Sonntag, 3. Dezember 2017

Englischer Sitcomstar hat Cannabis für sich entdeckt

 

Pam St Clement aus EastEnders nutzt Marihuanamedizin gegen Arthritis.

 

...ingehüllt in eine Dunstwolke aus Rauch
Foto: Chmee2 via wikimedia: cc-by-sa-2.5,2.0,1.0

 

Unter Pat Butcher ist Pam St Celement bei Zuschauern der BBC-Sitcom EastEnders seit 1986 bekannt. Die heute 75-jährige Schauspielern stieg 2012 aus der Dauerserie aus und war kürzlich durch die Arbeiten an einer besonderen Dokumentation in den Kontakt mit Hanfprodukten gekommen. Nun gesteht sie, dass Marihuana einen festen Platz in ihrem Leben eingenommen habe. Der englische Sitcomstar hat Cannabis für sich entdeckt.

 

Nicht nur Oscarpreisträgerin Kathy Bates weiß nun dank ihrer Arbeit in der Netflix-Show Disjointed, dass sich der Einsatz von MJ als genüsslich darstellen kann. Ihre englische Kollegin Pam St Clement erfuhr durch die Teilnahme an der hochgelobten Dokumentation Gone to Pot: American Roadtrip von den nützlichen oder auch berauschenden Eigenschaften der Hanfpflanze und konnte anschließend eigenen Nutzen aus den in Amerika gemachten Erfahrungen ziehen. Cannabis habe ihr Leben verändert, wird St Clement auf englischen Promiportalen zitiert, da die Heilwirkungen der natürlichen Substanzen ihre Arthritis hätten verschwinden lassen. Es wäre ganz wundervoll, Marihuana hätte all diese fantastischen Eigenschaften, die ihr ein neues Lebensgefühl ermöglichten, da Schmerzen aus den steifen Gelenken verringert würden und ebenso ihr Polymyalgia-Rheumatica-Leiden gelindert werden würde. Obwohl sie bei praktizierenden Nonnen in den Vereinigten Staaten auch mit handgemachten Rauchgeräten – sogenannten Joints – Cannabis konsumierte, nützt ihr, seit der Wiederkehr nach England, ein aus den Pflanzen gewonnenes Öl, das vornehmlich den Wirkstoff CBD enthält. Insgesamt haben Pam St Clement die jüngsten Erlebnisse die Augen geöffnet, weshalb sie sich nun auf die Seite der Legalisierungsbefürworter schlägt und die Freigabe von Marihuana in England verlangt. Auch anderen Menschen müsste der Zugang zu der natürlichen Medizin gewährt werden, damit Leiden, wie das ihre, ähnlich simpel behandelt werden könnten. Gegen die zuvor eingenommenen pharmazeutischen Steroide habe sie schließlich schnell eine Resistenz entwickelt, sodass sie die nun festgestellten Vorteile selbst kaum fassen kann. Vor sechs Wochen hätte sie nicht davon geträumt, derart gut zu schlafen und am nächsten Tag frisch aufzuwachen, um frohgemut lange Spaziergänge zu bewältigen. Während CBD in England zwar vor Kurzem wieder als legale Medizin klassifiziert wurde und somit auch regulär erworben werden könne, müsste schleunigst auch das komplette Potenzial verfügbar gemacht werden, damit sich Personen, die sich aufgrund von Krankheiten heimlich mit ihrer wirkungsvollen Arznei versorgten, nicht länger auf ungesetzlichen Gleisen bewegten. Selbst hätte Pam St Clement Freunde, die wegen der Erkrankung an Multipler Sklerose zum illegalen Eigenanbau von potentem Cannabis gezwungen wären.

 

Die gerne auch als „Fat Pat“ bezeichnete Darstellerin der Pat Evans aus EastEnders macht damit ihrem Rufnamen alle Ehre. Das als exquisites TV-Highlight gefeierte Dokumentationswerk Gone to Pot: American Roadtrip soll davon bereits überzeugen.

 

Welcome aboard, Pam St Clement!

4 Antworten auf „Englischer Sitcomstar hat Cannabis für sich entdeckt

  1. Rainer Sikora

    Wenn man den Kommentar Leuten vorliest um zu überzeugen oder zu informieren,die sonst nichts mit diesem „Teufelsdreck“ zu tun haben,fühlen die sich bloß genervt von dem zu oft erwähnten Thema.So gewinnt man scheinbar auch keine Mitstreiter.

  2. Fred

    @Rainer Sikora

    das kann ich 100 %ig aus eigener Erfahrung bestätigen. Das ist das Ergebnis von 80 Jahren Unsinn verzapfen.

  3. Thomas

    Und in Deutschland wird das Märchen vom ärztlich verschriebenen Cannabis erzählt. Ok, bekommen kann man es. KANN, muß aber nicht. Wenn man endlich einen Arzt gefunden hat und es verschrieben bekommt bleibt die Frage ob die Versicherung bezahlt bzw. kann man sich das finanziell leisten wenn nicht? Da ist noch viel Überzeugungsarbeit bei Politikern, Ärzten, Kranke(n)kassen, Juristen, Polizei, und nicht zuletzt bei Patienten, zu leisten.

    @Rainer. Jaja, dieses Teufelszeug Cannabis ist viel zu gefährlich um es an Butz und Bätz auszugeben. Eine Behandlungsmethode wie ich sie kürzlich in einer rheumatologisch-orthopädischen Reha-Klinik in Bayern erleben durfte verspricht da viel mehr Erfolg. Tagsüber werden Schmerzmittel (Diclo), Antidepressiva (Selektive Dopamin.- Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) und Antiepileptika (Pregabalin) wie Camelle beim Rosenmontagszug verteilt, und wem das nicht reicht kann sich ab 10:30 Uhr noch am Kiosk unkontrolliert literweise Bier (siehe bayerische Verfassung) in die hohle Rübe kippen. Dafür mußte man nicht mal aus dem Haus. Klar das viele Patienten keine Klagen mehr hatten. Zynismus? Schön wärs.
    Jetzt mal ehrlich; so viele Typen die neben der Kappe laufen sah ich zum letzten Mal, als ich ein halbes Jahr lang ein Praktikum in einem psychiatrischen Landeskrankenhaus machte. Wehe man brachte aber das Gespräch auf das Thema Cannabis. Die „Ärzte“ dort sehen Cannabis als gefährliche Einstiegsdroge und nur für austherapierte Patienten als ultima ratio dienlich (kein Witz), und die Patienten lallten sich zum Großteil mangels Wissen auch dagegen aus („Do wärst ja süchtig, wenn da des Zaig spritzt.“ Sagte es und griff zum Weißbier). Facepalm. Desinfektionsmittelspender gab es auf Schritt und Tritt. Benutzt haben es die wenigsten (nicht mal das Personal). Dafür, quasi zum Ausgleich, war in der Klinik alles schön mit Teppich ausgelegt. Ein Traum für jeden Allegiker. „Kein Problem, wozu gibts Antihistaminika?“ (Hä? Gehts noch?) Naja, nach 4 Tagen war für mich jedenfalls, wie man bei uns sagt, dr Käs g´essa und ich kehrte der undienlichsten Klinik die ich jemals kennenlernen mußte den Rücken, denn ich hatte Angst um mein letztes bisschen verbliebene Gesundheit.

  4. Thomas

    @Fred. Bei den meisten Patienten ist dank der 80-jährigen Gehirnwäsche sowieso Hopfen und Malz verloren. Vielleicht wirds ja besser wenn die Cannabisproduzenten unseren Krankenkassen, wie die pharmazeutische Industrie für ihre Schmerzmittel und Psychopharmaka, Rabatte gewährt. Dann müssen die Cannabisproduzenten nur noch mit den Ärzten toll dotierte „Beraterverträge“ aushandeln, und alles läuft wie geschmiert. Bitte hierzu keine Implikationen anstellen 😉

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