Samstag, 1. September 2018

Regierung Trump stellt ein Anti-Cannabis-Team zusammen

 

Gefährliche und positive Einstellung“ in der Öffentlichkeit eindämmen.

 

Grafik: Lukas Tkoz

 

In den USA ist zwar schon in einigen Bundesstaaten der Handel mit Cannabis zu Genusszwecken legal, doch im Allgemeinen befinden sich die Vereinigten Staaten noch immer auf Kriegsfuß mit der auch in einunddreißig Bundesstaaten als Medizin genutzten Pflanze. Die Regierung Trump und der namensgebende Präsident sind keine Freunde der natürlichen Rauschsubstanz, die wesentlich geringere Folgeschäden verursachen kann als der überall verfügbare Alkohol. Besonders der Justizminister Jeff Sessions fiel Cannabisbefürworten in der der Vergangenheit derart negativ auf, sodass sich selbst bekannte TV-Doktoren öffentlich dazu äußern mussten, wie wichtig die Versorgung mit Medizinalhanf für gewisse Patientengruppe ist. Und obwohl das Nachbarland Kanada in Kürze schon Marihuana komplett legalisieren wird, versucht die US-Regierung nun offensichtlich erneut Öl ins Feuer des Drogenkrieges zu gießen. Die Regierung Trump stellt ein Anti-Cannabis-Team zusammen, das jetzt dafür sorgen soll, dass die zumeist positive Meinung über Cannabis in Amerika wieder rückläufig wird. Man wolle die „gefährliche und positive Einstellung“ gegenüber Marihuana in der Öffentlichkeit wieder eindämmen, wurde dank der Berichterstattung eines Nachrichtenportals bekannt.

 

BuzzFeed berichtete am Mittwoch über das wohl heimlich zusammengestellte Expertenteam im Weißen Haus, welches für eine veränderte Betrachtungsweise von Cannabis in Zeiten der fortschreitenden Legalisierung aufgestellt worden sein soll. Negative Nachrichten über Bundesstaaten, welche Cannabis für Rauschzwecke freigaben, sollen durch die Arbeit der aus Landesämtern stammenden Führungspersönlichkeiten stärker ins öffentliche Rampenlicht gerückt werden, um die überdurchschnittlich positive Meinung über die Legalisierung zu verändern. Dazu gehöre auch die Darstellung der natürlichen Droge als eine Gefahr auf nationaler Ebene. Das sogenannte Marijuana Policy Coordination Committee soll zur Bewerkstelligung dieser Aufgabe die Aufforderung erhalten haben, Daten herauszugeben, welche die negativen Trends der Cannabislegalisierung bestmöglich demonstrierten. Problematisch dürfte an dem dämonisierenden Vorhaben jedoch werden, dass die Daten über kriminelle Aktivitäten, Gesundheitssysteme und ökonomische Faktoren nur klare Vorteile aufzeigen, vergleicht man Staaten mit legalem Zugang zu Cannabis mit Bundesstaaten ohne diesen kontrollierten Zugang. Selbst die Statistiken über steigende Konsumentenzahlen oder erhöhte Fahrzeugunfälle lassen keine eindeutigen Schlüsse zu, da von anderer Seite betrachtet dennoch bessere Ergebnisse als unter prohibitionistisch geführter Rechtsprechung erzielt werden. So stiegen die Konsumentenzahlen zwar weiterhin kontinuierlich nach der Freigabe von Hanf zu Genusszwecken an, doch nicht ganz mehr so steil wie während des Verbotes. Zusätzlich sanken die Zahlen unter Heranwachsenden, was definitiv als Vorteil zu betrachten ist. Nach dem Aufheben des Cannabisverbotes sanken in den jeweiligen Bundesstaaten auch die Wirkstoffgehalte in den Pflanzenprodukten, was während des Verbotes noch nicht der Fall gewesen sein soll. Insgesamt stehen die vielen Vorteile wesentlich spürbareren Nachteilen gegenüber, sodass Hanfaktivisten und Cannabislegalisierer die Meinung teilen, die Regierung Trump könne das erneut entfachte Vorhaben – Weed in ein besonders schlechtes Licht zu rücken – niemals mehr erfolgreich umsetzen.
Hier sei jetzt nur noch das Gurgeln von aussterbenden Prohibitionisten zu hören, äußert sich Justin Strekal – der politische Chef von NORML – daher zu der Situation überzeugt.

 

Die Propagandamaschine versagt somit bereits im Vorfeld – hoffentlich dann endlich auch bald bei uns!

15 Antworten auf „Regierung Trump stellt ein Anti-Cannabis-Team zusammen

  1. Der Realist ohne Kraut

    Gerade Trump sollte die Füße still halten. Seine Ansichten, die teilweise sehr menschenverachtend sind, gehören auf den Sondermüll – genau wie er auch. Er brachte schon zahlreichen Nationen den Krieg, wenn’s auch ’nur‘ Handelskriege sind.

    Er könnte noch keine signifikanten Vorteile für sein eigenes Land herausschlagen und macht stattdessen seine verachtende Denkweise in Welt breit.

    Auch ein President der Amis schaffst es nicht, sich mit seinem Denken zu profilieren. Nicht in den Ansichten seiner Bürger, nicht in der Welt und auch nicht bei Andersdenkenden.

    Diese Person ist ebenso wie viele aus unsere deutschen Regierung einfach nur bemitleidenswert.

  2. R. Maestro

    Dass der Trump ein Depp ist, ist ja klar.
    Anscheinend ist ihm die dortige Opioidkrise wurscht.
    Sonst würde er nicht in dieser Art und Weise gegen das geeignetste Substitutionsmttel vorgehen.
    Es kommt rüber, als ihm seine Landsleute scheissegal sind.
    Das bei einem, der sonst jeden Cent förmlich riechen kann.
    Schade, aber hier läuft`s ja kaum besser.

    Nur gut, dass Kanada nicht zu den vereinigten Staaten gehört.

  3. Irgendwer

    Er kriecht der Pharmaindustrie in den Arsch, provoziert fast alles und jeden und jammert auch nach Mitleid.

  4. Der Realist ohne Kraut

    Trump und dienen? Sicher nicht. Das machen die Politiker in Deutschland.

    Trump kennt nur Geld und Twitter. Alles, was von ihm kommt, steht zu 99 % bei Twitter drin. Und wenn man dann noch bedenkt, dass er auch so’n kleiner Rassist ist, ist alles andere selbsterklärend.

    Geld, was anderes kennt der Mann nicht. Klar, dass da die sonstigen Drogenprobleme nur Nebensache sind. Er will Geld, er braucht Geld. Deswegen wird jetzt alles unternommen, dass seine geschätzten Wähler unterstützt werden. Pharmazie und Lobbys, die Großes auf ihn setzen, hängen sich bald hinten dran. Falls noch nicht geschehen.

    Habt ihr eigentlich schon gewusst, dass man die sogenannten K.O.-Tropfen problemlos aus dem Internet ordern kann? Niemand fragt nach, auch bei größeren Mengen nicht. Das war gestern bei Pro7 bei taff zu sehen. Aber das ist bei uns ja kein Problem. Die Regierung hier hat’s ja nur mit den Genussrauchern. Nicht mit denen, die nur Sch**ße machen…

  5. Rainer Sikora

    Cannabis wird in den Köpfen der Bevölkerung als ebenso schädlich gesehen wie Rauschgift,wozu auch der Alkohol gehört.Dank der jahrzehntelangen Arbeit der Regierungen.Drogen gehören eigentlich völlig anders eingestuft.Ansonsten müßte man Fenchel oder Baldrian ebenfalls als gefährliches Rauschgift oder gar Betäubungsmittel ansehen.

  6. Der Realist ohne Kraut

    @Sikora
    Stimmt. Die Liste könnte man dann beliebig weiterführen. Denken wir nur an Kaffee, Energiedrinks, Süßes und Salziges usw. usw. usw.

    Aber das bringt ja alles nichts. Es dient ja der Allgemeinheit. Und mit Veränderungen kommen viele ja nicht klar, sonst würden sie auch mal über den Tellerrand schauen. Stattdessen bevorzugen sie lieber ihre Schleuklappen.

    Und zu Trump gibt’s so einiges, was uns als Normalsterblichen zur Weißglut bringt. Aber das auch er sich – wie unsere Politker – aus demselben Löchern erleichtern, vergessen sie nur zu gerne.

    Bewegung, Veränderung und ein Wir-Gefühl gibt’s bei den Politikern nur vor der Wahl. Danach wird’s, wie’s immer war, ihre und die Ansichten ihrer Parteifreunde und -befürworter gepflegt. Der Rest fällt hinten runter.

    Da tun sich die Politiker aus aller Welt nicht viel…

  7. R. Maestro

    In Gedenken an John McCain. R.I.P.

    Der aktuelle Präsi der USA ist ein Ar…….

    Der kann ihm nie, nie, niemals das Waser reichen!

    Schade dass die dümmsten meist am weitesten kommen.

    Dies nicht nur über den Teich hinweg, auch hier.

    … Du musst ein Schwein sein in dieser Welt, …..

    La, la, la, …

  8. R. Maestro

    Die Menschen sind nur noch Futter für die Schweine.
    Wir alle, auch die sch….. Prohibitionisten.
    Wir, das Volk, sind das Futter für die Schweine,
    also die Pharmaindustrie,
    Alkohollobby,
    Nikotinmafia,
    usw.,
    Versuchstiere halt.
    Siehe Contergan.

    Besser nicht darüber nachdenken, sonst kifft sich noch jemand tot aus Frust.:-)

    Gute Nacht Euch, sorry, aber das Geleier um dieses Thema, ärgerlich.
    Individualität verboten.
    Es ist halt Deutschland.
    Damals, wie heute.

  9. Jane Doe

    Die USA ist ein Staat voller Widersprüche. Während die einzelnen Bundesstaaten sich unaufhaltsam in Richtung Legalisierung bewegen, wollen die reaktionären Traditionalisten eine weitere Prohibitionskampagne auf Landesebene starten. Wann werden die Vereinigten Staaten sich endlich ihrer zutiefst rassistischen Vergangenheit (und Gegenwart) stellen und die überwiegend afro-amerikanischen und asiatisch-amerikanischen Opfer ihres Krieges gegen die Drogen entschädigen? Die Kinder in den Staaten werden nicht über ihre eigene Geschichte der Opiumkonferenzen und des „War on Drugs“ aufgeklärt und systematisch desinformiert. Schluss mit der Prohibition! Schluss mit den Drogenverboten! Konsumenten sind Menschen!

  10. R. Maestro

    Die USA hatten mal eine Million Dollar ausgegeben, einen Stift (Kugelschreiber) zu
    entwickeln, mit welchem, man auch im All schreiben kann.
    Die Russen haben sich auch was überlegt.
    War ein wenig günstiger. Oder auch sinnvoller.
    Kosten ca. 20 Cent.
    Ein Bleistift! 🙂

  11. R. Maestro

    @Der Realist ohne Kraut
    Jo, relativ.
    Dafür haben die woanders eingespart und haben NASA-Bereiche geoutsourced.
    Ergebnis: Keiner hat`s gecheckt, aber die einen haben das metrische System cm, m und Km verwendet, die anderen Zoll.
    Am Ende: Eine Raumsonde bei der Landung zerschellt, Schaden?
    Paar Milliarden halt.
    Egal. Dumm gelaufen.
    Die spinnen, die … .

    Jeder spinnt auf seine Weise.
    Der eine laut, der andre leise.

    Siehe Trump(el).

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