Samstag, 27. Oktober 2018

Grasmülleimer am Flughafen dienen nicht der Selbstbedienung

 

Flughafensprecher vom Airport Pearson bekräftigt Sicherheitskonzept.

 

Cannabis

 

Da man in Kanada seit dem 17. Oktober 2018 als erwachsene Person bis zu dreißig Gramm Cannabis mit sich führen darf, gestatten auch Fluggesellschaften die Mitnahme dieser Menge auf Inlandsreisen. Falls mit Marihuana bestückte Kanadier jedoch in andere Teile der Welt reisen wollen, gehört es sich natürlich der anderswo illegal geltenden Waren zu entledigen, bevor der Flieger bestiegen wird. Aus diesem Grund haben Flughäfen in Kanada nun nach amerikanischem Vorbild spezielle Cannabis-Entsorgungs-Container aufgestellt, in welchen Fluggäste ihre überschüssigen Rauschhanfprodukte zur fachgerechten Vernichtung hinterlassen können. Nachdem sich jedoch etwas Skepsis im Internet aufgrund des wenig Sicherheit versprechenden und Grassammlern eine verführerische Möglichkeit bietenden Konzeptes der Cannabis-Entsorgung breitmachte, betonte ein Sprecher des Flughafen Pearson International, dass kein Grund zur Sorge bestehe. Die Grasmülleimer am Flughafen dienen nicht der Selbstbedienung extra darauf spezialisierter Kiffer.

 

Da Fotos von einfachen mit durchsichtigen Plastiktüten bestückten Mülleimern durch das Netz mit amüsanten Kommentaren geistern, welche die äußerst simpel gehaltene Entsorgung von Marihuana auf dem kanadischen Flughafen Pearson visuell eindrucksvoll vermitteln, sah man sich aufseiten der Betreiber gezwungen Kommentare über die tatsächlichen Umstände abzugeben. Da schon von „Gratis-Cannabis-Boxen“ oder „Weedliotheken“ die Rede ist, welche zum kostenfreien Marihuanabesitz führen könnten, widerspricht Robin Smith vom Flughafen Pearson diesen humorvollen Andeutungen.
Gratis Gras ist milde ausgedrückt erschreckend falsch“, antwortete der Sprecher des Airports in einer eMail an das Portal Gizmodo. „Sobald etwas in dem Container landet, kommt es dort nicht mehr hinaus“, wird er dort weiter zitiert. Vor den Sicherheits-Checkpoint-Eingängen befänden sich zurzeit drei solcher vorübergehend im Einsatz befindlichen Mülleimer, welche mit Argusaugen durch das Sicherheitspersonal überwacht werden würden. Nur die Fachkräfte, die diese Cannabis-Entsorgungs-Container ausleeren dürften, bekämen auch die Möglichkeit dazu. In Zukunft würden aber professionellere Systeme aufgestellt, die es mechanisch bewerkstelligen könnten, dass sich niemand am berauschenden Inhalt bediene. Dennoch blieben auch diese Behältnisse dann unter ständiger Beobachtung, um jeglichen Versuch einer Selbstbedienung durch freche Flughafenbesucher weitestgehend zu verhindern, klärt man weltmännisch auf.

 

Es gibt also doch kein Gratisgras auf kanadischen Flughäfen.

Eine Antwort auf „Grasmülleimer am Flughafen dienen nicht der Selbstbedienung

  1. Rainer Sikora

    Eigentlich beklaut oder schadet man niemand,nur könnte es chaotisch werden wenn jeder was rausholt.

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