Sonntag, 5. August 2018

Models und Großmütter als Opfer im Drogenkrieg

 

Schönheit und Alter schützen nicht vor Strafen.

 

 

Obwohl sich langsam abzeichnet, dass der Drogenkrieg gegen Cannabis verloren ist, gibt es leider noch genügend Opfer im gemeinen Kampf gegen die Natursubstanz. Nicht nur bayrischen Gefilden übersteigt die Kifferjagd den guten Ton und jegliche Vernunft, auch im Rest der Welt werden mit Regelmäßigkeit noch Konsumenten aufgrund minimaler Vergehen von Staatsgewalten in die Mangel genommen. Dabei schrecken die Gesetzeshüter nicht einmal davor zurück, schönen Frauen oder verantwortungsbewussten Omas ihre Macht zu demonstrieren. So werden selbst Models und Großmütter als Opfer im Drogenkrieg gern genutzt, um klarzumachen, dass Marihuanakonsum kein Kavaliersdelikt darstellt.

 

So erwischte es jetzt kürzlich das 26 Jahre alte Model Marya Khrestina, als diese mit 1,14 Gramm Cannabis versuchte von Belarus aus nach Polen zu fliegen. Auffällige Klamotten, welche mit Marihuana-Logos versehen waren, brachten die Autoritäten auf die Fährte von Marya Khrestina, die auf Instagramm eine Gemeinde von 160000 Personen hinter sich versammelt weiß. Bei der genaueren Kontrolle wurden die Beamten dann fündig und stießen auf die genannte Geringstmenge Cannabis, die sich im Handgepäck des blonden Models befand. Nach anschließender Untersuchung von Blut und Urin stellte sich dazu heraus, dass Restbestände von Marihuana vorhanden waren, was zusammen mit der Minimenge Gras nun genügend Grund gab, die 26-Jährige hinter Schloss und Riegel zu bringen. In Belarus wurde Marya Khrestina jetzt der Prozess gemacht, in dem sich das Model wegen Schmuggel und Besitz von Hanfprodukten zu verantworten hatte. Ganze drei Jahre Gefängnis soll die angemessene Strafe für Marya Khrestina darstellen, wie ein Gericht in Brest – in der Nähe der polnischen Grenze – jetzt entschied. Ein Gramm Cannabis im Handgepäck rechtfertigt dieses Urteil, nach Ansicht der dortigen Richter.

 

Ähnlich pedantisch verhielt sich der Clare County Hilfssheriff Ashley Gruno in Michigan, als er ein verlorenes Smartphone der ehemaligen Besitzerin zurückbringen wollte und an der Türe der 80-jährigen Delores Saltzman klingelte. Während sich deren Großenkelin über den Fund des Sheriffs freute, roch der ausgebildete Gesetzesmann verdächtige Düfte aus der Wohnung der Großmutter strömen. Auf Nachfrage gestand die Medizinalhanfpatientin ihren Cannabiskonsum, konnte aber leider nur eine abgelaufene Nutzerlizenz vorweisen. Aus diesem Grund kannte der Hilfssheriff keine Gnade und steckte die alte Dame schnurstracks ins Gefängnis, woraufhin sich die unter Arthritis leidende Großmutter in einer kalten, nassen Zelle wiederfand. Erst eine erneuerte Medizinalhanfnutzungslizenz ermöglichte das Einstellen der Anklage, die sich auf den unerlaubten Besitz von Cannabis bezog. Delores Saltzman, die Cannabis für sich als alternative Schmerzbehandlung zu nebenwirkungsstarken Opioiden entdeckte, bleibt trotz ihres unwirklich wirkenden Abenteuers im Gefängnis positiv gestimmt und rät allen Patienten weiterhin Stärke zu zeigen. Wenn etwas helfe, müsse man sich nicht deswegen schämen, es für sich einzusetzen.

 

Das junge Model Marya Khrestina in Belarus hat hoffentlich genügend verständnisvolle Follower, die das ganz ähnlich sehen und deshalb keine Ruhe geben werden, bis die verhängte Strafe des Gerichtes in einer angestrebten Anfechtung der mitgeführten Geringstmenge angepasst wird. Zeit für „Zero-Tolerance“ seitens der Community.

3 Antworten auf „Models und Großmütter als Opfer im Drogenkrieg

  1. Headshot for Earth Overshoot

    Eine Alkoholhalluzinose entwickelt sich bereits nach Konsum geringer, Mengen Alkohol . Früher nannte man so etwas , „weiße Mäuse sehen“, heute „sehen“ sie Drogen ,Terroristen und endloses Wirtschaftswachstum . Doch nicht nur nach einer Cannabis-Legalisierung ,können dieser Mittäter ,des Cannabis-Hollocaust, gründlich und angemessen Sanktioniert sowie Opfer entschädigt werden .

  2. Fürstenjagd

    Die polizeilich Beschlagnahmte Menge ,illegaler Drogen, innerhalb eines Jahres ,übersteigt kaum eine Wochenration ,des illegalesierten Marktes .

  3. Otto Normal

    „…Dabei schrecken die Gesetzeshüter nicht einmal davor zurück, schönen Frauen oder verantwortungsbewussten Omas ihre Macht zu demonstrieren…“
    hm…sollten sie denn davor etwa zurückschrecken?
    Wie sieht es denn mit der Gleichheit vor dem Straf-Gesetz aus, gilt die für schöne Frauen und für Omas nicht?

    Auffällige Klamotten auch noch mit Marijuhana-Symbolen und dann was mitführen bei der Einreise in einen Staat der sich mehr und mehr zum NS-Staat zurückentwickelt? Soviel Blödheit auf einmal bringt nur ein echtes Model auf! Warum hat sie nicht gleich die Zöllner zu einem gemütlichen Joint mit anschließendem Gruppensex eingeladen? Dann wärs möglicherweise anders ausgegangen und die dumme Nuss hätte das Ganze mit dem Handy filmen und ihren Followern auf Instagram posten können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.