Freitag, 20. Juli 2018

England bahnt medizinischem Cannabis den Weg

 

Empfehlung aus offizieller Stelle spricht für Lockerung der Regeln.

 

Cannabis

 

Wohl die Ereignisse um den kleinen Billy Caldwell, dessen kanadische Cannabismedizin am Flughafen in Heathrow vom Zoll entwendet wurde, entfachte die Diskussion über Medizinalhanf im Vereinten Königreich dermaßen, sodass nun tatsächlich eine Wende in England bezüglich der Thematik erwartet werden darf. Nachdem erst Anfang Juli der erste Folgeschritt in Richtung spezieller Ausnahmegenehmigung gegangen wurde, hat nun das Advisory Council on the Misuse of Drugs die Empfehlung ausgesprochen, Cannabis für Kranke leichter verfügbar zu machen. England bahnt medizinischem Cannabis den Weg.

 

So wie das Gesundheitsministerium in New York erst gerade eine Beendigung der Cannabisprohibition für Genusskonsum empfahl, sprach sich jetzt das in England ansässige ACMD für den vereinfachten Zugang zu medizinischen Marihuanaprodukten aus und empfiehlt zu diesem Zweck eine Veränderung der bisherigen Klassifizierungen der Substanzen. In den Regulierungen sollten die bisher unter Klassifizierung Eins geführten Derivate von Cannabis in die zweite Klassifizierung wechseln, da in Ersterer nur Drogen aufgelistet sind, die bislang keinen therapeutischen Nutzen besitzen sollen. Die Empfehlung, Ärzten und Patienten den hilfreichen Einsatz von Cannabismedizin zu vereinfachen, basiert jedoch auf der genaueren Untersuchung der veröffentlichten Arbeit einer die Regierung beratenden Medizinerin, die im offiziellen Dienste der Königin agiert. Die als Chief Medical Officer sehr ernst genommene „Professor Dame“ Sally Claire Davis äußerte sich dahin gehend, dass Cannabis in gewissen Feldern bewiesenermaßen einen therapeutischen Effekt besäße, weshalb jetzt auch die englische Kommission über Drogenmissbrauch diesen Faktor endlich anerkennen kann.
Der ACMD Vorsitzende Dr, Owen Bowden-Jones empfiehlt daher nach Sichtung der ersten Veröffentlichung zum Thema nicht nur die Umstufung von Cannabismedizinprodukten zwecks erleichterten Zugangs- und Verschreibungsoptionen, sondern auch klinische Studien zum Thema durchführen zu lassen, welche die Effektivität und Sicherheit der jetzt erst noch in England zu genehmigenden medizinischen Cannabisprodukte dauerhaft garantieren.

 

Nicht schlecht für den ehemaligen Exportweltmeister von Cannabismedizin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.