Sonntag, 29. Juli 2018

Kascha Juli 2018

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

 

Helene (24) aus Braunschweig fragt:

 

„Hallo Kascha,

 

ich bin relativ sportlich und habe neulich eine Werbung für Hanfprotein gesehen, das fand ich interessant. Ich kiffe ja selbst auch und benutze Hanföl und so, das würde mich schon interessieren. Wie schmeckt denn das und ist das so gut wie Molke- oder Sojaprotein?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hallo Helene,

 

da die Hanfsamen sehr proteinreich sind, liegt es nahe, sie für die Produktion von Hanfprotein zu verwenden. Dafür werden die Hanfsamen in der Regel geschält und dann gemahlen und getrocknet, am Ende erhält man ein Pulver, das bei vielen Produkten aus 50 % Proteinen und 50 % weiteren Pflanzenbestandteilen besteht. Das Besondere an den Proteinen aus Hanfsamen ist ihr hervorragend für den Menschen geeignetes Aminosäureprofil mit allen essenziellen Eiweißen. Daher belastet es den Körper bei der Aufnahme deutlich weniger mit Abfallprodukten als viele andere Proteinquellen. Das macht es natürlich für Sportler umso interessanter. Beachtenswert sind aber auch die anderen 50 %, denn dort finden sich neben Ballaststoffen auch mehrfach ungesättigte Omega-3-, Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren, die ebenfalls sehr wichtig für den Körper sind. Die kennst Du ja auch aus dem Hanföl, das ebenfalls aus Hanfsamen gepresst wird.

 

Der Geschmack ist tatsächlich etwas anders als bei anderen Proteinpulvern. Sehr grün, pflanzlich, etwas nussig – Du wirst ihn ja sicher kennen, wenn Du schon andere Hanfprodukte, vor allem Hanföl, probiert hast. Es sind eben, genau genommen, gemahlene Hanfsamen. Wenn Du die richtige Mischung gefunden hast, eventuell etwas Honig dazu gibst oder selbst einen Geschmack nach Wahl hinzufügst, wirst Du Dich sicher schnell daran gewöhnen. Denn unangenehm ist der Geschmack eigentlich nicht. Dafür ist es wegen seiner leicht löslichen Konsistenz und seinem milden Geschmack sehr vielseitig und lässt sich in Shakes, Müslis, Porridges und mehr verwenden. Gerade für Vegetarier, Veganer und Hanf-Fans kann ich es deshalb schon empfehlen.“

 

Johnny (22) aus Heidelberg fragt:

 

„Hi Kascha,

 

ich habe mal eine Frage. Ich rauche eigentlich Gras, aber ich rauche auch gerne mal ein Stück gutes Hasch. Vor allem abends vor dem Einschlafen finde ich das besser, weil es mich richtig müde macht. Tagsüber ist mir Gras lieber, weil mich das nicht so müde macht. Aber woran liegt das eigentlich, dass Hasch so anders wirkt? Das ist doch auch THC, oder?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Johnny,

 

da hast Du erst einmal Recht: Der Wirkstoff von Haschisch und Gras ist immer THC und beides wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Bei Gras wird das THC aus den Blüten und aus dem an den Blüten anhaftenden Harz geraucht, während Haschisch nur aus diesem Harz mit einigen anhaftenden Blütenbestandteilen besteht. Da im Harz deutlich mehr THC enthalten ist als in den Blüten, ist Hasch in der Regel auch etwas stärker. Das merkst Du ja sicher selbst schon an der Menge, die Du in den Joint oder in die Pfeife gibst.

 

Ein wesentlicher Unterschied liegt aber in der Konzentration der weiteren Wirkstoffe. Die ist bei vielen Sorten sehr unterschiedlich. Deshalb haben ja schon verschiedene Grassorten eine sehr unterschiedliche Wirkung: Das THC-CBD-Verhältnis, das Vorkommen verschiedener Terpene und zahlreiche weitere wirksame Inhaltsstoffe beeinflussen sehr, wie die Wirkung sich dann am Ende gestaltet. Von einem wachen, klaren High bis zu einem völlig verwirrten Stoned-sein sind da alle Facetten möglich. Traditionell unterscheidet man zwischen Indica- und Sativa-Sorten, wobei die Indica-Sorten allgemein eher breit und die Sativa-Sorten eher high machen. Dabei sind es eben die Indica-Sorten, die dank ihrer stärkeren Harzproduktion für die Haschischherstellung am besten geeignet sind. Heute, mit mehr Wissen über die Wirkstoffe und zahlreichen Hybridsorten, erscheint die Einteilung in Indica- und Sativa-Sorten nicht mehr ganz zeitgemäß – in diesem historischen Unterschied zwischen den Sorten liegt aber die Erklärung dafür, dass Haschisch mehr klatscht: Es ist stärker und die Wirkstoffverteilung begünstigt eher ein breites, stark physisches Gefühl mit roten Augen.“

 

 

Sascha (20) aus München fragt:

 

„Hi Kascha,

 

ich habe ein paar Pflanzen auf dem Balkon, die inzwischen etwas zu hoch werden. Ich wohne im obersten Stock, so dass der Balkon von oben nicht einsehbar ist. Und ich habe Blumenkästen auf der Brüstung. Aber die Pflanzen sind inzwischen so hoch, dass ich denke, dass man sie bald von außen sehen kann. Abschneiden möchte ich aber nicht unbedingt etwas – das wäre ja schade drum. Hast Du einen Tipp, was ich da machen kann? Die Pflanzen sind jetzt ca. 8 Wochen alt.“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Sascha,

 

wie Du sicher weißt, darf ich dich an dieser Stelle aufgrund der geltenden Rechtslage nicht zum Anbau von Cannabis anleiten. Du bist aber nicht der einzige Balkongrower, der vor diesem Problem steht. Einige Sorten können ja bis zu vier Meter hoch werden, das ist auf dem Balkon schon heftig. Die Wachstumsphase kann, je nach Sorte, noch bis Ende August weitergehen. Danach verstärkt sich die Blütenbildung und natürlich auch der Geruch – das zweite Problem von Balkongrowern. Viele Hobbygärtner verwenden jedenfalls einen einfachen Trick, um ihre Pflanzen vom unkontrollierten Wachstum in die Höhe abzuhalten: Sie binden die Pflanzen einfach sanft herunter, so dass sie, von einem Draht geführt, unterhalb der Sichtlinie in alle möglichen Richtungen kreuz und quer wachsen. Eine andere Möglichkeit ist, ein straffes und relativ dichtes Netz knapp unterhalb der Sichtlinie zu spannen, das die Pflanzen am Höhenwachstum hindert und sie dazu bringt, sich in andere Richtungen weiter zu entfalten. Bei beiden Varianten ist es aber wichtig, darauf zu achten, dass man äußerst vorsichtig und sensibel vorgeht. Denn natürlich möchte kein Grower seine Pflanzen beschädigen und zum Beispiel den Stiel abschnüren oder gar abknicken. Grundsätzlich sollten die Pflanzen für diese Maßnahme nicht zu jung und nicht zu alt sein: Sie sollten fest verwurzelt sein, aber noch nicht voll in der Blüte, so dass sie immer noch flexibel genug sind und der Stiel sich problemlos biegen lässt.“

Eine Antwort auf „Kascha Juli 2018

  1. Filamente und Voids

    Hanfbeton ist stabiler , leichter und billiger als normaler Beton.

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