Samstag, 23. Juni 2018

Vier Cannabispflanzen in Japan gefunden

 

Weltweite Anteilnahme in Medien die Folge.

 

Bild: Paul Purple / Archiv

 

Während ein westlicher Industriestaat Cannabis erst vollständig legalisieren muss, um eine genauere Betrachtung der Sachlage in globalen Medien hervorzurufen, genügt es einem prohibitionistisch eingestellten Inselreich im Osten einen amüsanten Gesetzesverstoß zu vermelden, damit die Augen der Welt die Blickrichtung ändern. Weil vier Cannabispflanzen in Japan gefunden wurden, überschlagen sich fast die Nachrichten im Netz.

 

Was in Kanada ab dem 17.10.2018 für nahezu jeden volljährigen Bewohner des nordamerikanischen Landes legal sein wird, ruft in Japan derzeit noch Bestürzung aus. Vier circa zwei Monate alte Cannabispflanzen wurden am Donnerstag von einem Passanten im Hof eines japanischen Parlamentsgebäudes gefunden, wo sie über diesen genannten Zeitraum wohl gesund und ungestört vor sich hin wachsen konnten. Gegenüber einer internationalen Presseagentur äußerte sich daher ein offizieller Sprecher des Parlaments und erläuterte sofort den genaueren Vorgang, nachdem die illegalen Pflanzen entdeckt worden waren. Man kontaktierte das Tokyo Metropolitan Government – die Verwaltung der japanischen Präfektur Tokios – woraufhin zwei Sachbearbeiter der Stadt anrückten, um die verbotenen Gewächse aus dem Gebäude zu entfernen, welches regulär vom japanischen Oberhaus für Gesetzgebungsangelegenheiten genutzt werden sollte.
Fiese Vögel könnten jedoch für die Aussaat verantwortlich sein, oder der gemeine Wind hätte die Samen ebenfalls an den öffentlichen Standort bringen können, erwähnte man von Staatsseite bei Besuch im Gebäude gleich zusätzlich, weshalb auch nochmals mit Präzision daran gearbeitet werden müsse, dass sich dort nicht nochmals ein derartiges Pflanzenwachstum unter den Augen der Welt beobachten ließe. Um sicherzustellen, dass die vier Cannabispflanzen in Japan keine Wurzelrückstände hinterlassen haben und sich zu einhundert Prozent nicht weiter ausbreiten werden, wird eine zweite Begehung von Spezialisten in unbestimmter Zukunft unumgänglich.

 

In Japan kann der Besitz von wenigen Gramm Marihuana noch zu mehrjährigen Gefängnisstrafen führen, was aus aktuellem Anlass wohl eigentlich die skandalösere Meldung wäre. Vier hier, vier da.

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