Montag, 30. Juli 2018

Österreichs Polizei konfisziert immer mehr Cannabis

 

 

Suchtmittelbericht des Bundeskriminalamtes – traurigste Bilanz der österreichischen Cannabispolitik aller Zeiten

 

 

Cannabis

 

 

Sadhu van Hemp

 

 

Alle Jahre wieder zur Sommerzeit veröffentlicht das Bundeskriminalamt die Opferzahlen des Anti-Drogen-Krieges in der Alpenrepublik. Gestern war es mal wieder soweit: Demnach ist die Zahl der Strafanzeigen nach dem Suchtmittelgesetz anno 2017 um mehr als 6300 auf 42.610 gestiegen. Das am häufigste konfiszierte Suchtmittel ist wie immer Cannabis. Insgesamt konnte die Gendarmerie 1659 Kilogramm Cannabis-Produkte aus dem Verkehr ziehen; 2016 waren es noch bescheidene 1083 Kilogramm.

Die beschlagnahmten Mengen anderer im Suchtmittelgesetz gelisteten Drogen beziffert die Polizei wie folgt: Rund 70 Kilogramm Heroin (68,9 kg in 2016), 71,4 Kilogramm Kokain (86,5 kg in 2016), 446.465 XTC-Pillen (29.485 Stück in 2016), 50,3 Kilogramm Amphetamine und fünf Kilogramm Methamphetamin (87,7 kg und 4,8 kg in 2016). Der enorme Anstieg bei Ecstasy resultiert aus einem Big Bust im Herbst 2017: In einem Lkw, der von den Niederlanden in die Türkei unterwegs war, wurden am Terminal Wels 404.900 Ecstasy-Tabletten gefunden.

 

Das Rekordniveau der beschlagnahmten Cannabis-Produkte ist die direkte Folge der am 1. Juni 2016 in Kraft getretenen Novelle zum Suchtmittelgesetz. Der Begriff der „Gewerbsmäßigkeit“ wurde seinerzeit neu definiert, um der Polizei die Jagd nach kleinen Kiffern und Straßendealern zu erleichtern. Seitdem ist die Motivation der Gendarmerie entsprechend hoch, und der Verfolgungsdruck durch verstärkte Kontrollen steigt in Österreich exorbitant an.

 

 

Cannabis
Graphik Ruth Groth

 

 

Die verantwortlichen Politiker Österreichs fühlen sich anhand der nun vorliegenden Zahlen darin bestätigt, dass die Verschärfung des Anti-Drogen-Krieges unabdingbar ist. „Die Deliktzahlen sind alarmierend und der Ermittlungs- und Kontrollschwerpunkt der Polizei ist daher dringend nötig“, wird Innenminister Herbert Kickl im Bericht des Bundeskriminalamtes zitiert. Offensichtlich ist die Zahl der eingeleiteten Strafverfahren dem FPÖ-Politiker noch viel zu gering – vor allem vor dem Hintergrund, dass es im Vielvölkerstaat Österreich derzeit en vogue ist, alle Schuld am Staatsversagen Migranten in die Schuhe zu schieben. Explizit weist das Bundeskriminalamt darauf hin, dass ungefähr die Hälfte aller schweren Drogendelikte im Transitland Österreich von nicht-österreichischen Verdächtigen begangen wurde. 2017 seien 25.043 Strafanzeigen gegen inländische und 14.612 Anzeigen gegen fremde Tatverdächtige erstattet worden.

Das Fazit des Suchtmittelberichtes ist wenig optimistisch: „Ein Rückgang der Suchtmittelkriminalität ist nicht zu erwarten.“ Offenbar geht das Bundeskriminalamt davon aus, dass es Kindkanzler Basti Kurz (31) binnen Jahresfrist nicht gelingen wird, alle missliebigen Ausländer wegzuschaffen.

 

Dass die „alarmierenden Deliktzahlen“ nichts mit Ausländern zu tun hat, sondern mit der Cannabisprohibition, wollen die Herrschaften der Polizei und die Politbonzen der rechtskonservativen und völkischen Regierungsparteien nicht aus dem Zahlenwerk des Suchtmitteberichtes ersehen. Und so wird das Bundeskriminalamt auch nächstes Jahr Rekorde vermelden – auch was die Zahl derer betrifft, die den Konsum illegaler Drogen nicht überleben. 2017 gaben österreichweit 165 Menschen den verrußten Löffel ab, 2016 waren es noch 153 Opfer.

 

7 Antworten auf „Österreichs Polizei konfisziert immer mehr Cannabis

  1. Filamente und Voids

    50 Österreicher werden täglich mit Hilfe von Alkohol legal getötet ,so spart sich die Regierung in Wien Rentenkosten .Österreich macht Jährlich immer mehr Schulden ,auch bei den Banken , Österreich hat mehr Schulden als Griechenland . Österreich will diese Schulden begleichen und borgt sich Geld , bei den Banken . Für Österreicher ist das komplett logisch . Österreich ist wie Bayern , überall hängen tote ,Halbnackte Gefolterte ,Zimmermänner an Kreuzen , Gewaltverherlichende Pornographie ist dort Alltag . Und das nur weil Hanf-Beton billiger und Stabiler ist als Gewöhnlicher Beton , weil Cannabis Krebs Heilen kann ohne Arzt , Apotheke und Pharmafirma , weil sich die Regierung in Wien die Taschen voll stopft auf Kosten der Bürger . Die Banken in Österreich erzeugen Geld aus dem nichts und den kleinen Österreicher belügt die Regierung „He ,du must arbeiten gehen, damit es Steuern gibt und der ganze Laden läuft“ .

  2. Rainer Sikora

    Auch hier zulande werden die Prohibitionszügel in selber Weise angezogen.Jetzt muß nur darauf gewartet werden,bis keiner mehr behaupten kann,der Drogenkrieg sei gescheitert.Bis dahin darf es aber keinerlei Veränderungen geben.Deshalb hört man und liest man nichts darüber.Es wird leise gearbeitet,nur aufgeflogene Gärtner kommen in letzter Zeit sehr häufig in die Zeitung.Und die Zeitung denkt wie die Drogenjäger.Arbeiten halt alle zusammen.Wenn ich von 60 Kilo konfestiert in Bremen lese,fürchte ich langsam um den Bestand des Schwarzmarktes.Weil es überall in ziemlich großem Stil so verläuft.Freiheit wurde immer mehr abgeschafft und die Legalisierung hat weniger Chancen denn je.Interessiert auch kaum jemanden.Wichtig ist,daß alle Trump und Putin hassen.Und unser System als demokratisch und echt klasse angesehen wird.Daran sieht man auch wie schnell die Medien ihre aufdiktierten Ziele erreichen können,wenn die ernsthaft wollen.Und man sieht was die nicht erreichen wollen.Deshalb müssen wir uns bis zum sankt Nimmerleinstag gedulden bis sich was ändert.Informationen und Aufklärung kommt leider nicht in die breite Masse,dafür sind viele mit Lügen gefüttert worden,was auch Teil der Prohibitionsstrategie ist.

  3. Albert Streichmeister

    2008 fingen laut Professor Dr Ursula Havemann die Cannabinoide Entzüge in ihrer Klinik an. 2006 fing das Streckmittelproblem im Gras an. Künstliche Cannabinoide verursachen Entzüge wissen wir von den legal highs. Ist es da nicht logisch was auf dem Grasmarkt in Deutschland unterwegs ist ? Warum wird so wenig über Streckmittel gesprochen ? https://youtu.be/q5MfuaIAMQY?t=8m31s

  4. Bully

    Hatten wir nicht schon im dritten Reich genug von den diskriminierenden Einmischungen irgendwelcher Österreicher in die Weltpolitik. Nie wieder und drauflos gekifft was die Lunge hergibt.

  5. dkong

    Bei der Regierung die in Österreich gerade an der Macht ist ist das kein Wunder.

  6. Ralf

    FPÖ = Faschistische Partei Österreichs
    Wenigstens ein gutes gibt es zu vermelden, ihr Gründer Hayder oder wie dieses Superarschloch hieß ist jetzt Wurmfutter, falls die Würmer bei über 2 Promille Alk im Blut mit seiner Alkoholikerleiche, die man aus seinem Benz gekratzt hat, den er besoffen an den Baum gefahren hat, klar gekommen sind.

  7. Ralf

    Und wieder einmal habe ich leider Recht gehabt, und alle die in Österreich die Frühlingsglocken haben läuten hören und mich als Schwarzseher angegangen haben, sind jetzt ziemlich leise geworden. Alle vom DHV propagierte Aufklärung geht in`s Leere denn Politik wird nach wie vor von denen gemacht, die das GEWALT-und Medien-Monopol haben. Diese Gewalt bestimmt was das Volk denken soll und nicht die Intelligenz.
    Ein Doktortitel ist noch lange kein Beweis für gesunden Menschenverstand siehe Dr.Göbbels (Hitlers Oberlügner), Dr. Mengele (Hitler´s Oberquacksalber), Dr. Freisler (Hitler´s Oberjustizverbrecher), Fakedoktor Schavan, Prof.Tontasius (Tonto= span. Idiot) und viele durchgeknallte andere Vollidioten mit Doktortitel.

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