Donnerstag, 1. November 2018

Getränkeriese steigt nicht in den Cannabismarkt ein

 

Coca Cola bleibt erst einmal außen vor.

 

 

Nachdem sich mit Constellation Brands ein großes auf Getränke spezialisiertes Unternehmen erst vor wenigen Monaten in den Cannabissektor einkaufte, keimten auch Gerüchte, dass der riesige Coca-Cola-Konzern möglicherweise ebenfalls auf den Zug der entspannenden CBD-Drinks aufspringen könnte. Nun hat sich jedoch die Firmenleitung gegen das Vorhaben entschieden und berichtete über diese Tatsache während eines Ergebnisgesprächs mit Analytikern am vergangenen Dienstag. Der Getränkeriese steigt nicht in den Cannabismarkt ein.

 

Der Vorsitzende von Coca Cola, ein gewisser James Quincey, gab am Dienstag in einer Telekonferenz gegenüber Analytikern bekannt, dass man sich nach der Beobachtung des Wachstums von CBD – als Bestandteil für Entspannung versprechende Getränke – nicht für eine Teilnahme im Marktgeschehen entscheiden konnte. Zum aktuellen Zeitpunkt gäbe es keine Pläne, sagte Quincey, nachdem ihm die konkrete Frage nach einer möglichen Ausweitung im diesbezüglichen Getränkemarkt seitens der Cowen & Co Analytikerin Vivien Azer gestellt worden war. Noch als die Gerüchte unbestätigt galten, vermutete man, dass die Coca-Cola-Company daran interessiert sei, sich bei dem kanadischen Hanfproduzenten Auroa Cannabis einzubringen und fortan den vielversprechenden Sektor CBD beinhaltender Softdrinks mit zu gestalten. Obwohl Schätzungen davon sprechen, dass circa eine Milliarde Dollar 2018 durch CBD-Produkte umgesetzt werden könnten, entscheidet sich der kürzlich auch in Kaffee sowie Sportdrinks eingestiegene Coca-Cola-Konzern gegen das vielversprechende Segment der flüssigen CBD-Erfrischungsgetränke.
Konkurent Pepsi schließt zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht aus, sich in dem wachsenden Geschäftsfeld zukünftig bewegen zu wollen, doch merkt auch gleich an, dass es problematisch für ein neu eingeführtes Produkt sei, wäre die pflanzliche Quelle benötigter Inhaltsstoffe auf US-Bundesebene verboten. Dennoch beschnuppern auch andere Riesen aus dem Brauereimarkt – wie die Molsen Coors Brewing Company oder Diaego plc – derzeit noch aus leichter Entfernung den bereits von vielen kleineren Firmen besiedelten Markt für Cannabisgetränke.

 

Die Coca Cola Company wartet hingegen wohl lieber komplett die Zeit ab, bis man endlich wieder Kokain in den schwarzen Flüssigzucker mischen darf.

5 Antworten auf „Getränkeriese steigt nicht in den Cannabismarkt ein

  1. ColaBiDiol

    Hm, schade, ich trinke kein Cola mehr, seit langem. Das wäre ein guter Grund gewesen damit anzufangen.
    ColaBiDiol sollte es dann heißen. 🙂

  2. buri_see_käo

    naja, das wusste ich schon, mit Aurora & Cola, weil ich ACB-Wertpapiere habe.
    Aber Mexicos Supreme Court verlangt vom Gesetzgeber,
    dass bis Anfang Febraur 2019 privater Cannabis-Konsum erlaubt wird:
    https://www.upi.com/Mexicos-Supreme-Court-legalizes-cannabis-for-recreational-use/9621541024238/
    Und in Michel-Country… wird ab Merkel-Nachfolge wohl ein recht scharfer brauner Wind hier wehen,
    wie es aussieht, mit den Kandidaten.

    @Otto Normal, gegen Heroin nichts einzuwenden?
    Es ist nicht harmlos, es ist subtil suchtbildend – man bekommt es erst mal garnicht mit,
    es verlangsamt die Verdauung, d.h. auch bei steriler Anwendung wird dadurch die Leber sehr belastet.
    Auch Coca ist nicht harmlos, wegen der Schlafdefizite, (die sich nur innerhalb 3 Tagen ausgleichen liesen,)
    schreitet die körperliche Alterung rapide voran, das ist irreversibel.
    Und dann die kritische Dosierung: Heoin statt Maurermörtel oder Cocainhydrochlorid statt ATA-Scheuerpulver
    mfG fE

  3. Ralf

    Ich führe das auf die neuen Ankündigungen vom Trumpeltier zurück, den Amis jetzt Cannabis doch wieder madig machen zu wollen. Die Zuckerwasserfirma wartet jetzt lieber erst mal ab.

  4. Ralf

    @buri_see_käo
    Auch wenn du bei den Nebenwirkungen von Koks oder H recht hast, es ist nicht schlimmer als die Organzerstörung durch den Alkohol welcher die schlimmste Droge von allen ist, deren Konsumenten aber trotzdem nicht mit Schergen verfolgt werden.
    Solange das so ist, hat keiner das Recht Heroin – oder Kokainkonsumenten ins Gefängnis zu stecken, ganz davon abgesehen das jeder Mensch das Recht hat seinen Weg ins Nirwana (Nichts) auf seine ganz eigene Art und Weise zu gehen !

    Jeder soll nach seiner Facon seelig werden !
    Friedrich der (sog.) Große

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