Mittwoch, 31. Oktober 2018

Kascha Oktober 2018

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

 

Alex (22) aus Freiburg fragt:

 

„Hallo Kascha,

 

ich kiffe nur selten, würde aber gerne für den Alltag CBD zur Entspannung einsetzen. Ich bin vor allem in Prüfungszeiten immer sehr gestresst und ich habe es einmal ausprobiert und es hat mir geholfen. Jetzt frage ich mich aber, was die beste Lösung für mich ist: CBD-Gras, ein Vape-Pen mit CBD-Öl oder CBD-Öl, das ich direkt einnehme? Es gibt ja inzwischen noch viele weitere Produkte mit CBD, woher weiß ich, was für mich sinnvoll ist?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hallo Alex,

 

ich denke mal die größte Rolle spielt bei der Entscheidung, was Dir persönlich am angenehmsten ist. Ich bin weder ein Arzt noch ein Gesundheitsexperte, aber ich kann mir vorstellen, dass die Eigenschaften der unterschiedlichen Produkte die Antwort schon in sich tragen. Wenn Du zum Beispiel jemand wärst, der gerne viel kifft, dann wäre CBD-Gras eine gute Idee – man raucht einen leckeren Joint, aber ohne high zu werden und nur mit den Vorteilen des CBD. Das Öl lässt sich relativ genau und auch recht hoch dosieren und ist eine gute Idee, wenn Du zum Beispiel im Prüfungsstress sehr gestresst bist und gut schlafen möchtest. Du kannst aber auch kleinere Dosen über den Tag verteilt einnehmen – die Anwendung ist sehr flexibel möglich. Ähnlich flexibel ist auch ein Vape-Pen. Das kommt etwas weniger medizinisch rüber und viele Anwender mögen das Rituelle daran: Immer mal eine kleine Pause einlegen und in Ruhe ein paar Züge dampfen, das alleine kann schon beruhigend sein. Außerdem kann man mit verschiedenen Geschmacksrichtungen auch Abwechslung schaffen. Wer all das nicht mag, kann inzwischen auch auf CBD-Gebäck und mehr ausweichen. Ich würde Dir einfach empfehlen, verschiedene Varianten auszuprobieren, bis Du die für Dich optimale Anwendung gefunden hast.“

 

Sarah (24) aus Köln möchte wissen:

 

„Hi Kascha,

 

ich habe ein paar Pflanzen auf dem Balkon stehen und weil jetzt die Erntezeit immer näher rückt, habe ich ein paar Fragen zur Trocknung. Ist es besser, die Pflanzen im Ganzen zu kappen und dann nur die Blätter abzuschneiden und sie verkehrt herum zum Trocknen aufzuhängen, oder soll ich gleich bei der Ernte die einzelnen Buds abschneiden und säubern? Und noch etwas, ich habe eine ziemlich kleine Wohnung. Wie kann ich das am besten anstellen, ich werde fünf Pflanzen ernten?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Sarah,

 

leider darf ich Dir, da der Anbau von Hanf ohne entsprechende Genehmigung in Deutschland strafbar ist, keine Anleitung zum Cannabisanbau geben. Ich kann Dir aber ein paar allgemeine Infos dazu geben, wie Grower üblicherweise ihre Pflanzen trocknen. Tatsächlich ist die Methode, die Pflanzen im Ganzen zu trocknen, bei manchen Hanfgärtnern verbreitet. Sie setzt aber relativ warme Temperaturen und gute, stetige Belüftung voraus um Stocken oder gar Schimmeln der Buds und auch der Stiele zu vermeiden. Aus diesem Grund bevorzugen es meines Wissens die meisten Grower, die Buds direkt nach der Ernte einzeln abzutrennen. Zur Trocknung werden die Buds dann großflächig und nicht übereinander gestapelt auf einer atmungsaktiven Unterlage, zum Beispiel einem Gaze- oder Baumwolltuch, ausgebreitet. Der Raum muss natürlich gut belüftet sein – zum einen, damit eine stetige Trocknung sichergestellt wird. Zum anderen, weil mit der Trocknung natürlich eine erhebliche Geruchsentwicklung verbunden ist. Die Temperaturen sollten nicht zu niedrig sein, es sollte aber natürlich auch nicht zu warm werden. Wenn die Buds äußerlich trocken sind, dann erfolgt häufig eine Fermentierung. Dafür werden die Blüten für einige Tage in ein luftdichtes Gefäß verpackt, das nur gelegentlich zum Lüften geöffnet wird. So wird der Trocknungsprozess verlangsamt und das Aroma verbessert.“

 

Nico (19) aus Rostock fragt:

 

„Hi Kascha,

 

ich kiffe noch nicht so lange und habe beschlossen, dass ich gerne für den Eigenbedarf anbauen möchte. Das ist billiger und auch einfacher, weil ich etwas außerhalb auf dem Land wohne. Jetzt will ich nicht gleich groß mit Lampen anfangen und wollte mal fragen, ob man trotzdem auch im Winter anbauen kann? Ich habe ein ziemlich helles Fensterbrett, andere Pflanzen wachsen da im Winter auch problemlos.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Nico,

 

leider darf ich auch Dir, da der Anbau von Hanf ohne entsprechende Genehmigung in Deutschland strafbar ist, keine Anleitung zum Cannabisanbau geben. Ich kann aber ein paar allgemeine Infos dazu geben. Das mit dem Fensterbrett ist leider nicht so ohne weiteres möglich und selbst in den Fällen, wo es möglich ist, halte ich es für wenig empfehlenswert. Der wichtigste Grund dafür ist, dass Hanfpflanzen in Abhängigkeit von der Sonnenscheindauer entscheiden, wie lange sie wachsen und wann sie beginnen zu blühen. Die kurzen Tage im Winter sind also eher ungeeignet, da die Pflanze nicht die Signale bekommt, die sie erwartet. Eine mögliche Lösung dafür wären Autoflower-Pflanzen. Das sind spezielle Züchtungen, die unabhängig von der Sonneneinstrahlung nach einer bestimmten Zeit beginnen zu blühen. Egal, wann Du die Samen ausbringst, sie werden immer nach einer Wachstumsphase von, je nach Sorte, üblicherweise etwa zwei bis sechs Wochen beginnen zu blühen. Der Nachteil ist aber auch hier, dass es in den Wintermonaten in Deutschland üblicherweise nur 30 bis 50 Sonnenstunden pro Monat gibt – im Vergleich mit 200 bis 300 Sonnenstunden pro Monat im Sommer. Selbst wenn die Pflanzen also überleben und blühen, würdest Du wahrscheinlich Cannabis von relativ schlechter Qualität ernten. Denn die Qualität – damit ist üblicherweise der THC-Anteil gemeint – wird vor allem von drei Faktoren bestimmt: der Nährstoffversorgung, der Wasserversorgung und der Lichteinstrahlung. Mängel bei einem dieser Faktoren lassen sich leider nicht durch die anderen Faktoren ausgleichen: Du kannst das Weed also nicht mit krassem Power-Dünger retten, wenn es einfach zu wenig Sonne bekommt. Manch ein Hobby-Grower in Deiner Situation gleicht die fehlenden Sonnenstunden mit zusätzlicher Pflanzenbeleuchtung aus – so etwas direkt am Fenster zu machen ist aber immer eine etwas fragwürdige Nummer, weil die Pflanze dann natürlich hell erleuchtet hunderte Meter weit gut zu erkennen ist.“

 

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