Sonntag, 29. April 2018

Kascha April 2018

 

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

Marvin (23) aus Stuttgart fragt:

 

„Hi Kascha,

 

ich rauche gerne Bong am Abend, aber es nervt mich doch sehr, sie andauernd sauber machen zu müssen. Ein Bekannter von mir hat jetzt behauptet, dass man Eistee statt Wasser nehmen soll, da sind angeblich Gerbstoffe drin, die verhindern, dass der Schmand sich am Glas absetzt. Ich bin da aber eher skeptisch. Hast du so etwas schon mal gehört?“

 

Kascha antwortet:

 

„Hi Marvin,

 

tatsächlich füllen manche Raucher Eistee, Milch, Cola oder andere Getränke statt Wasser in die Bong. Allerdings nicht, damit sich die Bong leichter reinigen lässt – sondern, weil es angeblich Auswirkungen auf den Geschmack hat. Ob sich der Aufwand für die aus meiner Sicht eher geringfügige Veränderung lohnt, bin ich mir aber nicht sicher: In der Regel verklebt die Bong davon nur, vor allem wenn man zuckrigen Eistee verwendet. Wenn du es mal ausprobieren willst, dann ist ungesüßter, kalter Pfefferminztee vielleicht noch eine interessante Option. Die Bong sauber halten wirst du damit aber auch nicht, im Grunde ist das alles nur eine Spielerei. Und sowohl Pfefferminztee als auch Eistee machen auf Dauer Teeränder, wie du sie vielleicht auch von Teetassen kennst. Es gibt aber tatsächlich eine Möglichkeit, wie man die Bong seltener reinigen kann ohne auf sauberen Rauchgenuss zu verzichten. Es gibt Chyllums bzw. Bongköpfe, in die kleine Aktivkohlekammern eingearbeitet sind. Damit wird Kondensat aus dem Rauch gefiltert, bevor der Rauch durch die Bong und das Wasser strömt. Der Rauch ist damit auch deutlich weißer und weicher – man verzichtet aber auch auf das typische, etwas harte Gefühl beim Einatmen, weshalb ein solcher Zusatz nicht jedem Bongraucher geheuer ist. Für eine saubere Bong ohne viel Putzen ist es aber ganz sicher eine bessere Lösung als Eistee. Auch beim Dabben, wenn also Butan-Hasch-Öl (BHO) mit einem heißen Nagel durch die Bong verdampft wird, sind die Verschmutzungen in der Regel minimal: Es wird ja nichts verbrannt. Dafür werden aber Haschöl und ein spezieller Bongkopf benötigt, das wäre also eine relativ aufwändige Lösung.“

 

Alicia (20) aus Berlin fragt:

 

„High Kascha,

 

ich kiffe noch nicht sehr lange und habe jetzt zum Geburtstag so einen Grinder geschenkt bekommen. Der hat unten ein Fach drin, in dem sich ein grünliches Pulver sammelt. Warum wird das abgesiebt und was kann ich damit machen?“

 

Kascha antwortet:

 

„High Alicia,

 

dieses Pulver nennt sich Pollen – obwohl es eigentlich keine Pollen, sondern Harzdrüsen sind – oder auch Skuff oder Khief. In den Harzdrüsen ist das THC einer Hanfblüte oft sehr konzentriert, deshalb ist Haschisch, das aus den Harzdrüsen und dem Harz hergestellt wird, oft stärker als Gras, das auch THC-ärmeres Pflanzenmaterial enthält. Warum so viele Grinder seit einigen Jahren so ein Skuff-Fach haben, weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich war es bei den Rauchern so beliebt, dass mehr und mehr Hersteller nachgezogen haben. Was man damit machen kann, kann ich dir aber sagen. Es gibt sogar mehrere verschiedene Möglichkeiten, denen du nach eigenem Belieben weitere hinzufügen kannst. Erst einmal kann man es natürlich, wenn man eine gute Menge angesammelt hast, mit in einen Joint oder eine Bongmische dazustreuen – um den Joint oder die Mische stärker zu machen. Auch einem Purjoint mit nicht so starkem Homegrow kann man damit etwas Pfiff verleihen. Manche verwenden es auch als Notvorrat, wenn mal kein Gras da ist und man rauchen möchte. Außerdem kann man es mit einer geeigneten kleinen Presse zu Haschischsteinen pressen, die man dann wie handelsübliches Pollenhasch verwenden kann. Wegen seiner pulverigen Konsistenz ist Skuff aber auch hervorragend zum Kochen und Backen geeignet: Viele Konsumenten aktivieren es erst einmal im Backofen, das heißt, sie decarboxylieren es. Dafür geben sie es direkt vor dem Backen für eine Stunde bei etwa 120°C in den Backofen. Danach ist es für viele verschiedene Gerichte geeignet, von der Pizza bis zu den traditionellen Space-Cakes, Brownies und Keksen. Was du damit machst, hängt natürlich von der Menge ab, die du ansammelst. Ab ca. einem Gramm kann man aber schon viele Dinge damit anfangen. Das ist, wenn man es zum Essen dazugibt, eine recht starke Dosis für eine Person oder eine mittelstarke Dosis für zwei Personen.“

 

René (25) aus Frankfurt fragt:

 

„Hi Kascha,

 

warum wird eigentlich ein Joint, den man oft ausgehen lässt, gegen Ende immer etwas ranzig und ein Joint, den man relativ schnell durchraucht, nicht so sehr? Am Ende geht doch die gleiche Menge Rauch durch den Filter, oder? Liegt das am Feuer vom Feuerzeug beim Anzünden?“

 

Kascha antwortet:

„Hi René,

 

man sagt ja tatsächlich, dass der Geschmack vom Feuerzeugfeuer nicht optimal sei – deshalb zündet man Zigarren immer mit einem Streichholz oder, idealerweise, mit einem dünnen Stück Zedernholz an. In diesem Fall liegt das mit dem ranzigen Geschmack aber nicht am Feuerzeug, sondern einfach daran, dass der Joint sich, wenn er ausgeht, immer wieder abkühlt. Der Rauch im Inneren des Joints kondensiert also überall dort im Joint, wo er gerade ist – und beim nächsten Anzünden raucht man dieses Kondensat mit. Dann geht der Joint wieder aus, Rauch kondensiert wieder und beim nächsten Anzünden verbrennt noch mehr Teer. Wenn man den Joint fünf oder sechs Mal hat ausgehen lassen, dann ist die Mische gegen Ende voll mit kondensiertem Teer und bekommt eine entsprechend ranzige Note. In dem Kondensat ist aber immer auch kondensiertes THC enthalten – deshalb ist das Endstück, trotz dem etwas unangenehmeren Geschmack, oft noch ziemlich potent. Das macht auch mit den Reiz des halb gerauchten Joints aus, den man am nächsten Tag noch im Aschenbecher findet. Der Geschmack kann aber auch leiden, wenn man einen Joint raucht, ohne ihn ausgehen zu lassen: wenn man zu schnell und zu heiß raucht. Der heiße Rauch ist nicht nur unangenehm im Mund und lässt die Zunge den angenehmen Grasgeschmack weniger wahrnehmen. In der Regel sind kurze, leichte Züge auch deutlich effizienter, wenn es darum geht, möglichst viel THC aus dem Joint aufzunehmen. Denn wenn man den Joint heißraucht, geht viel THC in die Umgebungsluft verloren: Direkt aus dem Joint oder auch, weil wir es wieder ausatmen.“

 

 

 

2 Antworten auf „Kascha April 2018

  1. Monkey of Peace

    Also ein gramm kief alleine ist schon ne recht heftige dosis finde ich… Bei oralem konsum bitte immer vorsichtig sein und sich an die richtige Dosis herantasten.
    Peace

  2. Amok

    In die Bong kannste ein paar Tropfen Pflanzenöl reinmachen,das bindet den Schmand an sich.

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