Dienstag, 15. Mai 2018

Milliardendeal im Cannabis-Business

 

 

Kanadischer Cannabis-Gigant will Konkurrenten für 2,1 Milliarden Euro übernehmen

 

 

Foto: Susanne Winter

 

 

Wer zu spät kommt, den bestraft der Kapitalismus. Dieser Gesetzmäßigkeit folgen die kanadischen Marihuana-Produzenten geradezu vorbildlich, indem sie wie Kannibalen übereinander herfallen und sich gegenseitig auffressen. Nun hat Kanadas größter Produzent, Aurora Cannabis Inc., der Finanzwelt mitgeteilt, den Konkurrenten MedReleaf Corp. schlucken zu wollen. Die Übernahme soll ein Volumen von 2,9 Milliarden Kanadische Dollar haben. Damit hat Aurora einen Coup gelandet, der dem Unternehmen eine kaum mehr zu nehmende Machtposition im weltweiten Cannabis-Business sichert. Bereits in den letzten beiden Jahren hat sich das Unternehmen zehn Rivalen einverleibt und so die industrielle Cannabis-Produktion kontinuierlich ausbauen können. Im Januar gelang es Aurora mit der Übernahme des kleineren Mitbewerbers CanniMed Therapeutics, den zuvor weltgrößten Produzenten Canopy Growth zu überholen.

Mit der nun angekündigten Übernahme von MedReleaf Corp wird Aurora ein weiteres Mal die Kapazitäten erheblich steigern können. Neun Anlagen in Kanada und zwei Anlagen in Dänemark werden geschätzte 570.000 Kilogramm Cannabis per anno produzieren.

 

Nimmersatt zeigt sich auch Canopy Growth. Das Unternehmen gab ebenfalls gestern bekannt, noch ein bisschen zukaufen zu wollen. Übernommen werden sollen die restlichen 33 Prozent am Gewächshausbetreiber BC Tweed Joint Venture Inc., die Canopy Growth bislang noch nicht hält. Zudem will der kanadische Marihuana-Produzent den Gang an die Börse in New York wagen. Das ist ein mutiger Schritt, da die Bundesgesetze der USA noch immer ein Cannabisverbot vorschreiben, das für Rechtsunsicherheit im Finanzwesen der Cannabis-Industrie sorgt. Die Börsianer gehen aber davon aus, dass mit der vollständigen Legalisierung von Marihuana in Kanada auch in den USA ein Paradigmenwechsel eintreten wird und die Bundespolitiker vor der Allmacht des Kapitalmarktes einknicken werden.

 

5 Antworten auf „Milliardendeal im Cannabis-Business

  1. COSMO

    Dabei darf man nicht unterschlagen, dass ja im Cannabis nicht die Streckmittel das Gefährlichste sind, sondern das Cannabis selbst und somit Deutschland diesen Kampf der Marktführung und Einnahmen und versteuerter Arbeitsplätze dank der absolut hochgebildeten und unfehlbaren Politiker von CDSU und Affen für Deutschland an uns vorbei gehen wird.
    Vielen dank dafür. @Mortler & Co.

  2. chao

    Die geistige, moralische und wirtschafts-Elite zeigt jeden Tag deutlicher aus welchem Holz Sie geschnitzt sind:

    Uninformiert, uninterresiert, sehr kurzsichtig und auf schäbige Weise egoistisch.
    Schön zu sehen wie unser System funktioniert – Cannabis sei Dank

    Jedes Unwarheit wird so verdreht um die eigene „Meinung“ scheinbar zu begründen.

    Um die Wahrheitsverdeher der Afd und der neuen Rechten zu bekämpfen und den eigenen Status nicht zu gefährden wird nun auf allen Seite gelogen.BRAVO!!!

    Jeden Arzt den ich gebeten habe mir zu helfen hat die selbe Lüge erzählt:
    Cannabis (die älteste und damit am besten erforschte Heilpflanze) sei so neu dass unsere Engel in Weiss sich damit gar nicht auskennen – jaja, die fleissigen Ärtze die sich immer schön auf den Malediven weiterbilden lassen zum Thema Psychopharmaca – denn diese Psychopharmaca sind ja im Gegensatz zu Cannabis gut erforscht : Wirksamkeit unter 5%, Nebenwikungen garantiert ….und das trotz industrie und pharmaziefreundlicher Forschung!!!Hurra!!!

    Aber wie immer geht es darum die Uninformierten, also die Entscheider schön von den wichtigen Dingen abzulenken:

    70 % aller Hanfsorten sind bereits patentiert…eine Milliarden schwere Unternehmensübernahme folgt der nächsten…

    Die Cannabis Industrie weltweit ist bereits so stark, dass unsere christlich , soziale Gutmensch-Politikerkaste sich bestimmt bald kaufen lässt – Darauf einen dicken Kush Joint!

  3. chao

    Ich bin traurig und entsetzt da ich auf den Rechtsstaat vertraut habe!!!
    Autofahren mit Opiaten oder Psychopharmaca ??? Kein Problem !!!

    Mit gefährlichem Hanf ??? Da ist der Führerschein schnell weg !!!
    VW Manager betrügen ohne Grund und ohne Notwendigkeit und riskieren die Gesundheit vieler Menschen …Konsequenz ??? Ein paar neue kreative Lügen unseres christlich sozialen Verkehrsministers!!!
    Aber wehe, jemand hilft einem kranken verzweifelten Patienten…das gibt schnell Gefängis!!!
    Aber der Mensch is ja sowieso nicht frei …

  4. unbeugsam

    Nach wievor hat die Bevölkerung in diesen Land nicht die eigene Suveränität.Was hier geschieht,entscheiden Menschen von ganz woanders.Die Deutschen haben es bisher nicht geschafft Ihre eigenes Grundgesetz zu etablieren.
    Die Legalisierung wird kommen,aber erst wenn sie überall woanders etabliert ist und die Deutschen sich erst mal am ausländischen Markt versorgen müssen,bevor Sie es selber anbauen dürfen und selbst Gewinne abzwacken können.

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