Freitag, 9. November 2018

Bekennender Cannabisfeind wurde von Trump zum Rücktritt aufgefordert

 

Jeff Sessions räumt seinen Posten als Justizminister der USA.

 

Illustration: marker

 

Der als General Attorney betitelte Justizminister der USA, Jeff Sessions, ist ein bekennender Gegner der Cannabislegalisierung. Mehrfach ließ er seine Abneigungen und konservativen Einstellungen gegenüber dem auch als Heilmittel einsetzbaren Pflanzenprodukt medienwirksam öffentlich werden, was ihm neben Aufklärungsversuchen durch bekannte TV-Doktoren sogar auch eine Sammelklage unter Führung einer zwölfjährigen Cannabispatientin einbrachte. Da es sich der republikanische Politiker nun jedoch mit dem Präsidenten der USA aufgrund laufender Russland-Ermittlungen verscherzte, musste Jeff Sessions am Mittwoch nach den Midterm Elections seinen Posten verlassen. Der bekennende Cannabisfeind wurde von Trump zum Rücktritt aufgefordert.

 

Da sich der bisherige US-Justizminister Jeff Sessions aus Ermittlungen betreffend bestehender Beziehungen zu Russland bezüglich der Wahl 2016 aufgrund von Befangenheit zurückhielt, war der drogenpolitische Hardliner beim amerikanischen Präsidenten in Ungnade gefallen. Jetzt setzt Donald Trump den vorherigen Stabschef des Justizministers und einen seiner Unterstützer namens Matthew G. Whitaker vorläufig ins Amt, sodass die Zeiten Sessions in der Politik gezählt sind. Letzterer gab bekannt, dass er sein Amt auf Bitten des Präsidenten niederlege und Whitaker den Posten fülle, bis ein Nachfolger gefunden sei. Auch wenn die innenpolitischen Auswirkungen für die USA noch nicht klar abzusehen sind – die Demokraten wüten und sehen schon eine mögliche Verfassungskrise voraus – so ist dieser Personalwechsel für die Cannabisbranche ein Segen. Aktien von Unternehmen im Marihuanasegment schossen direkt in die Höhe, Aktivisten aus der Legalisierungsszene schlagen drei Kreuze. Der Direktor von NORML, Erik Altieri, beispielsweise, wünscht dem pensionierten politischen Gegner eine gute Genesung von seiner 1950er-Grashysterie, falls dieser sich auf den Weg zu einer Psychotherapie aufmachen würde. Der in Rente beförderte Justizminister sei eine nationale Schande für die Vereinigten Staaten gewesen. Und auch der demokratische Kongressabgeordnete Earl Blumenauer – der aktuell an der Umsetzung einer amerikaweiten Legalisierung von Cannabis arbeitet – lässt sich dazu hinreißen, via Nachrichtendienst seine Freude über den Abgang Jeff Sessions auszudrücken. Da auch ein weiterer republikanischer Gegner des Vorhabens mit dem Nachnamen Sessions durch die Midterm Elections aus dem Amt schied, klingt das bei Mr. Blumenauer ungefähr so: „Der Verlust von zwei Sessions – Jeff und Pete – in 24 Stunden ist ein wirklich großer Schritt in der Reformierung von Marihuana

 

Ähnliche Worte dürften hierzulande fallen, sollte Marlene Mortler ihren Posten als Drogenbeauftragte der Bundesregierung einmal wegen eines Streits mit der scheidenden Kanzlerin verlieren.

8 Antworten auf „Bekennender Cannabisfeind wurde von Trump zum Rücktritt aufgefordert

  1. Krake

    Bekennende Cannabisfeindin Marlene Mortler, von Bundeskanzlerin Merkel, zum Rücktritt audgefordert !!

  2. Rainer Sikora

    Obwohl Trump auch nicht unbedingt für Cannabis zu haben ist,bin ich ein bekennender Trumpfan,weil der den Mistpolitikern die Stirn bietet.

  3. Otto Normal

    @Rainer Sikora
    Ja so ein Mann fürs Grobe das hat schon was 😀
    Hin und wieder ist so ein Assi schon ganz praktisch.

    zum Thema:
    Da waren die Sessions für die beiden Politiker wohl abgelaufen. Auf Täuschland übertragen würde das bedeuten Mortler wird von Merkel entlassen und Thomasius wird die Zulassung entzogen. Das wäre wie Ostern und Sylvester an einem Tag.

    Aber keine Sorge das wird natürlich nicht passieren. Viel zu dicht ist der korrupte Filz der Täuschland wie ein Schimmelpilz überzogen hat. Zu Verhärtet die Fronten, zu korrupt und verlogen die Volksverräter, zu hoch die Schmiergelder, zu feige das BVG, zu demonstrationsfaul die Kiffer und zu friedlich die Opfer die bereits geschnappt wurden.

  4. Karli

    Hallo Donald,
    ich bin kein Fan von Dir aber was nicht ist kann ja noch werden. Miste mal Deinen Laden richtig aus. Der Anfang ist ja schon gemacht. Weg mit den Heilpflanzengegnern!

  5. R. Maestro

    Die Haltung von Trump, an diesem Punkt, ist recht gut eigentlich.
    Anscheinend konsumiert er weder Alkohol, oder ähnliche, weit verbreitete Mittel.
    Diskutieren kann man über ihn, aber an diesem Punkt ist er ein Vorbild.
    (Gruß an unsere Doppelmoral und ihre Hauptfiguren).
    Herr Trump hätte sich längst negativ geäussert.
    Wenn er nicht noch abwägen würde.
    Das sollte er auch.
    Die Erfahrungen mit seinem Bruder, er sollte vernünftig abwägen!
    Die derzeitige Opioid-Krise, in den USA, er muss vernünftig handeln!

    Der finanzielle Aspekt dürfte noch weiteren Schwung in die Angelegenheit bringen.
    Er war sein ganzes Leben Geschäftsmann, jetzt ist er Präsident.
    Sei es, wie es ist, aber jetzt sind noch viele Dinge möglich, welche man in dieser Position ändern kann, um später vielleicht einmal davon zu profitieren.

    Könnte ja sein, soll es ja geben. Eine Vermischung der Interessen.

    Für die USA, sehe ich es (verhalten) positiv.
    Für Deutschland, sehe ich da aber schwarz.

    Am Punkt Drogenpolitik würde er auf jeden Fall Geschichte schreiben!

  6. Ralf

    @Rainer Sikora
    Trumpfan? Das ist mir dann doch ein bischen zu früh und es gibt meiner Meinung nach keinen Amipräsidenten der das verdient hat, denn sie mordeten und morden immer noch alle per Drohnen und per Bomben in Syrien (das hat Trump angefangen) permanent. Tatsache aber ist, dass er ein Großmaul ist. Er ist ehrlicher als alle seine letzten Vorgänger und ich mag Großmäuler, bin selbst eins, und mache wie Trump auch immer was ich sage oder versuche es wenigstens. Die Drohnenmorde hat er nicht angefangen und sie werden auch von perversen Militärs durchgeführt über die er nicht wirklich Macht hat. Gott sei Dank hat vieles nicht geklappt, wie z.B. Rückgängigmachung von Obamacare oder diese dämliche Mauer zu Mexiko. Der Intelligenteste ist er nicht, aber mir ist ein halbwegs human fühlender Dummkopf mit Gewissen lieber als ein intelligenter skrupelloser Sadist wie z.B. Nixon und Bush oder Mengele und Göbbels.Mit dem Abgang dieses cannaphoben Geisteskranken Sessions, haben wir dann ja alle noch mal Glück gehabt.

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