Samstag, 24. November 2018

Tipps und Tricks beim Marihuanaanbau

 

Ordnung muss sein!

 

 

Growing ist eigentlich gar nicht so schwer. Jedoch sollte man das eine oder andere beachten, um den kleinen Schützlingen ein möglichst schönes Ambiente zu bieten. Es gibt natürlich haufenweise Faktoren, die für eine erfolgreiche Ernte entscheidend sind. Des Weiteren gibt es viele Wege, die zu gutem Pot führen. Aber gewisse Grundlagen sollten unbedingt Beachtung finden. Denn manche dieser Faktoren haben einen sehr weitreichenden Einfluss auf die Gesundheit und die Qualität der Pflanzen. So zum Beispiel die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit, die in Growanlagen so herrscht.

Mit der richtigen Temperatur können Cannabis-Pflanzen sehr rasch und zügig wachsen. Zudem produzieren Pflanzen bei der richtigen Temperatur schöne wohlriechende Blüten, die von unfassbarer Qualität zeugen.

 

Die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit

 

 

Ihr habt bestimmt jetzt schon bemerkt, wie wichtig die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit für die Pflanzen unserer Begierde ist. Obwohl es auch andere Faktoren, wie Wasser und Nährstoffe gibt, die die Qualität und Gesundheit der Pflanzen mitbestimmt, sind die Temperatur und Luftfeuchtigkeit ein elementarer Teil im Bereich der Indoorzucht. Durch die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit (Klima) kann man Probleme, wie Schädlinge, Schimmel oder anderen Pilzbefall wunderbar vermeiden. Zudem ist es bei Cannabis vor allem in der Blütephase wichtig das Klima im Griff zu haben. Da die Damen bei zu viel Hitze Probleme damit haben, ihre Blüten optimal auszubilden. Denn bei zu viel Wärme verflüchtigen sich Terpene (Duftstoffe von Pflanzen) und die Konsistenz der Blüten wird auch anders. Daher versuchen Grower meistens eine Temperatur zwischen 22 und 26 Grad zu halten, wenn das Licht an ist. In der Nacht sollte die Temperatur fünf bis sieben Grad kälter sein als am Tag. Allerdings sollte man versuchen 18 Grad in der Nacht nicht zu unterschreiten, obwohl viele Cannabispflanzen auch mit 16/17 Grad noch ganz gut dastehen. Das gleiche gilt auch für die Temperatur am Tag, viele Pflanzen kommen auch noch bei 27-29 Grad ganz gut zurecht. Aber das ist von Strain zu Strain unterschiedlich.

 

Bei der Luftfeuchtigkeit kommt es darauf an, ob die Pflanzen im Wachstum sind, also 18 Stunden Licht bekommen oder in der Blüte (zwölf Stunden), da Pflanzen im Wachstum etwas mehr Luftfeuchtigkeit und Wärme vertragen können, als in der Blüte. Im Wachstum ist eine Temperatur zwischen 24-28 Grad voll in Ordnung. Obwohl 26/27 Grad besser wäre, sollten 28 Grad noch klargehen. Die Luftfeuchtigkeit liegt im Wachstum zwischen 50 und 65 %. Bei höherer Luftfeuchtigkeit droht die Gefahr, dass sich Pilze wie Mehltau entwickeln. Aber auch zu wenig Luftfeuchtigkeit kann zu diversen Problemen führen. So lieben Schädlinge, wie Spinnmilben und Thripse warmes und trockenes Klima. Deshalb habe ich schon so manchen Gärtner getroffen, der einen Luftbefeuchter in seine Growkammer gepackt hat, damit die Damen zufrieden sind. In der Blüte ist es wiederum wichtig, dass die Luftfeuchtigkeit – vor allem in der zweiten Hälfte – nicht zu hoch ist (unter 50 %), da sonst Schimmel in den Blüten entstehen kann und so Teile der Ernte weggeschmissen werden müssen. Schimmel ist ein weitverbreitetes Phänomen bei Indoorgrows. Hier ist es wichtig zu versuchen, dass in der Blüte der Temperaturabfall zwischen Hell- und Dunkelphase nicht zu hoch ist. Auch wenn man etwa 5-7 Grad Unterschied als Richtwert angibt, ist es in der Blüte besser, den Unterschied kleiner zu halten. So ist der Anstieg der Luftfeuchtigkeit, der vom Tag- zum Nachtwechsel kommt, geringer als gewöhnlich. Dadurch ist die Gefahr, dass sich Schimmel bildet, geringer. Sollte man immer noch Probleme mit der Luftfeuchtigkeit haben, kann man mit einem Luftentfeuchter Abhilfe schaffen. Dieses Gerät sollte aber nur in der Blüte beziehungsweise in der zweiten Hälfte der Blüte verwendet werden, während man im Wachstum eher einen Luftbefeuchter gebrauchen kann. Allerdings kann man auch ohne technische Geräte – mit etwas Fingerspitzengefühl – an der Heizung die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit relativ gut regeln. Doch das ist nicht alles, was man beim Growing beachten sollte.

 

Sauberkeit und Ordnung

 

 

Jeder von euch hat bestimmt schon mal den Spruch „Ordnung ist das halbe Leben“ gehört, früher nur allzu beliebt bei Eltern oder Lehrern. Doch gerade als Grower ist Ordnung und Sauberkeit absolut wichtig. Ob es um Equipment wie Töpfe, Scheren und Untersetzer geht, oder um den Platz (Homebox, Keller), an dem die Damen ihren Platz finden. Alle Utensilien sollten nach jedem Grow gereinigt werden, am besten mit warmen Wasser und etwas natürlichem Spülmittel. Denn Schmutz zieht Schädlinge, aber auch Pilze magisch an. Deswegen ist es auch wichtig immer den Müll der Pflanzen zu entsorgen, denn Bioabfall schimmelt schnell und zieht ebenfalls Schädlinge an. Daher sollte man auch versuchen, alte und kaputte Blätter und Äste immer von den Pflanzen abzuschneiden. Zusätzlich kann man immer die kleinen und unteren Äste und Blätter von den Pflanzen entfernen, um so eine bessere Luftzirkulation im Raum zwischen den Pflanzen zu gewährleisten und so auch Problemen wie Schimmel einfach vorzubeugen. Diese Ausdünnarbeiten sollte man noch durchführen, bevor die Blütephase beginnt, wobei man alte und kaputte Blätter auch noch in der Blüte entfernen kann. Nur Äste sollten abgetrennt werden, bevor die Pflanzen in die Blüte geschickt werden. Ein weiterer Vorteil, wenn man die kleinen Äste rechtzeitig abmacht, ist, dass man tendenziell mehr große Blüten bekommt. So hatte auch Lucky aus der Oktober Ausgabe dem Kleinzeug den Kampf angesagt und das voll durchgezogen. Wobei man auch den einen oder anderen Gärtner trifft, der sich über Verschnitt und kleine Blüten freut, um Hasch oder Ähnliches zu produzieren. Darüber hinaus ist das Ausdünnen der Pflanzen auch für die Belüftung und Durchlüftung der Pflanzen sehr hilfreich und sorgt dafür Schimmel zu minimieren.

 

Dieser Artikel dient lediglich Aufklärung und Information Zwecken, Cannabis ist in manchen Ländern verboten.

 

Alles Gute

Der Budler

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