Sonntag, 26. November 2017

Kascha November 2017

 

DIE HANFBERATUNG IM HANF JOURNAL – Erste Hilfe für Kiffer

 

 

Kascha ist wie immer per e-Mail zu erreichen. Also ran an die Tasten, dumme Fragen gibt es nicht…

 

 

Erik (ohne Alter und Wohnort) fragt:

„Hallo Kascha!

 

Ich hätte da mal eine Frage, und hoffe, Du kannst mir da weiterhelfen. Ich suche ein Rezept in dem ich fertigen Honig mit Hanfblütenpollen aus dem untersten Grinderfach anreichere. Ich finde aber nix entsprechendes …“

 

Kascha antwortet:

„High Erik,

 

grundsätzlich darf ich natürlich nicht zum Konsum von THC-haltigen Hanfprodukten anleiten. Ich kann dir aber natürlich erklären, warum Du da kein Rezept zu finden kannst. Das liegt in erster Linie daran, dass das leider nicht so einfach geht. Honig besteht einfach aus zu wenig Fett oder Alkohol, als dass sich THC darin lösen könnte.

Diese Substanzen werden sozusagen als Trägerstoffe gebraucht. Deshalb funktioniert zum Beispiel ein Cannabistee nur, wenn er mit Milch gebrüht wurde. Auch für die Herstellung eines Honigs aus Hanfblütenpollen, genauer gesagt losen Harzdrüsen, wirst Du wohl einen solchen Trägerstoff brauchen. Die einfachste Lösung wäre natürlich, wenn Du Cannabisbutter herstellst – dafür findest Du zahlreiche Rezepte im Internet. Und auf die Butter kannst Du dann streichen oder legen, was Du möchtest: Honig, Käse, Wurst oder andere Dinge.

Das ist aber nicht das, was Du wolltest. Du wolltest ja einen Cannabishonig. Und dafür musst Du zunächst eine so genannte Tinktur herstellen. Das ist das THC aus dem Cannabis, gelöst in einem Trägerstoff. Am einfachsten ist es natürlich, dafür Alkohol zu verwenden. Es gibt aber auch andere geeignete Stoffe, zum Beispiel Glyzerin. Anleitungen zum Herstellen einer solchen Tinktur findest du zahlreich im Internet – aus Platzgründen spare ich das hier erst einmal aus.

Nun willst Du diese Tinktur und Deinen Honig zusammenbringen. Wenn Du einmal versucht hast, Honig im Glas umzurühren, dann weißt Du: Der ist ziemlich zähflüssig. Und mit der Tinktur mischen wird er sich so auch nicht gut. Deshalb erhitzt man ihn normalerweise vorsichtig im Wasserglas und mischt die Cannabislösung dann gründlich ein. Im Normalfall kann man sehen, wenn es sich gut vermischt hat, weil die Tinktur ja etwas dunkler ist als der Honig.

Wie immer, wenn man Cannabis isst, sollte man aber beachten: Das ist zwar ein recht unschädlicher Konsumweg. Die Wirkung setzt aber erst deutlich verzögert ein. Wenn Du den Honig sehr stark dosiert hast, dann solltest Du nur vorsichtig davon naschen!“

 

Daniel (ohne Alter und Wohnort) fragt:

„Hey Kascha,

 

wie viele Samen sollte ich einnehmen, um auf das Level von einem soften Trip zu kommen, und wie konsumiere ich sie am besten?“

 

Kascha antwortet:

„Hi Daniel,

 

wenn Du von Hanfsamen sprichst, dann muss ich Dich leider enttäuschen. Diese enthalten keinen Wirkstoff und haben deshalb auch keine Wirkung. Der Wirkstoff THC ist in der Hanfpflanze nur in den Blüten, den Blattspitzen der kleinen Blätter und in den Harzdrüsen und dem davon produzierten Harz enthalten. Dafür enthalten Hanfsamen viele wichtige Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren und viele essentielle Aminosäuren, sie sind also sehr gesund.

Minimale Anhaftungen von Pflanzenharz an der Samenschale können aber dazu führen, dass THC-Tests anschlagen, wenn man viele Produkte mit Hanfsamen isst. Für Piloten und andere Personen, die regelmäßige Drogentests absolvieren müssen, werden Hanfsamen deshalb übrigens nicht unbedingt empfohlen. High wird man von diesen Dosierungen aber nicht – die heutigen Messgeräte sind einfach nur sehr genau.

Von einem „Trip“ würde ich bei der Cannabiswirkung auch nicht sprechen. Die Wirkung ist in der Regel viel leichter und „trip-artige“ Erscheinungen mit Halluzinationen treten nur bei ziemlich hohen Dosierungen auf. Viele Konsumenten sind einfach nur entspannt und etwas heiter.

Eventuell meintest du aber auch andere Samen – verschiedene Pflanzen haben halluzinogen wirkende Samen oder Samen, auf denen sich halluzinogen wirkende Pilze befinden. Den Konsum solcher Substanzen würde ich aber nur Personen empfehlen, die im Umgang mit psychoaktiven Substanzen sehr erfahren sind. Die meisten Menschen, die ich kenne, die solche Samen probiert haben, würden diese Erfahrung nicht noch einmal machen wollen.“

 

Nadja (20) aus Hamburg möchte wissen:

„Hi Kascha,

 

ein Freund von mir hat kürzlich geerntet und mir auch ziemlich viel von seinem Gras gegeben. Das ist aber noch recht frisch und ich kriege es nur mit dem Grinder wirklich klein. Leider sind da aber manchmal Samen dazwischen – und die mache ich dann im Grinder schön matsch. Kann man dagegen irgendetwas tun, außer vorher sorgfältig zu suchen?“

 

Kascha antwortet:

„Hi Nadja,

 

das ist ein weit verbreitetes Problem, bei dem man leider nicht viel machen kann. Und mit einem zerquetschten Samen kann man sich schnell den ganzen Joint ruinieren.

Viele Samen kannst du schon loswerden, wenn du das Gras einfach mal über einem Blatt Papier ausschüttelst. Über einem Blatt Papier deshalb, weil du damit die ebenfalls losen Harzdrüsen auffängst und sie danach wieder in die Tüte zurückschütten kannst.

Das beseitigt aber nur die reifen, losen Samen. Das sind die dunklen Samen mit einer festen Schale. Besonders fies sind die unreifen, noch grünen Samen, die sich oft tief in der Blüte verstecken. Auch die können aber schon stinken, wenn man sie mitraucht!

Wegen diesen Samen würde ich vor allem vermeiden, ganze Blüten in den Grinder zu stecken. Wenn Du jede Blüte vorher etwas zerpflückst und die Stücke dann zwischen Daumen und Zeigefinger drückst, kannst Du die Samen schnell fühlen und aussortieren. Wenn Du Dich dabei bei großen Blüten von außen nach innen vorarbeitest, dann fallen die Samen oft schon von alleine aus.

Eine andere Variante ist, auf den Grinder zu verzichten. Das heißt nicht, dass du das Gras dann mühsam mit Hand zerkleinern musst. Aber mit einer Schere hast Du viel mehr Kontrolle darüber, was geschnitten wird.

Auch mit der Schere solltest du aber keine allzu großen Stücke auf einmal schneiden. Denn wenn du das Gras vorher mit Hand etwas zerkleinert hast, dann werden eventuell übersehene Samen auch einfach zur Seite gedrückt und fallen runter, statt zerquetscht zu werden. Mit etwas Übung erkennst Du die Samen beim Schneiden aber recht schnell.“

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