr Hoffnung auf die Freigabe von Hanf zu Genusszwecken – plus eine Teilnahme bei der Verlosung verlockender Sachpreise.

 

Frohe Weihnachten mit dem DHV!

 

www.Hanfverband.de

7 Antworten auf „Die Weihnachtsspendenkampagne des Deutschen Hanfverbands 2019

  1. Rainer Sikora

    Es muß doch zu schaffen sein,daß der Hanf mal wieder Erwähnung in der Zeitung findet.Mehr ist leider nicht drin.

  2. Der Realist ohne Kraut

    @ Karli
    Die Gelben Westen sind jetzt auch nicht die Vorzeige-Organisation. Teilweise ist ihre Vorgehensweise sehr fraglich. Allerdings muss ich doch zugute halten, dass sie verdammt nochmal etwas angehen und dem Staat zeigen, wie man das Sagen tatsächlich äußert bzw. wie man sich Gehör bei den Politikern holt. Das bewunderte ich schon immer an Frankreich.

    Nehmen wir nur das Thema: Streiken.
    Die Öffentlichen Verkehrbetriebe streiken. Die Taxifahrer direkt mit. Nichts geht mehr!
    Nur so als Beispiel. Was ist hier? Der ÖVP streikt und die Taxifahrer reiben sich die Hände fürs große Geschäft…

    In Frankreich ist die Gemeinschaft des kleinen Bürgers einfach höher und vor allem präsenter als hier im CDU-verseuchten Land.

    Möchte aber klarstellen, dass man auch als Mitglied der Gelben Westen keine Läden, Autos und Mülltonnen anzünden, zerstören und verwüsten muss. Das geht einfach zu weit. Es sind doch Besitztümer der (eignen) Bürger und nicht die, die oben sitzen… Das nächste Amt ist nicht weit – und der Politiker auch nicht…

  3. Ralf

    „Möchte aber klarstellen, dass man auch als Mitglied der Gelben Westen keine Läden, Autos und Mülltonnen anzünden, zerstören und verwüsten muss. Das geht einfach zu weit. Es sind doch Besitztümer der (eignen) Bürger und nicht die, die oben sitzen… Das nächste Amt ist nicht weit – und der Politiker auch nicht…“

    Da hast du recht, aber die Leute können halt mal nur nach unten treten, weil die da oben bis an die Zähne bewaffnet sind und im Zweifel ihre skrupellosen Bodyguards und Schergen schießen lassen. Sie suchen mit solchen Aktionen die Aufmerksamkeit, die sie sonst von dem apathisch in der Ecke sitzenden Volk nicht bekommen, weswegen sie zurecht auch sauer auf die da unten sind.

    Diese haben deswegen die kleinen Kollateralschäden auch verdient, denn sie lassen die mutigen Menschen die für sie die Rübe hinhalten wie immer im Stich!
    Würden die nur auf der Straße rumlaufen und Transparente hoch halten wäre das in den Medien gerade mal eine Randnotiz wert, da könnten sie auch gleich, wie die anderen, zu Hause bleiben.
    Die Franzosen haben übrigens, im Gegensatz zu Deutschland das Recht per Generalstreik das komlette Land lahmzulegen, in DummD ist das ein Verbrechen.

  4. Otto Normal

    Stell Dir vor…
    das Bundesverfassungsgericht spricht ein Urteil aber niemand setzt es um?

    Aber das ist nur hypothetisch, denn das BVG ist sehr geschult darin aus Unrecht Recht zu machen und die Verfassung total zu verbiegen ohne sie dabei jedoch zu brechen. Es wird das Urteil so schwammig gestalten das man daraus alles ablesen kann von totaler Freigabe über lebenslang Knast bis hin zum Kiffer-KZ nach Vorstellung der AFD. Das hat den Vorteil das jede Seite sagen kann sie habe gewonnen und es trotzdem alles beim Alten bleibt nur eben mit einem neuen Urteil, welches dann wieder ein viertel Jahrhundert lang ignoriert wird.

    Zur Zeit ist das BVG besonders zahm, ja frißt der Regierung brav aus der Hand.

    Die Lieblingsbegründung lautet stets: „Der Gesetzgeber hat einen weiten Spielraum bei der Gestaltung… blablabla… sülz… rechtsverdreh…“

    Also nochmal zum mitmeiseln: BVG-Urteile werden von der Regierung nur umgesetzt wenn es in den Kram paßt. Anders als die EU, die mit massiven Geldstrafen agieren kann, kann das BVG einfach nur dumm dreinschauen wenn ein Urteil ignoriert wird. So gesehen sind diese Urteile das Papier nicht wert auf dem sie stehen, quasi nur eine „Empfehlung“ an die Regierenden. Das BVG ist ein völlig überbewerteter zahnloser Papiertiger.

    Ich werde dem DHV spenden, aber man darf sich nicht zu früh freuen wenn es heißt „der Fall landet jetzt in Karlsruhe“.

  5. Der Realist ohne Kraut

    @ Ralf
    Das unterschreibe ich zu 100%! Recht hast du!

    @ Otto Normal
    Ja. Dass das jetzt in Karlsruhe (oder sonst wo im CDU-Ländle) Wellen schlägt und wir endlich ein kleines Stück Freiheit genussvoll gestalten können, ist sehr naiv. Ich hoffe ja ständig, aber mein Name macht’s ziemlich deutlich, denke ich.
    Ich glaube dennoch, dass wir’s Cannabis und seine zahlreichen positiven Eigenschaften frei nutzen können. Glaube aber auch daran, dass meine Haare bis dahin grau sind. Wird also noch gute 25 bis 30 Jahre dauern. Hoffe, ich irre mich!

    Die Lieblingsbegründung lautet stets: „Der Gesetzgeber hat einen weiten Spielraum bei der Gestaltung… blablabla… sülz… rechtsverdreh…“
    Das trifft es total. Das ist immer wieder durch die ‚Vertreter des Bürgers‘ zu hören und lesen. Und die Medienlandschaft frisst es. Stets wird’s als Erfolg verkauft. Dafür gibt’s aber noch unzählige Beispiele…

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