Sonntag, 15. April 2018

Skandal! Gen-Hanf aus US-Labor entwichen

 

Seine Meinung

 

 

Sadhu van Hemp

 

 

Nun ist es ans Tageslicht gekommen: Genmanipulierte Hanfsamen wurden aus einem US-amerikanischen Forschungslabor in Deutschland gestohlen und in der freien Natur ausgesät. Unglücklicherweise kreuzt sich der hochaggressive Gen-Hanf mit Nutzpflanzen, die plötzlich das hochtoxische Halluzinogen THC produzieren und somit nicht mehr zu Lebensmitteln verarbeitet werden können.

 

Unsere Zivilisation steht vor der größten Katastrophe seit Menschengedenken. Nicht der Einschlag eines Kometen, auch keine Sintflut wird unsere Welt aus den Angeln heben und alles menschliche Leben auslöschen – nein, es ist ein genmanipuliertes Pflänzchen, das den Homo sapiens in einem bislang nicht gekannten Ausmaß bedroht. Vergessen sind Vogelgrippe, Rinderwahnsinn und Schweinepest, denn nun steht etwas vor Tür, das alle Seuchen und Plagen in den Schatten stellen wird. Die amerikanische Regierung schweigt unter dem Vorwand, keine Panik unter der Weltbevölkerung schüren zu wollen. Nur die nach Russland geflüchtete US-Wissenschaftlerin Dr. Hazel Konopie hat sich bisher zu den ungeheuerlichen Vorkommnissen geäußert und die schrecklichen Details der Laborversuche preisgegeben.

 

„Ich habe als Erfüllungsgehilfin der Trump-Regierung in einem geheimen Forschungslabor auf der Ramstein Air Base in Rheinland-Pfalz an einem geheimen Feldversuch mitgewirkt“, verriet die Professorin der Fachzeitschrift Konopravda. „Wir haben mit genmanipulierten Cannabis an nicht ganz freiwilligen Versuchspersonen herumexperimentiert. Ziel der Operation „Stoned free“ war, auf der Air Base gefangen gehaltene Terrorverdächtige mit dem Wirkstoff THC aufzuheitern und auf andere, bessere Gedanken zu bringen.“

 

Dass der Cannabis-Mutant auch artfremde Pflanzen bestäubt und seine THC-Gene weitervererbt, wurde als gefahrlos eingestuft, da sich alles in einem geschlossenen Indoor-System abspielte und die Probanden die Versuche nicht überlebten. Letzte Woche berichtete nun ein russischer Privatsender, dass ein Tütchen genmanipulierter Hanfsamen schon vor längerer Zeit aus dem unterirdischen Forschungslabor verschwunden sei. Der Verdacht, dass ein deutscher Wachmann das Saatgut aus Eigennutz mit nach Hause genommen hat, scheint sich nach letzten Erkenntnissen zu bestätigen. Bedauerlicherweise soll der Sohn des Diebes die Samen entdeckt und in einem Kornfeld ausgesät haben. Die letzte Weizenernte im südwestdeutschen Raum soll bereits einen bedenklich hohen THC-Anteil aufgewiesen haben.

 

Auf die Frage, ob die Deutschen bereits THC-haltige Grundnahrungsmittel zu sich nehmen, antwortete die Professorin: „Oh ja! Wer mit offenen Augen durch Deutschland reist, der trifft überall auf von Haschgift berauschte Menschen. Und die Zahl der Opfer, die mit jeder Mahlzeit Unmengen an THC aufnehmen, steigt rapide an. Nach meinen Berechnungen wird in den nächsten zwei bis drei Jahren die THC-Konzentration im Getreide die 100%-Marke überschreiten. Was dann ist, wissen wir nicht. Ich denke, die Epidemie wird sich weltweit ausbreiten und die Menschen sukzessiv vernichten, da alle nur noch chillen wollen.“

 

Unterdessen wurde bereits THC-haltiger Mais zu Popcorn verarbeitet und von skrupellosen Geschäftemachern in den Welthandel gebracht. Offensichtlich macht der Hanf vor nichts Halt. Noch völlig ungeklärt ist, warum nur diese Eigenschaft des Hanfes weitergegeben wird. Dr. Hazel Konopie, die nach der Flucht aus Deutschland in einem sibirischen Geheimlabor weiterforscht, glaubt, dass die Pollen der männlichen Hanfpflanze die gesamte Flora kontaminieren werden. Die Pollen des Gen-Hanfs bestäuben alles, ob Reis, Spaghetti, Zuckerrüben, Tee oder Kaffee. „Selbst Flechten, Schwämme und Algen können befruchtet werden und den hochgiftigen Wirkstoff THC bilden“, warnt die Wissenschaftlerin.

 

Die deutsche Bundesregierung schweigt sich aus

 

Eindringlich appelliert Dr. Hazel Konopie an die verantwortlichen Politiker, sich auf anarchistische Rauschzustände der Weltbevölkerung vorzubereiten. Die Gefahr, dass die Menschheit nur noch zugekifft vor sich her dämmert, sei nicht zu unterschätzen und durchaus ernst zu nehmen. Insbesondere sei nun die deutsche Regierung gefragt, der historischen Verantwortung nachzukommen und die Welt zu retten.

Doch die Regierung schweigt hartnäckig, obwohl die hausgemachte Katastrophe kaum mehr zu verheimlichen ist. Selbst der Katholische Dachverband Bayerischer Mütter und Hausfrauen ist alarmiert und weist darauf hin, dass der Verzehr einer Marmeladensemmel für Kinder und Jugendliche lebensbedrohlich sein kann. Deshalb müsse die Pharmaindustrie schnellstens einen Impfstoff gegen THC entwickeln, der ohne langwierige Testverfahren sofort zugelassen und der Bevölkerung ausnahmslos injiziert wird.

 

„Eine Welt voll friedlicher Haschfreaks? In so einer Welt möchte nun wirklich niemand leben“, warnt Dr. Hazel Konopie vor einer Massenvergiftung mit THC. „Ich denke, wir müssen uns aus der traditionellen Nahrungskette ausklinken und neue Wege gehen, um zu überleben. Die versehentliche Freisetzung des Gen-Hanfes wird unsere Essgewohnheiten nachhaltig verändern. So bitter es ist, aber Vegetarier und Veganer werden künftig auf den Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln verzichten müssen, wenn sie nüchtern bleiben wollen. Aber halb so schlimm, denn unsere Versuche, hochwertige Fleischwaren aus der Petrischale zu erzeugen, sind äußerst vielversprechend. Letzte Woche habe ich aus einer menschlichen Eizelle ein Kasslerkotelett gezüchtet.“

Wer nun denkt, dass der Verzehr von Fleisch die Gefahr bannt, der täuscht sich aber. „Der Verbraucher muss strikt darauf achten, dass ausschließlich Fleisch von Fleischfressern auf den Teller kommt“, rät die Professorin. „Wer das Steak von einem Öko-Schwein verspeist, nimmt pures THC zu sich und setzt sich zügelloser Ekstase aus.“

 

Unterdessen forschen russische Wissenschaftler fieberhaft nach einer Nutzpflanze, die sich nicht vom Gen-Hanf bestäuben lässt. Dr. Hazel Konopie und ihr Team stehen kurz vor dem Durchbruch: “Wir haben tatsächlich eine Pflanze entdeckt, die resistent gegen Hanfpollen zu sein scheint“, sagt die Professorin nicht ohne Stolz. „Die Pflanze, die die Menschheit vor dem Aussterben bewahren soll, wächst in unseren Breiten wie Unkraut. Es handelt sich um Humulus, auch eine Pflanze aus der Familie der Hanfgewächse – besser bekannt unter dem Namen Hopfen. Genial, nicht wahr!“

 

Die Umstellung auf dieses Grundnahrungsmittel soll in Russland, dem flächenmäßig größten Land der Erde, bereits auf Hochtouren laufen. Das erklärt auch den verstärkten Handel von Brauereiwertpapieren an der Moskauer Börse und die feindlichen Übernahmeversuche ostasiatischer Aktiengesellschaften, die sich deutsche Traditionsbrauereien und Hopfenhöfe einverleiben wollen. Laut Dr. Hazel Konopie beabsichtigt das russische Heimatschutzministerium, die Hege und Pflege aller anderen Pflanzen außer Hopfen unter Androhung der Todesstrafe zu verbieten.

 

Für die Weltbevölkerung könnte das bedeuten, zukünftig ausschließlich auf das Grundnahrungsmittel Bier zurückzugreifen, um bei klarem Verstand zu bleiben und trotzdem etwas im Magen zu haben. Und so verwundert es nicht, dass russische Lebensmittelketten verstärkt typisch deutsche Produkte wie Bierwurst, Bierschinken und Bierlachs ins Sortiment aufnehmen.

Inwieweit die Weltbevölkerung, insbesondere im deutschen Raum, die nicht mehr aufzuhaltende Nahrungsmittelumstellung verkraften wird, kann nicht prognostiziert werden. Auf jeden Fall wird es ein Obst- und Gemüsegartensterben geben. Wirtschaftsanalysten gehen aber davon aus, dass sich die Deutschen sehr schnell daran gewöhnen werden, sich vollumfänglich in Biergärten zu ernähren.

9 Antworten auf „Skandal! Gen-Hanf aus US-Labor entwichen

  1. Fred

    Jetzt wird klar, warum mein Hund so antriebslos ist. Der Köter kommt nicht mehr aus seiner Ecke. Aber ist mir egal.

  2. Blubby

    Es klingt alles wie ein makaberer Aprilscherz. Ich kann mir bei Gentechnik viel vorstellen, aber keine Pflanze, die so omnipotent ist, dass sie Gene jeglicher Pflanzen, die sich über Pollen vermehren, bestäuben kann. Und einen nahen Verwandten wie Hopfen nicht. Anderseits kann man sich das ganze Legalisierungstheaterspiel dann endlich schenken. Aber eine reine Alkoholikergesellschaft, ist auf Grund der toxischen Eigenschaften auch nicht möglich. Unsere Organe mögen keine Daueralkoholisierung. Ach so da ist noch Weizen und Malz, leider auch aus Getreide gemacht ( also auch THC) der infiziert ist. Wie man es auch dreht, wenn es stimmt ,wird die Menschheit noch mal kurzfristig gut drauf sein oder total dicht und dann abdanken.

  3. Ralf

    Zu mindest in Deutschland braucht man sich ja eigentlich keine Sorgen zu machen, da ein Großteil der Bevölkerung sich eh schon nur von Bier ernärt, @Blubby und wen interessieren schon vom Alk absterbende Gehirnzellen oder innere Organe? Der Mensch wird einfach genetisch angepaßt (falls er es nicht schon durch Brauerei gesteuerte Selbstzüchtung ist) dann geht`s doch auch ohne? Der Beweis? Ca 12,5 Millionen Alkoholiker in Deutschland (also Menschen die sich jeden Tag das Desinfektionsmittel Alk rein schütten) die immer noch leben !

  4. Fred

    Es ist alles noch schlimmer. Ich habe mir heute eine Banane gekauft. Während das Fruchtfleisch zwar gut schmeckte, auch sicherlich ordentlich Vitamine zuführte, setzte ansonsten keine Wirkung ein. Anders verhielt es sich bei der Schale. Nach ein wenig Draufrumkauen setzte eine deutlich spürbare Wirkung ein. Nichts besonderes, aber immer hin.

    Richtig weggehauen hat mich allerdings der Strunk. Dort scheinen sich die meisten Wirkstoffe abzusetzen. Ich kann aber nur jedem raten, äusserst vorsichtig beim Konsum zu sein. Starke Wirkung und die Zähne tun doch ein bisschen weh.

    Für mich ist klar, das ich beim Original bleibe. Jedenfalls solange bis auch Avocados kontaminiert sind. Die schmecken mir einfach besser und ich hoffe mal, das sich die Wirkstoffe nicht nur im Kern finden lassen.

  5. Fred

    @Tom
    Wenn jetzt noch offensichtliche Satire als solche gekennzeichnet werden muss, dann sollten wir das Netz abschalten.

    Im übrigen kann Satire auch sehr lehrreich sein. Inspiriert durch Sadhu’s tolle Geschichte, konnte ich nicht anders als den Bananenkommentar zu schreiben. Ich gebe aber offen zu, dass dein Kommentar mich zur Recherche getrieben hat.
    Und siehe da…. Bananenschalen gelten als sehr gesund. Jedenfalls die aus Bioanbau.

    https://praxistipps.focus.de/bananenschale-essen-giftig-oder-nicht_56347

    Und somit haben wir alle was gelernt.

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