Montag, 23. Juli 2018

Neue linke Partei – für Cannabis und wahre Sozialdemokratie

 

 

Die Vorbereitungen für die Gründung der „Hanfpartei“ laufen auf Hochtouren

 

 

Hanfpartei jetzt!
Bild: Sadhu van hemp

 

 

Sadhu van Hemp

 

 

Oft gefordert, aber nur belächelt wurde der Wunsch vieler Cannabis-Freunde, die die Vertretung ihrer ureigenen Interessen allzu gerne in die Hände einer Hanfpartei gelegt hätten. Dabei kam die Kritik an der Gründung einer eigenen Partei nicht von außen, sondern verstärkt aus den eigenen Reihen. Die Platzhirsche der Aktivistenszene in Berlin taten das Bestreben als zu aufwendig und unseriös ab. Befürchtet wurde, dass eine Ein-Themen-Partei im komplizierten Parteiengeflecht über kurz oder lang in der Bedeutungslosigkeit versinken würde und aller Aufwand für die Katz sei.

 

Doch alle Schwarzmalerei derer, die sich als Privatiers in der Legalisierungsszene tummeln, konnte eine Gruppe von langjährigen Aktivisten und Prohibitionsopfern aus Nordrhein-Westfalen nicht davon abhalten, sich den lang gehegten Traum der Gründung einer basisdemokratischen Partei zu erfüllen. Am 15. September ist es dann soweit. Die erste Vollversammlung der „Hanfpartei – die wahren Sozialdemokraten“ wird das Baby der Hänflinge in Lippstadt aus der Taufe heben und ins politische Rennen schicken. Kurz gesagt, alle einigermaßen demokratisch denkenden Cannabisfreunde bekommen eine echte politische Heimat in Form einer Partei, die weit über die Agenda der Cannabislegalisierung hinausgeht.

 

Wie der vollständige Name der Hanfpartei ahnen lässt, geht es um mehr als nur um die Cannabis-Legalisierung. Die „Hanfpartei – die wahren Sozialdemokraten“ will dabei helfen, eine „enkel-taugliche“ Welt zu schaffen und zu hinterlassen, so wie es auch die etablierten Parteien des linksgrünen Politspektrums versprechen, aber nicht halten. Das mittlerweile vollständig ausgearbeitete Parteiprogramm ist sozialdemokratischer Natur und fordert u.a. „eine Welt ohne Kriege“, „einen Arbeitsmarkt, der den Interessen unserer Enkel untergeordnet ist“ und „eine nachhaltige Wirtschaft, die den Planeten ökologisch rücksichtsvoll behandelt, damit auch unsere Enkel diesen wunderbaren Planeten genießen können.“ Die Philosophie der Hanfpartei ist der Gegenentwurf aller rechtskonservativen und völkischen Parteien, die die Menschen mit ewiggestrigen Parolen in eine Zukunft führen wollen, die in der Vergangenheit liegt. Die Werte und Ziele der Hanfpartei fußen auf Humanismus, so wie er in Artikel 1 bis 19 des Grundgesetzes verankert ist.

 

Das, was die Freunde der „Hanfpartei – die wahren Sozialdemokraten“ mit viel Fleiß und unbezahlter Mühe zu Papier gebracht haben, ist für jeden politisch Interessierten eine höchst spannende Lektüre. Das politische Programm der Hanfpartei gleicht einem Manifest, das nicht nur den Cannabisfreunden als Leitfaden in die Zukunft dienen könnte. Denn was ist schon ein Friedenschluss im Anti-Cannabis-Krieg, wenn wir unseren Enkeln einen Globus hinterlassen, auf dem kein Grashalm mehr wächst und die Menschen in Elend und Armut dahinvegetieren?

 

Ach, übrigens: Anders als in anderen Parteien und politischen Organisationen ist die Mitgliedschaft in der Hanfpartei kostenlos, gratis und für lau. Auch ersparen uns die „wahren Sozialdemokraten“ penetrante Spendenaufrufe. Auf der Website heißt es dazu: „Spenden? Lass mal stecken! Wir arbeiten ohne Geld. Wenn Du uns finanziell unterstützen willst, entscheide selbst, in was Du investieren willst. Zum Beispiel in Facebook-Promotions. Oder gesponserte Blog Posts. Oder Werbeartikel. Oder was auch immer. Du entscheidest.“

 

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Pessimist
Pessimist
3 Jahre zuvor

Lachhaft – das Scheitern ist bei dem Namen vorprogrammiert!

Fred
Fred
3 Jahre zuvor

Na ja, würde sich die Hanfpartei monothematisch bezogen auf die Hanffreigabe gründen, hätte ich kein Problem damit, bei einem bundesweiten Auftritt mein Kreuz bei der Hanfpartei abzuliefern. Aber…. ein BGE mit 2000 Euro für jeden, wobei nur ab 30 Mio Vermögen überhaupt Steuern bezahlt werden… ziemlich optimistisch. Jedenfalls für jemanden, der sich mit der Thematik mal ein wenig genauer beschäftigt hat. Ich kann da ein Buch zum Thema empfehlen. Thomas Straubhaar – Radikal gerecht – . Nach seinen zugegeben ziemlich groben Berechnungen wird das ganze schon bei 1000 Euro BGE und einem Steuersatz von 50 % auf alle Einkommen ab dem ersten Euro äusserst knapp finanzierbar. Im Programm ist leider noch so einiges, das zumindest diskussionswürdig erscheint. Z.b //Temporäre Bürgerparlamente… Weiterlesen »

Anno Nym
Anno Nym
3 Jahre zuvor

Ich hätte da eine Idee wie man Cannabis „legal“ macht.
Also Begnadigungsrecht ist Ländersache außer bei Terror.
Wie so nicht Unterschriften sammeln um Cannabisdelikte, im
jeweiligen Bundesland zu begnadigen.
Cannabis kann in einzelnen Bundesländern begnadigt werden.
De jure sind die Leute dann zwar Vorbestraft, de facto sind sie aber so gut wie entkriminalisiert.

Volksabstimmungen über Begnadigung. Dann würde der Bund irgendwann zur Einsicht kommen.

unbeugsam
unbeugsam
3 Jahre zuvor

Genau ,so kann man die Wahlergebnisse noch mehr verwaschen,Um so mehr Parteien um so besser für cdu csu

Nadine Witt
3 Jahre zuvor

Oft gefordert, aber nur belächelt wurde der Wunsch vieler Cannabis-Freunde, die die Vertretung ihrer ureigenen Interessen allzu gerne in die Hände einer Hanfpartei gelegt hätten –> also in unserem Wahlprogramm ist ganz groß das Thema Cannabis vertreten. Für Thomas Ganskow eines der großen Themen auch hinsichtlich Kandidatur und anschliessender Wahlversprechen. Wir PIRATEN finden es klasse, dass das Thema Cannabis politischen Anklang findet und begrüssen auch Bündnisse um das Thema Cannabis bis zur Klärung im politischen Interesse zu halten. Viele Grüße, Nadine Witt (Piraten Hannover).

Johann
Johann
3 Jahre zuvor

Wenig sinnvoll, so verschenkt man seine Stimme und hilft CDU, CSU und AfD.

Sinnvoller wäre es, z.B. die Grünen zu drängen, dort, wo sie schon regieren weiter und deutlich mehr an dem Thema dranzubleiben.
Habeck ist in meinen Augen ein guter Mann, er hat das Potenzial, wenigstens ein kleiner Trudeau zu werden. Das Umdenken in Deutschland geht leider nicht so schnell und „einfach“ wie in Kanada. Da braucht‘s halt noch die SPD und die FDP dazu. Aber es geht um ein neues Denken, bzw das Vermeiden von Denkverboten. Da ist einer wie Habeck nicht falsch …

U-G
U-G
3 Jahre zuvor

Bravo, das ist Pioniergeist, Mut, Entschlossenheit und ich hoffe Durchhaltevermoegen. Den Druck im Chaos von jetzt haben die, die das zu verantworten haben und nicht die Hanfpartei.

Das erste Echo kommt von Nadine.
Ja die Piraten. Wo denn ? Am Pc oder aufn Schiff ?

Der Schluessel ist zusammenhalt.
Und fuer Lau oder auch als abschreibbare Spende ist Demokratisch und laesst sich auch finanzieren.

Und wenn das nicht hinhaut…ja und…wenigstens kann man Stolz sagen… Jow Man wir sind die Hanfpartei und keine EinThemenPartei gewesen.

Gut gemacht und respekt findet U-G.

Aller Anfang ist schwer, wie beim growen.
Das 3 phasenprojekt.
Vegatative, Bluete, Ernte euerer Arbeit!

Hemp 4 Free its possibility.

Fred
Fred
3 Jahre zuvor

@Johann
volle Zustimmung.

Alexander Müller
3 Jahre zuvor

Gut so den zb die Grünen Greifen ja nicht auf was der Hanf alles kann: Einige Vorteile für den Klima- und Umweltschutz mit Cannabis (Cannabis ist der lateinische Name der Nutz- und Heilpflanze Hanf): Hanf ist ein unendlich nachwachsender Rohstoff mit vielen hervorragenden Eigenschaften. Hanf wächst sehr schnell und produziert in kurzer Zeit sehr viel Biomasse. Hanf benötigt keine Pestizide. Hanf benötigt keine Herbizide. Hanf verbessert den Boden. Hanf lässt sich zu über 50.000 Produkten weiter verarbeiten und kann die Grundlage einer autarken Versorgung für eine Region bilden. Die Reste der Produktion können sehr gut zur Energieerzeugung genutzt werden. Lokale, dezentrale Energieversorgung kann eine Region durch Biogaskraftwerke sicherstellen. Sowohl Wärme als auch Elektrizität kann so erzeugt und zur Verfügung gestellt… Weiterlesen »

okese
okese
3 Jahre zuvor

andersrum wird ein schuh draus, die aktivisten sind lächerlich und kontraproduktiv! allen voran unser millionenschwerer nachrichtenonkel georg „ausser spesen nix gewesen“ wurth und sein dhv der seit zig jahren brav die verzögerungstaktik der von pharma und alkindustrie geschmierten volkszertreter mitspielt oder auch diese ganzen atzenparaden / aufmärsche. wobei die hanfpartei gut beraten wäre ihr gesponnenes manifest schnellstens verschwinden zu lassen und als ein-themen-protestpartei aufzulaufen mit dem ziel die etablierten lügenparteien durch stimmen- und hoffentlich auch mandatsverluste abzustrafen und somit druck aufzubauen. als sekundärforderung eventuell noch sofortige rundfunkgebühren und gema abschaffung, würde sicherlich noch einige wähler mehr bringen aber das parteiprogramm sollte so kurz wie möglich ausfallen ohne gelaber/abschweifungen. wie auch immer das projekt an sich ist geil und seit jahrzehnten… Weiterlesen »

Witzbold
Witzbold
3 Jahre zuvor

Keine links sozialistische Partei wird meine Stimme bekommen.

Fetales Alkoholsyndrom
Fetales Alkoholsyndrom
3 Jahre zuvor

Demokratisch ist besser als Links , da brauchst du auch nicht soviel Marschieren . „Die APPD Muss Ran“ .

Rainer Sikora
Rainer Sikora
3 Jahre zuvor

Eine Partei,die die Interessen der Konsumenten vertritt,ohne Hintergedanken oder Ausnutzung für eigene andere Interessen,wird es nicht geben.Nicht mal den Hanfverband.Das Wort Zusammenhalt ist auch schon gefallen,und leidet unter Unehrlichkeit.

Tim Ollmann
Tim Ollmann
3 Jahre zuvor

Wenn ihr mit dem Namen ernsthaft glaubt, etwas erreichen zu können, dann viel Spass… Eure Absichten sind weitaus mehr Wert als potentielle Wähler durch den Namen abzuschrecken!!! Wieso nicht „SDPD – Sozialliberale Demokratische Partei Deutschlands“ und dann mit Nachhaltigkeit werben. Aktuelle Themen aufgreifen wie diesen Verpackungswahn, Tierzucht und eben auch Cannabis…

Vor allem solltet ihr mit den Grünen, der FDP und den Piraten zusammenarbeiten. Enge Kontakte pflegen und Gemeinsam in den Wahlkampf ziehen! Gegenseitig unterstützen anstatt Konkurrenzkampf zu betreiben. DAS WÄRE MAL WAS!

Otto Normal
Otto Normal
3 Jahre zuvor

Ich sehe da nicht so schwarz. Die Partei hat eine echte Chance wenn die Cannabiskonsumenten zusammenhalten. Die AFD hat auch mal als „Bürgerbewegung“ angefangen und wurde nicht ernst genommen. Jetzt sitzen die in den Parlamenten und die Bürgerlichen heulen alle. Drauf das sich endlich eine Partei gründet haben viele gewartet die z.B. aufgrund des Berufes nicht so sehr öffentlich auftreten können oder wollen. Selbst wenn einige Spinner meinen man könne die nicht wählen weil sie da was mit „Sozialdemokratie“ gelesen haben die Partei hat gute Chancen über die 5% Hürde zu kommen. Freu mich schon auf die ersten Wahlen wo man dort sein Kreuzchen machen kann. Die Grünen, Linkspartei und FDP können ja dann gemeinsam mit der neuen Hanfpartei die… Weiterlesen »